Papagena: Falsche Lasten tragen.

Um dieses "alleine machen", geht es mir heute. Ich, und ich denke die meisten von uns, wir wurden dazu erzogen, unsere Probleme selbstständig (alleine) zu lösen.
Wie denkt Gott darüber? Was sagt er dazu, wenn wir uns mühen - plagen und alles versuchen selbst und allein alle Nöte, Sorgen und Schicksalsschläge zu bewältigen?
In Matthäus 11,28 -30 steht:
Kommt alle her zu mir, die ihr euch abmüht und belastet seit;
ich will euch Ruhe schenken , damit ihr aufatmen könnt.
Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir;
denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig,
so werdet ihr für eure Seelen Ruhe finden.
Denn mein Joch ist sanft und meine Bürde leicht.
Das heißt nicht, dass wir unsere Hände in den Schoß legen sollen und sagen: " So , Jesus, nun mach mal....."
Jesus will, dass wir vertrauensvoll zum Vater kommen und vor seinem Thron unsere Ängste, Sorgen, Krankheiten usw. ausbreiten und ihn bitten, dass er alles in seine liebenden Vaterhände nimmt. Doch das kostet Überwindung, weil wir erst versuchen, uns aus eigener Kraft, zu helfen.
Ich möchte euch ein paar Details aus meinem Leben erzählen.
1. Vor 4 Jahren hatte meine Mutter einen schweren Schlaganfall ( halbseitig gelähmt, Sprache verloren und wird künstlich ernährt. Ich habe sie bis vor kurzem gepflegt.
2. Mein Bruder ist schwer alkoholkrank.
3. Mein Sohn lebt in einer Ehe, die ihn psychisch kaputt macht und unsere Familie mit, denn seine Frau wollte keinen Kontakt zu seiner Herkunftsfamilie.
4. Mein Schwiegersohn hat einen Tumor im Kopf und Metastasen in der Lunge.
5. Mein Mann bekam Magenkrebs.
6. Ich bekam Brustkrebs.
Was nun, hat Gott uns verlassen? Wo ist er in dieser großen Not?
Ich habe die ganze Last meiner Familie getragen, aber dann hat Gott eingegriffen. Er hat mir gezeigt, dass ich falsche Lasten trage und dass das Sünde ist. Jesus ist für unsere Lasten ans Kreuz.
Nachdem ich das kapiert hatte und alles vor den Thron Gottes gelegt habe, hat der Herr gehandelt. Es war für mich eine sehr schwere Zeit.
Ich wurde operiert und bekam Chemo und zur gleichen Zeit wurde meinem Mann der Magen entfernt. In unserer schwächsten Zeit konnten wir uns gegenseitig nicht helfen. Wir konnten nur hoffen, dass Gott in seiner großen Liebe uns Hilfe schicken würde und er hat es getan. Wir wurden mit allem versorgt, was wir brauchten. er will ja unser Versorger sein.
Durch diese Umstände musste ich meine Mutter ins Pflegeheim geben; es ist mir sehr schwer gefallen, aber es gab keine andere Möglichkeit. Inzwischen weiß ich, dass sie dort sehr gut versorgt wird
Kurz nach meiner Operation trat bei meinem Bruder ein Notfall ein und ich musste vom Krankenhaus aus einen Notarzt organisieren. Mein Bruder hat eine Entziehungskur gemacht und ist seitdem trocken.
Mein Sohn hat sein Leben Jesus übergeben und ist dabei, sein Leben in Ordnung zu bringen.
Mein Mann kann sich als geheilt betrachten.
Der Tumor meines Schwiegersohnes wurde 1 1/2 Stunden, mit einer Methode, (cyber knife) die es bisher nur in USA gab und die dort 50.000 Dollar gekostet hätte, behandelt. Wir sind so dankbar, dass der Kopf nicht geöffnet werden musste und dass das jetzt auch in Deutschland möglich ist.
Die Metastasen in den Lungenflügeln wurden operativ entfernt.
Vor ein paar Wochen musste er zur Nachuntersuchung - der Tumor im Kopf ist weg - danke Herr.
Leider haben sich in der Lunge neue Metastasen gebildet.
Seit neuestem gibt es diese Behandlung mit "Cyber knife" auch für die Lunge und die Firma meines Schwiegersohnes hat sich bereit erklärt die Kosten für diese Behandlung zu übernehmen.
Wir müssen nun abwarten, was die Ärzte empfehlen, ansonsten können wir nur wieder unserem großen und allmächtigen Gott vertrauen - er macht keine Fehler.
Ich werde nun, nach der Operation und Chemo, bestrahlt.
Zu mir hat Gott in meiner tiefsten Not gesprochen. Es war so eine so zärtliche und liebevolle Stimme: Vertraue mir, ich habe alles unter Kontrolle.
Gott spricht auf so vielfältige Weise. Im Aufwachraum, nach der OP, war mein erster Gedanke: "Mein Wort sei deines Fußes Leuchte."
Für mich bedeutet das : Lies mehr in meinem Wort, da stehen alle
Wahrheiten die du brauchst.
Ja der Herr hat das alles zugelassen, vielleicht gab es für mich keinen leichteren Weg um zu begreifen, dass ich alle Lasten ihm anvertrauen darf und nur sein Joch tragen soll, denn sein Joch ist leicht.
In meinem ganzen Leben habe ich mich noch nie so leicht und frei gefühlt wie zur Zeit.
Was er verspricht, das hält er gewiss, denn bei ihm gibt es kein "Vielleicht". Sein Wort ist wahr und deshalb vertraue ich ihm von ganzem Herzen. Vertrauen ehrt den Vater.
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Ein Artikel von Glaube.de
Eingereicht von dem Glaube.de Mitglied: Papagena
Textbearbeitung: Jürgen Motzkus Redaktionsmitarbieter bei Glaube.de
Foto:sxc.hu
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