Gott sucht den Sünder aber er hasst die Sünde
Gott ist gerecht
Schuldig vor Gott, na und? Wird Gott in seiner großen Gnade und Güte nicht meine kleinen Übertretungen und Patzer verzeihen? Drückt er am Ende nicht doch noch ein Auge zu? Diese Fragen müssen eindeutig mit Nein beantwortet werden.
Denn Gott ist zwar gnädig, aber er ist ein gerechter und heiliger Gott und er muss uns für unsere Übertretungen bestrafen. Er kann uns nicht bei sich aufnehmen und ewiges Leben geben, weil er die Sünde, die uns anhaftet, nicht bei sich dulden kann.
Gott bekämpft Sünde
Im alten Testament können wir an vielen Stellen sehen, wie kompromisslos Gott die Sünde, also die Abwendung von ihm, bekämpft. Er vernichtete fast die ganze Menschheit durch die Sintflut oder auch ganze Städte, wie z.B. Sodom und Gomorra, weil die Menschen sich nicht an sein Gebot hielten und in einem fort sündigten. Paulus sagt auch im Römerbrief: Der Sünde Sold ist der Tod (Römer 6, 23).
Gott liebt uns
Keiner von uns hätte also etwas zu lachen, wenn nicht Jesus Christus auf die Welt gekommen wäre. Erst mit ihm brach das Zeitalter der Gnade, von der das Neue Testament bestimmt ist, an. Das heißt wir können trotz unserer Sünde zu Gott kommen und ein ewiges Leben bei ihm führen anstatt für immer verloren zu sein. Das ist aber nur durch Gottes große Liebe zu den Menschen möglich. Gott liebt uns nämlich trotz unserer Sünde und gibt uns in Jesus Christus, seinem eigenen Sohn,die Möglichkeit, doch noch zu ihm zu kommen. Nur durch die Vergebung Jesu Christi können wir ein ewiges Leben bei Gott bekommen.
Vergebung
Was ist eigentlich Vergebung: Jesus trägt die Strafe, die wir für unsere Sünden verdient hätten. Er nimmt die Schuld von allen Menschen auf sich. Er kann dies tun, weil er selber ohne Schuld war und deshalb keine Strafe verdient hat. Es findet also gewissermaßen ein Tausch statt: Jesus trägt unsere Strafe und wir werden straffrei. Dieses Angebot Jesu richtet sich an jeden Menschen. Jeder hat also die Möglichkeit, seine Sünden an Gott abzugeben. Er muss dieses aber persönlich und ganzbewusst tun. Ein allgemeines Ritual, wie z.B. die Kindertaufe, bei der man keine persönliche Entscheidung trifft, nützt verständlicherweise nichts. Jeder Mensch kann ganz persönlich zu Jesus beten und ihn um Vergebung bitten. Er wird keinen abweisen, der es wirklich ernst meint.
Gott bleibt Gott
Das Verhältnis von Gott zum Menschen scheint also im Neuen Testament wesentlich einfacher und entspannter zu sein als im Alten Testament. Das ist auch richtig so. Aber es wäre völlig verkehrt, anzunehmen, dass sich Gott geändert hat. Er ist immer noch der gleiche heilige, gerechte und vollkommene Gott, der keine Sünde bei sich dulden kann. Deshalb können wir auch nur durch die Vergebung Jesu zu ihm kommen, wenn wir also ohne Sünde sind.
Neues Leben
Wenn wir zu Jesus kommen, wird uns nicht nur unsere Schuld vergeben, sondern uns wird ein komplett neues Leben geschenkt. Man spricht davon, wie auch in obigem Bibeltext genannt, dass wir von neuem geboren werden. Das bedeutet, dass wir von Gott verändert werden, so dass wir ihm immer mehr nachfolgen und immer ähnlicher werden können und wollen. Aus Dankbarkeit und Liebe Jesus gegenüber haben Christen den Wunsch, Gott gehorsam zu sein und ihm zu dienen. Das
Gesetz wird von ihnen nicht mehr als Belastung angesehen, sondern sie verstehen immer mehr, dass die Regeln, die Gott aufgestellt hat, wirklich gut und sinnvoll sind.
Gottes Wille
Da auch Christen Menschen sind, vermögen auch sie es nicht, Gottes Wort vollkommen zu gehorchen und ohne Sünde zu bleiben. Aber das Gesetz gilt nach wie vor. Wir werden zwar nicht durch Erfüllung des Gesetzes, also das Halten der Gebote, sondern allein durch die Gnade Gottes, nämlich die unverdiente Vergebung, gerecht, aber Gott möchte dennoch, dass wir als Christen die Gebote beachten. Christen sollen also nach Gottes Willen leben, und wie wir oben schon einmal erwähnt haben, wollen wirkliche Kinder Gottes dies auch. Sie wollen Gott nämlich ihr ganzes Leben zur Verfügung stellen und keinen Bereich behalten, in dem sie selber bestimmen wollen. Eine Bekehrung hat also immer Umkehr zur Folge, dass man also einen als schlecht erkannten Weg nicht weitergeht und auch gar nicht weitergehen will. Im Neuen Testament sehen wir dies auch am Beispiel des Zöllners Zachäus, der all das Unrecht, dass er anderen Menschen angetan hatte durch eine vierfache
Rückzahlung gut machen wollte (Lukas 19, 18). Er fuhr nicht in seinem unrechten Wandel fort, sondern seine Bekehrung wirkte sich auf sein Leben aus. Ebenso sagte Jesus zu einer Ehebrecherin, der er zuvor vergeben hatte:"Sündige hinfort nicht mehr." (Joh 8, 11)
Wahres Leben
Auch ich kann aus meinem eigenen Leben bestätigen, dass ein Leben nach Gottes Geboten viel mehr Freude macht. Ich habe gar nicht das Bedürfnis, so viel wie möglich mitnehmen zu wollen und meine Grenzen bis zum äußersten auszureizen, weil ich weiß, dass Gottes Regeln gut für mich sind und mein eigenes Christsein nur fördern. Weil Jesus mich zuerst geliebt hat, kann auch ich ihm Liebe entgegenbringen. Aus dieser Liebe heraus und aus Dankbarkeit für seine Gnade möchte ich ihm
so gut dienen wie ich kann. Natürlich gelingt auch mir das nicht immer und ich mache immer noch zu viele Fehler. Ich bin nicht glücklich über meine Unzulänglichkeit, aber ich weiß auch, dass meine Errettung nicht von meiner Perfektion, die ich ohnehin nicht habe, abhängt, sondern allein von Gottes großer Gnade und Liebe. Man darf den Ausgangsbibeltext, indem ja steht, dass wer von Gott geboren ist, nicht sündigt, nur so verstehen, dass Christen durch ihr neues Leben von Gott zwar den Wunsch haben, nicht mehr zu sündigen, es aber dennoch manchmal tun. Sie haben aber keine Freude mehr an der Sünde.
Gott hilft uns
In unserem ursprünglichen Bibeltext steht auch, dass Gott den von ihm Geborenen bewahrt und der Böse ihn nicht antastet. Gott hilft also seinen Kindern (den Christen), seine Gebote zu halten und verändert sie dahingehend, dass sie ihm gerne dienen. Gott ist stärker als der Böse (der Teufel) und hat deshalb mehr Macht über uns als jede Sünde und alle Versuchungen. Deshalb können wir ihn um Hilfe bitten. Auch sehr starke Bindungen und Sünden, von denen wir schwer loskommen sind niemals stärker als Gott. Er kann uns immer helfen. Keiner kennt uns genauer als er und er wird uns stets zur Seite stehen, wenn wir ihn darum bitten. Denn Gott ist da und er ist um so spürbarer für uns, wenn wir ihm und seinem Gebot immer mehr Raum in unserem Leben geben. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass ein auf Gott ausgerichtetes Leben nur gut für uns ist.
Quelle: www.c-mag.de






