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28-11-06

Dr. Arnd Kischkel: Im Strom seiner Liebe

Wenn die Liebe Gottes durch einen Menschen hindurchfließt, wird etwas von dem offenbar, was die Bibel in Römer 5,5 sagt: "... denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist."


Dass die Liebe Gottes, in der wir auch die stärkste schöpferische Kraft des Universums sehen können, im Zentrum unserer Persönlichkeit regelrecht ausgegossen ist, um uns neu zu machen und sich an uns und andere zu verschenken, befreit den Menschen von jeder Form religiöser Selbstgerechtigkeit und allen Ansprüchen, jemandem gefallen zu müssen.


In Galater 4, 1-7 lesen wir dazu:

"Ich sage aber: Solange der Erbe unmündig ist, ist zwischen ihm und einem Knecht kein Unterschied, obwohl er Herr ist über alle Güter; sondern er untersteht Vormündern und Pflegern bis zu der Zeit, die der Vater bestimmt hat.

So auch wir: Als wir unmündig waren, waren wir in der Knechtschaft der Mächte der Welt. Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan, damit er die, die unter dem Gesetz waren, erlöste, damit wir die Kindschaft empfingen.

Weil ihr nun Kinder seid, hat Gott den Geist seines Sohnes gesandt in unsre Herzen, der da ruft: Abba, lieber Vater! So bist du nun nicht mehr Knecht, sondern Kind; wenn aber Kind, dann auch Erbe durch Gott."


Ein Erbe ist Herr über die ihm anvertrauten Güter. Und derjenige, der etwas vererbt hat, freut sich darüber, wenn das Erbe gut verwaltet und in Anspruch genommen wird. Vor allem aber wenn durch seine Gaben das Leben des Beschenkten zur Entfaltung kommt und gedeiht.


Als Kinder Gottes sind wir reich gemacht in Christus.


"Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns gesegnet hat mit allem geistlichen Segen im Himmel durch Christus," heißt es in Epheser 1,3.


Dieser geistliche Segen aus der Himmelswelt ist uns gegeben. Wir können uns hier nichts mehr hinzuverdienen - auch nicht durch besonders fromme Anstrengungen, Programme oder Aktionen.


Dieser vollständige geistliche Segen direkt vom Thron des Vaters, der uns gegeben ist, macht aus Christen Leute, die aus einem unerschöpflichen himmlischen Reichtum her kommen, leben und auftreten können. Sie sind angeschlossen an einen gewaltigen, zunächst unsichtbaren Strom der Liebe und der Kraft Gottes, der ihrem Geist zu einer neuen Geburt verhilft und ihn immer mehr stärkt und aufbaut.


Im Strom dieser Liebe wird sich der Mensch bewusst, dass er Geist ist und im Geist mit Gottes Geist vereint ist. Eine Vereinigung, die uns zu einer neuen Schöpfung gemacht hat als Ausdruck eines neuen Bundes.


"Wir wissen ja, dass unser alter Mensch mit ihm gekreuzigt ist, damit der Leib der Sünde vernichtet werde, sodass wir hinfort der Sünde nicht dienen. Denn wer gestorben ist, der ist frei geworden von der Sünde." (Römer 6, 6+7)


"Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden." (2. Korinther 5,17)


"Nun aber sind wir vom Gesetz frei geworden und ihm abgestorben, das uns gefangen hielt, sodass wir dienen im neuen Wesen des Geistes und nicht im alten Wesen des Buchstabens." (Römer 7,6)


Erst wenn wir in unserem Herzen ein Bewusstsein davon haben, dass unser alter Mensch mit Christus am Kreuz gestorben ist, und wir mit ihm zu einem Leben in Fülle auferstanden sind, treten wir wirklich die Erbschaft der Kinder Gottes an.


Auch wenn wir dann in einem Prozess geistlichen Wachstums immer wieder mit dem Drängen unserer fleischlichen, alten Natur konfrontiert werden, so haben sich doch die Vorzeichen geändert: Wir sind nicht mehr diese alte Natur, wir brauchen auch nicht gegen sie anzukämpfen oder aus uns etwas zu machen.


Gott steht zu uns in einem neuen Bund. Das Wunder dieses Bundes bedeutet: Gott hat alles getan, der Mensch braucht für seine Erlösung nichts mehr tun. Gott hat alles getan, er ist der Geber, wir sind die Empfänger.


Für den natürlichen Menschen ist dies völlig verkehrt. Er ist davon geprägt, etwas tun zu müssen, um etwas zu erhalten. Wenn auch unser Geist durch die Wiedergeburt erneuert wurde, so haben wir noch eine Seele und leben in einem Körper. Unsere Seele nimmt zunächst auch über die Sinnesempfindungen all das auf, was die Umstände und die Umgebung signalisieren. So ist sie besonders empfänglich für all die Sorgen dieser Welt, für negative Denkmuster und Haltungen.


Bin ich nun aber eine neue Schöpfung, so wird mir quasi durch den Heiligen Geist ein neuer Sender des Wortes Gottes in mein Herz gepflanzt, der unaufhörlich die Wahrheit und die Liebe Gottes aussendet in meinen Verstand, mein seelisches Empfinden und auch in meinen Körper. Wenn wir auf das Wort Gottes hören, entfaltet sich in uns seine Kraft, die uns immer mehr frei und neu macht.


Und auch unserem Körper können wir, sofern er z.B. Krankheitssymptome zeigt, verkündigen: "In seinen Wunden bin ich geheilt." (1.Petrus 2,24)


Insofern kann ich die Herrschaft des Wortes in mir unterstreichen, indem ich es selbst im Munde führe und es gegenüber allen anstehenden Herausforderungen ausspreche. Immer in dem Bewusstsein, dass es tut, was es sagt, das es etwas auslöst, dass es Einfluss nimmt.


Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen. Dabei handelt es sich um eine übernatürliche, göttliche Liebe, die kein Mensch aus sich hervorbringen könnte. Diese Liebe möchte sich in mir immer mehr wie ein Strom lebendigen Wassers entfalten. Zunächst stößt dieser Strom vielleicht noch auf Widerstände meines alten Menschen, vielleicht kontrolliere ich diesen Strom oder ich achte ihn gering. So wird auch der Feind versuchen, ihn mit aller Macht am Durchbruch zu hindern.


Aber je mehr ich mich aufrichte und meinen Stand in Christus einnehme, um so mehr wird dieser Strom der Liebe hervorkommen und alles überfluten. Diese Liebe wird mich immer mehr ausfüllen und bestimmen und in ihr werde ich ein brennendes Verlangen nach der Gegenwart Gottes bekommen. Und auch Menschen, denen ich begegne, werden immer mehr von der Liebe Gottes berührt werden.


"Ich bin mit Christus gekreuzigt. Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir." Gal. 2,20


Dass mein altes Ich mit Christus gekreuzigt ist, es nicht mehr lebt, sondern Christus in mir lebt, ist eine der größten Offenbarungen des Neuen Testamentes. Was heißt dies nämlich?


Überall wo dieses alte Ich noch gegen den Geist aufsteht, wo es noch gegen die Herrschaft Jesu Christi im eigenen Herzen rebelliert, hat Jesus dafür am Kreuz schon ein vollkommenes Opfer gebracht.


So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Jesus Christus sind. (Römer 8,1) So sind Christen die vollkommen freiesten Menschen, die es auf dieser Erde gibt. Sie wurden vollkommen freigesetzt, durch den, der in ihnen lebt und dessen Liebe sie zu neuen Menschen macht.


Vollkommen erlöst, vollkommen gerecht gemacht, vollkommen rein durch sein Wort und vollkommen herrlich gemacht sind die Söhne und Töchter Gottes!



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Ein Artikel von www.glaube.de
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Genehmigung des Autors:
Dr. Arnd Kischkel ist als Christlicher Therapeut (De ´Ignis) tätig und engagiert sich in Seminaren zum Thema Geistliches Wachstum, Hörendes Gebet und Innere Heilung. Er leitet zudem die Healing Rooms Wörnersberg.
Zum Kontakt ggf. PN an User ignis senden
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