Der Traum von D.B

Plötzlich wurde es innerhalb weniger Sekunden dunkel. Es donnerte. Ein Donnern wie ich es noch nie gehört hatte. Ein wahnsinniger Sound, der immer stärker und lauter wurde. Die Erde bebte. Ich schaute zum Himmel, ein riesiger Himmelskörper raste auf die Erde zu. Es war von riesigem Ausmaß. Er war etwa 20x so groß wie die Sonne, drum herum war ein riesiger Feuerschweif, der ihm folgte.
Ich begriff nicht was passierte. Ich dachte er stürzte auf die Erde. Aber er tauchte am Horizont wieder auf und umkreiste die Erde. Die Geschwindigkeit und das donnern verstärkte sich. Als ob sich alles immer mehr zuspitze und in einer Explosion endet. War es ein Komet, die Sonne, die auf die Erde zu prallte, oder wurde die Erde aus der Umlaufbahn geworfen? Alles wurde erschüttert. Dieser riesige Himmelskörper war innen dunkel und außen feurig.
Einen Augenblick dachte ich an den Jungen von der anderen Straßenseite und schaute zu ihm hinüber. Er kroch in einem Hauseingang, schrie und wimmerte in Todesängsten. Ich wunderte mich, warum ich keine Angst hatte. Ganz im Gegenteil. Ich starrte in den Himmel- und war völlig fasziniert... Es war nichts mehr sicher. Ich sah diesen gewaltigen Himmelskörper und dieses Feuer auf die Erde zu rasen , eine wahnsinnige Spannung lag in der, Luft irgend etwas würde gleich passieren.
Mit einem mal fiel es mir wie Schuppen von den Augen: "Das sind Passagen der Bibel". Jesus kommt wieder. Zig Bibelstellen rasten mir durch den Kopf...altes Testament...neues Testament..."Die Sonne wird sich verfinstern"..."Die Sterne werden vom Himmel fallen"..."Die Menschen werden vergehen vor Angst in Erwartung der Dinge die über die Erde kommen werden"..."Wenn ihr dies seht, dann erhebt Eure Häupter, denn eure Erlösung naht"...Ich schaute wie gebannt zum Himmel. Plötzlich ergab alles einen Sinn.
Ich dachte: Wahnsinn, die Verheißungen von denen die Propheten redeten - erfüllten sich vor meinen Augen.? Klar, irgendwann musste ja der Tag kommen. Ich hatte es oft gehört, selbst darüber geredet, es geglaubt, aber nicht realisiert. Und dieser Tag war JETZT! Ich war voll freudiger Erwartung. Ich war überwältigt von der Allmacht Gottes. Ich hatte schon geglaubt, dass Gott alles in der Hand hat und gewaltig ist. Aber so gewaltig? Ich fühlte mich, als wenn die Erde ein kleines rundes Wasserglas voller Goldfische ist. Und Gott hat es in seiner Hand. Ich hatte bis zu diesem Augenblick keine Vorstellung wie groß Gott war und wie klein wir in seiner Hand sind. Und doch hatte ich keine Angst.
Ich sah wieder den Jungen der immer noch in qualvollen Ängsten schrie und weinte. Großes Mitleid ergriff mich. Oh Gott, was ist mit dem Jungen da drüben? Was ist mit meinen Freunden, meiner Familie...? Herr, sie können nicht verloren gehen? Ich liebe sie! Aber es gab kein Erbarmen. Es war der letzte Tag. Ich schämte mich, dass ich dachte, dieser Tag ist so weit weg. Ich hatte wohl doch nicht damit gerechnet, das die Bibel sich erfüllt. Was hätte ich anders machen können? Ich schrie: "Herr, ich hab sie angepredigt, sie wollten nichts von dir hören." Ich dachte an die Bibelstellen..."Es wird sein wie in den Tagen Noahs...sie feierten, sie heirateten und waren unbeschwert - bis Noah in die Arche ging"...Was hätte ich tun sollen? Ich weinte, um die, die ich so sehr liebte. Ich hatte nicht daran gedacht, dass es ein Zu spät geben könnte. Wie ein Schlag hörte ich die Stimme des Herrn: "Du hättest BETEN können!"
Dieser Satz war ein Donnerschlag in meinem Herzen. Plötzlich hörte das donnern auf. Der Komet war genauso schnell weg, wie er gekommen war. Es war ganz still. Was geschah? In meinen Gedanken blitzte es: "Gnade". Gott schenkte Gnadenzeit. Es würde doch noch eine kurze Aufschubzeit geben. Die ganze Welt hat gesehen, dass die Offenbarung und die Prophezeiungen der Bibel sich erfüllt und der Herr bald kommt. Sie werden Buße tun und glauben, weil sie es mit eigenen Augen gesehen haben. Welch eine Gnade. Die, die ich liebe würden jetzt die Wahrheit erkennen.
Begeistert lief ich zu dem Jungen. Ich rief ihm zu: "Hast du gesehen?" "Die Prophetien der Bibel erfüllen sich, so wie es geschrieben steht." "Die Kräfte des Himmels kommen ins Wanken"..."Die Sonne wird sich verfinstern." Er wusste überhaupt nicht wovon ich rede. Er war voller Wut und sagte nur, was für ein Quatsch. Das war doch klar, das irgendwann ein Komet die Erde streifen könnte. Die nächsten 100 Jahre wird nichts mehr passieren. Immer wieder fluchte er: "Was für ein Mist". Er ging schimpfend weg.
Fassungslos stand ich auf der Straße. Er hat doch alles mit eigenen Augen gesehen. Mir wurde klar, die Zeitungen werden es schreiben, die Fernsehsender werden es berichten. Aber die Menschen werden es trotzdem nicht sehen. Sie haben andere Augen. Sie werden es nicht begreifen. Sie können die Wahrheit nicht sehen. Sie können die Gnade nicht begreifen. Die Zeit ist kurz, aber ich war dankbar für diese Gnadenzeit. Und der Satz hallte in meinen Ohren nach: "Du kannst beten!"
-----------------------------------------------------------------------------------------------------
Ein Artikel von Glaube.de
Mit freudnlicher Genehmigung eingereicht von
Autor: D.B.
Bild: sxc.hu
-----------------------------------------------------------------------------------------------------






