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20-04-05

Ein Deutscher zum Papst gewählt

Kardinal Ratzinger wurde zum neuen Papst gewählt. Der 265. in der langen Reihe der römischen Bischöfe. Mit ihm steht erstmals seit fast 500 Jahren ein deutscher Papst in der hohen Verantwortung dieses öffentlichen Amtes und damit im weltweiten Rampenlicht der Öffentlichkeit. Angeblich wollte er schon als kleiner Junge Kardinal werden. Benedikt XVI. hat sich der Bayer zum Namen gewählt. Ob er Beifall auslöst oder Kritik, daran hat der Deutsche seine Reden und sein Handeln niemals ausgerichtet.


Der neue Papst Benedikt XVI. hat bereits in seiner 1. Messe die Einheit der Christen und den Dialog mit anderen Religionen als seine wichtigsten Aufgaben bezeichnet. Auch die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) erwartet nach der Wahl von Papst Benedikt XVI. neue Impulse für die Ökumene. Der leitende Bischof der VELKD, Hans Christian Knuth, sagte: "Wir hoffen, dass Benedikt XVI. die Bitte Jesu zu seinem Programm macht: Ut omnes unum sint" (Dass alle eins seien).



Am neuen Papst scheiden sich jedoch auch manche Geister. Für viele ist er hierzulande das Symbol für Dogmatismus und Konservatismus. In anderen Ländern wird er, hingegen einfach als "Bewahrer" der Glaubenswerte, in Zeiten schnellen, globalen Wandels - durchaus positiv aufgenommen. Dass die hoch entwickelten Industrieländer "ihren Glauben" und "ihre Seele verlieren", dass Institutionen wie Familie und Ehe zerfallen und dies erhebliche Gefahren und Konsequenzen mit sich bringt - das sind Themen, die Ratzinger immer schon bewegten. Besorgt äußerte er sich dazu. "Unsere Technik- und Wohlstandskultur beruht auf der Überzeugung, das im Grunde alles machbar ist", "Die Gottesfrage tritt damit ab."



Er ist ein Mann des Glaubens - das ist unumstritten. Selbst seine größten Kritiker räumen ein, dass Ratzinger zu den brillantesten Intellektuellen und zu den größten Denkern in der katholischen Weltkirche gehört.



"Kardinal Ratzinger hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, "Mitarbeiter der Wahrheit" zu sein. Er spornt durch sein Beispiel an, den Dienst an der Wahrheit, die Gott selber ist, in den unterschiedlichen Situationen des Lebens mit Glaubensfreude und Ausdauer wahrzunehmen", sagte Johannes Paul II. in einer Ansprache an die Pilger aus Bayern am 20. April 2002.


Für Bundestagspräsident Wolfgang Thierse ist der Papst ein Mann der gesamten Kirche. Als Christ glaube er daran, dass Gott das Amt demjenigen gibt, der die Weisheit und den Verstand habe, dieses Amt dementsprechend auszufüllen.


Der Spiegel schrieb: "Joseph Ratzinger gilt als bescheiden und prinzipienfest. Er ist damit ein Ärgernis für viele, die Prinzipienfestigkeit als unmodernes Ärgernis sehen, und die ihn deshalb Gottes Rottweiler nannten. Der Heilige Geist hat sich da tatsächlich eine mächtige Pointe geleistet, den Papst ausgerechnet bei denen zu rekrutieren, die ihn am nötigsten haben: bei den Deutschen. Das Drama der Modernität begann schließlich in Deutschland, und es sind die Deutschen, die es am weitesten getrieben haben."


Ratzinger selber sagte "Ich vertraue mich vor allem euren Gebeten an." Und das sollten wir auch tun und für den neuen Papst beten! Wir dürfen gespannt sein, was der neue Papst der Kirche und den Christen in der Welt in diesem hohen öffentlichen Amt in Zukunft bringen mag.



 



Weitere Links auf Glaube.de:
Glaube.de-Forum Diskussionen der Glaube.de-Leser zum Papst.
Forumgebet für den Papst-Nachfolger.
Papst Johannes Paul II. ist verstorben
Rick Joyner: Ein wahrer Heiliger
Jobst Bittner: Zum Tod des Papstes

Weitere Links zum Thema:
- Neueste Nachrichten zum Papst auf n-tv
- Hintergründe zu Opus Dei - Ein Artikel vom Br-Online
- Worte über Kardinal Ratzinger vom 20. Juni 2001 <FONT color=#800080>von Johannes Paul II.</FONT> 
- Biographie Joseph Kardinal Ratzinger
- Webseite des Vatican.






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Ein Artikel von www.glaube.de
Autor: Diana Bauer / Redaktionsleitung Glaube.de
Foto: © www.kath.net
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