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23-12-08

Kerstin Hack: Krisen als Chancen

"Und führe uns nicht in Versuchung!" heißt es im Vaterunser.
Was ist damit gemeint? Wenn wir von "Versuchung" reden, dann kommt uns sofort der Werbeslogan "die zarteste Versuchung seit es Schokolade gibt" in den Sinn. Auch wenn Jesus sicher nicht an Süßigkeiten dachte, als er von Versuchung sprach, ist das Grundprinzip der Versuchung doch gleich.


"Führe uns nicht in Versuchung!" könnte man auch übersetzen: Bewahre uns in Situationen, die uns verleiten können, in falscher Weise zu reagieren, "schwach zu werden" oder zu sündigen."

Versuchung an und für sich ist noch keine Sünde. Wenn der Geldbeutel eines Millionärs griffbereit ist, eine sexy Frau an Dir vorbei läuft oder die Examensarbeit des Mitstudenten mit den richtigen Antworten vor Dir liegt, sind das Versuchungen. Aber erst Deine Reaktion entscheidet, ob es Sünde wird! Wenn Du in Sünde hineingeraten bist, weißt Du es meistens ebenso schnell, wie wenn Du in Hundekot getreten bist. Es stinkt Dir, dass Du nicht so gelebt hast, wie Jesus es will und es tut Dir leid.

"Mehr als alles achte auf Deine Gedanken, denn sie entscheiden über Dein Leben." Sprüche 4,23

Versuchung, falsch zu handeln: Falsches Handeln ist in der Regel relativ leicht zu erkennen, weil die Bibel uns klare Maßstäbe gibt, was richtig ist und was nicht. Der geniale CD-Player im Laden gehört dem Ladeninhaber und es ist von Gottes Geboten her klar, dass man ihn nicht mitnehmen kann - auch wenn man versucht ist, es zu tun. Gleiches gilt für einen Mann/eine Frau, mit der man nicht verheiratet ist oder das Wissen des Banknachbarn, der die Examensfragen besser beantworten kann als man selbst.

Versuchung falsch zu denken: Sünde in Gedanken ist oft schwerer zu erkennen als offensichtliche "Tatsünden". Viele Gedanken (z.B. negative Gedanken, Ärger, Hoffnungslosigkeit, Zweifel, dunkle Gedanken, Unzufriedenheit, Groll) erkennen wir gar nicht als Sünde, obwohl die Bibel sie klar Sünde nennt.

Schreibe auf:

Jeremia 32,17: Was ist für Gott unmöglich?

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Matthäus 19,26: Was ist bei Gott möglich?

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Matthäus 17,20: Gibt es etwas, was für uns unmöglich ist, wenn wir Gott glauben?

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In einem Kinderlied heißt es: "Gott kann alles, nur eines kann er nicht - er kann nicht enttäuschen, die ihm vertrauen!"

Gott kann alles - und er will, dass wir ihm alles zutrauen.

"Freude kann Gott aber nur an jemanden haben, der ihm fest vertraut! Ohne Glauben ist das unmöglich. Wer nämlich zu Gott kommen will, muss darauf vertrauen, dass es ihn gibt, und dass er alle belohnen wird, die ihn suchen und nach seinen Willen fragen!" Hebräer 11,6

Schreibe auf:

An welchen Leuten hat Gott Freude?

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Was ist die Vorraussetzung um zu Gott zu kommen?

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Lies Hebräer 11, 4-10 und schreibe Dir auf, was die Menschen, die hier beschrieben sind, gemeinsam hatten:

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Alle Personen, die in Hebräer 11 erwähnt sind, werden als "Glaubenshelden" bezeichnet, weil sie in einer schwierigen Situation nicht auf die Probleme und Umstände gesehen haben, sondern Gott vertraut haben. Sie haben Gottes Wort mehr geglaubt, als den Umständen um sie herum.

Der Glaube von welcher Person beeindruckt Dich besonders?

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Warum?

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Wenn wir Gott glauben, werden wir ihn handeln sehen. Wenn wir Gott nicht glauben dann nicht. Und wir enttäuschen ihn und verpassen Abenteuer des Glaubens, die wir mit ihm erleben könnten. Die Israeliten haben es Gott nicht zugetraut, dass er ihnen das Land, das er ihnen versprochen hat, wirklich geben kann. Sie versperrten sich durch den Unglauben den Zugang zu dem, was Gott ihnen gerne schenken wollte. Sie kamen nicht hinein! Gott ist frustriert, weil er ihnen etwas Gutes geben will und sie ihm nicht vertrauen.

In Gottes Augen ist mangelndes Vertrauen ebenso Sünde wie Ehebruch oder Diebstahl (4.Mose 14) In Krisen musst Du entscheiden, wie Du reagieren willst. Du kannst entweder Gott misstrauen oder die Situation als Chance sehen, Gott zu erleben! Die Bedeutung des griechischen Wortes "Chrisis" ist "Entscheidung" - eine Krise ist eine Situation, in der sich entscheidet, wie es weitergeht - bergauf oder bergab. Du kannst gemeinsam mit Gott Krisen zum Positiven wenden!

Zu seinem Freund Mose sagte er enttäuscht: "Wie viele Wunder habe ich vor ihren Augen getan und sie vertrauen(im Hebräischen ist Vertrauen das gleiche Wort wie für Glauben) mir immer noch nicht!" (4.Mose 14,11)

Wenn Du einen Lebenstil des Glaubens erlernen willst, bete folgendes Gebet:

"Jesus, ich entscheide mich, in Zukunft Krisen als Gelegenheiten zu sehen, in denen ich Dich erleben kann. Ich will in Krisen mit Glauben reagieren und gemeinsam mit Dir das Beste aus der Situation machen! Ich will Dich erleben!"

Glaube bedeutet nicht, dass Gott Dich vor jeder schwierigen Situation bewahrt und Du keine Probleme mehr hast. Glaube bedeutet, dass jede Situation das Potential hat, Gott tiefer zu erleben. Jesaja 43, 1-2 z.B. spricht von schwierigen Situationen, durch die Gott uns hindurchbringen wird. Hebräer 11, 32-34 spricht von Menschen, die Gott auch in Extremsituationen treu geblieben sind.

Schritte des Glaubens gehen

In welchen Situationen der letzten Zeit ist es Dir nicht eingefallen, Gott zu vertrauen?

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Bitte Gott um Vergebung für Deinen Zweifel!

Entscheide Dich dafür, Gott in dieser Situation erleben zu wollen! Teile es ihm mit! Gibt es eine Bibelstelle oder Geschichte in der Bibel oder von Menschen, die Du kennst, die Dich ermutigt, in dieser Situation Gott zu vertrauen? Bitt Gott, Dir zu helfen, ihm zu vertrauen!

Nimm Dir Zeit und lies das ganze Kapitel Hebräer 11.
Lerne von den Männern und Frauen, die nicht der Versuchung erlegen sind, Gott zu misstrauen, sondern voller Glauben und mit Gottes Hilfe extreme Situationen brillant gemeistert haben!

-----------------------------------------------------------------------------------------------------Ein Artikel von  Glaube.de

Quelle: Auszug aus dem Heft 3: Trainingskurs Gebet, Online with God. Mit freundlicher Genehimgung von Down to Earth, Kerstin Hack. Erhältlich auf der Shopseite bei "Down to Earth": Online with God.) LESEPROBE: Woche 1 von Online1 ist als PDF zum Download (308KB) erhältlich.

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