Pastor Bayless Conley: Begegne dem Sturm / Teil 6

Es war Gottes Absicht, dass Paulus nach Rom fahren sollte. Genau wie Gott ihm einen bestimmten Platz und eine bestimmte Aufgabe zuwies, so hat Er auch für Sie einen bestimmten Ort und eine bestimmte Aufgabe vorgesehen. Es wird wahrscheinlich nicht Rom sein, doch Sie müssen vielleicht umziehen, denn Sie haben eine Berufung von Gott. Sie sollen Ihm in einer ganz bestimmten Weise dienen und müssen in Ihrem Leben etwas Bestimmtes für Gottes Reich tun.
Hallo, ich bin Bayless Conley, willkommen zu unserer heutigen Sendung. Wir sprachen darüber, wie man mit Stürmen fertig wird, wie man Schwierigkeiten bewältigt, wie man schwere Zeiten durchstehen kann. Wir alle erleben solche Dinge. Wenn Sie eine Bibel haben, nehmen Sie sie zur Hand. Hören Sie auf jeden Fall, was ich Ihnen heute mitteilen möchte. Wissen Sie, ein Wort von Gott kann Ihr ganzes Leben verändern. Diese Predigt, liebe Zuschauer, könnte Ihr Leben radikal verändern.
Kommen wir zur zweiten Lektion. Es geht um die richtige Sichtweise im Hinblick auf den Verlust.
In Apostelgeschichte 27:14 finden wir heraus, wie es weiterging. Dort steht:
Apostelgeschichte 27:14-15 und 20 „Aber nicht lange danach erhob sich von dorther ein Sturmwind, Eurakylon genannt. Als aber das Schiff mit fortgerissen wurde und dem Wind nicht widerstehen konnte, gaben wir es preis und ließen uns treiben."
Und jetzt Vers 20:
„Tagelang sahen wir weder Sonne noch Sterne, und der Orkan tobte so heftig weiter, dass schließlich keiner mehr an eine Rettung glaubte."
Die Lage war sehr ernst. Tagelang sah man weder Sonne, Sterne noch den Mond. Die Männer hatten nicht einmal einen Kompass, mit dessen Hilfe sie den Kurs hätten halten können. Sie navigierten ausschließlich nach den Sternen. Im Verlauf der Geschichte erfahren wir, dass der Sturm mindestens zwei Wochen lang tobte. Sie trieben wie ein Korken im Mittelmeer! Als sie endlich Land sahen, sagt die Bibel, wussten sie nicht, wo sie waren. Es hätte die Küste Afrikas, Asiens oder die Küste eines europäischen Landes sein können, da das Mittelmeer an all diese Länder grenzt. Sie hatten keine Ahnung, wo sie waren. Alle Hoffnung auf Rettung war dahin. Vers 21:
Apostelgeschichte 27:21 „Und als man lange nichts gegessen hatte, trat Paulus mitten unter sie und sprach: Liebe Männer, man hätte auf mich hören und nicht von Kreta aufbrechen sollen, dann wäre uns Leid und Schaden erspart geblieben."
Ähnliches hatte er bereits vor der Abreise gesagt. Von Leid und Schaden hatten sie bereits etwas gehört. Vers 22.
Apostelgeschichte 27:22-25 „Doch jetzt ermahne ich euch, guten Mutes zu sein (Kopf hoch!), denn keiner von euch wird das Leben verlieren, nur das Schiff wird untergehen! In dieser Nacht trat zu mir nämlich ein Engel des Gottes, dem ich angehöre und dem ich auch diene, und sprach: Fürchte dich nicht, Paulus! Du musst vor den Kaiser treten; und siehe, Gott hat dir alle geschenkt, die mit dir im Schiff sind! Darum seid guten Mutes (Kopf hoch!), ihr Männer! Denn ich vertraue Gott, dass es so gehen wird, wie es mir gesagt worden ist."
Sie hatten ihre ganze Ladung und viel kostbare Zeit verloren. Das Schiff selbst wird auch noch zerstört werden und Paulus sagt: „Kopf hoch! Seid guten Mutes! Seid ermutigt! Die Verluste waren groß, aber seid dankbar für alles, was ihr noch habt. Ihr lebt noch und ihr werdet überleben. Freut euch über das, was euch bleibt und was Gott euch zugesagt hat, statt im Kummer über die Verluste zu versinken, obwohl eure Verluste vielleicht auf Sturheit, Stolz oder eigene Dummheit zurückzuführen sind."
Der Hauptmann und der Kapitän des Schiffes hätten sich selbst zerfleischen können, was viele tun:
„Mensch, ich hätte auf Paulus hören sollen! Warum habe ich ihn bloß ignoriert? Als er anfing zu reden, hatte ich irgendwie den Eindruck, dass es wahr ist. Keine Ahnung warum, aber ich wusste es einfach intuitiv und hörte nicht darauf. Jetzt stecken wir in dieser misslichen Lage und ich verliere alles, mein ganzes Vermögen, vielleicht sogar mein Leben! Wie dumm! Warum muss ich immer so stur sein?
Warum muss es immer nach mir gehen? Warum habe ich nicht auf meine Frau gehört? Warum habe ich den Rat meiner Freunde nicht angenommen? Sie versuchten, mich zu warnen. Sie sprachen mit mir, und jetzt sitze ich in der Tinte. Warum habe ich nicht gehört?"
Vielleicht haben Sie ein Haus verloren, vielleicht Ihre Firma. Vielleicht haben Sie kostbaren, hart erarbeiteten Besitz verloren. Vielleicht ging eine Beziehung zu Bruch. Mein Freund, Sie können sich selbst anklagen, bis Jesus wiederkommt, aber Sie sind besser dran, wenn Sie sich auf das konzentrieren, was Ihnen geblieben ist. Sie leben noch. Atmen Sie noch? Können Sie noch klar denken? Wunderbar! Sind Sie gesund? Fantastisch! Ist Ihre Familie intakt? Super! Besitzen Sie ein Auto? Nicht schlecht! Die meisten Menschen hatten nie ein Auto und werden auch nie eins haben.
Sie sind reich! Statt über die Verluste zu jammern, freuen Sie sich über den Rest! Wissen Sie - nicht immer, aber oft können verlorene Dinge wiedererlangt oder ersetzt werden.
Genau das geschah in dieser Geschichte. Die verlorenen Güter wurden ersetzt. Man gab sie ihnen.
Sie erhielten auf der Insel, auf der sie gestrandet waren, ein neues Segelschiff. Letzten Endes gelangten sie nach Rom. Wissen Sie, es gibt einen Vers in 2. Chronik 25, der mich über die Jahre immer wieder ermutigt hat, besonders dann, wenn ich einen Verlust erlitten oder etwas eingebüßt habe. Manchmal fehlte mir Weisheit, manchmal lag es an Umständen, die ich nicht beeinflussen konnte oder am Fehlverhalten oder am Wortbruch anderer, die nicht das taten, was sie mir versprochen hatten.
In 2. Chronik steht eine Begebenheit, die Amazja, der König von Juda, erlebte. Er wollte in den Krieg ziehen, war der Meinung, dass er nicht genug Soldaten hatte und verpflichtete 100.000 Söldner zu einem exorbitanten Preis. Es kostete ihn ein Vermögen. Dann kam ein Prophet und sagte: „Diese Männer sollten nicht mit dir in den Krieg ziehen. Du solltest sie entlassen und nach Hause schicken."
Wissen Sie, was Amazja sagte: „Was ist mit dem Geld, das ich investiert habe? Was ist mit dem Vermögen, das ich ausgegeben habe?" Und der Prophet sagte: „Der Herr ist fähig, dir weitaus mehr zu geben." Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie sehr mich dieser Vers in der Vergangenheit getröstet und gestärkt hat: „Der Herr ist fähig, dir weitaus mehr zu geben."
Sie haben ein Haus verloren, eine Beziehung ging kaputt, eine Firma? Sie wurden arbeitslos? Der Herr ist fähig, Ihnen weitaus mehr zu geben. Ja, das kann Er tun!
Ich habe einen sehr reichen Freund, der Fehler machte, an die Falschen geriet, alles verlor und obendrein noch Schiffbruch in seiner Ehe erlitt. Wissen Sie, statt über all seine dummen Fehler zu trauern und sich den Rest seines Lebens anzuklagen, sagte er: „Gott, ich werde es richtig machen.
Ich werde Dich anbeten und Dir für alles danken, was ich habe. Ich bin gesund, ich habe Erfahrung und ich werde von vorne anfangen und werde alles, was ich tue, für Dich tun." Wissen Sie was?
Seine Ehe wurde wiederhergestellt - ziemlich erstaunlich! Ich habe sie übrigens getraut. Er hat auch seinen Reichtum wiedererlangt. Das ist nicht immer der Fall, aber Ihre Sichtweise im Hinblick auf Verluste ist entscheidend.
Ich habe einen anderen Freund. Er ist schon lange ein enger Freund von mir. Er traf einige Fehlentscheidungen und verlor das Haus, in dem er wohnte, und ein anderes Grundstück. Er verlor beides. Er traf weitere dumme Entscheidungen, verlor seine Freiheit und wurde eine ganze Weile eingesperrt. Er war im Gefängnis. Früher sprach er mit mir immer nur über all die Dinge, die er verloren hatte: „Ach hätte ich bloß noch dies und das und jenes." Aber etwas veränderte sich in seinem Leben - sehr zum Positiven! Er besuchte nochmals eine Schule. Er ist so alt wie ich, ging aber nochmals zur Schule. Er freut sich über die Dinge, die er hat. Er ist jetzt bereits seit einigen Jahren absolut nüchtern und clean. Es ist fantastisch! Er strebt an, seine Herzenswünsche umzusetzen - Dinge, die er liebend gerne tut. Er ist wieder in der Schule und ist dankbar für die Dinge, die Gott ihm gegeben hat. Nein, er hat nicht alles wiederbekommen, was er verloren hat, aber er hat jetzt die richtige Sichtweise, die Gottes Segen in sein Leben fließen lassen wird. Er kann sein Leben und seine momentanen Umstände jetzt einfach genießen! Unsere Sichtweise!
Bei der dritten Lektion geht es um Bewahrung, genau genommen um die Kraft der Bewahrung, die von einem Menschen, der treu ist und Glauben hat, ausgeht - die bewahrende Kraft treuer gläubiger Menschen. Lassen Sie uns nochmals Apostelgeschichte 27 aufschlagen, Vers 23. Paulus spricht und sagt:
Apostelgeschichte 27:23-24 „Denn ein Engel des Gottes, dem ich gehöre und dem ich diene, stand in dieser Nacht bei mir und sprach: Fürchte dich nicht, Paulus! Du musst vor den Kaiser gestellt werden; und siehe, Gott hat dir alle geschenkt, die mit dir fahren."
Er hätte auch sagen können: „Weißt du, Paulus, du musst vor den Kaiser gestellt werden. Alle anderen werden ertrinken, dich aber werde ich retten." Nein, die Bibel sagt, dass Gott ihm alle geschenkt hat, die mit ihm unterwegs waren. Schauen Sie sich Apostelgeschichte 27,37 an.
Apostelgeschichte 27:37 „Insgesamt befanden sich 276 Personen an Bord."
276 Personen wurden aufgrund eines Einzigen verschont. Schauen Sie sich Vers 41 an.
Apostelgeschichte 27:41-44 „Kurz darauf lief das Schiff auf eine Sandbank auf. Während der Bug fest eingerammt war, wurde das Heck des Schiffes von der Brandung zertrümmert. Jetzt wollten die Soldaten alle Gefangenen töten, damit keiner von ihnen an Land schwamm und entkam. Doch der Hauptmann Julius hinderte sie daran, weil er Paulus retten wollte. Er befahl zunächst allen Schwimmern, über Bord zu springen und so das Ufer zu erreichen. Dann sollten die anderen versuchen, auf Brettern und Wrackteilen an Land zu kommen. Auf diese Weise konnten sich alle retten."
Das römische Gesetz forderte, dass jede Wache die Flucht eines Gefangenen mit dem eigenen Leben bezahlen musste. Die Soldaten dachten: „Wenn ein paar Männer entfliehen, bis wir das Ufer erreichen, werden wir dafür büßen. Das wird einige von uns ihr Leben kosten. Wir bringen sie um und entgehen der Gefahr." Aber der Hauptmann griff ein und sagte: „Nein, das werdet ihr nicht tun, weil einer der Gefangenen Paulus ist. Tut ihnen nichts." Es geht hier nicht nur um 276 Männer, sondern ein weiteres Mal werden alle Gefangenen wegen eines Einzelnen verschont.
Wussten Sie, dass Gott Abraham sagte, Er würde die ganze Stadt Sodom verschonen, wenn dort nur zehn Gerechte sein würden? Die Stadt Zoar wurde aufgrund von Lot verschont. Potiphars ganzes Haus wurde wegen Joseph gesegnet. Böse Menschen möchten die Kinder Gottes am liebsten auslöschen und erkennen nicht, dass die Welt um ihretwillen noch besteht. Die Treue eines einzelnen Menschen vor Gott kann enorm viele andere segnen und bewahren.
Weil Paulus Gottes Auftrag treu ausführte und alles, was Gott ihm verheißen hatte, glaubte, wurde nicht nur er selbst, sondern obendrein unzählige andere Menschen bewahrt.
Vor Jahren hörte ich einmal ein Interview mit einem Hollywood-Star. Er war damals ein sehr bekannter Schauspieler. Ich weiß nicht einmal, ob er heute noch lebt. Heute wäre er schon sehr alt. Aber er wurde errettet und begann, mit diesem Prediger und Missionar, den ich sehr bewunderte, zu reisen.
Und sie gingen an einige der gefährlichsten Orte der Welt. Ich erinnere mich an dieses Interview mit diesem Hollywood-Star und der Interviewer fragte ihn: „Haben sie keine Angst davor, an diese gefährlichen Orte zu fahren?" Und der Mann antwortete: „Nun, eigentlich habe ich das Gefühl, am sichersten Ort auf der Erde zu sein, solange ich bei ihm bin." Und er verwies auf diesen Missionar.
Er hatte etwas verstanden.
Mögen wir Männer und Frauen sein, durch deren Gegenwart die Fabriken und Geschäfte, wo wir arbeiten, gesegnet sind, dass unsere Umgebung bewahrt wird, weil wir da sind. Wir machen einen Unterschied. Die Hand Gottes auf unserem Leben und das Ziel und die Bestimmung unseres Lebens wirken sich nicht nur auf uns, sondern auf jeden um uns herum aus. Und zwar auf unsere Kollegen, unsere Verwandten und unsere Nachbarn. Bewahrung um Paulus willen.
Und zuletzt geht es um Ausdauer. Und ich spreche über die Ausdauer des Feindes. Es beginnt, als Paulus nach Rom aufbricht, um seiner Bestimmung und seinem Ruf nachzukommen. Er ist mit Gegenwind und schwierigen Verhältnissen konfrontiert und es eskaliert in einem zwei Wochen langen Sturm, wo sie weder Sterne, Sonne oder Mond sehen und endet mit Schiffbruch... ich glaube, all das sollte ihn daran hindern, Gottes Willen für sein Leben zu erfüllen. Aber wissen Sie was? Die Angriffe sind noch nicht vorbei. Apostelgeschichte 28:1 sagt:
Apostelgeschichte 28:1-4:
„Als wir in Sicherheit waren, erfuhren wir, dass die Insel Malta hieß. Ihre Bewohner waren sehr freundlich. Sie zündeten ein Feuer an und nahmen uns bei sich auf; denn es hatte zu regnen begonnen, und es war sehr kalt. Paulus sammelte trockenes Reisig und warf es ins Feuer. Von der Hitze aufgescheucht, fuhr plötzlich eine Schlange heraus und biss sich an seiner Hand fest. Die Inselbewohner sahen die Schlange an seiner Hand und riefen entsetzt: "Das muss ein Mörder sein. Er ist dem Meer entkommen, und nun straft ihn die Göttin der Rache!"
Wirklich, dem Mann ist keine Pause vergönnt. In Judäa war er zu Unrecht im Gefängnis, er musste verlangen, vor Cäsar gebracht zu werden, wird als Gefangener nach Rom gebracht, trieb wochenlang wie ein Korken auf dem Meer. Das Schiff zerschellt und er muss an Land schwimmen. Sie kommen schließlich an Land und er wird von einer Schlange gebissen! Einer Giftschlange. Hier gibt es einen interessanten Aspekt - er sammelt Reisig für das Feuer. Er entfachte das Feuer und die Schlange kam aufgrund der Hitze heraus.
Wenn Sie für Jesus ein Feuer entfachen, wird die Schlange auftauchen. Wenn Sie anfangen, für Gott zu brennen, garantiere ich Ihnen, dass die Schlange kommen und Sie herausfordern wird. Sie wird versuchen, Ihr Geschäft, Ihre Gefühle, Ihren Körper oder Ihre Kinder zu beißen. Jemand sagt: „Der Teufel macht mir nie Schwierigkeiten, Pastor." Vielleicht liegt es daran, dass Sie ihn in keiner Weise bedrohen.
Ich liebe das, was Paulus in Vers 5 tat. Es ist wunderbar. Dort steht:
Apostelgeschichte 28:5 „Aber Paulus schleuderte das Tier ins Feuer, ohne dass ihm etwas geschehen wäre."
Hören Sie: Wenn die Schlange aufkreuzt und versucht, in Ihrem Geschäft zuzuschnappen - in Ihren Finanzen, Ihrem Körper, Ihren Gefühlen - dann müssen Sie sie abschütteln. Sie müssen aufstehen und sagen: „Jetzt reicht's! Du kriegst meine Kinder nicht! Lass die Finger von meinem Geld. Lass die Finger von meiner Ehe! Ich überlass dir meine Gefühle nicht! Es reicht, Teufel! Ich widerstehe dir im Namen Jesu Christi, dem Sohn des lebendigen Gottes." Die Bibel sagt, unterwerft euch Gott. Widersteht dem Teufel und er wird von euch fliehen. Wann haben Sie das letzte Mal etwas abgeschüttelt?
Wenn der Teufel daherkommt und Gottes Pläne stoppen möchte - wenn wir Kurs halten und Dinge abschütteln, sorgt Gott dafür, dass die Waffen des Feindes ihn selbst treffen. Die Bibel sagt in
Sprüche 26:27 „Wer eine Grube gräbt, fällt selbst hinein; und wer einen Stein wälzt, auf den rollt er zurück."
Die Message Bible vereinfacht das ein wenig: „Bosheit und Arglist schlagen zurück."
Was war geschehen? Der Teufel versucht, ihn durch Sturm, Schiffbruch und eine Schlange zu stoppen.
Apostelgeschichte 28:6-10 „Gespannt warteten die Leute darauf, dass sein Arm anschwellen oder Paulus plötzlich tot umfallen würde. Doch als sie auch nach langer Zeit nichts Ungewöhnliches beobachten konnten, änderten sie ihre Meinung. Jetzt sagten sie: "Er muss ein Gott sein!" Ganz in der Nähe der Küste lag das Landgut, das dem Statthalter der Insel gehörte. Er hieß Publius. Von ihm wurden wir freundlich aufgenommen, und wir blieben drei Tage dort. Während dieser Zeit bekam der Vater des Publius Fieber und erkrankte an der Ruhr. Paulus ging zu ihm, betete, legte ihm die Hände auf, und der Kranke war wieder gesund. Als das bekannt wurde, kamen auch alle anderen Kranken der Insel und ließen sich heilen. Sie beschenkten uns überreich, und bei unserer Abfahrt versorgten sie uns mit allem, was wir brauchten."
Nun, der Plan des Teufels ging wohl etwas nach hinten los. Auf der Insel brach eine kleine Erweckung aus. Stellen Sie sich vor, wie das auf den Hauptmann und den Kapitän des Schiffes und all die anderen dort wirkte. Sie dachten vielleicht, sie müssten sterben und Paulus steht auf, es wird nichts darüber gesagt, dass Paulus auf dem Schiff vorher jemals öffentlich betete oder predigte. Bestimmt gab es einige Gebetstreffen, bei denen Aristarchus und Lukas dabei waren, vielleicht noch einige andere Gläubige auf dem Schiff, doch jetzt ergriff er quasi die Führung. Und er steht auf und sagt:
„Der Gott, zu dem ich gehöre und dem ich diene, sandte Seinen Engel. Und ich sage euch, dass dies geschehen wird, und dass euer Leben verschont wird." Und dann bekommt er Brot und sagt: „Jeder muss etwas essen." Und er sagt Dank und beginnt, vor allen zu beten und Gott anzubeten. Und dann geschieht alles genau so, wie er es vorausgesagt hatte. Sie kommen an Land, eine Schlange beißt ihn, er schüttelt sie ab ins Feuer, er erwähnt es noch nicht einmal. Und der Vater des Statthalters der Insel wird geheilt. Daraufhin bringen alle Bewohner der Insel Ihre Kranken und sie werden geheilt.
Der Hauptmann steht dabei und denkt: „An dieser Geschichte von Jesus muss etwas dran sein."
Der Schiffseigner oder der Kapitän sagt: „Ich denke, sie haben recht, Herr Hauptmann. Da ist was dran."
Ich bezweifle, dass es zu diesem Zeitpunkt noch irgendeinen Ungläubigen gab! Jede Aktion des Teufels schadete ihm selbst, und damit sind wir wieder bei Gottes Absichten.
Erinnern Sie sich, Jesus sagte: „Du musst in Rom mein Zeuge sein." Lassen Sie uns Apostelgeschichte 28:16 anschauen. Dort steht:
Apostelgeschichte 28:16 „Als wir aber nach Rom kamen, übergab der Hauptmann die Gefangenen dem Obersten der Leibwache; Paulus aber wurde gestattet, für sich zu bleiben mit dem Soldaten, der ihn bewachte."
Von da an begleitete ihn während seiner Zeit in Rom immer eine römische Wache. Er versammelt die jüdischen Leiter aus Rom und er erzählt Ihnen von Christus. Einige von ihnen glaubten, einige glaubten nicht. Und schauen Sie, wie sie darauf reagierten, was Paulus ihnen nach seiner Predigt sagte, Apostelgeschichte 28,28. Er sagt:
Apostelgeschichte 28:28-31 „So sollt ihr nun wissen, dass das Heil Gottes zu den Heiden gesandt ist; und sie werden auch hören!
Und als er das gesagt hatte, gingen die Juden weg und hatten viel Wortwechsel miteinander. Paulus aber blieb zwei Jahre in einer eigenen Wohnung und nahm alle auf, die zu ihm kamen; und er verkündigte das Reich Gottes und lehrte von dem Herrn Jesus Christus mit aller Freimütigkeit und ungehindert."
Zwei Jahre lang hatte er also eine Wohnung und predigte völlig ungehindert. Bitte schauen Sie sich einmal an, welche Auswirkungen das hatte. Schlagen wir Philipper, Kapitel 1 auf. Diesen Brief schrieb Paulus an die kleine Gemeinde, die er in der römischen Provinz Philippi gründete. Philipper, Kapitel 1.
Er schrieb diesen Brief, während er in Rom inhaftiert war, wie wir vorhin lasen, und schickte ihn an die Gläubigen aus der Stadt Philippi in Mazedonien. Schauen Sie es sich an.
Philipper 1:12-13 „Ich bin froh, euch mitteilen zu können, Geschwister, dass das, was mit mir geschehen ist, die Ausbreitung des Evangeliums sogar noch gefördert hat. Bei der ganzen kaiserlichen Garde und weit darüber hinaus hat es sich inzwischen herumgesprochen, dass meine Gefangenschaft eine Gefangenschaft wegen Christus ist."
Mit der kaiserlichen Garde sind die Prätorianer gemeint, die absolute Elite der römischen Truppen.
Es sind die Leibwachen der Familien der Herrscher, die bedeutendsten Soldaten Roms mit der besten militärischen Ausbildung. Und er sagt: „Die ganze kaiserliche Garde hat von Christus gehört." Und dann sagte er: „Und die übrigen." Meinte er alle anderen römischen Soldaten? Vielleicht schon. Aber es wird noch besser. Schauen wir uns Philipper 4:21 an. Das ist erstaunlich!
Philipper 4:21-22 „Grüßt alle Heiligen in Christus Jesus. Es grüßen euch die Brüder, die bei mir sind. Es grüßen euch alle Heiligen, besonders aber die aus dem Haus des Kaisers."
Die Familie des Kaisers! Hier geht es um die kleine Gemeinde in Philippi, die Paulus gründete - um Lydia, die Purpurhändlerin und den römischen Wachmann, die sich dort bekehrt hatten und deren Familien. Und er schreibt: „ Freut euch am Herrn und ich sage euch nochmals: ‚Freut euch!"‘. Am Schluss seines Briefes sagt er: „Schöne Grüße übrigens von Cäsars Familie!" Einige Mitglieder der Familie des Kaisers wurden Christen. Das war das Machtzentrum der damaligen Welt! Gottes Absichten wurden erfüllt. Erstaunliche Dinge sind geschehen! Hören Sie: Es gibt ein „Muss" für Ihr Leben. Gott hat Sie berufen, bestimmte Dinge zu tun. Und wenn Sie Kurs halten und Gottes Verheißungen glauben, kann kein Sturm, kein Schiffbruch und keine Schlange verhindern, dass Gottes Wille in Ihrem Leben geschieht. „Der euch berufen hat, ist treu. Er wird es auch tun.", sagt die Bibel. Ich sage Ihnen, dieser Jesus, der 276 Menschen bewahrt hat, ist real und Sie können Ihn kennenlernen - wirklich! Mir gefällt diese Aussage des Engels: „Gott hat dir alle geschenkt, die mit dir im Schiff sind!", was besagt, dass Paulus dafür gebetet hatte. Gott schenkte sie ihm. Mit anderen Worten: „Er hat deinem Wunsch entsprochen, all diese Menschen zu bewahren."
Ich bin ganz sicher, dass jemand in Ihrem kleinen Lebensschiff für Sie betet. Vielleicht hat jemand aus dem Schiff Ihrer Familie, in der Sie umhersegeln, für Sie gebetet - vielleicht eine Großmutter, eine Mutter, ein Verwandter oder ein Kind. Vielleicht hat jemand aus dem beruflichen Boot, in dem Sie unterwegs sind, für Sie gebetet oder jemand aus dem Boot Ihrer Bekannten.
Ich erinnere mich, nachdem ich errettet wurde, lag mir meine Familie besonders am Herzen - ich wurde als erster errettet - ganz besonders mein Vater. Denn durch meine Dummheit und meinen Lebensstil hatte ich unsere Beziehung weitgehend zerstört. Damals war er mir gegenüber nicht besonders offen - wahrscheinlich, weil ich jede Menge Eifer, aber keine Weisheit hatte. Ich arbeitete ehrenamtlich in einer christlichen Organisation und eine Frau sah mein Namensschild „Bayless Conley" und fragte: „Hat dein Vater denselben Nachnamen wie du?" Ich sagte: „Ja, er heißt so."
Sie sagte: „Ich bin Teil einer Frauengebetsgruppe. Ich habe deinen Vater getroffen und wir beten jede Woche für ihn." Es gab jemanden in einem der kleinen Boote, in denen er unterwegs war, dem Gott aufs Herz legte, zu beten.
Ich halte es nicht für Zufall, dass Sie gerade unsere Predigt lesen. Jemand hat für Sie gebetet und Gott möchte Ihr Leben retten. Vielleicht haben Sie im tiefsten Innern um Hilfe geschrieen. Sie haben gesagt: „Gott hilf mir, Gott, sende eine Antwort", und denken jetzt: „Was ist los, warum hat Gott nicht reagiert?" Vielleicht ist diese Predigt Gottes Antwort. Vielleicht spricht Gott durch manche Dinge zu Ihnen, die ich heute gesagt habe. Vielleicht wird Ihnen jetzt durch meine Worte klar, dass Gott Ihr Gebet erhört hat, dass Er sich um Sie kümmert und dass Sie nicht verzagen sollen. Geben Sie nicht auf. Gott liebt Sie. Er wird für Sie streiten. Er wird Ihnen helfen. Er wird Sie leiten. Geben Sie nicht auf, liebe Freunde. Lassen Sie mich das einmal sagen: „Auch ich liebe Sie." Ich würde gerne von Ihnen hören. Schreiben Sie mir einen Brief oder eine Mail und lassen Sie es mich wissen, ob die Predigt ein Segen für Sie war. Ich freue mich schon auf die nächste Predigt. Seien Sie wieder dabei. Bis zum nächsten Mal. Gott segne Sie.
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Ein Artikel von Glaube.de
Mit freundlicher Genehmigung von Antworten mit Bayless Conley e.V.
Quelle: Antworten mit Bayless Conley Predigt vom 05.06.2011
Textbearbeitung Jürgen Motzkus Redakteur bei Glaube.de
Foto: Bayless Conley
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