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23-02-09

Daniel Müller: Reines Gold

Durch die Offenbarung des Johannes auf der Insel Patmos spricht Jesus:
Offb 3,18 Wäre es da nicht an der Zeit, du würdest dich endlich um den wahren Reichtum bemühen, um das reine Gold, das im Feuer geläutert wurde? Nur dieses Gold macht dich reich, und nur von mir kannst du es bekommen. Lass dir auch die weißen Kleider von mir geben, damit du nicht länger nackt und bloß dastehst. Kaufe dir Augensalbe, die deine blinden Augen heilt.

 



Jesus drängt diejenigen, deren Herz nicht in Flammen steht, drei Dinge zu kaufen: reines Gold, weiße Kleider und Augensalbe. Der Prophet Maleachi spricht von den lezten Tagen: Mal 3,3 So wie man Gold und Silber schmilzt, um es zu läutern, so werde ich die Nachkommen Levis von ihrer Schuld reinigen. Dann werden sie mir wieder Opfer darbringen, die mir gefallen.

Die Nachkommen Levis sind die königliche Priesterschaft, denn der Stamm Levi war der auserwählte Stamm. Heute sind wir Christen der Leib des Herrn, die Repräsentanten der königlichen Priesterschaft. Heute würde Maleachi wohl so schreiben: Mal 3,3 So wie man Gold und Silber schmilzt, um es zu läutern, so werde ich die Christen von ihrer Schuld reinigen. Dann werden sie mir wieder Opfer darbringen, die mir gefallen.

Warum reines Gold? Wir verstehen das erst, wenn wir die Eigenschaften des Edelmetalls Gold kennen. Gold kommt in der Natur selten in reiner Form vor. Man findet es meist nur in kleinen Mengen. Die Eigenschaften von Gold sind: Es ist weich, biegsam, es rostet nicht und enthält in seiner reinsten Form keine fremden Bestandteile. Wird Gold mit anderen Metallen (Kupfer, Eisen, Nickel) gemischt, wird es härter, weniger biegsam und beginnt zu rosten. Bringt man z. B. Kupfer und Zink zusammen, erhält man Messing. Messing ist hart und sieht fast so aus wie Gold. Je höher der Anteil an fremden Metallen ist, desto härter wird das Gold. Umgekehrt – je weniger fremde Metalle im Gold sind, desto biegsamer ist das Gold.

Jesus vergleicht unser reines Herz mit gereinigtem Gold, es ist weich, formbar und sanft. Paulus sagt, dass Sünde unser Herz hart macht, denn Ungehorsam verwandelt unser reines Herz in eine Legierung (Mischung). Je mehr wir Fremdstoffe hineinlassen, desto unsensibler werden wir für Gottes Reden. Wir scheinen dann nur noch „fromm“. Aus dem Feuer Gottes, dem reinen Gold, ist eine kühle „Gold-irgendwas-Mischung" geworden. Man schlägt sich mit eigenen Vergnügungen, eigenen Vorteilen, eigenen Annehmlichkeiten, mit Verheißungen durchs Leben, aber lebt nicht mit Jesus. Fromme Menschen wollen den Nutzen der Verheißungen, den Segen, aber nicht den Segensgeber! Fromme suchen sich das aus, was ihnen jetzt passt und erwarten, dass sie in den Himmel kommen.

Jakobus sagt: Reines Christentum hält sich von der Welt unbefleckt (Jak1,27). Reines Gold rostet nicht. Je höher der Anteil an fremdem Metall, desto rostanfälliger ist es. Rost zerstört, oft ganz langsam, aber kontinuierlich. Eisen rostet. Wenn wir in Israel sind und im Toten Meer baden, bitten wir die Badenden immer, ihren Schmuck abzulegen, denn das Salzwasser greift alles an, was nicht aus reinem Gold ist. Manche haben im guten Glauben goldenen Schmuck gekauft und nach dem Baden stellt sich heraus, dass er nur wie Gold ausgesehen hat. Scheingold hat mit Gold nichts zu tun. Scheinchristen haben auch nichts mit Christus zu tun. Wenn sich die Welt bei uns einschleicht,
beginnen wir „zu rosten“. Wir verlieren bei der ersten Härteprüfung unseren Glanz. Die Welt kennt viele Scheinchristen, sie haben ihren Glanz verloren, weil sie nicht echt waren. Dies ist ein schlechtes Zeugnis.

Was ist „Segen“? Ist nur das ein Segen, wenn Gott uns gibt, was wir wollen? Wenn wir das, was wir haben, „Segen“ nennen, laufen wir Gefahr unsere Sensibilität für Heiligung zu verlieren. Segen ist eine Gabe Gottes aus Gnade und nicht unbedingt von der Reinheit des Empfangenden abhängig. Was wäre, wenn ich alle Schätze der Welt und keine Vergebung meiner Sünden hätte? Das Leben wäre sinnlos. Maleachi spricht von einer „Reinigung vom Einfluss der Welt“.

Wenn Gold gereinigt wird, wird es zuerst zu Pulver gemahlen. Anschließend kommt es in den Schmelztiegel und wird erhitzt. Dort wird das Gold erhitzt. Die Schlacke, alle Unreinheit schwimmt dann an der Oberfläche. Wenn Gott Hitze schickt, sind wir nicht glücklich, denn es wird heiß, aber wir werden rein d. h. besser. Petrus sagt: 1 Petr 1,6 Darüber freut ihr euch von ganzem Herzen, auch
wenn Gott euch jetzt noch für eine kurze Zeit durch manche Prüfungen führt und ihr viel erleiden müsst. So wird sich euer Glaube bewähren und sich wertvoller und beständiger erweisen als pures Gold, das im Feuer vollkommen gereinigt wurde. Lob, Preis und Ehre werdet ihr dann an dem Tag empfangen, an dem Christus wiederkommt.

Durch die Hitze im Ofen sondert sich das Weltliche von uns ab und das Göttliche kommt zum Vorschein. Wir sollten aufhören, uns gegen die Reinigung zu wehren und begreifen, dass wir uns nicht selbst reinigen können! Aber der allmächtige und uns liebende Gott wartet auf unsere Erlaubnis.

Den Reinheitsgehalt von Gold misst man in Karat. 24 Karat = 99,9 % reinstes Gold. 14 Karat Gold bedeutet: 14 Teile Gold und 10 andere Teile, entspricht 60 % reinem Gold. Hat z. B. ein Ehering 14 Karat, sieht er zwar wie reines Gold aus, beinhaltet aber nur 60 % reines Gold! Den Anteil an echtem Gold kann man im Feuer feststellen. Wenn wir im göttlichen Feuer sind, kommt unsere Unreinheit an die Oberfläche. Wir haben die Wahl und können das Feuer erkalten lassen, ohne dass die Verunreinigungen abgeschöpft werden. Nach dem Erkalten ist alles wieder verborgen. Wir entschuldigen dann unser Benehmen und sagen: „Ich bin halt so“, oder „Wenn Gott will, kann er ja …“. Wir können aber Gott erlauben, all das, was an Unreinheiten an die Oberfläche gekommen ist,
wegzunehmen. Wenn wir Gott um Vergebung bitten, wird er seinen Schöpflöffel nehmen und die Unreinheiten beseitigen. 2 Tim 2,19-21 Aber das feste Fundament, das Gott gelegt hat, können sie nicht erschüttern. Es trägt die Aufschrift: „Der Herr kennt alle, die zu ihm gehören", und ebenso: „Wer sich zu Jesus Christus bekennt, der darf nicht länger Unrecht tun." Nun gibt es ja selbst in einem reichen Haushalt nicht nur goldene und silberne Gefäße, sondern auch solche aus Holz oder Ton. Während die einen bei Festen und großen Feiern auf den Tisch kommen, gebraucht man die anderen für den Abfall. Wer sich von diesen Schwätzern (mit Unrat gefüllten Gefäßen) fernhält, der wird wie eins der edlen Gefäße sein: rein und wertvoll, nützlich für den Hausherrn, geeignet für alles, was gut ist und Gott gefällt.

Auch ein Abfalleimer ist ein Gefäß! Durch Gnade haben wir die Möglichkeit, uns von Gott reinigen zu lassen. Dies geschieht Hand in Hand mit ihm. Wir bringen ihm die Unreinheiten und er reinigt. Reinigung ist ein ständiger Prozess! Wenn ich das Ergebnis kenne, bin ich auch bereit für die Reinigung! Offb 21,21… Aus reinem Gold, klar und durchsichtig wie Glas, waren die Straßen. – Gereinigt sind wir durchsichtig. Ein durchsichtiges Gefäß lenkt den Blick auf den Inhalt, statt auf sich selbst! Gott sagt zu uns: „Kauft euch Gold“. Dann sind wir wirklich reich, nicht mit den Dingen, die die Welt begehrt, sondern mit Werten, die ewig bleiben! Die Entscheidung, wie rein wir werden möchten, liegt bei uns. Lassen Sie es zu, dass Gott Sie total reinigt, denn Sie sind so wertvoll in Gottes Augen. Das sehen wir auch in dem Bild der „weißen Kleider“, die wir kaufen sollen. Die Augensalbe wiederum, soll unsere Augen für das Wahre öffnen, weg von allen Täuschungen. Wie schön ist es, ein Kind des Höchsten zu sein und zu wissen, dass der lebendige Gott unser Vater in dem Himmel ist! Mein Gebet ist, dass auch Sie die Erfahrung der Reinigung machen, damit Sie eine uneinge- schränkte Beziehung zu Gott haben.

 

 

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Ein Artikel von Glaube.de mit freundlicher Genehmigung vom Missionswerk Karlsruhe www.missionswerk.de
Autor: Daniel Müller
Textbearbeitung: Jürgen Motzkus, Redakteur bei www.glaube.de
Foto: sxc.hu
Ein Artikel aus der Zeitschrift "Der Weg zur Freude" Ausgabe 01.02.2009
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