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17-09-04

Du bist für mich da

Aus der Tiefe meiner Seele rufe ich zu dir. Du hörst mein Rufen, den Schrei in meinem Herzen. Du siehst all meine Tränen und die Angst, die mich so gefangen hält. Sie erdrückt mich fast, nimmt mir den Atem. Herr, befreie mich aus der Not. Ich schreie zu dir.


Du bist der Herr, der Schöpfer aller Dinge. Du, der du die Welt in deiner Hand hältst, trägst auch mich. Ich bin dir nicht gleichgültig. Bevor ich geboren wurde, hast du mich bereitet im Leibe meiner Mutter. Du hast mich erschaffen. Ich bin kein Produkt eines Zufalls. Du hast über mich gewacht, mich bewahrt, als ich noch nichts wusste von dir, dich nicht kannte. Du hast dich mir zugewandt.

In Liebe und Geduld hast du gewartet, dass ich zu dir finde. Dein Herz ist voller Erbarmen. Du stößt mich nicht weg. Du wartest auf mich mit offenen Armen. Du möchtest mich trösten und mir Ruhe geben. Du sehnst dich nach mir, wie ein lieber Vater nach seinem geliebten Kind. Ich kann es kaum fassen. Du, der du so gross, allmächtig und heilig bist, suchst mich. Du sehnst dich mit unaussprechlicher Liebe nach mir. Mit unendlicher Geduld und Liebe wartest du auf mich und darauf, dass ich dir mein Herz öffnen kann.

Du kannst warten, drängst mich nicht. Du hast die Tür geöffnet für mich und wartest darauf, dass ich hindurch gehe. Zu dir. Es ist kein Zwang, keine Forderung. Es ist dein Angebot an mich. Du hast gesagt: Kommt zu mir, die ihr mühselig und beladen seid. Ich will euch Ruhe geben, euch erquicken. Dem Stolzen widerstehst du. Der Stolz fordert, klagt an, befiehlt. Aber dem Demütigen gibst du Gnade. Ein Geschenk. Unverdient. Die zerbrochenen Herzen willst du heilen. Du meinst es gut mit mir. Du schützest mich. Du bist nah bei mir. Auch wenn ich es nicht sehe, auch wenn ich es nicht fühle: Du bist da. Wie ein Kind darf ich zu dir kommen. Jederzeit.

Du freust dich, wenn ich komme und dir mein Herz ausschütte. Das tut gut. Du verurteilst mich nicht. Wohl kannst du dich nicht über alles freuen, was ich getan habe. Oft bist du traurig darüber. Aber mich liebst du mit deiner unermesslichen Liebe. Dein Erbarmen ist so groß. Was ich verbockt habe, richtest du in deiner Güte wieder gerade. Bei dir kann ich heil werden. Du reinigst mich von aller meiner Schuld. Du befreist mich aus allen meinen Nöten. Du hast Wege, wo ich keine mehr sehe. Möglichkeiten hast du viele, wo ich nicht mehr weiter weiss.

Wie gross bist du, o Gott. Gnädig und voller Erbarmen. Bittet, so wird euch gegeben, sagst du. Ich darf dich bitten. Dich will ich suchen. Du lässt dich finden, wenn wir dich von Herzen suchen. Suchet, so werden ihr finden, hast du gesagt. Klopfet an, so wird euch aufgetan. Ich, ein verwirrtes, ängstliches Menschenkind, darf zu dir kommen. Zu dir. Du der allmächtige, heilige Gott, meinst mich, suchst mich. Das ist zu groß und wunderbar. Ich beuge mich vor dir. Ich danke dir, o Gott, für dein Erbarmen, für deine Güte und deine Barmherzigkeit. Ich danke dir für deine Liebe, Geduld und Treue.

Allmählich kann ich erkennen, erahnen, wie gut du bist und wie gut du es mit mir meinst. Dich suche ich, o Gott. Mein Herz sucht deinen Frieden. Den Frieden, wie du ihn verheißen hast. Nicht wie die Welt ihn gibt. Das ist kein Friede, der die tiefsten Tiefen meines Herzens erfüllt. Diesen Frieden kannst nur du geben. Ich sehne mich nach diesem Frieden. Es ist ein nach Hause kommen. Endlich. Ankommen. Willkommen sein. Eintauchen in deine Liebe. Mich umarmen lassen von deiner Güte. Den Hunger und Durst stillen und ruhig werden wie ein Kind in den Armen seiner Mutter, nachdem sie es gestillt hat. So bist du.

So darf ich zu dir kommen. Wie ich bin. Mit all meinen Fragen und Lasten. Mit all meiner Schuld und all meinen Verletzungen. Du bist für mich da.


DU, - der allmächtige, heilige, treue Gott
BIST - der Seiende. Der ‚Ich bin der ich bin‘
FÜR - du bist auf meiner Seite, stehst hinter mir, zu mir. Bist für mich
MICH -du siehst mich in all den Milliarden Menschen. Ich bin dir wichtig. Du meinst mich
DA - nicht weit weg, sondern nahe. Für mich da.

Ich ehre dich, o Gott. Ich darf dir gehören und du wirst mich nie im Stich lassen. In den dunkelsten Stunden meines Lebens bist du mein Licht und mein Heil. Du bist meine Hoffnung. Auf dich traue ich. Gnädig bist du und voller Güte und Erbarmen. Du bist mein Gott. Ich bin dein geliebtes Kind. Ich ehre dich. Ich rühme dich. Ich bete dich an. Ich beuge meine Knie vor dir und danke dir



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Eingereicht vom Autor: 6.9.04 Glaube.de Mitglied c Maj
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