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21-10-03

Christentum und Buddhismus

Christentum und Buddhismus - Möglichkeiten und Grenzen des Dialoges zwischen verschiedenen Kulturen und Religionen...



<font size="-1">eine Ausarbeitung von Benjamin Pick</font>



Inhalt


Vorwort


1. Die Entstehung


2. Die Lehre

  • verbindliche Schriften
  • nach dem Tod
  • Erlösung
  • Gottesvorstellung
  • Gemeinschaft
  • Ge-/Verbote


3. Das Weltbild

  • Toleranz und Wahrheit
  • schlechte Welt
  • gute Taten


Schlusswort


Glossar(in einer neuen Seite zum nachschlagen)


Literaturangaben




Vorwort


Der Buddhismus ist eine Weltreligion mit nun 400 Millionen Anhänger, die hauptsächlich in Südostasien leben1. Aber sie breitet sich nun auch im Abendland aus - in Deutschland leben 150 000 Buddhisten, davon sind ein Drittel von deutscher Abstammung2 - was ein Grund bildet, darüber nachzudenken, inwieweit sich Christentum und Buddhismus begegnen können.
Aber vorher muss man klären, was Buddhismus bzw. was Christentum ist.
Eine Antwort zu geben ist nicht einfach: Buddhist ist, wer seinen Glauben auf diedreifache Zufluchtsformel stützt, Christ ist, wer seinen Glauben auf die Bibel stützt. Allerdings ist es in der Praxis schwierig zu erkennen, was noch zum Buddhismus bzw. Christentum gerechnet werden kann und was nicht.

Meine Arbeit habe ich in drei Teile gegliedert: die Entstehung, die Lehre und die Weltanschauung des Buddhismus und des Christentums.
Im ersten Teil werden wichtige Stationen der Religionsgründer gezeigt, darüber hinaus aber auch, was davor und danach war. All dies ist wichtig, da vieles davon die Lehre und folglich die ganze Religion geprägt hat.
Im zweiten Teil werde ich auf wichtige Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Lehre eingehen.
Der dritte Teil versucht zu erläutern, was die Unterschiede der Kulturen ausmacht, also was im täglichen Leben anders oder vergleichbar ist.

Ich habe bei meiner Arbeit bewusst die Unterscheidung zwischen Untergruppierungen des Buddhismus / des Christentums weggelassen, da sonst das zu behandelnde Thema zu umfassend geworden wäre. Wo jedoch eine Unterscheidung nötig ist, habe ich sie in den Fußnoten angemerkt.
Bei vielen buddhistischen Wörtern gibt es mehrere deutsche Entsprechungen. Das liegt einerseits daran, dass in Indien ein anderes Schriftsystem vorliegt, andererseits aber auch die indischen Quellen teils in Pali, teils in sanskrit verfasst sind, zwei ähnliche, aber doch unterschiedliche Schriftsprachen. In diesen Fällen habe ich versucht, die üblichere Schreibweise zu nehmen.
Bei vielen buddhistischen oder auch christlichen Worten wird die Möglichkeit geboten, sich an die Bedeutung erinnern zu lassen oder auch mehr darüber zu erfahren. Diese Worte sindkursiv gedruckt und können im Glossar am Ende der Arbeit nachgeschlagen werden.
Meine Arbeit weist folgende Besonderheit auf: statt den Vergleich linear durchzuführen, habe ich zwei Spalten benützt; die linke Spalte stellt die buddhistische Sichtweise dar, in der rechten Spalte steht, was das Christentum zu diesem Absatz sagt. Ich habe mich für diese Art der Darstellung entschlossen, da von den Lesern gerade beim Buddhismus nicht erwartet werden kann, dass sie das nötige Vorwissen mitbringen. Durch diese Art der Gegenüberstellung werden manche Unterschiede schon so klar; oft wurde aber, um es nochmals hervorzuheben, in der rechten Spalte die Unterschiede aufgeführt.




1. Die Entstehung

An dem Ort, an dem Buddha geboren wurde, war die Gesellschaft zu diesem Zeitpunkt wie auch heute vom Hinduismus geprägt. Buddha übernahm später einen Teil dieser Lehre, so zum Beispiel die Wiedergeburtslehre.
(Allerdings schwebte Buddha ein ganz anderer Weg zur Erlösung aus dem Wiedergeburtenkreis vor.) Er wollten den Hinduismus reformieren, was aber dann zu Abspaltungen geführt hat.

Jesus wuchs in einer jüdisch geprägten Gesellschaft auf. Damals lagen verschiedene Gruppierungen (Pharisäer und Sadduzäer) im Streit über das heutige Alte Testament, das Teil der Bibel geworden ist. Auch er hat also seine Lehre auf Teile seiner Umgebung aufgebaut.
Genauso wie beim Buddhismus war es auch da üblich, dass Wanderlehrer (auch: Rabbi) im Land umher zogen und ihre Lehre verkündeten.

Der Buddhismus wurde von Buddha gegründet, der eigentlich Siddhatta Gautama Shakyamuni hieß. Geboren 563 v.Chr. (± 5-9 Jahre) in Indien wuchs er in einer Familie des Oberhauses auf. Seine Mutter jedoch verlor er zwei Tage nach seiner Geburt, was Anlass zu Spekulationen bietet, warum seine Religion so lieblos ist. Als Sohn einer Adelsfamilie wird er wohl keine materiellen Entbehrungen gelitten haben. Mit 16 Jahren heiratete er - ganz normal zu damaligen Verhältnissen - blieb aber in dem Palast3 seines Vaters.

Jesus wurde 5 v.Chr. (± 5 Jahre) in Israel in eine "normale" Familie geboren, jedoch hatte er, genauso wie Buddha, ein Erbe anzutreten: sein Vater war Zimmermann, also wurde von ihm erwartet, dass auch er später Zimmermann werden würde. Das einzige, was über seine Kindheit geschrieben steht, ist, dass er mit 12 Jahren mit seinen Eltern zumPassahfest gegangen ist4. Interessant ist, dass Jesus sich zu diesem Zeitpunkt seiner Berufung schon bewusst war5.

Im Alter von 29 Jahren verließ Buddha das Haus seines Vaters. Grund dafür waren die vorhergegangenvier Ausfahrten, Auslöser vermutlich die Geburt seines ersten Sohnes. 6 Jahre verbrachte er in der Einsamkeit, danach merkte er, dass derart strenges Asketentum, wie er es betrieb, nicht zum Ziel führte, und gab die Selbstkasteiungen auf. Die Suche war aber noch nicht vorüber: kurze Zeit später erlangte Buddha, unter einem Baum meditierend, dieErleuchtung, die ihn zum Buddha machte.
Das war der Beginn der nun schon 2500 Jahre andauernde Religion, oder, wie es ein Buddhist ausdrücken würde, "das Rad der Lehre war in Bewegung gesetzt".

29 n. Chr.6 begann Jesus bekannt zu werden. Etwa zu dieser Zeit taufte Johannes der Täufer große Menschenmengen - und unter ihnen auch Jesus. Bei der Taufe Jesu geschah jedoch etwas besonderes: eine Taube kam herab und man konnte eine Stimme hören, die seine Gottessohnschaft bestätigte7 .
Nachdem er getauft war, war er 40 Tage in der Wüste, also ebenfalls in der Einsamkeit. Das Entscheidende dieses Erlebnisses war der Sieg über seinen Gegner, dem Teufel.8

Mit dem Glauben, die Wahrheit erkannt zu haben, zieht Buddha los und versucht, den anderen von seiner Wahrheit zu überzeugen, von der er selber sagt, sie sei schwierig zu verstehen.
Er geht zunächst zu seinen ehemaligen Bewunderer des strengen Asketentums und hält seine erste Predigt, diePredigt von Benares. Später lehrt er auch des öfteren bei Personen des Oberhauses, also Könige, Fürsten,... Grund dafür könnte einerseits sein, dass er selber im Oberhaus aufgewachsen ist, andererseits aber auch, dass er die Wahrheit für so schwer verständlich hielt.

Auch Jesus kehrt zunächst zu seinem Bekanntenkreis in seinem Heimatort zurück, um dort "das Evangelium zu verkünden"(also predigen). Als er dort aber sogar vertrieben wurde ging dorthin, wo man ihn nicht von früher kannte.
Die Personengruppe, die Jesus anpeilt, ist im Vergleich zu Buddha eher das normale Volk.9 (Allerdings kann man nicht sagen, Jesus hätte nur der Unterschicht gepredigt; er ging immer wieder in Synagogen, um den Pharisäern zu zeigen, dass er der Christus ist, stieß dort aber immer wieder auf Widerstand.) Die Ursache war wohl die Liebe zu den Menschen.

Buddha stirbt im Alter von 80 Jahren, umringt von seinen Anhängern, in jener liegender Haltung, die neben dem meditierenden Buddha als Statue berühmt geworden ist.
Auf die Frage nach Nachfolgern antwortete Buddha immer, sie sollen an der Lehre festhalten.10 Folglich gab es nach dem Tod Verwirrungen, was denn jetzt aus den Gläubigen werden würde. Auch war man sich nicht einig, welche Art der Bestattung sie vornehmen sollen.
Viel mehr schockierend als verwirrend war der Tod jedoch, war man doch so auf die Nachfolge eines Menschen fixiert, der nicht mehr lebte.
Doch man fährt fort, umherzuziehen und seine Lehre zu verbreiten.

Jesus stirbt schon viel früher, nur einige Jahre nach seiner Berufung. Der Tod Jesu war jedoch mehr als nur das Ende physischen Anwesenheit Jesu, sondern hat im Christentum eine zentrale Bedeutung.
Auch die Jünger von Jesus waren schockiert, als ihr Meister tot war. Auch sie wussten nicht, wie es mit ihnen weitergehen sollte. Doch da hatten sie noch eine Begegnung mit dem wiederauferstandenen Jesus, der sie anwies, in Jerusalem zu warten, bis etwas geschehen würde.11
Als es soweit war12 , gingen sie mit Begeisterung in die Welt hinaus, um das Wirken Jesu fortzusetzen.



Man kann zusammenfassend sagen, dass man durchaus Parallelen zwischen Buddha und Jesus ziehen kann, aber doch Unterschiede bestehen.
Eine Gemeinsamkeit führt uns zum nächsten Kapitel: sowohl Jesus und Buddha waren konsequent in dem, was sie sagten; sie lehrten nicht nur über etwas, sondernlebten ihre Lehre.




2. Die Lehre

(im Buddhismus auchdhamma genannt)


verbindliche Schriften


Noch im Todesjahr Buddhas wurde ein Konzil einberufen, in dem sich führende Leiter des Buddhismus trafen, um sich auf eine Lehre zu einigen. Acht Monate dauerte er, aber man hielt die Ergebnisse nicht schriftlich fest, sondern lernte sie auswendig. Die ersten schriftlichen Fundstücke sind auf 20 v.Chr. datiert - also mehr als 500 Jahre später! Dies könnte ein Grund sein, warum der Buddhismus in so vielen einander konträr gegenüberstehenden Facetten existiert. Eine der wenigen überlieferungen, die für alle Buddhisten gelten, sind dievier edlen Wahrheiten.

Im Christentum hat man sich 367 n. Chr. geeinigt, welche Schriften zum neutestamentlichen Kanon gerechnet werden und damit als verbindlich angesehen werden. Entstanden sind diese Dokumente jedoch schon ab 65 n.Chr. (Markus-Evangelium). Hinzu übernahm man das Alte Testament aus dem Judentum. Im Laufe der Zeit versuchten weltliche Herrscher oft , die Bibel, also Neues und Altes Testament, so umzudeuten oder zu verändern, dass ihre Ideologie gerechtfertigt wird (siehe Kreuzzug, Hitlerregime), weil sie merkten, welche Macht dieses Buch =3DFCber die Menschen hat. Eigentlich jedoch hat sich die Bibel als Grundlage des Christentums 2000 Jahre nicht geändert.

Das erste, was bei Betrachtung dervier edlen Wahrheiten auffällt, ist die extrem negative Sichtweise gegenüber dem Leben. Alles ist Leiden, selbst schöne Sachen, da diese vergänglich sind. Somit ist der einzige Ausweg aus diesem Leiden der Tod der Sinneseindrücke und der Leidenschaften.

Meiner Meinung nach ist die Kernaussage der Bibel die, dass Gott die Menschen so sehr liebt, dass er Jesus gesandt hat, für unsere Sünden am Kreuz zu sterben13 . Sie ist also nicht lieblos, wie man vom Buddhismus behaupten könnte, sondern geradezu basierend auf Liebe.14







nach dem Tod


Der Buddhismus ist der Meinung, dass man nach dem Tode wieder auf der Erde geboren wird ("samsara"). Als was, bestimmt das karma, also die guten und schlechten Taten des vorherigen Lebens. Man wird aber nicht unbedingt als Mensch wiedergeboren; bei einem schlechtemkarma ist auch die Wiedergeburt als Tier oder sogar als Pflanze möglich. Bei gutemkarma wird man als Königssohn oder sogar als Gott wiedergeboren. Alle diese Wiedergeburtsformen sind jedoch vergänglich; man lebt solange als dieses Wesen, bis daskarma "abgearbeitet" ist.
Auf die Frage,was wiedergeboren wird, kann der Buddhismus allerdings keine Antwort geben, da dort keine Seele, kein Ich existiert, sondern nur Sinneseindrücke, die das Ich vortäuschen.

Bei der Frage, was nach dem Tod kommt, sind sich die verschiedenen Strömungen des Christentums nicht ganz einig, da die Bibel zu diesem Thema nur wenig eindeutige Informationen liefert.
Selbstverständlich ist jedoch, dass nach dem Tod kein irdisches Leben mehr folgen wird15.
Gemeinsam ist auch, dass (zu einem Zeitpunkt, den wir nicht vorhersehen können) der Tag kommen wird, an dem sich entscheiden wird, wer in den Himmel und wer in die Hölle kommt.16
Die Seele des Menschen legt bei seinem irdischem Tode seinen Körper ab und bekommt einen neuen und unverweslichen Körper. 17





Erlösung


Da alles Leiden ist, bedeutet Erlösung nichts anderes als "das Ende des Leidens". Symbolisch wird dieser Vorgang als "eingehen in dasnirwana" beschrieben, was bedeutet, dass man nicht mehr wiedergeboren wird. Dasnirwana ist also kein Ort, sondern ein "Nichts", da dort das ICH zerstört wird.18

Erlösung im Christentum bedeutet nicht nur losgelöst zu sein vom irdischen Leben, sondern "ein ewiges Leben zu haben"19 und "bei Gott zu sein"20, also in den Himmel zu kommen.

Der Grund für die Wiedergeburt ist folgender: "Es ist dieser Durst, der zur Wiedergeburt führt, verbunden mit Vergnügen und Lust, an dem und jenem sich befriedigend, nämlich der Liebestrieb, der Selbsterhaltungstrieb, die Sucht nach Reichtum." (aus denvier edlen Wahrheiten)

Das, was uns von Gott trennt, sind unsere Sünden, die, seit dem Sündenfall, alle Menschen begangen haben.

Erreicht wird dasnirwana zu dem Zeitpunkt derErleuchtung. Diese wird durch intensives Meditieren (vier Versenkungsstufen) hervorgerufen. Voraussetzung ist jedoch ein guteskarma, was wiederherum nur durch Befolgen der Regeln und durch guten Taten erreicht werden kann.
Die Erlösung wird durch eigene Anstrengung hervorgerufen, ist also der "Lohn" für die Anstrengungen.

Nach christlichem Sinne kann die Erlösung nicht mit guten Werken erreicht werden, sondern allein durch den Glauben an das stellvertretende Sühneopfer Jesu Christi.
Erlösung ist ein unverdientes Geschenk, da es nicht an unseren Taten liegt, dass Jesus auf die Erde kam, sondern an seiner Liebe.





Gottesvorstellung


Es gibt im Buddhismus viele Götter, wobei man den Begriff "Gott" differenzieren muss. Zuerst sind da die Buddhas, also die Erleuchteten, die bereits gestorben sind. Zusätzlich werden dieBodhisattvas und, besonders im chinesisch-japanischen Buddhismus, dieArhat wie Götter verehrt. Diese Götter haben zwar übermenschliche Fähigkeiten, jedoch müssen sie erst die Wahrheit erkennen, wofür sie auf die Menschen angewiesen sind.
Andererseits gibt es auch keine Götter in unserem Sinne, da die Hilfe der Götter ja nur eine Konsequenz vorhergegangener Taten ist. Diese Kausalkette wird auf alle Bereiche des Lebens ausgedehnt, so dass es "nützlich" ist, gute Taten zu tun.

Ich möchte hier nur auf die wichtigsten, größten Unterschiede eingehen:
Nach christlicher Vorstellung gibt es nureinen Gott21, der weder einen Anfang noch ein Ende hat. Dieser ist im Gegensatz zu den Menschen fehlerlos (vollkommen, heilig), was der Grund ist, warum Jesus als "Mittler" einspringen musste, um uns zu heiligen. Dritter wichtiger Unterschied ist der, dass der Grund für Taten von Gott nicht die Taten der Menschen sind, sondern nur Gottes Liebe.





Gemeinschaft


Wenn sich die Gläubigen versammeln, so um miteinander zu meditieren ("Selbstfindung") und die Wahrheit Buddhas auszulegen.

Auf der ganzen Erde treffen sich Christen, um miteinander Gemeinschaft zu haben. Dort beten sie gemeinsam, singen Lieder zu Ehren Gottes oder lesen gemeinsam in der Bibel. Im Mittelpunkt stehen also nicht die einzelnen Personen, sondern Gott.

"Geht hin, ihr Mönche, und predigt das Gesetz. Wirket für das Beste der anderen wie für euer eigenes ... Bringt die freudige Botschaft zu jedermann. Es sollen nicht zwei von euch denselben Weg einschlagen"22

"Und er ruft die zwölf Jünger herbei; und er fing an, sie zu zwei und zwei auszusenden, ... Und sie zogen aus und predigten, dass sie Buße tun sollten; und sie trieben viele Dämonen aus und salbten viele Schwache mit öl und heilten sie."23

Buddha war von je her ein Einzelgänger. So kam es, dass er auch von seinen Jünger erwartet, alleine zu leben. Auch dass er keinen ihm nachfolgenden Leiter haben wollte, sondern sagte, die Jünger sollen die Zuflucht in sich selber und in der Lehre suchen24, bestätigt diesen Eindruck.


Jesus legte schon damals viel wert darauf, dass die Gläubigen sich untereinander treffen, um sich gegenseitig ermutigen zu können. Deswegen schickte er sie auch nicht alleine in die Mission, sondern immer zu zweit.
Jesus war zwar auch alleine, konnte das aber durchhalten, da er nicht dem Gesetz desSündenfalls unterlag.

Im Buddhismus ist das Mönchtum sehr ausgeprägt, da schon zur Zeit von Buddha Klöster bildeten, anfangs nur während den Regenzeiten (Monsunregen), später blieben die Versammlungen, auchsangha genannt das ganze Jahr über.
Mönche haben noch viel ausgeprägtere Vorschriften als die sogenanntenLaienbekenner, also die Buddhisten, die nicht im Kloster sind.
Aber auch dieLaienbekenner sind wichtig, da sie es sind, die den Unterhalt derMönche sichern, da diese per Gesetz nicht arbeiten dürfen (und auch nur vormittags Speisen erbetteln dürfen).

Im Christentum existieren zwar auch Klöster, jedoch ist das "Mönchtum nur für <den> Buddhismus zentral"25, da es erst mehrere Jahrhunderte nach dem Leben von Jesus entstand. Im Buddhismus hingegen bildet ist das Mönchsleben ein wichtiger Teil der Religion.
Die Grundzüge der Klöster sind jedoch weitgehend gleich.





Ge-/Verbote


Das wichtigste Gebot ist das "ewige Gesetz", also dass guteskarma zu einer guten Wiedergeburt führt.
Das ist die Motivation der Gläubigen, die Gebote einzuhalten. Wie viele Gebote das sind, hängt davon ab, ob man Laienbekenner oderMönch ist, und auch dann kann man sich es eigentlich aussuchen, wie viel Verdienst man sich (für daskarma) erwerben will.
Minimum sind aber diefünf Regeln.
Aber auch alltägliche Dinge sind teilweise bis ins Detail vorgeschrieben.26

Beim Christentum ist das wichtigste Gebot: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand."27
Die Motivation liegt also nicht an sich selber, sondern bei Gott. Folglich kann ein Gläubiger nicht sagen, dass ein Gebot nicht für ihn gelte.
Ebenfalls eine wichtige Rolle spielen die10 Gebote, die von Jesus zusammengefasst worden sind zu: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst."28




3. Das Weltbild



Toleranz und Wahrheit


"Ich habe die Wahrheit erkannt. Folgt meinem Weg!"

"Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als durch mich."29

Dieser Satz könnte von Buddha stammen, auch wenn er nicht wörtlich überliefert ist. Buddha war seit seiner Erleuchtung davon überzeugt, dass er die Wahrheit erkannt hat.
Allerdings sind Buddhisten davon überzeugt, dass es nicht nureine, sondernviele Wahrheiten gibt.
Begründet wird diese Denkweise mit Metaphorik; z.B. dass viele Treppen in den Fluss hineinführen.

Im Gegensatz zu Buddha sagt Jesus nicht, dass er die Wahrheit erkannt hat, sondern dass er die Wahrheitist.
"In der Bibel ist Wahrheit nicht etwas allgemein Richtiges oder das mit der Wirklichkeit übereinstimmende, sondern Gott selbst ist wahr, und alle Wahrheit ist allein in ihm begründet. Er ist letztlich das (oder besser: der) einzige, worauf sich Menschen wirklich verlassen können."30


Der Buddhismus ist sehr tolerant gegenüber unterschiedlichen Weltbildern, was auch dafür gesorgt hat, dass "der" Buddhismus heute nur noch in Mischformen mit unterschiedlichsten Religionen auftritt. Dies kann man mit der oben gezeigten Darstellung von Wahrheit begründen, dass es also mehrere Wahrheiten, mehrere "richtige" Religionen gibt. Ein anderer Grund könnte sein, dass durch daskarma jeder "selbst schuld" ist, wenn er der falschen Religion nacheifert.
Bei meiner Recherche habe ich ein Beispiel gefunden: ein Buch, das behauptet, Jesus sei auch nur einBodhisattva gewesen.

Dem Christentum kann dem gegenüber vorgeworfen werden, es sei intolerant, weil es darauf besteht, dass Jesus der einzige Weg zum (ewigen) Leben ist. Grund dafür ist der oben erwähnte ausschließende Charakter Gottes31. 32
"Die katholische Kirche lehnt jede dogmatische Toleranz ab, 'denn Wahrheit und Irrtum können nicht gleich gut und gleich wahr sein'. Das soll die Christen aber nicht hindern, Andersgläubigen mit wahrer christlicher Liebe zu begegnen."33





schlechte Welt


Man kann von der buddhistischen Weltanschauung behaupten, sie sei pessimistisch, da, durch dievier edlen Wahrheiten alles Leiden ("dukkha") ist.
Ein Buddhist aber würde dem wiedersprechen, da er sich damit abgefunden hat bzw. das ertragen muss. Denn Ziel der Buddhisten ist es, alle Gemütsregungen zu beenden, weil diese ja das Leiden hervorrufen; zu diesen Gefühlsregungen gehört aber auch ebendieser Pessimismus.

Auch das Christentum ist in gewisser Weise pessimistisch, da durch den Sündenfall alle Menschen schlecht geworden sind, was nach christlicher Vorstellung Grund für all das Leiden ist. Allerdings gibt es hier einen Ausweg, aus dem Leid herauszufinden; während der Buddhismus das Leiden als solches akzeptiert hat, weil es nicht damit umzugehen weiß, "bietet" das Christentum einen Gott, der nicht dem Leiden unterworfen ist und somit aus diesem heraushelfen kann.





gute Taten


Im Buddhismus gibt es etwas, was von Dalai Lama als Mitgefühl oder Liebe beschrieben wird34 . Praktisch sieht das so aus, dass jeder Buddhist Almosen geben soll. Und bedankt sich der Empfänger? Solange er Buddhist ist, auf keinen Fall. Denn erstens ist es ja nicht Zufall, dass gerade er diese Almosen bekommt, sondern nur aufgrund seines karmas, und zweitens würde damit dem Spender der Lohn ja schon gegeben sein, so dass die Spende dann seinkarma nicht mehr aufbessern würde. Eigentlich müsste sich der Spender bedanken für de Möglichkeit, sich ein besseres karma zu schaffen.

Auch die Christen sind aufgerufen, gute Taten zu tun35. Allerdings aus einer ganz anderen Motivation heraus: nicht, um sich selber einen Vorteil zu schaffen, sondern um dem zu gehorchen, was Jesus predigte: die Nächstenliebe.36

Eine gute Tat nach buddhistischem Sinne ist u.a. eine Spendengabe an einen Mensch oder sogar an ein Tier. Es wird jedoch die Spende an einen Mönchen am höchsten bewertet, höher als Spenden an Bedürftige wie Arme oder Kranke.37

Bei der Frage, was eine gute Tat ist, liegt das buddhistische und das christliche Verständnis erstaunlich nahe beieinander. Allerdings werden die guten Taten nicht unterschiedlich, sondern gar nicht bewertet, was an obigem Grund liegt.





Schlusswort



Der erste Schritt des Dialoges ist, den anderen verstehen zu lernen, um Vorurteile abzubauen, wozu diese Arbeit geholfen haben sollte.
Die Notwendigkeit dieses Dialoges ist daraus entstanden, dass im Zuge der Globalisierung immer mehr Buddhisten in Kontakt mit dem Christentum und immer mehr Christen in Kontakt mit dem Buddhismus kommen.
Diese Art von Dialog ist also nicht nur möglich, sondern dingend nötig.


Ein richtiger Dialog wird es aber erst, wenn beide Religionenmiteinander reden, wenn sie versuchen, auf den anderen Gesprächspartner einzugehen und voneinander zu lernen.

"Kein Frieden unter den Nationen ohne Frieden unter den Religionen.
Kein Frieden unter den Religionen ohne Dialog zwischen den Religionen.
Kein Dialog zwischen den Religionen ohne globale ethische Maßstäbe.
Kein überleben unseres Globus ohne ein globales Ethos, ein Weltethos."38

Dieses Zitat zeigt zwei Dinge. Erstens: das Ziel des Dialoges zwischen den Religionen ist, Frieden zu stiften, nicht nur unter den Religionen, sondern auch unter den Menschen. Zweitens: um den Frieden zu erreichen, wird versucht einen "gemeinsamen Teiler" zu finden, denn dieser wäre Vorraussetzung für diesen Dialog.
Wie sieht der "gemeinsame Teiler" aus? Von meiner Sicht aus scheint er sehr klein zu sein, wenn es denn einen gibt. Denn Buddhismus und Christentum unterscheiden sich, wie man in vielen Punkten der Arbeit erkennen konnte, stark: der Buddhismus ist eher Ich-zentriert, während beim Christentum Gott im Mittelpunkt steht. Auch die Lebenseinstellung ist eine ganz andere: während ein Buddhist verzweifelt und angestrengt versucht, dem Leiden ein Ende zu setzen, kann ein Christ schon freudig dem Himmel entgegensehen.
Weil dieser Unterschied so groß ist, haben einige versucht, so lange zu abstrahieren, bis man sich einigt - aber um welchen Preis! Durch diese Abstraktheit hat es den Bezug zur Realität verloren, denn es sind zu wenige, die diesen Gedankengängen folgen können.
Eine andere Methode, dieses Problem zu lösen, ist die Gemeinsamkeiten zu schaffen, in dem man sich gegenseitig nähert, was praktisch nichts anderes bedeutet, als Lehren des anderen zu übernehmen, und dafür eigene aufzugeben.
Das ist aber meiner Meinung nach keine akzeptable Lösung, weil ich daran glaube, das die Bibeldie Wahrheit ist.
Auch die Zielsetzung dieses Dialoges, meine ich, ist völlig falsch; ich würde mir nicht den Frieden zwischen den Menschen als Ziel vorgeben, sondern den Friedenin den Menschen. Denn den Frieden zwischen den Menschen wird es auf dieser Erde nicht geben39, aber Jesus will uns Frieden für unsere Seele geben40.


Ich denke, dass wir zu sehr darauf sehen, was wir von anderen Menschen lernen können, und zuwenig, was wir von Jesus lernen können.
Was ich jedoch während meiner Recherche vom Buddhismus gelernt habe: das Einzigartige des Christentums ist die unendliche, persönliche Liebe unseres Schöpfers.




Glossar




Zur besseren übersicht wurden verschiedene Schriftarten für Begriffe, die dem<FONT FACE="Book Antiqua, serif">Buddhismus</FONT> angehören, und Begriffe, die dem<FONT FACE="Comic Sans MS, cursive">Christentum</FONT> angehören, verwendet.


<FONT FACE="Book Antiqua, serif">achtgliedrige Pfad</FONT>
siehe vier edlen Wahrheiten


<FONT FACE="Book Antiqua, serif">Arhat</FONT>
So nennt man die Schüler des historischen Buddhas. Werden bei vielen buddhistischen Strömungen in Gruppen von 16, 18 oder 500 Arhat göttlich verehrt.


<FONT FACE="Book Antiqua, serif">Bodhisattva</FONT>
wörtlich: "Erleuchtungswesen"
Erscheinung, die später einmal einBuddha werden wird oder es bereits war, aber bewusst auf dasnirwana verzichtet hat.


<FONT FACE="Book Antiqua, serif">Buddha</FONT>
wörtlich: der Erleuchtete
1) Titel/Name für Siddhatta Gautama, Religionsstifter des Buddhismus
2) Titel für Nachfolger Buddhas, die dieErleuchtung erlangt haben


<FONT FACE="Book Antiqua, serif">dhamma</FONT>
übersetzt: "Lehre"
andere übersetzen auch: "ewige Wahrheit"
Zusammenfassender Begriff für die Lehre Buddhas


<FONT FACE="Book Antiqua, serif">dreifache Zufluchtsformel</FONT>
"Ich nehme meine Zuflucht zu dem Buddha, ich nehme meine Zuflucht zu der Lehre (dhamma), ich nehme meine Zuflucht zu der Gemeinschaft(sangha)"41
"Glaubensbekenntnis" eines Buddhisten


<FONT FACE="Book Antiqua, serif">Erleuchtung</FONT>
Begriff für das Erkennen der Wahrheit. Wird über dievier Versenkungsstufen der Meditation erreicht.


die <FONT FACE="Book Antiqua, serif">fünf Regeln</FONT>
"Nicht zu töten, auch Tiere nicht
Nicht zu stehlen
Nicht die Ehe zu brechen
Nicht zu lügen
Keine Rauschmittel wie Drogen und Alkohol nehmen"42


<FONT FACE="Book Antiqua, serif">karma</FONT>
vergleichbar mit einem Konto: gute Taten werden hinzugerechnet, schlechte abgezogen. Am Ende des Lebens bestimmt daskarma, in welchen Kasten man hineingeboren wird. Auch während des Lebens kann ein guteskarma z.B. für Wohlstand sorgen.


<FONT FACE="Book Antiqua, serif">Laienbekenner</FONT>
Diejenigen buddhistischen Gläubigen, die sich entschieden haben, nicht ins Kloster zu gehen. Der Zwiespalt wird schon durch das Wort deutlich: einerseits Laie, also einer, der weniger weiß und folglich auch weniger Verpflichtungen hat; andererseits Bekenner der buddhistischen Lehre.


<FONT FACE="Book Antiqua, serif">Mönche</FONT>
Buddhistische Gläubige, die in Weltabgeschiedenheit und unter strengen Regeln leben. Darunter besonders die fünf Gebote für Mönche:

  • nur einmal täglich essen
  • Vergnügungen (z.B. Tänze, Festlichkeiten) meiden
  • keinen Schmuck und Parfums (Salben)
  • kein luxuriöses Bett oder Stuhl.
  • kein Geld für sich selber43



<FONT FACE="Comic Sans MS, cursive">Passahfest</FONT>
jüdische Tradition. BeimPassahfest gingen die Juden nach Jerusalem, um es zusammen zu feiern. Es war üblich, seine Söhne und Töchter ein Jahr vor Bat / Bar Mizwa (Feier der Vollmündigkeit, 13 Jahre) mitzunehmen.


<FONT FACE="Book Antiqua, serif">sangha</FONT>
wörtlich: Gemeinschaft
bezeichnet die buddhistischen Gläubigen, aufgeteilt inLaienbekenner undMönche.


der <FONT FACE="Comic Sans MS, cursive">Sündenfall</FONT>
Adam und Eva begangen im Garten Eden die erste Sünde, in dem sie einen Apfel vom verbotenen Baum aßen. Diese Sünde hat dazu geführt, dass alle von ihnen abstammende Menschen der Sünde unterworfen sind, also gezwungen sind, zu sündigen, und so keiner ohne Sünde ist. Einzige Ausnahme ist Jesus, da er als Gottes Sohn vom Himmel auf die Erde kam.


die <FONT FACE="Book Antiqua, serif">vier Ausfahrten</FONT>
Geschichte, bei der Buddha nacheinander Alter, Krankheit, Tod begegneten. Er war zunächst schockiert, da er von diesen negativen Elementen vom Vater ferngehalten wurde. Bei der vierten Ausfahrt trifft er einen hinduistischen Mönch, der wie üblich in der Hauslosigkeit lebt. Als Folge zieht Buddha selber in die Hauslosigkeit.


die <FONT FACE="Book Antiqua, serif">vier edlen Wahrheiten</FONT> (auch:<FONT FACE="Book Antiqua, serif">Predigt von Benares)</FONT>:
"Dies nun, o Mönche, ist die edle Wahrheit vom Leiden. Geburt ist Leiden, Alter ist Leiden, Krankheit ist Leiden, Sterben ist Leiden, Kummer, Wehklage, Schmerz, Unmut und Unrast sind Leiden, die Vereinigung mit Unlieben ist Leiden; die Trennung von Liebem ist Leiden; was man wünscht, nicht zu erlangen, ist Leiden; kurz gesagt, die fünf Arten des Festhaltens am Sein ist Leiden.
Dies nun, o Mönche, ist die edle Wahrheit von der Leidensentstehung. Es ist dieser Durst, der zur Wiedergeburt führt, verbunden mit Vergnügen und Lust, an dem und jenem sich befriedigend, nämlich der Liebestrieb, der Selbsterhaltungstrieb, die Sucht nach Reichtum.
Dies nun, o Mönche, ist die edle Wahrheit von der Aufhebung des Leidens. Es ist eben dieses Durstes Aufhebung durch seine restlose Vernichtung; es ist das Aufgeben des Durstes, der Verzicht auf ihn, die Loslösung von ihm, seine Beseitigung.
Dies nun, o Mönche, ist die edle Wahrheit von dem zur Aufhebung des Leidens führende Pfad. Es ist dieser edle<FONT FACE="Book Antiqua, serif">achtgliedrige Pfad</FONT>, nämlich: rechte Einsicht, rechter Entschluss, rechte Rede, rechte Tat, rechter Wandel, rechtes Streben, rechte Wachheit, rechte Versenkung."44


die <FONT FACE="Book Antiqua, serif">vier Versenkungsstufen</FONT>
"1. Freisein von Lüsten und Begierden, Bereitschaft zum Nachdenken, Gefühl des Wohlbefindens,
2. Aufhören des Nachdenkens, Konzentration auf einen Gegenstand, heitere Wohlbefindlichkeit,
3. Aufhören von Gemütsregungen, Gleichmut, Einsichtigkeit, geistige Klarheit,
4. Steigerung des Gleichmuts und der Unempfindlichkeit der Gefühle für Glück und Leid, Klarheit und Reinheit."45


die <FONT FACE="Comic Sans MS, cursive">zehn Gebote</FONT>
"Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus dem Land ägypten, aus dem Sklavenhaus herausgeführt habe. Du sollst keine andern Götter haben neben mir. - Du sollst dir kein Götterbild machen, auch keinerlei Abbild dessen, was oben im Himmel oder was unten auf der Erde oder was in den Wassern unter der Erde ist. Du sollst dich vor ihnen nicht niederwerfen und ihnen nicht dienen. Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott, der die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern, an der dritten und vierten Generation von denen, die mich hassen, der aber Gnade erweist an Tausenden von Generationen von denen, die mich lieben und meine Gebote halten. - Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht zu Nichtigem aussprechen, denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen zu Nichtigem ausspricht. Denke an den Sabbattag, um ihn heilig zu halten. Sechs Tage sollst du arbeiten und all deine Arbeit tun, aber der siebte Tag ist Sabbat für den HERRN, deinen Gott. Du sollst an ihm keinerlei Arbeit tun, du und dein Sohn und deine Tochter, dein Knecht und deine Magd und dein Vieh und der Fremde bei dir, der innerhalb deiner Tore wohnt. Denn in sechs Tagen hat der HERR den Himmel und die Erde gemacht, das Meer und alles, was in ihnen ist, und er ruhte am siebten Tag; darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn. Ehre deinen Vater und deine Mutter, damit deine Tage lange währen in dem Land, das der HERR, dein Gott, dir gibt. - Du sollst nicht töten. - Du sollst nicht ehebrechen. - Du sollst nicht stehlen. - Du sollst gegen deinen Nächsten nicht als falscher Zeuge aussagen. - Du sollst nicht das Haus deines Nächsten begehren. Du sollst nicht begehren die Frau deines Nächsten, noch seinen Knecht, noch seine Magd, weder sein Rind noch seinen Esel, noch irgend etwas, was deinem Nächsten gehört."46




Literaturangaben

  • "Die Illusion der Selbsterlösung - Buddha", TELOS-Bücher, Gottfried Mai, Schwengeler-Verlag, 1985
  • "Buddhismus", BASIS WISSEN, Thomas Schweer, Gütersloher Verlagshaus, 2000
  • "BUDDHISMUS", DOMINO, Bernard Faure, BLT, 1998
  • "Jesus Christus oder Buddha, Mohammed, Hinduismus?", Gerhard Bergmann, Schriftenmissions-Verlag Gladbeck, 1976
  • "KNAURS GROSSER RELIGIONS FüHRER", Gerhard J. Bellinger, Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf., 1986
  • "Vergleich zwischen Christentum und Buddhismus", Nikodemus.Net, Armin Bachor, "www.nikodemus.net/article_print.php", 27.03.2003
  • "Spurensuche - die Weltreligionen auf dem Weg", Hans Küng, Piper Verlag, 1999
  • "Buddhismus und Christentum", Michael von Brück / Whalen Lai, C. H. Beck'sche Verlagsbuchhandlung, 1997



Bibelzitate aus: revidierte Elberfelder Bibel, 1986

Fußnoten:



1 www.heilmile.de/religion/weltreligionen/statistik/verbreitungderweltreligionensn.html
2 www.remid.de/remid_info_zahlen.htm
3 früher wurden auch die Villen von Adligen "Palast" genannt; man kann daraus also nicht zwangsweise schließen, dass er ein Königssohn gewesen ist.
4 Lukas 2, 41-52
5 Lukas 2, 49: "Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meines Vaters ist?"
6 Lukas 3, 1
7 Lukas 3, 2f
8 Lukas 4, 13
9 "Nicht die Gesunden brauchen einen Arzt, sondern die Kranken" Lukas 5, 31; vgl. Matthäus 9, 12; Markus 2, 17
10 "Die Illusion der Selbsterlösung - Buddha", Gottfried Mai, S. 102
11 Lukas 24, 49
12 Apostelgeschichte 2
13 Johannes 3,16
14 1. Johannes 4,7f
15 das kann man mit dem religiösem Umfeld begründen. So wie der Buddhismus den Wiedergeburtenkreis vom Hinduismus übernommen hat, so gab es auch beim Judentum nurein irdisches Leben.
16 Matthäus 25, 31-46
17 1. Korinther 15, 35-53
18 wobei das nicht bei allen Gruppierungen der Fall ist. Es gibt Strömungen, bei denen man, je nachkarma, einen besseren Platz imnirwana erlangen kann (also eine Paradies-ähnliche Vorstellung)
19 Johannes 10, 27f
20 Offenbarung 22, 4
21 Besonderheit: Vater, Sohn und Heiliger Geist alsein Gott, sog. Trinität
22 KNAURS GROSSER RELIGIONS FüHRER, S.68
23 Markus 6,7.12.13
24 "Die Illusion der Selbsterlösung - Buddha", Gottfried Mai, S.102
25 "Spurensuche", Hans Küng, S.163
26 home.t-online.de/home/Wat-Puttabenjapon/gutes_kama.htm
27 Matthäus 22, 37-38
28 Matthäus 22, 39
29 Johannes 14,6
30 www.kirchegt.de/infothek/Wahrheit.html
31 "Ich, ich bin der HERR, und außer mir gibt es keinen Retter."(Jesaja 43,11), siehe auch Jesaja 44,6; 45, 5
32 Ein Freund von mir sagte zu diesem Thema, das Christentum sei nicht tolerant gegenüber der Religion, aber tolerant gegenüber dem Menschen - ich denke das ist genau der Punkt.
33 www.kirchegt.de/infothek/Toleranz.html
34 "Vergleich zwischen Christentum und Buddhismus", Armin Bachor
35 Epheser 2, 10
36 Johannes 15,9-17
37 home.t-online.de/home/Wat-Puttabenjapon/gutes_kama.htm
38 Hans Küng, "Spurensuche", S. 9
39 so verstehe ich Matthäus 10, 34: "[Jesus:] Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert."
40 Matthäus 11,28-30
41 "Buddha", Johannes Lehmann, 1983 S. 171
42 www.internetloge.de/arstzei/hgbuddha.htm
43 "Spurensuche", Hans Küng, S. 163
44 "Gautama Buddha - Die vier edlen Wahrheiten", Klaus Mylius, München 1985
45 "Die Illusion der Selbsterlösung - Buddha", Gottfried Mai, S. 66
46 2. Mose 20, 2-17

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