Francis Frangipane: Liebe - Eine Leidenschaft für Einheit

Ein übersetzter Beitrag aus Elijah List
Die Elijah List in USA, Herausgeber Steve Shultz, veröffentlicht in regelmäßigen Abständen aktuelle Eindrücke und prophetische Einsichten von anerkannten christlichen Leitern. Glaube.de übersetzt regelmäßig Beiträge aus der Elijah List.
Als Nachfolger von Jesus Christus müssen wir unser höchstes Ziel daran setzen, ein Herz voll Gottes Liebe zu besitzen. Wie erfolgreich wir sind, Christi Liebe zu zeigen, ist das wahre Maß unseres Glaubens.
Liebe kann also nicht lange als unausgedrücktes oder verborgenes Geheimnis existieren. Wirkliche Liebe will in tausend Erscheinungen das Herz der Geliebten erreichen. Liebe, die in Wahrheit eine Leidenschaft für Einheit ist, ist zu kraftvoll als dass sie in Disziplin und Selbstkontrolle eingeschlossen werden könnte.
In der Tat, zeigt sich Liebe nicht in ihren unerwiderten Geschenken? Wird sie nicht wahrgenommen in ihren vielen Ermutigungen und Ausdrücken von Anteilnahme? Ist sie nicht fühlbar in ihrer unerschrockenen Freude über die Zeit, die sie mit denen verbringt, die sie liebt?
Bitterkeit - Ein Ankläger
Auch Bitterkeit kann nicht verborgen bleiben. Eine verbitterte Seele sucht nicht die Einheit sondern Recht.
Sie ist getrieben von ungelöstem Raub ihres Friedens, Persönlichkeit oder Besitzes. Bitterkeit ist nicht nur eine Wunde, die Heilung sucht, sondern ein Ankläger, der einen Fall gegen den Schuldigen aufbaut. Weil eine bittere Seele verbunden ist mit der Ungerechtigkeit, die gegen sie ausgeübt wird, hört sie ständig auf ihre Herzschmerzen und dadurch ist sie ständig verwundet durch Angriffe, die sie nicht vergibt.
Liebe Freunde, Jesus sagt, er sei gekommen, um uns Leben in Fülle zu geben. Er sagt, er wäre gesalbt und gesandt, Gefangene zu befreien und den Zerschlagenen Befreiung zu bringen. (Lukas4, 18).
Wenn wir fühlen, dass wir geistlich eingekerkert sind durch eine bittere Erfahrung oder Ungerechtigkeit, wird uns Gott dafür nicht verdammen - sondern uns daraus retten. Sein Geist erreicht uns jederzeit, um uns von dieser untragbaren Last der Vergangenheit zu befreien.
Wie werden wir frei?
In den 34 Jahren, die ich mit Jesus gegangen bin, gab es viele Zeiten, in denen ich beschimpft, betrogen und unfair angegriffen wurde. Ich hatte meine Gelegenheiten, wegen Ungerechtigkeit verbittert zu sein.
Nicht jede Wunde wurde sofort geheilt und nicht jede Ungerechtigkeit schnell bekämpft. Jesus sagte: Wenn ihr standhaft bleibt, werdet ihr das Leben gewinnen (Lukas 21, 19) Die Botschaft ist: Standhaft bleiben - das wird verlangt. Bleibe standhaft bis zum Ende. Sorge dich nicht, du wirst gerettet.
Am Ende geht es nicht darum, verwundet zu sein oder Mangel zu leiden. Paulus sagte, er leidet unter dem Mangel von allen Dingen. Das wahre Anliegen ist dass wir an Christus zunehmen (Phil. 3,8).
Lasst mich auch sagen, dass ich Leute kenne, die der Herr einfach anrührte und heilte oder dass die verletzende Situation sich änderte und Heilung eintrat. Lasst uns Raum geben für die unermessliche Größe von Gottes Gnade. Hebräer 2, 18 sagt tatsächlich aus: Weil Christus
selbst in Versuchung geführt wurde und gelitten hat, kann er denen helfen, die in Versuchung geführt werden. Aus keinem anderen Grund außer diesem lieb ER uns. ER wird denen zu Hilfe kommen die gerüstet sind. Lasst uns immer Raum geben für diese Gnade.
Zur gleichen Zeit ist mir bewusst geworden, dass Gottes höchstes Ziel meine Ähnlichkeit zu Christus ist. (Siehe Römer 8, 28-29). Gott heilt mich, damit er mich Christus ähnlich machen kann und manchmal dreht er diesen Prozess auch um. Er macht mich Christus ähnlich, so dass er mich heilen kann. Mit anderen Worten: Meine Befreiung kam, als ich mir Christi Liebe zu Eigen machte beziehungsweise sein Vermögen, dem Vater zu vertrauen, wenn man durch Ungerechtigkeit verwundet ist.
Vertraue Gott, ER rechtfertigt uns
Was ist Gottvertrauen? Petrus sagt uns: Dazu seid ihr berufen worden; denn auch Christus hat für euch gelitten und euch ein Beispiel gegeben, damit ihr seinen Spuren folgt. Er hat keine Sünde begangen, und in seinem Mund war kein trügerisches Wort. Er wurde geschmäht, schmähte aber nicht; er litt, drohte aber nicht, sondern überließ seine Sache dem gerechten Richter. (1. Petrus 2, 21-23).
Manchmal kommt meine Heilung von Wunden und möglicher Bitterkeit nicht, weil Erstattung gebracht wurde von der Person die mich verletzte, sondern weil ich gelernt habe, darauf zu vertrauen das Gott gerecht richtet. Zu vertrauen, dass Gott mich zu seiner Zeit und auf seinem Weg rechtfertigt, ist ein Zeichen geistlicher Reife. Es ist in der Tat der einzige Weg, auf dem wir Schmähungen als Antwort auf Schmähungen und ein bitteres Offenhalten der Wunde vermeiden können.
Es gibt andere Zeiten, in denen ein andauernder Konflikt zum Druck auf meine Seele wird. Als Gegengift lehrte Jesus: Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet. Freut euch und jubelt: (Lukas fügt hinzu: und hüpft vor Freude). Euer Lohn im Himmel wird groß sein. Denn so wurden schon vor euch die Propheten verfolgt. Matthäus 5, 12-12).
Das Gegenmittel zur Freude
Wenn du unfair behandelt worden ist; wenn irgend eine Ungerechtigkeit deinen Namen beschmutzt hat oder deine Zukunft bedroht wegen deiner Treue zu Christus, ist ein Gegenmittel, zu frohlocken. Bevor du dein Recht verteidigst, sauer zu bleiben, lass mich fragen: Warst du Jesus gehorsam und hüpftest vor Freude?
Ich erinnere mich an eine Gelegenheit als ich besonders verletzt wurde durch einen Mann, der durch einen Traum den seine Frau hatte, die Phantasie seiner Frau dazu benutzte, unsere kleine Gemeinde zu spalten. Ich liebte dieses Paar sehr, wie ich jeden in unserer Gemeinde liebte, darum war meine Sorge besonders groß.
Jedes Mal wenn ich bedachte, welches Übel diese Verleumdung verursachte, tobte in mir ein Sturm von Ärger und Betrübnis.
Doch irgendwann einmal sprach der Herr zu meinem Herzen. Er fragte, nachdem diese Verleumdung, die nicht wahr war, gegen mich ausgesprochen wurde, warum ich IHM nicht gehorcht habe. Er sagte, ich sei zwar bedrückt worden durch Menschenworte - aber ich hätte noch nicht gehüpft vor Freude.
So entschloss ich mich IHM zu gehorchen. Ich stand alleine im dämmrigen Nachmittagslicht im Altarraum unserer Kirche und bereitete mich darauf vor zu frohlocken.
Jedoch war ich so emotional durchtränkt mit Traurigkeit das ich keine Freude aufbrachte. Ich konnte kaum gehen, geschweige denn hüpfen. Doch im Gehorsam versuchte ich einen schwachen Sprung. Dann noch mal und noch mal, bis der Heilige Geist durchbrach und ich schrie und hüpfte vor dem Herrn, frohlockend über seine souveräne Macht in meinem Leben.
Wenn also die Probleme, die uns begegnen, rechtmäßige Konsequenzen unseres schlechten Verhaltens sind, sollten wir bereuen und nicht die Schuld für unseren Zustand anderen geben. Wir können immer noch frohlocken, dass wir einem großen Gott dienen, der daran arbeitet sogar unsere Fehler zum Guten zu wenden.
Aber wenn unsere Konflikte infolge unserer Hingabe im Dienst des Herrn auftreten, dann sollten wir ihm gehorchen und vor Freude hüpfen.
Die Wasser von Mara
Christus ist nicht in einer mehr entfernten oder theologischen Bedeutung unser Heiland, er ist Immanuel:
Gott mit uns. Er wohnt in uns; er ist verbunden mit uns. Er ist vollständig fähig uns umzuformen und zu zerstören und uns zur Perfektion neu aufzubauen. Wir müssen glauben das Gott fähig ist uns von allem zu erlösen wo wir durch gehen. Wenn wir Unglauben beherbergen über des Vaters Güte oder Möglichkeiten werden uns unsere Schwierigkeiten zu bitteren und verärgerten Leuten runterziehen.
Bedenke also; wenn Satan drauf aus ist, uns zu zerstören muss es sein, weil Gott etwas Mächtiges für uns in der Zukunft vorbereitet hat.
Der Teufel verschwendet keine Zeit damit, unbedeutende Leute anzugreifen. Er greift solche an, von denen er fürchtet, dass sie von Gott gebraucht werden um andere zu befreien. Wenn Satan einen Angriff auf dich starten kann, der zur Verbitterung führt, wird deine Bestimmung beiseite geschoben, bis die Wurzel der Bitterkeit aus deiner Seele gerissen ist.
Wie kommt es, dass Bitterkeit in uns existieren kann? Bitterkeit ist eine dämonische Manipulation einer Wunde oder erlittener Ungerechtigkeit, an der unsere Seele leidet. Jesus sagte jedoch, dass der einzige Weg, unsere Seele zu retten, der ist, sie an ihn zu verlieren. Geliebte, ich erzähle euch, wie ich einige der schwierigsten Schlachten überstanden habe: Ich trug das Kreuz.
Ich glaube, dass meine Schritte von Gott gelenkt werden. Wenn ich daher Ungerechtigkeit erleide, muss er sie entweder erlaubt oder angeordnet haben. In seiner Vollkommenheit wusste er, dass ich mehr Liebe oder Treue oder Abhängigkeit zu ihm brauche. Daher lenkte er meine Schritte so, dass er in seiner überwältigenden Natur an mir arbeiten kann. Bei den Schlachten geht es um mich oder irgendjemand sonst - oder sogar gegen den Teufel. In jedem Konflikt sucht Gott letztendlich eine Christus-Ähnlichkeit in mir zu erzeugen. Wenn der Charakter, Autorität und Liebe von Christus in meinem Leben funktionieren, werden meine Feinde unterworfen und Christus triumphiert durch mich.
Das Kreuz ist der Preis
Wir müssen darum damit fertig werden, dass es keine schmerzfreie Existenz auf der Erde gibt.
Und wir müssen lernen, wie wir das Kreuz Christi tragen. Das Kreuz tötet unsere ungläubige, furchtsame und selbstsüchtige Natur und erlaubt dem Charakter Christi, hervorzutreten. Das Kreuz ist der Preis den wir zahlen, damit die Erlösung siegt.
Es gibt eine Geschichte in Exodus, die bildlich die Kraft des Kreuzes offenbart. Die Israeliten waren drei Tage ohne frisches Wasser. Als sie endlich Wasser fanden ... konnten sie das Wasser von Mara nicht trinken, weil es bitter war. Deshalb nannte man es Mara (Bitterbrunnen). (Ex. 15, 22-23). Sie fanden endlich Wasser - aber sie konnten es nicht trinken. Der Herr jedoch zeigte Moses ein Stück Holz. Als er es ins Wasser warf, wurde das Wasser süß: (Ex 15, 25).
Was Moses tat war prophetisch. Das Holz, das für das bittere Wasser angewandt wurde, war ein Symbol für das Kreuz Christi, wenn es im Bezug auf unsere bitteren Erfahrungen angewendet wird. Ich weiß von vielen Fällen, in denen der Feind Leute benutzte, um mich zu verletzen oder anzugreifen, wenn ich das Kreuz in meinem Leben anwandte - Vergebung, Segen und Liebe - das Ergebnis ist immer eine größere Manifestation von Christus in meinem Leben gewesen.
Eine größere Manifestation
So ging auch Paulus mit Trübsal und Ungerechtigkeit um. Lies was er schrieb: Diesen Schatz tragen wir in zerbrechlichen Gefäßen; so wird deutlich, dass das Übermaß der Kraft von Gott und nicht von uns kommt. Von allen Seiten werden wir in die Enge getrieben und finden doch noch Raum; wir wissen weder aus noch ein und verzweifeln dennoch nicht; wir werden gehetzt und sind doch nicht verlassen; wir werden niedergestreckt und doch nicht vernichtet. Wohin wir auch kommen, immer tragen wir das Todesleiden Jesu an unserem Leib, damit auch das Leben Jesu an unserem Leib sichtbar wird. Denn immer werden wir, obgleich wir leben, um Jesu willen dem Tod ausgeliefert, damit auch das Leben Jesu an unserem sterblichen Fleisch offenbar wird. (2.Kor. 4, 7):
Ihr Lieben, ist es nicht das, was wir am meisten verlangen: dass das Leben Jesus selbst in unserem sterblichen Fleisch sichtbar wird. Satan hat deine alte Natur manipuliert und wollte dir Bitterkeit bringen. Der Herr jedoch benutzte diese Schlachten, um meine alte Natur zu kreuzigen und ein größeres Verständnis und Ähnlichkeit zu Christus in mir freizusetzen.
Herr Jesus, vergib mir den Versuch, mein Leben zu retten. Ich beabsichtige, Dir zu vertrauen, deiner Liebe zu erlauben in mir zu wohnen, nicht selbst Gerechtigkeit zu suchen, aber Gnade für mich selbst und andere. Hilf mir Herr. Enthülle die Kraft deines Geistes in mir.
Reiß jetzt jede Wurzel der Bitterkeit aus meiner Seele. Lass meine Worte voll von Gnade und Treue sein, ohne Bitterkeit und Übel. In Jesu Namen. Amen.
von Francis Frangipane
www.frangipane.org
Übersetzt für Glaube.de von Jürgen Motzkus
Bibelstellen nach der Einheitsübersetzung
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