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24-01-11

Dr. Joseph Tkach: Die Versuchung

Kennen Sie den Autoaufkleber, auf dem es heißt: „Ich kann allem widerstehen, nur der Versuchung nicht“?


Wie so oft, wenn es um Humor geht, liegt sein Reiz darin, dass er nur allzu Wahres aufs Korn nimmt. Selbst als christliche Gläubige erliegen wir Versuchungen weitaus häufiger, als uns lieb ist. Und wenn wir glauben, dass Jesus als großer Lehrmeister und als Vorbild auf die Erde kam, um uns die rechte Lebensweise zu lehren, dann können wir, was unsere Erlösung anbelangt, geradezu in Angst und Verzweiflung verfallen, erkennen wir doch, dass wir an seine Vollkommenheit niemals heranreichen werden.

Es ist jedoch so, dass wir keinerlei Hoffnung auf Erlösung hätten, wenn Jesus eben tatsächlich lediglich ein großer Lehrmeister und unser Vorbild wäre; denn keiner von uns folgt seinem Beispiel ohne Fehler.
Jesus sündigte nie. Er war vollkommen, wir aber können uns mühen, wie wir wollen, wir waren es nie und werden es auch nie sein. Wenngleich der Heilige Geist in uns wohnt und uns führt, so stehen wir doch nicht so im vollkommenen Einklang mit ihm wie Jesus. Deshalb hält das Evangelium auch so eine gute Botschaft für uns bereit. Es geht darin nicht darum, dass Jesus der Welt größte Lehrmeister und Vorbild aller war, obgleich dies durchaus den Tatsachen entspricht.

Die gute Botschaft ist, dass Jesus für uns – an unserer statt – den gerechten Erfordernissen des Gesetzes in jeder Beziehung entsprach. Er widerstand als einer von uns – sowohl stellvertretend für uns als auch für uns vor Gott einstehend – jeder Versuchung. Sowohl als vollkommener, in Herrlichkeit erstrahlender Mensch als auch in Gestalt des Gottessohnes erlitt er für uns den Tod, stand von den Toten wieder auf und sitzt zur Rechten Gottes. Durch Jesus hat Gott der Menschheit Heil geschenkt und sie wieder mit sich ausgesöhnt. Er hat die Menschen in die innige Beziehung, die Jesus als sein geiebter Sohn mit seinem Vater verbindet, einbezogen. Er zerstörte das Werk des Teufels und besiegte die Sünde – unsere Sünde – ein für allemal. Das ist die gute Botschaft. Das ist das Evangelium.

Alles, was wir brauchen
Wie kann man eine solche großartige Erlösung überhaupt ausschlagen? Doch nur, wenn man dem Überbringer jenes Geschenks misstraut, wenn man Gott abspricht zu sein, wer er für uns ist: unser Heiland und Erlöser, wenn man ihm abspricht, uns zu lieben, zu vergeben und zu wandeln, wie er es bereits gemäß seiner Zusage für uns in Christus verwirklicht hat.

Der Apostel Paulus schrieb im Epheserbrief 2,4-6: „Aber Gott, der reich ist an Barmherzigkeit, hat in seiner großen Liebe, mit der er uns geliebt hat, auch uns, die wir tot waren in den Sünden, mit Christus lebendig gemacht – aus Gnade seid ihr selig geworden –; und er hat uns mit auferweckt und mit eingesetzt im Himmel in Christus Jesus ...“

Das Evangelium ist wahrhaftig die gute Botschaft! Das Problem ist nur, dass sie vielen von uns zu gut erscheint, um wahr zu sein. Wir wollen zumindest eine kurze Auflistung von Ge- und Verboten haben, um den Weizen von der Streu trennen zu können. Gott aber gab uns keine solche Liste. Vielmehr gab er sich selbst für uns dahin. In Christus haben wir alles, was wir für unsere Erlösung brauchen.    

Jesus hat für uns jeder Versuchung widerstanden

NACHFOLGE 1-3.2011    3

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Ein Artikel von www.glaube.de
Veröffentlichungen bedürfen der vorherigen Genehmigung der Autoren.
Autor: Dr. Joseph Tkach, mit freundlicher Genehmigung:
Stiftung Weltweite Kirche Gottes in Deutschland
Foto: www.wcg.org/de
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