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11-03-11

Pastor Bayless Conley: Wunder in Mazedonien / Teil1

Sie lesen gleich die Predigt „Wunder in Mazedonien".


Mazedonien ist ein Land, das von Gott heimgesucht wurde, besonders die wichtige Stadt Philippi, die nach Philip von Mazedonien benannt ist, dem Vater von Alexander dem Großen. Es war eine strategische Stadt an der Straße, die Europa mit Asien verbindet. Wissen Sie, dort geschahen manch erstaunliche Dinge - das sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Es wird interessant und ermutigend sein, genau das Richtige für Sie.

Gut, Apostelgeschichte 16. Falls Sie Ihre Bibeln dabei haben - Apostelgeschichte 16. Ich möchte heute über Wunder in Mazedonien sprechen, Wunder in Mazedonien. Ich möchte vier Punkte ansprechen: Der Ruf, der Rückschlag, das Lied und die Aussendung. Wunder in Mazedonien: Der Ruf, der Rückschlag, das Lied und die Aussendung. Zunächst einmal der Ruf: Antworten für verzweifelte Menschen, der Ruf nach Mazedonien. Apostelgeschichte 16:6.

Apostelgeschichte 16:6-10 „Sie durchzogen aber Phrygien und die galatische Landschaft, nachdem sie von dem Heiligen Geist verhindert worden waren, das Wort in Asien zu reden; als sie aber in die Nähe von Mysien kamen, versuchten sie nach Bithynien zu reisen, und der Geist Jesu erlaubte es ihnen nicht. Als sie aber an Mysien vorübergezogen waren, gingen sie nach Troas hinab. Und es erschien dem Paulus in der Nacht ein Gesicht: Ein mazedonischer Mann stand da und bat ihn und sprach: Komm herüber nach Mazedonien und hilf uns! Als er aber das Gesicht gesehen hatte, suchten wir sogleich nach Mazedonien abzureisen, da wir schlossen, dass Gott uns gerufen habe, ihnen das Evangelium zu verkündigen."

Paulus und seine Begleiter versuchen, an verschiedene Orte in Kleinasien zu reisen. Der Heilige Geist stoppte sie und erlaubte es ihnen nicht - dann sah er in einer  Vision den Mann aus Mazedonien.

Warum eigentlich Mazedonien? Warum keine der anderen Regionen? Wie immer war es so, dass Gottes Plan so komplex war, dass sie ihn nicht überblicken oder verstehen konnten. Aber ich denke, es lag schlicht daran, dass es in Mazedonien Menschen gab, die eine tiefe Sehnsucht nach Gott hatten. Und der mazedonische Mann in der Vision verkörperte diese Menschen, die Gott unbedingt kennenlernen wollten. Gott hört den Schrei im Herzen von Menschen, die Ihn suchen. Dort lebten Menschen in geistlicher Finsternis und fragten sich: „Was ist der Sinn des Lebens? Es reicht mir nicht, in die Tempel zu gehen und im Pantheon den griechischen Göttern zu dienen. Mein Leben ist so hohl.

Was geschieht nach dem Tod? Wozu bin ich hier?" Und Gott hörte das.

Wissen Sie, manchmal kann die Sehnsucht der Menschen interessante Formen annehmen, manchmal auch zerstörerische. Ich denke, viele trinken aus diesem Grund oder haben alle drei Wochen einen anderen Freund. Sie versuchen, die innere Leere auszufüllen, doch im Grunde ist es ein Herzensschrei. Ich weiß, dass ich selbst nach Antworten suchte - aber an den falschen Orten.

Ich schrie innerlich nach Gott und Gott schickte einen zwölfjährigen Jungen zu mir, der mir von Jesus und dem Plan der Errettung erzählte. Es war das erste Mal, dass ich solche Worte hörte. Ich war damals Mitte Zwanzig. Aber diese innere Leere, aufgrund derer ich mich unter anderem mit verschiedenen Religionen beschäftigte, hatte auch sehr zerstörerische Auswirkungen. Sie kennen bestimmt auch solche Menschen. Es ist wichtig, dass wir Menschen nicht vorschnell verurteilen, nur weil sie durch Clubs tingeln, Drogen nehmen und andere Dinge tun, um den Hunger in Ihrem Innern zu stillen, den nur Gott stillen kann. Sie wissen einfach nicht, was sie stattdessen tun könnten.

Sie sahen den Mann in der Vision und reagierten darauf. Ich denke, das ähnelt der Geschichte der Frau am Jakobsbrunnen, mit der Jesus in Samarien sprach. Natürlich zog Er sowieso dort vorbei, aber da ist mehr dahinter, denn normalerweise hatten die Juden keinen Umgang mit den Samaritern.

Meist mieden sie ihre Dörfer und Städte. Sie hielten sie für unrein. Sie waren ursprünglich Juden, die Mischehen mit Kanaanitern eingegangen waren. Die Juden hielten sie für minderwertig. Sie mieden sie einfach. Aber Jesus musste Samarien durchqueren. Er setzt sich an den Brunnen in Sychar. Die Jünger kaufen Brot und siehe, plötzlich kommt eine Frau. Sie ist eine gesellschaftliche Außenseiterin. Frauen holten nie alleine Wasser, aber scheinbar wollten die anderen Frauen nichts mit ihr zu tun haben. Im Verlauf der Geschichte erfahren wir weshalb. Als Jesus anfängt, mit ihr über das ewige Leben zu sprechen und sie bittet, ihren Mann zu holen, sagt sie: „Ich habe aber keinen." Er sagte: „Das stimmt. Du hattest fünf!" Vielleicht mieden die anderen Frauen sie deswegen. Sie schützen ihre Männer. Und Er sagte: „Der Mann, mit dem du jetzt zusammen wohnst, ist nicht dein Mann." Sie wurde die Schlüsselperson, durch die die Stadt für Ihn erreicht wurde. Ich glaube, ihre Verzweiflung führte Jesus zu ihr. Achten Sie auf den Inhalt ihrer Unterhaltung. Als Er anfängt, über die Ewigkeit zu sprechen, sagt sie plötzlich etwas, was tief in ihrem Herzen war. Sie sagte: „Wenn der Messias kommt, wird er alles wieder in Ordnung bringen. Wenn der Messias kommt, wird Er uns alles sagen und alles in Ordnung bringen." Ich stelle mir vor, dass sie nachts allein im Mondschein umherlief und sich fragte: „Was ist mit meinem Leben los?" Wissen Sie, niemand geht eine Ehe ein in der Hoffnung, dass sie zerbricht. Sie muss sich gedacht haben: „Was ist los mit mir? Ich war fünf Mal verheiratet und jede Ehe ging kaputt. Ich bin unfähig, eine Ehe zu führen! Ich lebe jetzt mit einem Mann zusammen und habe deswegen Gewissensbisse. Keiner will mit mir etwas zu tun haben. Ich bin total fertig! Aber in der Synagoge habe ich gehört, dass ein Messias kommen soll. Er wird für Gerechtigkeit sorgen und Er wird all meine Fragen beantworten." Als Jesus mit ihr sprach, kamen ihr diese Dinge über die Lippen. Ich glaube, der Schrei ihres Herzens wurde im Himmel gehört und sorgte dafür, dass Jesus zu ihr kam.

Wissen Sie, selbst in einem Gottesdienst wie diesem sage ich manches geplant oder ungeplant, von dem ich glaube, dass dadurch brennende Fragen beantwortet werden. Manche denken: „Er spricht eindeutig zu mir! Das ist seltsam! Gott scheint zu wissen, worüber ich nachdenke. Natürlich weiß Er es und Er wird dafür sorgen, dass Sie Antworten auf die Fragen bekommen, die Sie innerlich quälen und umtreiben. Das ist Gott wichtig! Ich denke, wir sollten zu dem Punkt kommen, dass wir sagen: „Gott, ich bin bereit. Sende mich. Ich bin bereit, auf einen Mazedonischen Ruf hin zu gehen." Sehr wahrscheinlich gibt es in Ihrem Bekanntenkreis bereits jemanden, der zu Gott schreit. Vielleicht bringt diese Verzweiflung Zerstörung und negative Dinge hervor. Richten Sie denjenigen nicht. Bitten Sie Gott um eine Gelegenheit und um Offenheit, damit Sie denjenigen ansprechen können. Gut möglich, dass Gott Ihnen beides gibt.

Sie können auch ohne eine Vision losgehen. Paulus sah zwar den Mann aus Mazedonien, aber in der Geschichte ist oft davon die Rede, dass Gott sie führte - und zwar weit weniger spektakulär. Sie wollten an mehrere Orte in Kleinasien reisen und der Heilige Geist verbot es ihnen. Der Heilige Geist ließ es nicht zu. Woher wussten sie das? Das bleibt uns verborgen. Wir erfahren es nicht. Vielleicht gab es Umstände, die es unmöglich machten und sie sahen darin eine Fügung Gottes. Vielleicht hatten sie plötzlich Unfrieden, als sie eine bestimmte Richtung einschlugen, wurden innerlich unruhig und erkannten darin die Führung des Heiligen Geistes. Man kann auch ohne eine Vision losgehen.

Manchmal kommt einem plötzlich jemand in den Sinn oder man sieht jemanden und denkt auf einmal:

„Die Person ist in Schwierigkeiten. Geh hin und sprich sie an." Sie waren jedenfalls unterwegs. Bitte schauen Sie sich mit mir Apostelgeschichte 16:11 an.

Apostelgeschichte 16:11-12a „Wir fuhren nun von Troas ab und kamen geradewegs nach Samothrake und des folgenden Tages nach Neapolis und von da nach Philippi."

Neapolis war etwa 14 Kilometer von Philippi entfernt. Es heißt, dass sie geradewegs dorthin segelten.

Dahinter verbirgt sich der nautische Begriff, dass sie „vor dem Wind" segelten. Es heißt, dass ihre Überfahrt zwei Tage dauerte. Sie hatten Rückenwind. Als sie sich entschieden, dorthin zu fahren, wo Gott sie haben wollte, war sogar die Natur auf ihrer Seite und sie gelangten schnell ans Ziel.

Manchmal ist das tatsächlich der Fall. Kleine Eichhörnchen, Kaninchen und Rehe kommen von Schneewittchen, sie singen, der Himmel ist vom Regenbogen erfüllt, sie haben Rückenwind und sagen sich: „Wow, Gott bestätigt uns!" Aber interessanterweise lesen wir in Kapitel 20, dass sie für dieselbe Strecke fünf Tage brauchten. Sie hatten Gegenwind. Wenn Sie für den König unterwegs sind, haben Sie manchmal Rückenwind und manchmal Gegenwind. Aber segeln Sie einfach weiter und Sie werden Ihr Ziel erreichen. Geben Sie nicht auf. Manche spüren vielleicht gerade den Wind in Ihren Segeln und alles läuft super. Andere erleben heftigen Gegenwind und alles scheint gegen Sie zu stehen. Halten Sie Kurs. Sie werden am richtigen Ort ankommen. Machen Sie den Willen Gottes nicht von Rückenwind oder Gegenwind abhängig.

Gut, sie kamen an, ruhten sich ein paar Tage aus und sahen sich ein wenig um. Wir lesen ab Vers 13. Dort steht:

Apostelgeschichte 16:13-15 „Und am Tag des Sabbats gingen wir vor die Stadt hinaus, an den Fluss, wo man zu beten pflegte; und wir setzten uns und redeten zu den Frauen, die zusammengekommen waren. Und eine gottesfürchtige Frau namens Lydia, eine Purpurhändlerin aus der Stadt Thyatira, hörte zu; und der Herr tat ihr das Herz auf, so dass sie aufmerksam achtgab auf das, was von Paulus geredet wurde.

Als sie aber getauft worden war und auch ihr Haus, bat sie und sprach: Wenn ihr davon überzeugt seid, dass ich an den Herrn gläubig bin, so kommt in mein Haus und bleibt dort! Und sie nötigte uns."

Sie gingen an den Fluss, wo die Frauen beteten. Der Grund war, dass es keine Synagoge in der Stadt gab. Das war bei den Juden so üblich, wenn es nicht genug Männer gab. Man brauchte zehn Männer, um eine Synagoge zu gründen. Aber in der römischen Kolonie Philippi gab es eben nicht so viele, also trafen sie sich am Fluss, beteten und priesen Gott. Das taten sie gerade und es waren überhaupt keine Männer dabei. Also geht Paulus mit seinen Begleitern zu ihnen, redet mit ihnen und der Herr tut Lydia das Herz auf. Eine Frau wird gläubig. Das wirkt sich auf ihre Familie aus. Ihr Haus - und das schließt auch ihre Diener mit ein - wird getauft und sie drängt sie, bei ihr zu wohnen. Sie öffnet ihr Haus. Erst wird ihr Herz aufgetan und dann ihr Haus. Es scheint ein kleiner Anfang zu sein, der ziemlich unbedeutend ist - eine einzige Frau wird errettet. Sie hatten diese erstaunliche Vision des Mannes aus Mazedonien und eine Frau wird errettet. Wissen Sie, es ist wichtig, dass wir begreifen, dass Gott gemäß dem Ratschluss Seines Willens wirkt. Wir lassen uns manchmal von Statistiken knechten, aber Gott kann etwas sehr Großes aus etwas ganz Kleinem hervorbringen.

Bedenken Sie zunächst, dass diese Frau wohlhabend ist. Sie war Purpurhändlerin. Es war eine Sorte Purpur, mit der damals königliche Gewänder gefärbt wurden. Sie stammt aus der Stadt Thyatira.

Dort wurde das Purpur hergestellt. Es ist eine bedeutende Stadt. Sie etablierte ihr Geschäft in der römischen Kolonie Philippi. Ihre Familie war nach wie vor in Thyatira. Sie hatte Beziehungen und bekam ihr Purpur von dort. Wussten Sie, dass die Stadt Thyatira genau in der Region in Kleinasien lag, in die der Apostel Paulus gehen wollte und was der Heilige Geist nicht zuließ? Gott sagte:
„Siehst du, Paulus, ich habe bessere Möglichkeiten, Dinge zu bewirken. Du musst nicht alles tun und nicht versuchen, überall präsent zu sein." Jetzt wird das Evangelium dort verkündet, wo er nicht hinkommen konnte, allerdings durch einen anderen. Wissen Sie, Gott wird Ihnen nicht erlauben, alles zu tun. Er wird Sie nicht berufen, alles zu tun. Er wird zulassen, dass Sie einige Dinge tun und Sie zu bestimmten Dingen berufen. Aber Er ist mächtig genug, das Werk durch andere Menschen und andere Mittel zu vollenden. Paulus kam nicht dorthin, aber Gott sagt: „Jemand anderes wird dort das Evangelium verkündigen." Es scheint unbedeutend, dass nur diese eine Frau errettet wurde, aber selbst manche weltlichen Historiker sehen in Lydias Bekehrung den Wendepunkt der westlichen  Zivilisation. Sie war die erste Europäerin, die sich bekehrte. Sie führen alle Umwälzungen in ganz Europa - alle tiefgreifenden Veränderungen - darauf zurück, dass diese eine Frau zu Christus fand.

Ich sage Ihnen, Gott kann mit Mitteln, die uns klein erscheinen, Großes bewirken. Es war bedeutend.

Durch sie konnte Gott die ganze Stadt erreichen. Gott schrieb durch sie Geschichte und Gott wusste das von Anfang an. Sie wussten es vielleicht nicht. Keiner ahnte es, aber Gott wusste, dass es geschehen würde.

Der Teufel spürte ganz sicher, dass sich gewaltige Dinge anbahnten und versuchte natürlich alles Mögliche zu tun, um es zu stoppen. Damit kommen wir zu dem Rückschlag. Widerstand des Feindes, der Rückschlag. Apostelgeschichte 16:16.

Apostelgeschichte 16:16-18 „Auf dem Weg zur Gebetsstätte begegnete uns eines Tages eine Sklavin, die von einem Dämon besessen war. Sie konnte die Zukunft voraussagen und brachte auf diese Weise ihren Besitzern viel Geld ein. Die Frau lief hinter Paulus und uns anderen her und schrie: "Diese Männer sind Diener des höchsten Gottes und zeigen euch den Weg zum Heil!" Das wiederholte sich an mehreren Tagen, bis Paulus es nicht mehr ertragen konnte. Er wandte sich zu der Frau um und befahl dem Dämon: "Im Namen Jesu Christi, verlasse diese Frau!" In demselben Augenblick verließ sie der Dämon."

Satans Widerstand, seine Versuche, Gottes Werk in dieser strategischen Stadt an der Straße zwischen Europa und Asien zu schaden, war zweigeteilt. Auch heute beherrscht er diese beiden Strategien, nichts weiter. Die erste: Er schaukelt Ihre Hängematte, gibt Ihnen eine Limo und fängt an zu singen: „Lass uns doch Freunde werden! Lass uns doch Freunde werden!" Er möchte sich mit uns verbünden.

Paulus arbeitete normalerweise so, dass er in jeder Stadt in die Synagoge ging und zu den Männern sprach. Die Frauen wurden errettet, aber er hatte es auf die Männer abgesehen. Schließlich beinhaltete die Vision einen mazedonischen Mann. Sie machen diese weite Reise und eine Frau wird errettet. Es gab keine Männer! Aber viele Männer folgten dieser Wahrsagerin. Sie spielten damals eine große Rolle. Römische Generäle gaben ohne das Omen eines Wahrsagers keinen Marschbefehl.

Immerhin sagt sie ja die Wahrheit, nicht wahr? Sicher, es ist der verkehrte Geist. Es ist der Teufel.

Aber vielleicht erreichen wir damit die Männer? Paulus, der vor seiner Errettung ein Pharisäer war, hat bestimmt viele Male folgendes Gebet gesprochen wie es jeder Pharisäer tat: „Herr, ich danke Dir, dass ich weder ein Heide noch ein Sklave noch eine Frau bin." In der damaligen Zeit und in der damaligen Kultur galten Frauen als minderwertig. Lydia wurde errettet und der Teufel sagte sich:
„Komm, wir verbünden uns. Das wird für uns beide das Beste sein. Ich geh vor euch her. Ich übernehme die Werbung. So kommt ihr an die Männer heran." Freunde, wir sollten uns niemals mit dem Teufel verbünden. Es bringt uns nichts, wenn Männer oder Frauen die Wahrheit bestätigen, ohne ihr Leben dem Herrn zu unterstellen, ganz egal wie groß ihr Einfluss sein mag. Langfristig schadet es der Kirche immer, wenn sie solche Bündnisse schließt. Die Kirche hat in der Vergangenheit immer gelitten, wenn sie sich mit bösen Männern oder Frauen verbündet hat, die das Evangelium förderten, Ihm aber nicht  gehorchten. Es stecken immer verborgene Motive dahinter. Hören Sie: Der Teufel tut der Gemeinde niemals einen Gefallen. Ob es die Gemeinde als Ganzes oder Sie persönlich betrifft, das ist immer seine erste Taktik: „Komm, wir arbeiten zusammen. Ich will dich in Schach halten."

Man ist leicht geneigt zu sagen: „Ach ja, das machen wir." Aber, Freunde, glauben Sie mir, es gibt da einen verborgenen Sprengsatz. Paulus fiel darauf nicht herein, also ging Satan zur zweiten Strategie über. Wenn Sie sich nicht mit ihm verbünden, wird er Sie bekämpfen, was für ihn letztlich nach hinten losgehen wird. Apostelgeschichte 16:19.

Apostelgeschichte 16:19-24 „Als aber ihre Herren sahen, dass die Hoffnung auf ihren Gewinn dahin war, griffen sie Paulus und Silas und schleppten sie auf den Markt zu den Vorstehern. Und sie führten sie zu den Hauptleuten und sprachen: Diese Menschen, die Juden sind, verwirren ganz und gar unsere Stadt und verkündigen Gebräuche, die anzunehmen oder auszuüben uns nicht erlaubt ist, da wir Römer sind.

Und die Volksmenge erhob sich zusammen gegen sie, und die Hauptleute rissen ihnen die Kleider ab und befahlen, sie mit Ruten zu schlagen. Und als sie ihnen viele Schläge gegeben hatten, warfen sie sie ins Gefängnis und befahlen dem Kerkermeister, sie sicher zu verwahren. Dieser warf sie, als er solchen Befehl empfangen hatte, in das innere Gefängnis und befestigte ihre Füße im Block."                

Man würde annehmen, wenn die Vision wirklich von Gott gewesen ist, wenn sie tatsächlich einen göttlichen Auftrag ausführten, dann hätte man ihnen den Schlüssel der Stadttore gegeben, alle Türen hätten sich geöffnet und jeder hätte zugehört. Aber hier saßen sie nun. Ihre Rücken bluteten. Sie wurden brutal behandelt, ihre Rechte wurden aberkannt, sie wurden zu Unrecht angeklagt, ihre Füße sind im Block, es ist Mitternacht und sie sind im Gefängnis. Sie leiden. Nun, der Teufel gibt sein Territorium nicht kampflos auf. Ob es um Sie selbst, Ihre Familie oder um uns als Gemeinde-Familie geht, es wird Kämpfe geben und manchmal gibt es Rückschläge.

Wir haben jetzt wunderschöne Räumlichkeiten, aber es gab etliche Rückschläge auf dem Weg dahin.

Von dem Tag, an dem wir uns für das Grundstück in der Katella Avenue interessierten, bis zum Einzug vergingen neuneinhalb Jahre. Es gab einige Rückschläge, unter anderem mussten wir zehn Verfahren bestreiten. Es gab bereits eine lange Vorgeschichte. Jahr um Jahr platzten diverse Kaufverträge. Ich könnte Ihnen einige Grundstücke in der Umgebung zeigen. Einige von Ihnen wissen, für das Grundstück am Los Alamitos Boulevard, wo der Target und das große  Einkaufszentrum sind, hatten wir einen Kaufvertrag. Der Architekt hatte bereits alles geplant. Wir waren mehrmals beim Anwalt. Die Eigentümer wollten es Cottonwood verkaufen, aber es gab massiven Protest: „Dort soll keine Kirche stehen! Das gibt ein Verkehrschaos!" Die Firma, der das Land gehörte, rief mich an und sagte: „Bayless, wir lieben euch, wir finden das Projekt super, aber wir lassen euch fallen wie eine heiße Kartoffel, weil wir sonst vielleicht einige laufende Projekte verlieren würden. Solche Pressemeldungen würden uns sehr schaden." Also ließen sie uns fallen. Als herauskam, dass dort ein Einkaufszentrum entstehen sollte, sagten dieselben Leute: „Wir würden doch lieber die Kirche haben. Jetzt haben wir jeden Tag Verkehr!" Aber es war zu spät. Ich könnte Ihnen eine Geschichte nach der anderen erzählen. Wir erlebten jahrelang Rückschläge. Wir mussten viele Kämpfe durchstehen. Hören Sie: Der Teufel kann vielleicht etwas verzögern, aber er kann letztlich nicht stoppen, was Gott Ihnen zugesagt hat.

Aber es kommt sehr darauf an, was Sie um Mitternacht tun. Damit kommen wir zu dem Lied, dem mitternächtlichen Anbetungslied. Hat jemand von Ihnen schon eine solche Mitternacht erlebt?

Lesen wir weiter, Apostelgeschichte 16:25.

Apostelgeschichte 16:25 „Gegen Mitternacht beteten Paulus und Silas. Sie lobten Gott laut, und die übrigen Gefangenen hörten ihnen zu."

„Sie beteten" bedeutet hier nicht, dass sie ein Anliegen äußerten. Es bedeutet buchstäblich, dass sie Gott innig liebten und anbeteten. Sie sagten nicht einmal: „Gott, hol uns hier heraus!" Sie fragten nicht:
„Gott, warum hast Du das zugelassen?" Sie beteten Gott an. Sie sangen zum Herrn und die Gefangenen hörten ihnen zu - wortwörtlich: Sie hörten ihnen aufmerksam zu. Aber nicht nur jene hörten zu. Diese Männer sind dort. Sie haben offene Wunden am Rücken. Ihre Füße sind im Block.

Es ist stockfinster. Es scheint, als sei alles gegen sie, als wäre alles schiefgegangen: und sie singen.

Gott hörte sie und auch die Mitgefangenen. Schauen Sie sich den nächsten Vers an. Gott antwortete.

Apostelgeschichte 16:26.

Apostelgeschichte 16:26 „Da erschütterte plötzlich ein gewaltiges Erdbeben das ganze Gefängnis bis in die Grundmauern; alle Türen sprangen auf, und die Ketten der Gefangenen zerbrachen."

Ich liebe das! Ich liebe es einfach! Wissen Sie, ich war einmal mit ein paar Freunden zusammen.

Wir waren noch Teenager. Ich fuhr einen alten Kleinbus. Wir saßen alle im Bus und ich erzählte ihnen von dem neuen Lied, das ich im Radio gehört hatte, das ich für das beste Lied aller Zeiten hielt. Es ist: „Spirit in the Sky" von Norman Greenbaum. Es war gerade brandneu. Wer kennt das Lied? „Zu dem Geist in den Lüften werde ich gehen, wenn ich sterbe. Wenn ich sterbe und sie mich ins Grab legen..."

Sie kennen das Lied, nicht wahr? Das war ein einzigartiger Moment. Das Lied ertönt im Radio. Ich rufe: „Pssst! Seid still! Seid alle still! Das ist es!" Ich fuhr rechts ran, drehte das Radio voll auf und wir hörten „Spirit in the Sky". Es war witzig, denn ein Polizeiwagen parkte hinter uns und wir mussten alle aussteigen. Sie schauten uns in die Augen und all das... wirklich wahr! Im Himmel war ganz sicher sehr viel los. Man hörte überall Musik. Die Anbetung der damaligen Christen war im Himmel zu hören.

Die Engel beteten Gott an. Im Himmel ist es ganz sicher nicht still. Manche sagen: „Warum ist eure Anbetung immer so laut, Gott ist nicht taub!" Stimmt, aber Er ist auch kein Nervenbündel. Im Himmel geht es sehr laut zu. Wie gesagt, dort hört man so manches. Ohne Frage singen die Engel und man hört dort die Anbetung der Christen. Es ist gut, wenn wir zusammenkommen und gemeinsam singen - ich habe Gottes Gegenwart gespürt, als wir heute gesungen haben - aber ich sage Ihnen, wenn Sie im Dunkeln singen, wenn scheinbar alles gegen Sie steht, wenn Sie scheinbar hoffnungslos in der Klemme sind, dann wird Gott bei Ihrem Lied aufhorchen. Und inmitten all der Anbetung, die aus den verschiedensten Gemeinden in den Himmel drang, dem Gesang der Ältesten und der Engel, machte Gott plötzlich: „Psssst! Seid alle still! Das ist mein Lied! Psssst!" Es war das Lied, das mitten in der Nacht aus dem römischen Gefängnis aufstieg. Und wie ein bekannter Prediger einmal sagte, schlug Gott mit dem Fuß den Takt und löste ein Erdbeben aus. Sie müssen in Ihrer dunkelsten Stunde singen und Gott anbeten, meine Freunde. Das ist extrem wichtig für Sie.

Wissen Sie, es ist wichtig, in schwierigen Zeiten singen zu können. Erstaunliche Dinge geschahen, als Paulus und Silas Gott im Gefängnis anbeteten. Gott griff ein und was dann geschah, war phänomenal, historisch, gewaltig und atemberaubend. Sie müssen einfach nächste Woche wieder einschalten, um herauszufinden, was das war und welche geistlichen Auswirkungen es hatte. Wissen Sie, falls Sie in Ihrem Leben gerade in einer Phase der Dunkelheit sind und der Feind scheinbar die Oberhand gewonnen hat, sollten Sie Gott anbeten. Falls scheinbar keine Hilfe in Sicht ist, sollten Sie Gott anbeten. Vielleicht haben Sie kürzlich einen enormen Rückschlag erlebt, dann ist es Zeit, Gott erst recht anzubeten. Gott wohnt im Lobpreis Seines Volkes und es ist kein Zufall, dass Sie heute diese Sendung sehen. Es gibt einen Gott im Himmel, der Ihren Namen kennt und der Sie wirklich liebt.

Ich bete, dass Sie innerlich ermutigt werden und dass Sie ganz tief im Herzen neue Hoffnung  schöpfen. Wissen Sie, aus Gottes Sicht ist der Kampf noch nicht verloren. Er möchte Ihnen helfen. Er möchte Sie führen und Er möchte Sie trösten. 

Bis zum nächsten Mal.

Gott segne Sie.

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Ein Artikel von Glaube.de
Mit freundlicher Genehmigung von Antworten mit Bayless Conley e.V.
Quelle: Antworten mit Bayless Conley Predigt vom 06.03.2011
Textbearbeitung Jürgen Motzkus Redakteur bei Glaube.de
Foto: Bayless Conley
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