Mirko Swatoch: Advent, Advent

Den Baum geschmückt,
die Frau gedrückt -
mehr will die Gier.
Denn unterm Baum
verhüllt den Traum
Geschenkpapier.
Ein Glockensturm
ertönt vom Turm;
man folgt dem Klang
ins Gotteshaus
und zollt Applaus
dem Chorgesang.
Vom Krippenspiel
sieht man nicht viel;
der Vordermann
versperrt die Sicht,
weil er selbst nicht
mehr weichen kann.
Vor Ochs und Rind
lag da ein Kind,
auf Heu und Stroh.
Und Hirten gehn,
das Kind zu sehn;
sie war'n so froh.
Das klingt sehr nett,
doch war das Bett
in Bethlehem
für einen Sohn
vom Königsthron
recht unbequem.
Schon nach dem Fest
verblasst der Rest:
Er lebt ja noch.
Das ganze Jahr
wird offenbar,
er trägt dein Joch.
Advent, Advent,
dass nichts uns trennt
von Gottes Sohn!
Die heil'ge Nacht
hat Licht gebracht.
Weißt du es schon?
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Ein Artikel von Glaube.de
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