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23-04-10

Daniel Müller: Furcht bremst!

Was tun wir, wenn wir uns fürchten? Wir ziehen uns zurück, verstecken uns und haben Angst. Dies kann Furcht vor dem Zahnarzt oder Furcht vor Menschen sein.


Doch vieles, was uns bremst, ist keine Einwirkung von außen, sondern ein Gefühl, das aus uns selbst kommt. Furcht bremst uns aus! Wir schieben schnell alles auf den Teufel, die Dämonen, oder auf den Chef, die Eltern usw.

Es sind aber oft nicht die äußeren Dinge, die uns bremsen, sondern es ist die Furcht! Lassen Sie nicht zu, dass Ihre Furcht Sie von Ihrer von Gott gegebenen Bestimmung abhält! Die Jünger hatten Furcht, als sie im Boot waren und der Sturm ausbrach.

Mt 14,26: „Und als die Jünger Jesus auf dem See einhergehen sahen, wurden sie bestürzt und sprachen: Es ist ein Gespenst! Und sie schrien vor Furcht.“

Sie hatten Furcht vor der Situation, dem Sturm, den Wellen und dem eindringenden Wasser, vor lauter Furcht erkannten sie sogar Jesus nicht und hielten ihn für ein Gespenst. Ein Boot sinkt nur, wenn das Wasser ins Boot dringen kann. So ist es auch in unserem Leben, solange wir die Situation, das Problem, – wie das Wasser - nicht ins Herz eindringen lassen. Gott hat uns so geschaffen, dass uns die Umstände nichts anhaben können, solange sie außerhalb von uns sind. Es mag unbequem sein, heiß hergehen, rütteln und schütteln und schwierig sein, doch solange wir die Probleme nicht in unser Inneres einlassen, kann uns nichts
geschehen. Auch wenn man durch größte Prüfungen geht, können sie uns nicht schaden, wenn wir unser Herz davor bewahren.

Oft verursachen wir aber selbst „Löcher in unserem Boot“, z. B. durch unser ungläubiges Reden, Denken und Handeln. Lassen Sie nicht zu, dass Ihre Furcht „das Boot beschädigt“ und Sie zu sinken beginnen. Wir selbst bestimmen den Zeitpunkt unseres Sinkens, wenn wir unser Herz den Problemen öffnen. Wir schützen unseren Körper, indem wir im Winter Handschuhe und warme Kleidung anziehen, damit die Kälte nicht eindringen kann. Im Sommer schützen wir uns mit einer Creme vor den UV-Strahlen. Wenn es stürmt, machen wir das Fenster zu; und
um uns vor Gefahren zu schützen, schließen wir die Tür ab. Genau das sollten wir auch in unserem geistlichen Leben tun. Furcht ist eine Vorstellung, von der man annimmt, dass sie Realität werden kann. Gibt man der Furcht Raum, dringt die Furcht in unser Herz ein.

Gott hat uns so erschaffen, dass wir wie ein Boot „undurchlässig“ sein können. Wir sind für diese Erde mit ihren Herausforderungen geschaffen. Mit Ihrem Surfbrett des Glaubens können Sie selbst auf den gefährlichen Wellen viel Freude erleben! Wir können Impressionen oder Depressionen haben. Wenn wir Furcht in unser Herz einlassen, kann sich das zu Depressionen entwickeln.

Die Jünger versuchten, das Boot immer so zu steuern, dass möglichst kein Wasser ins Boot eindringen konnte. So müssen wir es auch in unserem Leben machen - immer wachsam bleiben, damit das Äußere, die negativen Umstände, nicht von uns Besitz ergreifen können. Es wird wohl immer Menschen geben, die unseren Lebensstil kritisieren. Dann hört man Worte wie: „Ich hätte das nicht gemacht, oder: Wo ist jetzt dein Jesus?“ Wenn wir diesen Aussagen Raum geben, schlagen wir selbst „Löcher in unser Glaubensleben“. Wenn Sie wissen wollen, wie es in Ihrem Herzen aussieht, dann beobachten Sie sich mal selbst und hören Sie sich zu, was Sie täglich aussprechen!

Mt 12,34: „[…] Denn aus der Fülle des Herzens redet der Mund.“

Wenn das Herz voll Heiligen Geistes ist, fließt der Geist Gottes aus unserem Mund. Furcht lähmt uns sehr schnell. So war es auch bei den Jüngern. Da kam Jesus auf dem Wasser zu ihnen, und die Jünger erkannten ihn nicht. Sie meinten, es sei ein Gespenst. Ja, manchmal ist Gott schwer zu erkennen. Unmittelbar vorher waren die Jünger noch mit Jesus zusammen und dann kam der Sturm. Gerade waren Sie noch im Gottesdienst und kurz danach tobt zu Hause der Sturm. Die Jünger
fürchteten sich vor dem Ergebnis der Umstände. Handeln Sie nie aus Ihrer Furcht heraus. Auch nicht, wenn das Boot schwankt, der Donner dröhnt, der Regen peitscht, der Sturm tobt und das Wasser spritzt! Dies sind alles Taktiken des Feindes, der Ihnen durch Furcht Ihren Glauben rauben möchte.

Joh 10,10:„Der Dieb kommt, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten. Ich aber bringe allen, die zu mir gehören, das Leben - und dies im Überfluss.“

Genau in dieser Zeit der Furcht kam Jesus auf sie zu und bat sie, das Unmögliche zu tun. Jesus bittet auch Sie, das Unmögliche zu tun, wenn er Sie ruft. Nur einer von zwölf Jüngern hatte den Mut zu sagen: „Herr, wenn du es bist, heiße mich zu dir zu kommen.“ Petrus wollte heraus aus der Untergangsstimmung und in neue Dimensionen vordringen. Die anderen elf Jünger wollten die Chance nicht nutzen, denn das Boot schien ihnen sicherer als die Wellen. „Herr, wenn du es bist?“ Er ruft Sie heraus aus Ihrem Problemboot! Gott möchte nicht, dass Sie in Ihrem
Problemboot verharren - er hat mehr für Sie! Wir müssen aber zuerst unsere derzeitige Situation loslassen, bevor wir das Neue erleben können. Wie viele Jahre kämpfen Sie schon in Ihrem Sorgenboot? Furcht hält Sie davon ab, mit Jesus auf dem Wasser zu gehen. Was konnte Furcht schon alles bei Ihnen verhindern? Was könnten Sie alles tun - ohne Furcht? Überlegen Sie bitte einmal einen Moment, wovor Sie Furcht haben. Hält Furcht Sie davon ab, Ihre von Gott gewollte Bestimmung und Ihre Ziele zu erreichen?

Sie allein bestimmen, in welcher Position Sie stehen. Als Petrus auf die Wellen sah, sank er, doch die rettende Hand Jesus war schon da und als er auf Jesus blickte, konnte er auf seinen eigenen Schwierigkeiten gehen. Wenn Sie sinken, kommt die helfende Hand Jesu auch zu Ihnen, wenn Sie ihn anrufen und er sagt: „Fürchte dich nicht, ich bin es.“ Die einzige Frage, die wir uns zu stellen haben, um sicher aus dem Boot zu steigen, ist: „Herr, bist du es?“ Lassen Sie nicht zu, dass die Furcht Ihr Leben lähmt. Furcht bremst! Kein Teufel der Hölle kann Sie aufhalten,
wenn Sie mit Jesus auf den Wellen Ihrer Probleme gehen.

Daniel Müller

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Ein Artikel von Glaube.de mit freundlicher Genehmigung vom Missionswerk Karlsruhe www.missionswerk.de
Textbearbeitung: Jürgen Motzkus, Redakteur bei www.glaube.de
Foto: Daniel Müller
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