Dr. Joseph Tkach: Freude in Christus

Glück ist relativ, nicht wahr? Waren Sie jemals glücklich über einen günstigen Preis, den Sie für einen Artikel erhielten, nur um in dem Moment unglücklich zu werden, in dem Sie herausfinden, dass jemand ein noch viel besseres Geschäft gemacht hat? Es gibt etwas, was wir Christen haben, dass viel tiefer geht als Glück. Glück gründet sich auf Ereignisse – Dinge, die uns zustoßen. Wenn etwas Gutes passiert, fühlen wir uns glücklich. Wenn schlechte Dinge passieren, fühlen wir uns unglücklich.
Gott gibt uns etwas, was all diese momentanen Gefühle, die sich auf die waltenden Umstände gründen, weit übertrifft. Der Verschleiß, der sich aus dem Leben in einer sündigen und zerbrochenen Welt ergibt, fordert seinen Tribut. Weil wir mit Recht empfindsam gegenüber der Sünde sind und sie ernst nehmen, ist es für uns in der Tat möglich, dass wir alles so ernst nehmen, dass
wir uns selber depressiv machen. Manchmal fühle ich mich so, nachdem ich die Abendnachrichten gesehen habe.
Aber Gott gibt uns etwas, was all die deprimierenden Umstände, Ereignisse und Nachrichten in unserem Leben überwinden kann. Er möchte, dass wir ihn ernst nehmen, und indem wir das tun, lernen wir, dass er ein Gott der Freude ist. Christus nahm unsere Sorgen auf sich, nicht damit er auf ewig voll Sorgen ist, noch dass wir in der Sorge weiterleben. Christus nahm unsere Sorge auf
sich, damit wir sie in Freude verwandeln. Ja, Gott gibt uns seine Freude! Freude ist tief und bleibend, nicht so wie das Glück, das mit den Umständen kommt und geht. Freude hält uns auch in schlechten Zeiten über Wasser, auch in Zeiten von Schwierigkeiten und Krisen. Unsere Hoffnung und unser Vertrauen in Gottes Treue ist die Wurzel der Freude, und das gibt uns in guten und in schlechten Zeiten Stärke und Frieden im Herzen.
In der Freude Christi können wir unseren grimmigen Blick ablegen, ein Lächeln auf unserem Gesicht zeigen und ein Lachen von unseren Lippen kommen lassen. Helmut Thielicke, ein deutscher Theologe, der das Terrorregime Adolf Hitlers überlebte, war bewegt von der Wichtigkeit, die Freude Christi in seinem Volk fließen zu lassen, als er schrieb:
Sollten wir nicht erkennen, dass die Lachfalten um unsere Augen genauso Kennzeichen des Glaubens sind wie die Falten der Sorge und des Ernstes? Ist es nur der Ernst, der getauft wird? Ist Lachen heidnisch? Wir haben bereits zugelassen, dass zu viel an guten Dingen der Kirche verloren ging und
viele Perlen vor die Säue geworfen wurden.
Eine Kirche ist in einem schlechten Zustand, wenn sie das Lachen aus dem Heiligtum verbannt und es dem Kabarett, dem Nachtclub und den Tischrednern überlässt. Manchmal scheint die Zukunft dunkel und ungewiss. Heute leben wir mit den Bedrohungen des Terrorismus und des Krieges. Krankheiten wie Aids, Bedrohungen für die Umwelt, Dürren, Überflutungen, Erdbeben und
Tornados sind alles Auslöser von Furcht und Alarm. Und egal was in der Welt passiert, müssen wir alle mit unseren eigenen persönlichen und familiären Tragödien und Prüfungen fertig werden.
Gott möchte, dass wir wissen, dass unser Leiden nicht umsonst ist. Er möchte, dass wir wissen, dass er die Quelle unserer Freude sogar in unseren schwierigsten Momenten ist. Wenn Christen leiden, leiden sie in Vereinigung mit Christus. In dieser sündigen Welt werden wir immer Probleme und Prüfungen haben, aber unsere Freude ist vollkommen, weil unser Herr und Retter in all
diesen treu zu uns steht. Beten wir für die Bedürfnisse unserer Geschwister in unseren örtlichen Gemeinden und für die Bedürfnisse unserer weltweiten
Glaubensgemeinschaft. Beten wir spezifisch
1) dass sich Gottes Liebe in uns zueinander und zu denen, mit denen wir in Kontakt kommen, manifestiert;
2) um geistliche Einheit in der kulturellen Vielfalt, mit der Gott unsere
Glaubensgemeinschaft gesegnet hat;
3) um Treue in unserem Beispiel und Zeugnis gegenüber denen, die die Hoffnung Christi nicht kennen; und
4) finanzielle Stabilität in unserer Kirche.
Ich bete, dass wir alle die volle Gewissheit von Gottes Liebe, Barmherzigkeit und Gnade zu uns erfahren. Dann erfahren wir wahrhaftig Freude in Christus!
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Ein Artikel von www.glaube.de
Veröffentlichungen bedürfen der vorherigen Genehmigung der Autoren.
Autor: Dr. Joseph Tkach, mit freundlicher Genehmigung:
Stiftung Weltweite Kirche Gottes in Deutschland
Foto: sxc.hu
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