Jeb Egbert: Unsere Verantwortung - Kindern Worte der BIbel mitgeben

Doch fast sofort kam mir eine Bibelstelle in den Sinn: “Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind.” Mich überkam ein Gefühl von Ruhe und Frieden. In meiner intensiven Bedürftigkeit hatte Römer 8, 28 mein Inneres durchströmt.
Ganz gleich, wie Sie es tun: Kindern helfen, sich mit der Bibel vertraut zu machen lernen, ist eine wichtige Verantwortung für christliche Eltern und Erzieher.
Ich war Gott dankbar, dass er der Tröster ist, wie er in Johannes 14 genannt wird, und erstaunt darüber, dass mir diese Bibelstelle in einem schwierigen Moment eingefallen war. Da wurde mir schlagartig klar, wie wertvoll die Arbeit meiner Eltern war, ihren Kindern das Wort Gottes mitzugeben. Wahrscheinlich dachten sie nie bewusst: „Diese auswendig gelernte Schriftstelle wird Jeb eines Tages wieder einfallen, wenn er sie am meisten braucht.“ Doch genau das war geschehen.
Welche Mittel und Wege gibt es, um unseren Kindern oder Enkeln zu helfen, sich mit der Bibel vertraut zu machen und sich Schriftstellen einzuprägen, die Worte des Lebens enthalten?
Ein wirksames Mittel, besonders bei kleineren Kindern, sind lustige Lieder auf der Basis von Bibeltexten. Meine Kinder haben sich alle Bücher der Bibel mit Hilfe eines Liedes gemerkt.
In meiner Kirche ermutigt der Gottesdienstleiter die Mitglieder oft: „Singt die Worte Got tes in ihre Herzen.“ Viele Male in der Wo che merke ich, wie ich innerlich ein Lied nachsinge, das wir im Sonntagsgottesdienst gesungen haben.
Es gibt Websites mit altersgerechter Musik und Liedern für Kinder, die ihnen helfen, sich Bibelverse einzuprägen oder biblische Personen und Geschichten kennen zu lernen. Ein anderer Vorschlag ist, eine Zeit in der Woche zu finden, in der die Familie sich zum Bibelstudium versammeln kann. Eine neuere
Bibelübersetzung wie z.B. die [Gute Nachricht] ist sogar für kleine Kinder relativ leicht zu verstehen.
Als unsere Kinder noch kleiner waren, nahmen meine Frau und ich uns vor, ihnen die gesamte Bibel vorzulesen. Wir stellten fest, dass das Frühstück eine gute Zeit dafür war. Wir wollten nicht im Eiltempo vorwärtskom-
men, sondern uns jeden Tag nur ein paar Verse vornehmen. Nachdem ich einen oder zwei Verse gelesen hatte, stellte ich meinen Kindern Fragen, um zu sehen, was sie über diese Passagen dachten.
Als ich Kind war, gaben meine Eltern meiner Schwester und mir Bibelkarten zum Auswendig lernen. Damals empfand ich das als Plackerei, doch inzwischen bin ich dankbar, dass meine Eltern sich die Zeit dafür genommen haben. Viele der Schriftstellen, die ich mit ihnen lernte, haben mir in schwierigen Zeiten Beruhigung und Trost gebracht.
Ganz gleich, wie Sie es tun: Kindern helfen, sich mit der Bibel vertraut zu machen, ist eine wichtige Verantwortung für christliche Eltern und Erzieher. In seinem Buch Revolutionary Parenting schreibt George Barna:
„Die meisten unserer Kinder sind Bibel-Analphabeten.“
Doch das muss nicht auf Ihren Haushalt zutreffen. Wenn Sie einmal über all die
Dinge nachdenken, die die Köpfe unserer Kinder füllen könnten, was ist dann besser oder wichtiger als die zeitlosen Worte der Bibel?
Im Mittelpunkt der Arbeit von Jeb Egbert steht seit 30 Jahren der Dienst für Jugend und Bildung. Er hat viel Zeit im Camp Ministry verbracht und in der Sekundar- und Hochschulstufe unterrichtet. Er promovierte an der Texas A & M in Erziehungswissenschaften. Zurzeit ist er Vice President of Academic Affairs an der Argosy University in Southern California.
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Autor: Jeb Egbert, mit freundlicher Genehmigung:
Stiftung Weltweite Kirche Gottes in Deutschland
Textbearbeitung:Jürgen Motzkus Redaktionsmitarbeiter Glaube.de
Foto: sxc.hu
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