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04-10-08

Der kleine Stern

Es war einmal ein kleiner Stern, der am Himmel leuchtete. Er freute sich sehr, über das helle Licht, welches er auf die Erde zu den Menschen schickte. Doch eines Tages stelle er fest, dass die Menschen ihn gar nicht wahrnahmen, nie zum Himmel schauten und die Augen nur für anderes offen haben.


Der kleine Stern

Es war einmal ein kleiner Stern, der am Himmel leuchtete. Er freute sich sehr, über das helle Licht, welches er auf die Erde zu den Menschen schickte. Doch eines Tages stelle er fest, dass die Menschen ihn gar nicht wahrnahmen, nie zum Himmel schauten und die Augen nur für anderes offen haben. Dies stimmte den Stern traurig. Die Menschen, hatten die Sicht zu kleinen Dingen verloren. Das war seine Feststellung....und dennoch bemerkte er auch, dass die Menschen, die voller Eile durch die Welt stressten, eigentlich sehr einsam waren. Sie hatten auch gar keine Zeit mehr sich gegenseitig wahrzunehmen.

Der kleine Stern fragte sich, was es lebenswert macht, wenn man so durchs Leben eilt. Genau dies wollte er herausfinden und begab sich verkleidet als alter Mann auf die Erde und mischte sich unter die Menschen. Er stand frühmorgens auf der Strasse, und auch auf der Erde hatte er das Licht, das von ihm ausging nicht verloren. Doch die Menschen stießen ihn zur Seite, nahmen ihn nicht wahr und hatten keine Zeit.

Er versuchte es auf alle erdenkliche Varianten, sprach die Menschen an, bat sie um Hilfe, um Auskunft, um die Uhrzeit, versuchte ihnen ein Lächeln zu schenken, doch nichts kam an. Der kleine Stern wurde immer trauriger. Es ging ihm im Grunde nicht darum, wahrgenommen zu werden, er wollte einfach gern den Menschen wieder ein Lächeln aufs Gesicht zaubern, die Augen öffnen für wesentliche Dinge im Leben, für so ganz kleine Sachen, die unendlich viel Kraft geben konnten. Er wusste, damit würde der ganze Stress des Alltags viel leichter werden, weil da noch eine Quelle der Kraft war. Er wollte gern für diese Kraft stehen, sein Licht sollte den Menschen einen Lichtpunkt im Leben werden.

Doch das war ein arg hohes Ziel, welches sich der kleine Stern gestellt hatte, doch er wünschte sich dies so sehr....doch anstelle dessen, wurde er immer trauriger. Da kam ein kleines Kind an ihm vorbei, schaute ihn an und strahlte übers Gesicht. "Mama", sagte das kleine Kind zur Mutter, "schau dir nur diesen Stern an, der ist schön und so hell". Die Mutter wollte die Kleine einfach weiterziehen, doch diese war so fasziniert von dem Stern, dass die Mutter auch hinschauen musste. "Das ist doch nur ein alter hässlicher Mann", meinte sie zu dem Kind. "Nein", widersprach das Kind, "es ist so was schönes".

Der kleine Stern, der als alter Mann unterwegs war, merkte, dass Kinder eine Gabe besaßen, die die Menschen im Alter leider verloren haben.....das Hinsehen, das wirkliche Hinsehen. Kinder können die Kraft, das Licht erkennen, was erwachsene nicht mehr können. Dies wollte der Stern gern ändern, doch er wusste nicht wie.

Da kam eine alte Frau, die so traurig aussah, auf ihn zu. Der kleine Stern sprach sie an, und fragte, warum sie so traurig aussah. Die Frau sah den kleinen Stern erstaunt an. Da sprach jemand mit ihr, dabei hatte seit Jahren niemand mehr mit ihr gesprochen. Sie wusste nicht, ob sie sich freuen oder angst haben sollte. Es war ihr so ungewohnt. Doch sie entschloss mit dem kleinen Stern zu sprechen. Sie erzählte ihm von einem sehr guten Freund, der vor Jahren weit weg gezogen war und sie nun ganz allein auf der Welt sei.

Der kleine Stern hörte ihr geduldig zu. Als die alte Dame mit Erzählen geendet hat, meinte der kleine Stern zu ihr: "Schauen sie am Abend zum Himmel hoch, da ganz oben in werden sie einen ganz kleinen hellen Stern sehen. Ihr Freund, der so weit weg von ihnen ist, kann genau diesen kleinen Stern auch sehen...und so ist eine Verbindung da......ihr seid voneinander soweit entfernt und doch erfreut ihr euch an dem gleichen kleinen Stern".

Der alten Frau huschte ein Lächeln über das Gesicht. Sie erkannte die Verbindung, von dem der kleine Stern sprach und fand den Gedanken daran wunderschön und kraftvoll. Tief in Gedanken versunken ging sie weiter, doch ihr Gesicht wirkte entspannter und ein leises Lächeln huschte ihr über das Gesicht.

Der kleine Stern hatte erkannt, dass er Menschen helfen konnte indem er da war, doch er konnte nicht allen Menschen die Augen öffnen. Er hat jedoch gemerkt, dass es immer wieder einen Menschen geben wird, der die Kraft seines Lichts erkennen würde. Dies stimmt ihn freudig und er machte sich auf den Weg nach Hause.

Noch heute schaut die alte Frau in den Himmel empor, wenn sie merkt, dass die Traurigkeit sie übermahnt. Sie sieht da einen kleinen sehr hellen Stern und sie weiß, dass ihr Freund genau diesen Stern auch sehen kann, auch wenn sie soweit voneinander entfernt sind ...dies gibt ihr Kraft und lässt ein kleines Lächeln auf ihrem Gesicht erscheinen.

Das Gestern ist nur ein Traum und das Morgen eine Vision;
Aber der heutige Tag gut gelebt, macht aus jedem Gestern einen Traum von Glück und aus jedem Morgen eine Vision der Hoffnung!
Daher achte gut auf den heutigen Tag!

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Ein Artikel von www.glaube.de
Quelle: unbekannt
Textbearbeitung: Sabine Drees / Redakteur bei Glaube.de
Foto: sxc.hu free Foto
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