Papst Johannes Paul II. ist verstorben

Das schwer kranke Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche starb am Samstagabend in seinen Gemächern, gab der Kirchenstaat offiziell bekannt. Seit Donnerstag hatte sich sein Gesundheitszustand dramatisch verschlechtert. Johannes Paul II. war einer der wichtigsten Päpste der Neuzeit. Seit seiner Wahl am 16. Oktober 1978 führte er die katholische Weltkirche - insgesamt 26 einhalb Jahre - nur zwei Päpste regierten in 2000 Jahren Christentum länger.
Bis zu seinem Tod hatte der Papst vertraute Personen um sich. Sie berichteten, dass er entspannt und in großem Gottvertrauen seinem Ende entgegen sah. <FONT color=black>In seiner Abschiedsnachricht an seine engsten Mitarbeiter, die er mit Hilfe seines Privatsekretärs Stanislaw Dziwisz unter großen Schwierigkeiten notiert hatte, schrieb er: "Ich bin glücklich, seid ihr es auch.".</FONT>
Johannes Paul II., der 264. Papst, war der 1. nicht-italienische Papst seit ca. 450 Jahren. Nachhaltig in Erinnerung bleiben seine 104 Auslandsreisen und sein Widerstand gegen den Irakkrieg 2003. Er schickte Kardinäle nach Washington und Bagdad, um noch in letzter Minute den Krieg zu verhindern - allerdings vergeblich. In den 80er Jahren hatte er maßgeblichen Anteil am Niedergang des Kommunismus. Der ehemalige Kardinal aus Krakau setzte sich insbesondere in seiner polnischen Heimat für die Freiheit der Bevölkerung ein. Sein Eintreten für die Demokratie hinderte die Machthaber am Niederschlagen der Bewegung.
Nach den Regeln des Vatican wird der Leichnam einige Tage im Petersdom aufgebahrt, wo er vermutlich, wie auch seine Vorgänger beigesetzt wird. Die Trauerfeiern dauern nach dem Brauch neun Tage, die Beisetzung muss in vier bis sechs Tage nach dem Tod erfolgen. Die von der Öffentlichkeit streng abgeschirmte Wahl eines neuen Würdenträgers (Konklave) in Rom beginnt nach den kirchlichen Vorschriften frühestens 15 Tage, spätestens 20 Tage nach dem Ableben des Paptes.
Die Vorbereitungen laufen bereits. Wenige Stunden nach der Todesnachricht rief der deutsche Kardinalsdekan Joseph Ratzinger die Kardinäle aus aller Welt auf, sich auf den Weg nach Rom zur Papstwahl aufzumachen. Wahlberechtigt sind 117 Kardinäle aus aller Welt. Sie müssen unter 80 Jahre alt sein.
Die Wahl findet in der Sixtinischen Kapelle im Vatikan statt. Mehrere Tage dauert in der Regel die Abstimmung. Die Kardinäle wohnen während der Wahl auch im Vatikan und dürfen nicht mit der Außenwelt in Kontakt treten. Weißer Rauch steigt auf, wenn die Kardinäle sich einigen konnten und der Nachfolger des Papstes fest steht.
Ein wichtiges Ereignis, wofür alle Christen beten sollten, dass Gottes Wille geschieht!
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Ein Artikel von www.glaube.de
Autor: Diana Bauer / Leitung Glaube.de
Foto: © www.vatican.va
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