Franz Haselbeck: Heilige Dich

Sich heiligen, abzusondern für Gott, sich Gott weihen. Hier war ein zweitägiges Ritual, eine Zeremonie, eine Reinigung, die notwendig war und von Gott angeordnet war, daß er am dritten Tage herabfahren konnte auf den Berg Sinai. Es hieß die Kleider zu waschen. Später in Vers 15 heißt es noch: Jeder halte sich fern eine Frau anzurühren. Man hat sich enthalten von aller Unreinheit. Und hier spricht dann Gott zu Mose: Tut das, denn am dritten Tage werde ich herabfahren.
Wenn ich das so höre, dann denk ich, was muß da in dem Volk für eine Erwartung gewesen sein, wenn man sagt, in drei Tagen wird der Herr herabfahren.
Stellt euch vor ich sag: Kommt, reinigt euch, in drei Tagen wird der Herr auf diese Gemeinde herabkommen, so, wie wir ihn noch nie erlebt haben. Wir würden vielleicht alle Gemeinden anrufen, wollen das nicht alleine auskosten und würden sagen: Kommt, heiligt euch, in drei Tagen kommt der Herr auf unser Haus herab. Das Haus würde sich füllen mit vielen Geschwistern, voller Erwartung, und dann kommt der Herr. Das Haus würde von seiner Gegenwart förmlich platzen. Nicht von der Menge an Menschen, sondern einfach von seiner Gegenwart.
Und das wünsche ich mir.
Wir sollen uns heiligen, und das heiligen sollte uns auch Freude bereiten. Es ist nicht einfach und es kostet seinen Preis. Wenn wir das Zeugnis von Charles Finne hörten, der einfach durch eine Fabrik durchgegangen ist, ohne ein Wort zu sagen, und sämtliche Arbeiter sind auf die Knie gefallen, haben Buße getan ohne ein Wort der Ermahnung. Die Herrlichkeit Gottes ist mit Charles Finne einfach mitgegangen.
Viele kennen sicherlich Claudio Freiß, ein großer Mann aus Argentinien. Er hat erzählt, der Nachbar seiner Gemeinde, er wollte immer wieder hereinkommen in das Haus, aber jedesmal wenn er an die Eingangstür hinkam hat es ihm regelrecht die Füße weggezogen und er konnte nicht den Türgriff ergreifen. So war die Herrlichkeit Gottes in seiner Gemeinde. Und das wünsche ich mir für meine Gemeinde. Daß wir hier die Gemeinschaft und die Herrlichkeit Gottes so erleben, wie sie noch nie da war.
Wir haben eine Schlüsselposition als Gemeinde für diese Stadt. Und wir werden Vorreiter sein.
Josua 3,5: Das ist einer der Verse, die aus Josua am meisten zitiert werden:
"Und Josua sprach zum Volk: Heiligt euch, denn morgen wird der Herr Wunder unter euch tun." Und wenn der Herr in seinem Wort sagt: Ich werde ein Wunder tun, dann wird er es tun! Er sagt hier zu seinem Volk, wieder wie bei Mose: Heiligt euch! Denn morgen will der Herr ein Wunder tun!
Die Generation davor bei Mose, sie haben den Herrn gesehen, sie haben sich geheiligt, und dann haben sie gesehen, wie der Herr auf den Berg herniedergefahren ist. Und jetzt bei Josua kommt es in etwa gleich. Und dann kommt noch der Zusatz, ich werde ein Wunder tun. So hat sich dieses Volk vorbereitet auf eine majestätische Offenbarung des Herrn, und auf dieses Wunder. Dieses Wunder war, daß sie trockenen Fußes durch das Flußbett dieses Jordans gegangen sind, welch ein Wunder! Das ist keine Sache gewesen von ein paar Minuten, und der Jordan hat nicht nur ein paar Liter drin wie die Isar. Es heißt ja auch, daß er über seine Ufer hinausgetreten ist. Und man muß sich vorstellen, das Volk hatte ungefähr 2 Millionen Menschen. Laß mal durch ein Flußbett 2 Millionen Menschen durchgehen! Wie lange das dauert, daß, wie hier der Jordan, sich wie ein Wall aufgebaut hat einerseits, auf der anderen Seite ist er abgeflossen und war trocken. Welch ein Wunder muß das für diese 2 Millionen Menschen gewesen sein zu sagen: Wir können trockenen Fußes darüber gehen! Und dann kommt noch eine Zusage, und zwar in Vers 10 heißt es:
"Daran sollt ihr merken, daß ein lebendiger Gott unter euch ist und daß er vor euch vertreiben wird die Kanaaniter, Hetiter, Hewititer, Perisiter, Girgaschiter, Amoriter und Jebusiter." Wenn wir jetzt in unserer heutigen Zeit davon sprechen, daß wir den Jordan überqueren wollen, dann bedeutet das, von einer Stufe unseres geistlichen Lebens auf die nächsthörere Stufe zu kommen. Es bedeutet, daß ich rausgehe aus der Anstrengung meines persönlichen Lebens und hineinkomme in ein Leben, das voller Gehorsam und voller Glauben ist in dem Herrn. Und dann werde ich noch in einen geistlichen Kampf hineinkommen und vor allen Dingen in die Inanspruchnahme seiner Verheißungen.
Noch eine dritte Begebenheit: 2. Chronik 29. Hier geht?s um König Hiskia. Er war einer von den wenigen Königen, von dem es hieß: Er tat, was dem Herrn wohlgefiel. Er hatte einen Vater, der hieß Ahas, und das war wiederum ein König, von dem es hieß: Er hat Gott nicht wohlgefallen. Dieser König Ahas hat zum einen die Häuser der Oberen geplündert, er hat das Haus des Herrn geplündert, er hat ein zuchtloses Wesen aufkommen lassen, er hat fremden Göttern geopfert, und er hat letztendlich die Tür des Herrn zugeschlossen. Und als sein Sohn Hiskia an die Macht kam, hat er sofort alle Mißstände wieder in Ordnung bringen wollen. Sofort am ersten Tag hat er begonnen, und er hat seinen Leviten zugesprochen 2. Chronik 29,5: "Hört mir zu ihr Leviten, heiligt euch nun, daß ihr weihet das Haus des Herrn, des Gottes eurer Väter und tut heraus den Unrat aus dem Heiligtum". Das hat er beordnet. Er hat angefangen, all diese Greuel wegzutun, all die Mißstände wegzutun und wieder einen Gottesdienst herzustellen nach den Ordnungen des Alten Testaments. Auch später hat er zu den Leviten gesagt: Seid nicht lässig, in dem, was ihr tut. Ihr seid von dem Herrn berufen, ihr seid auserwählt und des Herrn. Tut euren Dienst in rechter Weise. Und ich denke, auch für uns ist das wichtig, daß wir alles, was wir vor dem Herrn tun, nicht lässig tun. Es heißt von ihm: Er hat den rechten Gottesdienst wieder hergestellt.
Was ist unser Gottesdienst? Wie schaut unser rechter Gottesdienst aus?
Wir kommen jetzt zum Neuen Testament:
In erster Linie ist die Heiligung Gottes Werk, es ist nicht unser Werk! Hier geht es nicht mehr um bestimmt Rituale sowie die Kleiderwaschung, sondern hier geht es um Jesus Christus. Jesus hat sich selbst für uns geheiligt und er hat ein Leben geführt im Gehorsam bis zum Tod am Kreuz. Im 1. Kor. 1,30 heißt es: "Durch ihn aber seid ihr in Christus Jesus, der uns von Gott gemacht ist zur Weisheit und zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlösung." Und 1. Kor. 6,11: "Und solche sind einige von euch gewesen", er meint damit, was er in den vorhergehenden Versen sagt und zwar Götzendiener, Ehebrecher, Lästerer, Geizige, Räuber usw.
"Und solche sind einige von euch gewesen, aber ihr seid reingewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerecht geworden durch den Namen des Herrn Jesus Christus und durch den Geist unseres Gottes." Das bedeutet, daß die Heiligung den ganzen Einsatz der Gläubigen fordert. Als Gläubiger, als Christ, als Heiliger hast du kein Recht mehr, über dein eigenes Leben zu verfügen. Genau das steht im Korintherbrief, daß wir nicht mehr über uns selbst verfügen sollen, daß wir uns nicht selbst leben sollen. Wir oft hört man heutzutage: Ich will mein Leben leben, wie ich will. Aber wenn du ein Nachfolger Jesu Christi bist, dann hast du kein Anrecht mehr, über dein Leben zu verfügen. Und zweitens:
Die Welt hat keinen Anspruch mehr auf dich. Es steht im Galater: Du bist der Welt gekreuzigt. Die Welt hat keinen Anspruch mehr auf dich. Du bist verschrieben unserem Herrn. So wie du vor deiner Bekehrung dem Teufel verschrieben warst mit deinem gottlosen Leben, so bist du jetzt dem Herrn verschrieben, dem Herrn verpflichtet, du bist heilig dem Herrn. In Römer 6,19 steht: "Ich muß menschlich davon reden, um der Schwachheit eures Fleisches willen. Wie ihr eure Glieder hingegeben hattet an den Dienst der Unreinheit und Ungerechtigkeit zu immer neuen Ungerechtigkeit, so gebt nun eure Glieder hin an den Dienst der Gerechtigkeit, daß sie heilig werden." Oder 1.Thess. 4,3: "Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung."
Ich möchte gerne wissen, wie oft das Vater unser auf Erden gebetet worden ist bis zum heutigen Tag. Wie oft wir eigene Gebete haben, in denen wir sprechen: Dein Wille geschehe. Wie oft mag dieser Satz vor dem Herrn schon ausgesprochen worden sein. Herr, dein Wille geschehe! Und wie oft sagen wir: "Herr, das ist das Beste, wenn Dein Wille geschehe. Wir wissen ihn vielleicht nicht, aber es ist das Beste für uns." Und wenn wir fragen nach dem Herrn: "Herr, was ist dein Wille?",
dann haben wir hier eine Antwort Schwarz auf Weiß. Das ist die Antwort Gottes: Eure Heiligung. Und Paulus fügt noch etwas hinzu, er wird noch konkreter: .."daß ihr meidet die Unzucht, und ein jeder von euch seine eigene Frau zu gewinnen suche in Heiligkeit und Ehrerbietung, nicht in gieriger Lust wie die Heiden, die von Gott nichts wissen."
Mir sagte einmal ein Christ, der unsere Gemeinde zum ersten mal besuchte:
Du, in den Reihen vor mir saßen einige Männer und als dort Frauen vorbeigingen, sind auf einmal ihre Augen immer weiter vorgetreten, es war ein bißchen Gier mit drin.
Doch hier in dem Wort steht drin: Jeder soll seine eigene Frau zu gewinnen suchen, jeder soll seine eigene Frau haben. Und manchmal gibt es solche , die zwar die Frau zu gewinnen suchen, aber dann vielleicht nicht, bis daß der Tod sie wieder scheidet, sondern nur für gewisse Zeit. Aber Gott hat gesagt, wir sollen den Bund der Ehe schließen und dann bis zum Ende, bis daß der Tod uns scheidet, zusammenbleiben. Es heißt: Heiligt den Herrn in euren Herzen. Ich kann kein geteiltes Herz haben. Ich kann nicht zu Gott sagen: Herr, ich lieb dich mit halbem Herzen. Oder: Ich begegne Dir, mit halbem Herzen. Es ist eine Entscheidung für uns, ihn ganz zu lieben. Ein halbes Herz, das reicht schon für die Ehe nicht. Ich kann nicht zu meiner Frau sagen: Ich liebe Dich, und schau so nebenbei, wer so alles an mir vorbeiläuft. Viele kennen den Ausspruch (und manche glauben dann auch noch, daß sie eine gute Ehe führen): Auswärts kann man sich Appetit holen, aber gegessen wird zuhause. Ich denke, daß ist der Anfang vom Ende. Und ich hoffe, daß das nicht unter uns Christen vorkommt, sondern daß wir starke Ehen haben. Wir haben unsern Herrn, zu dem wir täglich flehen dürfen, daß er unsere Ehe segnet, daß er uns stärkt in unserer Ehe, daß wir auch die Tiefen unserer Ehe durchhalten.
Ich denke so an meine Ehe, und wir haben damals gelebt als Ungläubige. Und meine Ehe hing so an dem seidenen Faden. Wir haben spüren dürfen, daß Gott für unsere Ehe ein Gott der letzten Minute war. Vielleicht war es sogar schon die letzte Sekunde. Aber Gott hat uns bewahrt davor, auseinanderzugehen als Ungläubige. Erst hat meine Frau zum Herrn gefunden, dann hab ich zum Herrn gefunden. Und als junger Christ hab ich immer so gedacht: Ja, meine Ehe wird immer besser. Und dann hab ich auf der Arbeit erzählt..und mein Arbeitskollege sagte dann: Hey, du hast doch sonst nicht so von deiner Frau geschwärmt und hattest doch auch mal gesagt, daß deine Ehe gar nicht besonders ist. Und ich so: Achso, ja das war, bevor ich Jesus kennengelernt habe, aber jetzt, wird?s immer besser in unserer Ehe. Das war am Anfang unseres Glaubeslebens. Und später hab ich fast ein bißchen angegeben. Da sagte ich ihm: Weißt du was, und wenn ich sogar an der Bettkante einer anderen Frau sitzen würde, ich würde aufstehen und sagen zu der Frau: Das ist nicht in Ordnung, ich folge Jesus nach und würde gehen. Man könnte sich fast an den Kopf schlagen!! Ich hab dann Buße getan vorm Herrn. Ich hab gesagt: Herr, was hab ich da nur erzählt, erstens mal, will ich gar nicht soweit kommen, und ich preise dich, wenn du mir hilfst dabei. Ich glaube, du würdest jetzt wahrscheinlich sagen: Du Narr! Du Tor! Du hast dich geistlich total überschätzt! Welche ein Hochmut.
Ich habe Buße darüber getan, und der Herr hat meine Ehe gesegnet. Preis den Herrn!
Aber es kann wirklich passieren, egal in welchem Stadium wir uns befinden, ob als junger Gläubiger oder doch schon als erfahrener Christ, wo man doch schon soviel mitgemacht hat, daß wir uns geistlich überschätzen. Und zum anderen, daß wir die Anziehungskraft des Bösen unterschätzen. Ich lese euch ein Beispiel vor:
Marc, ein Jugendpastor wollte Jennifer helfen. Sie hatte eine ungute Beziehung zu einem Mann und fand zu Hause keine Unterstützung. Ihre Eltern waren nur mit sich selbst beschäftigt. Marc tat sie so leid, daß er sich immer mehr um sie kümmerte. Auch er wurde von Mitgliedern aus der Gemeinde gewarnt, schließlich war er ein verheiratete Mann. Aber er distanzierte sich davon, einer mußte dem jungen Mädchen doch deutlich machen, daß Jesus sie liebte. Deshalb wollte Marc sie auf keinen Fall im Stich lassen, wie es alle andern getan hatten. Einige Jahre später erhielt der Vorsitzende des Gemeindekirchenrats einen Anruf von Jennifers Studentenpfarrer. Jennifer hatte in einer anderen Stadt mit dem Studium begonnen, war inzwischen im Glauben sehr gereift und hatte ihm berichtet, daß sie mit Marc eine sexuelle Beziehung gehabt hatte. Die Konsequenzen waren verheerend. Marc, der gerade eine große verantwortungsvolle Position übernehmen sollte, wurde von der Gemeinde entlassen und seine Ordination widerrufen. Die Familie war verzweifelt.
Und in einem Buch hab ich von einer Begebenheit gelesen: Ein Pastor einer Gemeinde hat Ehebruch begangen mit der Frau eines Ältesten seiner Gemeinde. Soweit kann es kommen. Ich hoffe, daß es nur ein kleiner Prozentsatz ist, aber auch hier haben bestimmt Paare sich in einer gewissen Weise überschätzt, und die Anziehungskraft des Bösen unterschätzt. Ich denke, daß keiner mit Absicht so an diese Sache herangegangen ist, um sein Leben zu zerstören, um solchen Schaden davonzutragen. Aber die Anziehungskraft des Bösen ist da, und wir müssen gewappnet sein. In manchen Dingen gehen wir vielleicht zu naiv vor. Sie hatten sich vielleicht schon gewisse Antworten zurechtgelegt: Ich geh schon nicht zuweit, ich hab mich doch im Griff, oder ein bißchen darf ich mir doch auch gönnen, oder es ist schon nicht so schlimm. Ich glaube, da kommen manchmal Lügen in uns, die uns die Sache naiv betrachten lassen und dann kommts zum bitteren Ende. Hochmut kommt vor dem Fall. In meinem Beispiel hab ich Gott sei Dank noch die Kurve gekriegt, wo ich sagte: Herr, was ist das für ein Hochmut, was kommt da in mir hoch?
Nochmal 1. Thess. 4,7: "Denn Gott hat uns nicht berufen zur Unreinheit sondern zur Heiligung." Vorher hieß es: Es ist Gottes Wille, die Heiligung. Und hier sagt er, daß wir berufen sind zur Heiligung, nicht zur Unreinheit.
Ich denke, daß Gott jedem Antwort geben wird, wenn er mit diesem Gebet vor Gott kommt und sagt: Herr, zeige mir, wo ist mein Platz im Reich Gottes, wo ist meine Berufung, wo willst DU mich haben. Dann wird Gott antworten. Aber eine Berufung haben wir alle: uns zu heiligen. Danach noch heißt es: "Wer das verachtet, der verachtet nicht Menschen, sondern Gott, der seinen Heiligen Geist in uns gibt."
Wenn etwas Unreines ist in deinem Leben, dann verachtest Du Gott, nicht den Menschen. Wir sollen uns heiligen, und nicht unrein leben.
Wir entschließen uns dazu, die Sünde immer mehr zu hassen und uns immer mehr zu heiligen. Und es wird uns etwas kosten. Es wird uns viel kosten. Ich möchte nächstes Jahr wieder hier stehen, und erleben, daß ihr mit mir sagt: Der Herr hat in unserer Mitte Großes getan, er hat ein Wunder getan, weil wir uns geheiligt haben, geheiligt dem Herrn!
Zum Abschluß möchte ich euch noch zwei Bibelstellen vorlesen:
Römer 12, 1-2: (das eine war der rechte Gottesdienst im Alten Testament, und hier lesen wir, wie er im Neuen Testament aussehen soll): "Ich ermahne euch nun, liebe Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes, daß ihr eure Leiber hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig ist. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst. Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene." Es geht hier nicht darum, daß der Gottesdienstraum schön aussehen soll, da eine Pflanze, oder dort der Stuhl schön in der Reihe oder daß Teppichböden da sind. Das alles steht da nicht. Es steht auch nicht, in welcher Art und Weise uns das Lobpreisteam in den Lobpreis führt, oder von irgendeiner Reihenfolge von Liedern oder des Gottesdienstes. Also, nichts von Reihenfolge, von der Beschaffenheit des Hauses, nichts von Art der Lieder.
Hier steht: Der rechte Gottesdienst betrifft unsere Leiber, unser Leben! Da steht, wir sollen unsere Leiber hingeben als lebendiges Opfer, als Gott wohlgefällig, als Gott heilig. Heiligung, immer mehr werden, wie Jesus uns meint. Jesus hat uns einen so großen Maßstab gegeben, wir werden nie so werden wie Jesus, aber wir haben Stufen über Stufen und Möglichkeiten, ihm immer ähnlicher zu werden. Und das haben wir alle nötig.
Und dann noch Hebräer 12,14: "Jagt dem Frieden nach mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird." Ein schweres Wort. Wir sollen nachjagen. Was hat vorher Hiskia zu den Leviten gesagt: Tut euren Dienst nicht lässig. Wir sollen nicht sagen: Ja, ich weiß schon über sein Wort bescheid und mach ein bißchen was von dem und ein bißchen was, von dem.. Nein. Er hat gesagt: Jagt dem Frieden nach mit jedermann und da gehört auch dazu: Jagt der Heiligung nach, ohne die niemand den Herrn sehen wird. Ich denk, es muß wieder brennen in unserm Herzen, zu sagen: Ja, nach dem will ich jagen, ich will immer mehr Jesus ähnlicher werden.
ER ist der König der Könige, er ist der HERR der Heerscharen. Nichts wird geschehen durch Heer oder Kraft, sondern durch seinen Geist. Und ist es der Herr nicht wert, daß wir uns heiligen in seinem Namen? AMEN.
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Ein Artikel von Glaube.de
Predigtabschrift und Zusammenfassung: Corinna Winkler
Die Weiterverwendung bedarf der Zustimmung der Autoren
Autor: Franz Haselbeck, CZM
Quelle: Kassette/Mit freundlicher Genehmigung vom CZM / www.czm.de
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