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21-02-11

Pastor Bayless Conley: Gott ist Herr Ihrer Finanzen / Teil 2

Gott hat Interesse an unseren Finanzen, weil er an den Dingen Interesse hat, die uns bewegen.


Kommen wir jetzt zu Gottes Wort. Lassen Sie uns möglichst viel daraus lernen und uns entscheiden, dass wir dem Gehörten nicht nur zustimmen, sondern es befolgen wollen, dass wir nicht nur Hörer, sondern Täter sein und die Dinge anwenden wollen, die wir lernen. Denn derjenige, der Gottes Wort wirklich anwendet, baut dadurch sein Haus auf dem Felsen. Wenn der Sturm tobt, der Regen fällt und die Blitze zucken, wird dieses Haus stehen bleiben. Aber wer nur Dinge hört, ohne sie konkret umzusetzen, wird während des Sturmes merken, dass er sein Haus auf Sand gebaut hat. Dieses Haus wird einstürzen. Ich sage Ihnen, Gottes Wort wird Sie heute ansprechen. Steigen wir ein. Lassen Sie uns gemeinsam wachsen.

Ich sprach bereits von Jakob, der sich wie sein Großvater entschloss, Gott den ersten Anteil seines Einkommens zu geben. Schauen wir uns das in 1. Mose 28 an. Wir müssen nicht viel blättern. Er flieht vor seinem Bruder Esau. Er hat seinen Bruder betrogen und ihm sein Erstgeburtsrecht genommen.

Esau ist so wütend, dass er Jakob umbringen möchte. Jakob flieht. Er hat eine Begegnung mit Gott, die sein Leben verändert. Hören Sie, was er kurz nach dieser Begegnung mit Gott sagt.

1. Mose 28:20-22

„Dann legte Jakob ein Gelübde ab: Wenn der Herr mir beisteht und mich auf dieser Reise beschützt, wenn er mir genug Nahrung und Kleidung gibt und mich wieder heil zu meiner Familie zurückbringt, dann soll er mein Gott sein! An der Stelle, wo ich den Stein aufgestellt habe, soll der Herr verehrt und angebetet werden. Von allem, was er mir schenkt, will ich ihm den zehnten Teil zurückgeben!"

Gut, er tritt seine Reise an und begegnet den Einwohnern des Landes östlich von Israel. Ohne dass er es weiß, wird er übernatürlich zu einem Verwandten geführt, arbeitet für seinen Onkel Laban und heiratet schließlich zwei Töchter Labans, Lea und Rahel. Er gründet eine Familie, arbeitet noch ein paar Jahre für seinen Onkel und dann sagt Gott: „Gut, es ist Zeit, wieder zurückzukehren in das Haus deines Vaters." Bitte schauen Sie sich mit mir Kapitel 32 an. Hören Sie, was er sagte, als er zurückkam.

1. Mose 32:10-11

„Dann betete er: Du Gott meines Großvaters Abraham und meines Vaters Isaak, du hast zu mir gesagt: 'Kehr zurück in deine Heimat zu deinen Verwandten, ich werde dafür sorgen, dass es dir gut geht!' Ich habe es nicht verdient, dass du so viel für mich getan und immer wieder deine Versprechen eingehalten hast! Als ich damals den Jordan hier überquerte, besaß ich nur einen Wanderstock - und nun komme ich mit zwei großen Karawanen an!"

Kurz vor dieser Passage sagt die Bibel, dass er sehr wohlhabend geworden war. Er hatte viele Herden, Esel, Kamele, Knechte, Silber und Gold. Gott hatte ihn gesegnet! Bedenken Sie, als er vor Gott das Gelübde ablegte: „Von allem, was du mir gibst, will ich dir den Zehnten geben", hatte er nur seinen Stab. Jetzt kommt er zurück und sagt: „Gott, Du hast mich gesegnet. Jetzt habe ich zwei Karawanen. Ich bin reich."

Ich möchte, dass Sie Folgendes sehen: Zwischen dem Zeitpunkt, als ihm nur ein Stab gehörte und diesem, wie die Bibel sagt, großen Reichtum, lagen zwanzig Jahre. Zwanzig Jahre lang fiel der Regen des Segens Gottes sachte und stetig. Es geschah nicht über Nacht. Jakob musste einige Stürme durchstehen. Es gab einige Rückschläge, schwere Enttäuschungen, aber letztlich konnte er sagen:
„Gott, ich habe Deine Barmherzigkeit keineswegs verdient. Du hast in meinem Leben Großes getan!"

Ja, wenn Sie die Geschichte lesen und wenn wir Zeit hätten - es gab gewaltige übernatürliche Durchbrüche in seinem Leben, aber dennoch war es insgesamt ein langsamer, stetiger Prozess.                        

Wir müssen mit dem anfangen, was wir haben. Vielleicht sagt Ihnen der Name Richard Wurmbrand etwas. Er hat mehr für verfolgte Christen getan - er ist bereits seit einigen Jahren im Himmel - aber er tat mehr für verfolgte Christen - wobei seine Werke ihn überdauerten - als vielleicht sonst  irgendjemand. Er trug wesentlich dazu bei, der Christenheit im Westen das Schicksal unserer Brüder und Schwestern, die Verfolgung ausgesetzt waren, vor Augen zu führen. Er selbst wurde viele Jahre lang in kommunistischen Gefängnissen gefoltert. Sie können es nachlesen. Alle Gefangenen wurden geschlagen und gefoltert und bekamen jeden Tag nur ein Stück trockenes Brot und eine Schüssel mit trüber Suppe. Aber an jedem zehnten Tag gaben sie ihr Brot einem schwächeren Gefangenen als ein Opfer für Gott.

Selbst wer fast nichts hat, kann Gott etwas opfern. Gott wird segnen, was wir Ihm geben. Allerdings ist das ein Prozess. Selbst Jesus sprach darüber. Er sprach darüber, dass wir uns keine Sorgen um unser Leben machen sollten. Sie wissen schon - sorgt euch nicht um euer Leben, darum, was ihr essen, trinken, fahren, anziehen sollt oder wo ihr wohnen werdet. Ich habe es etwas erweitert, aber das Prinzip ist klar erkennbar. Genau darüber spricht Er. Im Griechischen steht wörtlich: „Genau danach verlangen die Heiden. Die ganze Welt ist darauf ausgerichtet. Alles dreht sich darum, diese Dinge zu bekommen." Er sagte: „Euer Vater im Himmel weiß, dass ihr diese Dinge benötigt. Sorgt euch nicht darum, sondern trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und alle diese Dinge..." werden euch x-fach gegeben? Nein, hinzugefügt. Multiplikation und Addition sind nicht identisch. Manchmal multipliziert Gott Dinge im Neuen Testament - in der Apostelgeschichte. Das ist aber eher selten.

Multiplikation, Ereignisse überschlagen sich. Zwei mal fünf ist zehn, mal zwei ist zwanzig, mal zwei ist vierzig, mal zwei ist achtzig, mal zwei ist 160, mal zwei ist 320, mal zwei ist 640. Dinge entwickeln sich rasant, wenn Multiplikation stattfindet. Aber Jesus sagte, wenn wir das Reich Gottes an die erste Stelle setzen - inklusive der Finanzen und aller anderen Bereiche - wenn wir zuerst nach seinem Reich trachten, werden uns all diese Dinge hinzugefügt werden. Sehen Sie: Zwei plus fünf ist sieben, plus zwei ist neun, plus zwei ist 11, plus zwei ist 13, plus zwei ist 15. Es ist ein Prozess. Bestimmt gibt es auch gelegentlich Zeiten der Multiplikation. Das ist einfach Gottes Art. Aber überwiegend ist Gottes Wirken in unserem Leben ein Prozess. Wenn wir nur auf die herausragenden Ereignisse schauen, können wir das Übernatürliche übersehen, das ständig da ist. Ich möchte damit sagen: Sie müssen dranbleiben und nicht sagen: „Was der Pastor sagt, leuchtet mir ein. Gott, ich bin dabei! Ich werde anfangen, das zu tun, aber wenn bis zum nächsten Donnerstag um 15 Uhr kein Wunder geschieht, steige ich aus." Bleiben Sie dabei, bleiben Sie Ihr Leben lang dabei!

Ich lebe seit 35 Jahren mit Jesus. Schon sehr früh, fast sofort, lernte ich, Gott mit den Erstlingen aller Einkünfte oder Gaben zu ehren. Ich sage Ihnen: Fünfunddreißig Jahre lang habe ich Gott immer den ersten Teil gegeben. Das Mindeste, das Gott immer von meinen Einkünften bekam, waren zehn Prozent. Das war das Mindeste, mehr als 35 Jahre lang. Es gab ein paar magere Zeiten und es gab Zeiten des Überflusses. Ich kann nach diesem langen Prozess sagen, wobei ich ja noch nicht am Ziel bin, dass ich ein gesegneter Mann bin. Aber überwiegend erlebte ich diesen sanften stetigen Regen, der nach und nach alles durchdrang, es sammelte sich über längere Zeit an. Dinge wurden hinzugefügt. Wenn wir mit Gott kooperieren, segnet Er uns. Ich bin überzeugt, dass großartige Dinge geschehen können, indem wir das tun und Gott aus den richtigen Gründen den ersten Platz geben.

Ich las über einen Mann, der ein Käsegeschäft in New York eröffnete. Er war Christ, aber erfolglos.

Er schob einen Wagen mit Käse durch New York und verkaufte auf der Straße, hatte aber keinen Erfolg. Ein Freund, der Christ war, nahm ihn beiseite und fragte: „Du bist doch gläubig, nicht wahr?"

Er sagte: „Ja, das bin ich." Er sagte: „Ich werde dir sagen, warum der Erfolg ausblieb. Du hast Gott nicht an die erste Stelle gesetzt, stimmt's?" Er sagte: „Ja, das tat ich nicht." Er sagte: „Du musst Gott mit den Erstlingen aller Einkünfte ehren. Mach Ihn zu deinem Seniorpartner und fang neu an." Er tat es und sprach ein Gebet der Hingabe: „Gott, Du bist mein Seniorpartner in diesem Geschäft und ich werde Dir den ersten Anteil all meiner Einkünfte geben." Er legte los und sein Geschäft wuchs langsam und stetig. Wahrscheinlich kennen Sie seinen Namen, und zwar J. L. Kraft, wie Kraft Käse und diverse Kraft Nahrungsmittel. Heue ist das einer der weltweit größten Nahrungsmittelkonzerne.

Ein anderer Mann, Henry Cromwell, wurde unter dem Dienst von D. L. Moody errettet. Er gab von Anfang an den Zehnten. Er kaufte eine heruntergekommene Mühle in Ohio und machte daraus die bekannte Firma Quaker Oats. Er gab Millionen für das Evangelium! Über vierzig Jahre gab er 70 Prozent seines Einkommens für Gottes Werk. Und obwohl er bereits fast 70 Jahre im Himmel ist, werden bis heute aus einem Fond, den er gegründet hat, weltweit christliche Dienste unterstützt.

Aber alles fing mit viel kleineren Beträgen an.

Solche Geschichten mögen mehr oder weniger bekannt sein, aber es gibt viele davon. Menschen mit den verschiedensten Hintergründen, die Gott beim Wort genommen haben und drangeblieben sind, können bestätigen, dass Gott treu ist und Wort hält. Indem wir Ihm treu und beständig die Erstlinge unserer Einkünfte geben, ehren wir Ihn. Wir bringen unseren Glauben zum Ausdruck und ebnen den Weg für enorme Segnungen. Hören Sie: So sollen nach Gottes Plan das Wirken der Gemeinde und die Bedürfnisse seiner Nachfolger hauptsächlich finanziert werden. Hauptsächlich auf diesem Weg kommen Mittel zusammen, um verlorene und leidende Menschen mit dem Evangelium von Jesus Christus zu erreichen. Aber unsere Einstellung und Ausrichtung muss stimmen. Es geht nicht um ein gesetzliches: „Das musst du tun, sonst kriegst du Probleme." Das ist nicht der Punkt. Vielleicht kann Ihnen folgende Illustration helfen. Könnt Ihr bitte kommen und mir die Sachen geben. Vielen Dank. Danke, Ihr Lieben. Super! Diese Dinge - danke Junie - repräsentieren Ihre Einkünfte, den Lohn Ihrer Arbeit, Ihre 40, 60 oder 20 Wochenstunden, was Ihre Arbeit auch sein mag. Die Stunden, die Sie bezahlt bekommen, sind hier symbolisch dargestellt. Das haben Sie, ganz gleich, ob Sie im Jahr 5 Millionen Dollar verdienen, eine Million, 100.000, 50.000, 25.000, ob Sie hundert Dollar haben oder  nur zehn. Das wird hiermit dargestellt. Alles, was Sie mit Ihren Händen erarbeitet haben oder mit Ihrem Intellekt, für den andere Sie schätzen und Sie daher entsprechend entlohnen.

Ich sage Ihnen, was Gott tun könnte. Gott könnte sagen: „Die Kraft, die du hast, um zu arbeiten, ist ein Geschenk von mir. Das kostet dich mindestens einen von diesen. Dein Intellekt und deine Fähigkeit, Probleme anzugehen und zu lösen, die dich wertvoll macht, sind eigentlich auch Geschenke von mir. Dafür nehme ich mir gleich zwei. Weißt du, die Erde und ihre ganze Fülle gehört mir. Und den Boden, auf dem deine Felder gedeihen und alle Samen habe ich doch geschaffen. Sie gehören mir. Dafür nehme ich mir einen. Und die ganzen Tiere, von denen du dich ernährst, deine ganze Nahrung kommt von mir und sie ist mindestens einen wert. Der Sonnenschein, der Regen, der Wind und die Jahreszeiten, all das kommt von mir. Einen bekomme ich locker dafür. Die Luft. Bist du nicht froh, dass ich Luft zur Verfügung stelle? Die Luft ist wenigstens einen davon wert. Und ich erhalte das ganze Universum durch mein kraftvolles Wort. Ich denke, die Schwerkraft ist kostbar. Für die Schwerkraft sollte ich eigentlich zwei bekommen. Du solltest froh sein, dass ich die Schwerkraft nicht außer Kraft setze. Ich heiße dich in meiner Familie willkommen und gebe dir ewiges Leben und Verheißungen für den Himmel. Meine Güte! Weißt du was, ich habe eine Idee. Behalte das und gründe dein Leben darauf, das andere nehme ich an mich."

Wir sollten alle nach vorne laufen und sagen: „Einverstanden, Gott! Bitte schalte nicht die Luft ab. Lass die Schwerkraft bestehen, Gott. Wir sind mit diesem einen zufrieden. Das ist völlig in Ordnung." Aber Gott sagt: „Es ist alles Gnade. Errettung ist ein Geschenk. Du musst sie dir nicht verdienen. Den Himmel musst du dir nicht verdienen. Und die Schwerkraft ist ein Geschenk. Für die Luft, die du atmest, brauchst du mir nichts zu bezahlen. Den Boden und die Erde gebe ich dir. Die Tiere, die Fische und die Fähigkeit zu denken und Probleme zu lösen, gehören dir. Die Kraft und die Gesundheit, die du genießt, gehören dir. Es ist alles Gnade. Es ist ein Geschenk. All das ist für dich. Was hältst du davon, wenn du mir nur diesen ersten hier gibst?

Ehre mich doch einfach auf diese Weise. Bring doch damit zum Ausdruck: ‚Gott, danke für all das Übrige.‘ Und immer, wenn du mir das gibst, kannst du das bewusst in meiner Gegenwart tun und dir vergegenwärtigen, dass ich Himmel und Erde besitze. Du aber bist nur kurz hier und wirst dann in der Ewigkeit vor mir stehen. Zeige dadurch, dass du glaubst, dass ich mich um deine Belange kümmere.

Weißt du, ich habe etwas vor. Ich greife hier mal zu. Weißt du, ich möchte dich segnen. Ich möchte dir sogar noch mehr geben. Ich werde jetzt den Segen ausgießen. Es wird ein Prozess sein, aber im Laufe der Zeit werde ich dich segnen, wenn du mich einfach mit diesem hier ehrst. Du kannst mich im Geben nicht übertreffen. Vielleicht kann dein Verstand das nicht begreifen, aber weißt du, vertraue mir einfach von ganzem Herzen."

Manche würden Folgendes sagen: „Ach, weißt Du, Gott, ich behalte lieber alle zehn. Dieser letzte hier - falls ich noch etwas übrig habe, nachdem ich alles andere erledigt habe, dann könnte ich... schließlich hat der Pastor heute eine gute Predigt gehalten... also werde ich... ach nein, wir essen nach dem Gottesdienst noch einen Burger. Nimm das, Gott. Ich hoffe, dass es der Gemeinde gut geht. Ich habe meine Pflicht getan."

Wer meint, dass Gott tatsächlich mehr verdient hat? Das hat Er sehr wohl! Letztlich geht es dabei um unser Herz. Jesus sagte: „Wo euer Schatz ist, wird auch euer Herz sein." Gott hat es auf unser Inneres abgesehen. Es mag Zeiten geben, wo Gott sagt: „Du hast das zwar sehr gut gemacht, aber ich brauche noch ein paar Dinge. Ich hätte gerne noch ein paar von diesen hier." Binde das Pferd los, der Herr braucht es. Wir sollten sagen: „Herr, es gehört Dir sowieso. Ich bin nur ein Haushalter. Das ist absolut kein Problem." Aber da wir Menschen sind, tut das manchmal etwas weh. Ich denke, Sie wissen, was ich meine. Gott legt Seinen Finger auf etwas und sagt: „Weißt du, ich brauche das jetzt gerade. Ich will es in meinem Reich einsetzen." Vielleicht müssen wir etwas Zeit im Gebet verbringen und ein paar Dinge loslassen, die uns in unserem Leben mit Gott bremsen. Aber das lohnt sich, denn -  ich sagte es bereits und zitiere jetzt Jakobus: „Unser Leben ist wie ein Dunst, der kurz erscheint und dann verfliegt." Tatsache ist: Der Himmel ist real, die Hölle ist real und jeder Mensch ist unendlich wertvoll. Jesus vergoss für jeden Einzelnen Sein Blut. Wir müssen alles daransetzen, sie zu erreichen, solange das möglich ist und Gottes Werk zu fördern, damit die Schafe Nahrung bekommen, Gottes Haus in guter Verfassung ist und wir gesund sind und uns um verlorene, leidende Menschen kümmern können, in Jesu Namen. Sind Sie bereit, kurz mit mir zu beten?

Vater, wir beugen uns vor Dir. Du sagst in Deinem Wort, dass jeder erhöht werden wird, der sich demütigt, jeder aber, der sich selbst erhebt, gedemütigt werden wird. Wir beugen uns vor Deiner Weisheit. Wir entscheiden uns, Dir wirklich in allem den Vorrang zu geben. Das sagen wir nicht, weil wir Angst haben, dass Du uns verfluchen oder uns Schaden zufügen könntest, wenn Dir etwas entgehen sollte. Es ist einfach eine Ehre und eine Gelegenheit, Dich zu segnen. Aber hilf uns, damit unsere Herzen im Einklang mit Dir sind. Hilf uns zu sehen, was Du siehst. Herr, während wir diese Entscheidung treffen, heben wir, wie Vater Abraham, unsere Hand und sagen: „Gesegnet sei Gott, der Höchste, Besitzer des Himmels und der Erde. Du gibst uns Sieg über unsere Feinde und nur Du bist unser Versorger, o Gott! Wir vertrauen darauf, dass Du uns wachsen lässt und uns segnest, in Jesu Namen. Amen.

Ich werde eine ganz besondere Einladung aussprechen. Vielleicht scheint es nicht der richtige Augenblick zu sein, aber eigentlich passt es doch ganz gut. Paulus berichtete den Christen in Korinth von den Christen in Mazedonien und wollte sie dadurch ermutigen. Und er sagte: „Folgendes sollt ihr über sie wissen. Sie mussten viele Prüfungen durchstehen und waren längere Zeit sehr arm." Er sagte: „Aber ihre große Freigiebigkeit erstaunte uns alle. Das hatten wir nicht erwartet. Sie gaben mehr, als sie eigentlich geben konnten. Als es nicht einmal für sie selbst reichte, linderten sie die Not von anderen und förderten die Arbeit in Gottes Reich." Dann lüftet Paulus das Geheimnis, was sie dazu befähigte. Er sagt, es lag daran, dass sie sich selbst zuerst dem Herrn gaben und dann uns, gemäß dem Willen Gottes. Und das ist der entscheidende Punkt. Diese Dinge und das, wofür sie stehen, sind nicht das Problem. Es geht um uns selbst. Gott beschäftigt sich mit diesen Dingen, weil sich das auf uns auswirkt. Ich möchte Sie wirklich ermutigen: Wenn Sie Ihr Leben Jesus noch nicht gegeben haben, sollten Sie sich heute dafür entscheiden.

Ich hörte die gute Nachricht von Jesus erst, als ich Mitte zwanzig war. Ein zwölfjähriger Junge kam eines Tages in einem Park zu mir und erzählte mir, dass Jesus lebt. Das wusste ich nicht. Er erzählte mir über Gottes Plan der Errettung. Das hatte ich noch nie gehört. Später landete ich in einer kleinen Missionsstation unter Obdachlosen und Drogenabhängigen und war der Schlimmste von allen. An diesem Abend in der kleinen Missionsstation bekam ich Antworten auf Fragen, die ich am Abend zuvor, als ich auf der Haube meines Pick-Up lag, zu Gott geschrien hatte, und zwar von Menschen, die ich nicht kannte. Ich weinte wie ein Schlosshund und gab an diesem Abend dort mein Leben Jesus. Ich war schlagartig frei von allen Drogen. Das war ein Platzregen der Gnade und der Wunder Gottes. Aber seitdem wurde meist langsam immer mehr hinzugefügt. Ich habe einige Stürme hinter mir und einige schwere Zeiten, habe meine Entscheidung aber niemals bereut. Ich habe Jesus niemals verlassen, dachte nicht einmal daran. Er erwies sich mir gegenüber als treu. Ich liebe Ihn heute mehr als jemals zuvor. Er ist der beste Freund, den ich je hatte. Er ist mir näher als meine Frau.

Ich weiß noch, einmal sprach ich mit einem meiner Jungen. Er hatte ein paar Fragen: „Woher weißt du, dass die Bibel Gottes Wort ist? Woher weißt du dies und jenes? Woher weißt du, dass Jesus der einzige Weg ist?"

Alle Kinder stellen irgendwann diese Fragen. Bei einigen geht es glatter, aber alle müssen Fragen stellen. Das ist normal. Sonst haben Sie nur einen Gott aus zweiter Hand oder den Jesus der Eltern.

Ich bin überzeugt, dass der Gott, der sich uns offenbarte, an unseren Kindern genauso wirken kann.

Ich weiß noch, dass ich meinem Sohn sagte: „Mein Sohn, ich kenne Jesus wesentlich länger als dich und Er ist realer für mich als du es bist. Und er war so gut zu mir."

Ich möchte Ihnen sagen: Sie können Ihn kennenlernen. Er starb am Kreuz, um Ihre Sünde zu beseitigen. Der Unschuldige starb für die Schuldigen. Er bezahlte den Preis, damit alle Menschen wieder eine wirkliche Beziehung zu Gott haben können. Es geht um die Sehnsucht, die Sie nie stillen konnten. Es ist das verrückte letzte Teil des Puzzles, das Sie nicht finden konnten, diese schmerzhafte innere Leere, die Sie niemals durch mehr Sex, einen neuen Freund oder Ehemann oder eine andere Frau, einen neuen Job, mehr Besitz, eine neue Droge oder ein religiöses Ritual ausfüllen konnten. Nur eine Beziehung zu Gott kann diese Leere ausfüllen. Genau dafür kam Jesus. Das ist wirklich das Zentrum dessen, worüber ich heute spreche.

Wissen Sie, wenn Gott unser Herz hat, ist unser Besitz kein Problem. Wer Jesus wirklich zum Herrn seines Lebens gemacht hat, hat sein Recht auf ein unabhängiges Leben begraben. Er ist dann für Sie verantwortlich und Ihr Leben gehört Ihm. Wenn Menschen nervös werden: „Er spricht schon wieder über Geld.", sind Dinge im Innern nicht geklärt. Manche Bereiche sind nicht unter Gottes Herrschaft.

Ich weiß, dass einige übertreiben und absolut unvernünftige Dinge über Geld und Finanzen sagen.

Aber es bleibt dabei, Gottes Wirken und Sein Haus müssen finanziert werden. Jesus sprach ausgiebig über Habgier und Geld und den richtigen Umgang damit. Also müssen auch wir darüber sprechen.

Der Apostel Paulus sprach darüber. Es steht in der Bibel. Wenn wir darüber im richtigen Kontext sprechen, ist es wirklich absolut stimmig. Ich wiederhole mich: Wenn Gott Ihr Herz hat - und das ist die Hauptsache - dann ist Geld kein Problem mehr. Hoffentlich hat Sie unsere Illustration mit dem Kohl angesprochen. Ich bin wirklich froh, dass Gott für Luft, die Schwerkraft und all die anderen Dinge keine Gebühren verlangt. Er gibt uns all das kostenlos und möchte, dass wir Ihn ehren, damit wir nicht vergessen, dass Er alles besitzt und dass wir nur Haushalter sind; dass unser Leben nur ein Dunst ist, der schnell verfliegt. Wenn Sie Gott noch nicht mit Ihren Finanzen ehren und Ihn noch nicht an die erste Stelle gesetzt haben, dann sollten Sie das tun. Wo Sie auch leben mögen, in Ihrer Nähe ist eine Gemeinde, die Sie hoffentlich besuchen, wo das Evangelium gepredigt und alles getan wird, um verlorene und leidende Menschen zu erreichen. Sie sollten diese Arbeit regelmäßig unterstützen.

Machen Sie es Ihrem Pastor etwas leichter, damit er für andere Dinge beten kann als nur dafür, dass die monatlichen Mittel zusammenkommen. Seien Sie einfach ein Segen, unter anderem, indem Sie das tun. Wissen Sie, wie immer halte ich es nicht für einen Zufall, dass Sie diese Sendung sehen.

Sie müssen wissen, dass Gott Sie liebt. Er weiß, wo Sie sind. Er weiß alles über Sie und liebt Sie trotz allem Negativen, allen Fehlern und bewusstem Ungehorsam. Er liebt Sie und möchte Sie befreien und neu ausrichten. Hören Sie, ich weiß, dass Er es kann, weil Er es bei mir getan hat. Wenn Er mein Leben verändern konnte, kann Er jeden Menschen verändern. Jesus liebt Sie. Bis zum nächsten Mal.

Gott segne Sie.

 

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Ein Artikel von Glaube.de
Mit freundlicher Genehmigung von Antworten mit Bayless Conley e.V.
Quelle: Antworten mit Bayless Conley Predigt vom 13.02.2011
Textbearbeitung Jürgen Motzkus Redakteur bei Glaube.de
Foto: Bayless Conley
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