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01-01-08

Greg Albrecht: Er schllug sein Zelt unter uns auf

Er schlug sein Zelt unter uns auf

Die Tatsache, dass Gott Fleisch wurde, dass er sein Zelt unter uns aufschlug, ist überaus wichtig. Sie bedeutet unser Heil.

von Greg Albrecht


„Und das Wort ward Fleisch [Mensch] und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit“ (Joh 1,14).

Er schlug sein Zelt unter uns auf – das ist die buchstäbliche Bedeutung von „er wohnte unter uns.“ Unser menschlicher Verstand kann nicht verstehen, wie Jesus durch die direkte Einwirkung Gottes geboren wurde. Aber die Tatsache, dass Gott sein Zelt unter uns aufschlug, dass er kam, um unter uns zu leben, ist überaus wichtig. Sie bedeutet unser Heil.

Ironischerweise geschah die Geburt Jesu ohne Fanfaren. Die meisten Menschen verstanden nicht, dass Gott in die Dimensionen von Zeit und Raum eingetreten war. Das erinnert mich daran, wie der Karikaturist H. T. Webster das 100jährige Jubiläum der Geburt von Abraham Lincoln feierte. Webster bildete abermals Ereignisse nach, die Lincolns Geburt umgaben, indem er zwei Förster aus Kentucky darstellte, die sich auf einem schneebedeckten Pfad in der Wildnis trafen.

Die zwei Förster tauschten Nachrichten von der Vereidigung des neuen amerikanischen Präsidenten James Madison aus. Sie fragten sich, wie viel von Europa Napoleon Bonaparte würde erobern können. Schließlich sprachen sie über Angelegenheiten in ihrer Kommune. Einer der Männer erwähnte, dass im Hause von Tom Lincoln ein Baby geboren worden war. Dann stimmten sie darin überein, dass in ihrem Winkel der Welt nie etwas passiert war, das irgendwelche größeren Auswirkungen hatte.

Es mag in Bethlehem so ähnlich gewesen sein. Das Leben schien immer gleich zu verlaufen. Nichts Neues; lediglich eine weitere Geburt. Josef und Maria waren stolze Eltern und sie waren gerade in der Kleinstadt angekommen. Nach der Geburt kamen Fremde aus einem fernen Land an und brachten dem Baby Geschenke.

Matthäus erzählt uns, dass die Weisen aus dem Morgenlande zuerst nach Jerusalem gezogen waren. Sie wussten, dass der König der Juden geboren werden sollte und sie kamen, um Geschenke zu bringen. Die obersten Priester und Schriftgelehrten wiesen sie nach Bethlehem. König Herodes fühlte sich verständlicherweise bedroht, dass jemand anders „König der Juden“ genannt werden sollte. Er gab den Befehl, alle männlichen Babys in Bethlehem zu töten. Um sicher zu gehen, befahl er seinen Männern, in der Umgebung von Bethlehem alle Jungen, die zweijährig und darunter waren, zu töten. Ein Engel wies Josef an, Maria und Jesus zu nehmen und zu flüchten. So wurde die junge Familie zu Fremdlingen in Ägypten, dem Land, das einmal ihr Volk versklavt hatte. Sie blieben dort bis Herodes gestorben war.

Ausländer und Fremdlinge. Voll Mühen auf dem Weg durch die Wüste. Voll Sehnsucht nach dem Gelobten Land. Flüchtlinge. Es klingt alles so wie in der heutigen Welt. Christen sind berufen, Bürger eines anderen Reiches zu sein, Ausländer und Fremdlinge in „Babylon“. Unser Leuchtfeuer der Hoffnung, unsere Quelle des Lichts, ist der Eine, der sein Zelt unter uns aufschlug.

Johannes sagt uns, dass Jesus „voller Gnade und Wahrheit“ war. Gnade ist ein kraftvolles und komplexes Wort, das oft missverstanden wird. Es spricht von bedingungsloser Liebe für jene, die sie nicht verdienen. Liebe für den Flüchtling und Ausländer. Liebe, die zu unserer Befreiung eilt – rettende Liebe. Gnade spricht von Geben und Großzügigkeit. Paulus spricht von den Reichtümern von Gottes Gnade. Gnade beschreibt mit einem Wort die Art und Weise, wie Gott mit uns umgeht, indem er uns so sehr liebt, dass er in Jesus sein Zelt unter uns aufschlug und für uns starb.

Die Weisen aus dem Morgenlande kamen mit Geschenken. Aber das größte Geschenk war bereits angekommen. Dieses Geschenk wurde in seiner Fülle am Kreuz und in der Auferstehung aus dem Grab gegeben. Das Heil, die Erlösung, ist das größte Geschenk. Wenn Sie Nöte, Verletzungen, Sorgen und Probleme haben, verzagen Sie nicht – Gnade ist verfügbar. Wenden Sie sich an den Herrn, den König der Könige und den Herrn der Herren. Er ist die Antwort.

Schauen wir uns nochmals Johannes 1,14 an, diesmal aus „The Message“ (Die Botschaft), dem Neuen Testament in modernem Englisch. Der Autor Eugene H. Peterson hat das Neue Testament in der Sprache und den Redewendungen des Spielplatzes und Marktplatzes formuliert, vergleichbar der alltäglichen griechischen Ausdrucksweise, die im ganzen Neuen Testament verwendet wird. Peterson hat versucht, uns etwas Entsprechendes zu geben. Seine Übersetzung von Johannes 1,14 mag Ihnen verstehen helfen, dass Gott in der Person Jesu kam, um mit uns zu sein und uns von Sünde zu befreien: „Das Wort wurde Fleisch und Blut und zog in unsere Nachbarschaft ein. Wir sahen seine Herrlichkeit mit unseren eigenen Augen, eine Art von Herrlichkeit wie der Vater und der Sohn sie haben, großzügig im Herzen und auch äußerlich, wahrheitsgetreu vom Anfang bis ans Ende.“

 

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Ein Artikel von www.glaube.de
Autor: Greg Albrecht
Veröffentlichungen bedürfen der vorherigen Genehmigung der Autoren.
Ein WKG Artikel mit freundlicher Genehmigung:
Stiftung Weltweite Kirche Gottes in Deutschland
Foto: WKG Bild
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