Mirko Swatoch: Ich bin ich

Sie hören, reden, meinen nur -
ein Krieg beginnt im Treppenflur -,
und wissen doch gar nichts von mir.
Nur blanker Hass vereint sie hier.
Als ob schon reicht, dass man vernimmt,
um nicht zu fragen, ob es stimmt.
Ein klarer Blick wird leicht getrübt,
wenn man sich nicht stets darin übt,
im Spiegel selbst sich anzuseh'n,
nackt, ungeschminkt vor sich zu steh'n.
Ein fetter Balken hindert dich
mich so zu sehen wie Gott mich.
Ich bin ich, ein Original,
mich gibt es nur in dieser Wahl.
Man mag mich so wie ich halt bin,
mitsamt den Fehlern, das macht Sinn.
Denn die hat jeder eingesteckt
und übt, dass er sie gut versteckt.
Die beste Lösung überhaupt
ist, wenn man an die Liebe glaubt,
weil sie die Schwächen nicht versteckt,
zwar eine Decke drüberlegt,
damit das Gute sichtbar wird,
doch niemand mehr den Mut verliert.
Unter der Decke darf es ruhn,
Gott hat damit allein zu tun.
Wenn er uns liebt, so wie wir sind,
uns annimmt wie sein eignes Kind,
dann sollten wir sehr dankbar sein,
denn Gnade ist es ganz allein.
Obwohl nichts Gutes in uns wohnt,
hat er sich für uns nicht verschont.
Jesus wurde das Passahlamm,
weil er das Böse von uns nahm.
Es war ein Tausch, den er vollzog,
weil Böses immer schwerer wog.
Der Tausch hat alles umgedreht,
bevor die Welt verloren geht.
Die letzte Chance besteht darin,
dass wir nun leben ganz für ihn
und lernen so zu seh'n wie er,
dann gibt es keine Kriege mehr.
Ich bin ganz ich und du bist du,
so schauen wir einander zu.
Im Treppenflur herrscht nicht mehr Krieg,
die Liebe feiert ihren Sieg.
Wir wissen jetzt, wer vor uns steht,
ein Mensch wie ich, den Gnade lehrt.
------------------------------------------------------------------------------------
Ein Artikel von www.glaube.de
Eingereicht vom Autor Mirko Swatoch
www.mirko-swatoch.de.vu
Foto: www.sxc.hu - the leading free stock photo site
------------------------------------------------------------------------------------






