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30-08-11

Pastor Bayless Conley: Ist es Gott, der Teufel oder bloß ich? / Teil 2

Im Lukasevangelium heißt es: „Er nehme sein Kreuz auf täglich."



Woran merken Sie, dass der Teufel zu Ihnen spricht? Er versucht immer, Sie vom Weg des Gehorsams abzubringen, auf dem der Vater im Himmel Sie führen will. Dieser Weg ist manchmal schwer und manchmal müssen wir Opfer bringen. Lesen Sie einmal, was Jesus in dieser Situation als Nächstes zu Seinen Jüngern sagt. Vers 24:

Matthäus 16:24-27 „Dann sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn jemand mir nachkommen will, verleugne er sich selbst
und nehme sein Kreuz auf und folge mir nach! Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, wird es finden. Denn was wird es einem Menschen nützen, wenn er die ganze Welt gewönne, aber sein Leben einbüßte? Oder was wird ein Mensch als Lösegeld geben für sein Leben? Denn der Sohn des Menschen wird kommen in der Herrlichkeit seines Vaters mit seinen Engeln, und dann wird er einem jeden vergelten nach seinem Tun."

Jesus sagt: „So, wie ich mein Kreuz auf mich nehme." Aber das Kreuz wurde ihm nicht  aufgezwungen. Er sagte: „Niemand kann mir mein Leben nehmen. Ich gebe es selbst hin, und ich nehme es selbst wieder."

Wenn in der Bibel steht, wir sollen unser Kreuz auf uns nehmen, dann wird uns das nie aufgezwungen. Wenn Ihr Kreuz eine Krankheit ist oder wenn es ein Unglück ist oder eine Tragödie, dann haben Sie keine andere Wahl. Aber das Kreuz, von dem Jesus hier spricht, ist freiwillig.

Er sagt: „Wenn jemand mir nachkommen will... nehme er sein Kreuz auf sich."

Im Lukasevangelium heißt es: „Er nehme sein Kreuz auf täglich."

Es ist eine tägliche Entscheidung, den Namen von Christus zu nennen und gehorsam zu sein, selbst wenn es Sie etwas kostet. Aber Sie haben die Wahl; es wird Ihnen nicht aufgezwungen. Wenn Jesus davon spricht, unser Kreuz auf uns zu nehmen, ist das etwas Freiwilliges. Sie sagen: „Gut, ich werde für die Gerechtigkeit eintreten, ich werde für die Wahrheit eintreten, für den Namen von Jesus Christus. Wenn ich dafür verfolgt werde oder Verluste erleide, dann soll es so sein. Herr, ich weiß, dass Du mich belohnen wirst und wenn nicht in diesem Leben, dann im nächsten."

Und, liebe Freunde, wenn Sie Ihre Belohnung nur in diesem Leben suchen, dann sind Sie sehr kurzsichtig, denn Jesus kommt wieder und Er wird jeden für seine Taten belohnen. Unsere größte Belohnung wartet im kommenden Leben auf uns. Verstehen Sie? Aber Satan will uns immer von diesem Weg abbringen, damit wir jedem Leid und Opfer für Jesus aus dem Weg gehen und weltliches Wohlergehen dem Gehorsam Gott gegenüber vorziehen. Aber Jesus sagt, „was nützt es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt und dabei seine Seele verliert?"

Verstehen Sie mich nicht falsch. Ich spreche nicht von einem Leben, in dem es gar keine Freude mehr gibt. Ich meine auch kein Leben, in dem es gar nichts Schönes gibt.

In 1. Timotheus 6:17 steht:

„Gott gibt uns alles reichlich, damit wir es genießen."

Aber jeder, der mit Christus lebt, wird feststellen, dass Gott ihn dazu aufruft, für Gottes Reich Opfer zu bringen. Gott ruft Sie dazu auf, für den Namen Seines Sohnes und für die Wahrheit einzutreten. Das kann Verfolgung und Leid nach sich ziehen. Gott will, dass wir die Ewigkeit im Blick haben und den Wert eines Lebens begreifen. Wie kann man noch erkennen, ob ein Gedanke vom Teufel kommt?

Natürlich wird der Teufel dem Wort Gottes widersprechen. Der Teufel sät immer Zweifel an Gottes Verheißungen und Gottes Aussagen. Immer.

Im Garten Eden hatte Gott gesagt: „Ihr dürft von jedem Baum im Garten essen, nur von diesem einen Baum, dem Baum der Erkenntnis von Gut und Böse, dürft ihr nicht essen. Wenn ihr davon esst, müsst ihr sterben."

Der Teufel betritt die Bühne und als Erstes fragt er: „Hat Gott wirklich gesagt, ihr dürft nicht von diesem Baum essen?" Er warf einen Schatten auf Gottes Wort. Nachdem Jesus getauft wurde, kommt eine Stimme vom Himmel: „Dies ist mein geliebter Sohn." In der nächsten Szene sehen wir Jesus in der Wüste, wo Er vom Teufel versucht wird. Und was sagt der Teufel als Erstes? „Wenn du Gottes Sohn bist..." Er streut Zweifel an Gottes Aussage und das tut er immer. Immer. „Wenn Gott dich wirklich liebt..." Ich weiß doch, dass Gott mich liebt. Er liebte mich schon, als ich noch ein Sünder war. Und jetzt als Sein Kind liebt Er mich genauso, auch wenn ich Mist baue. Aber der Teufel sagt: „Wenn Gott dich wirklich liebt..." „Wenn du wirklich Christ bist..." Wenn, wenn, wenn... der Teufel sät immer Zweifel an Gottes Verheißungen, an Gottes Aussagen, die Er über Ihr Leben trifft. Und wir könnten das endlos fortsetzen, aber ich möchte noch auf etwas anderes eingehen.

Eine Sache erscheint mir noch besonders wichtig: In beiden Fällen, unter Gottes Einfluss und unter dem Einfluss des Teufels, redet Petrus. Sowohl unserem Vater im Himmel als auch dem Teufel geht es um unsere Zunge. Sowohl Gott als auch der Teufel wissen, dass die Zunge Macht zum Leben und zum Tod besitzt. So steht es in Sprüche 18:21 „Tod und Leben sind in der Gewalt der Zunge, und wer sie liebt, wird ihre Frucht essen."

Deutlicher geht es wirklich nicht. Wenn Herz und Lippen zusammenkommen, ist das eine Naturgewalt.

Tod und Leben liegen in der Macht der Zunge. Und so agiert der Teufel. Zuerst streut er einen Gedanken, aber eigentlich ist er hinter der Zunge her. Als er Judas versuchte, wir lesen darüber im Johannesevangelium, hatte Satan es Judas ins Herz gegeben, Jesus zu verraten. In einer Übersetzung heißt es, Satan gab Judas einen Gedanken ein. Man kann auch übersetzen: „Satan beeinflusste Judas..." das ist seine Methode... nur ein Gedanke, aber eigentlich ist er hinter der Zunge her.

Lesen wir nun weiter im Jakobusbrief, Jakobus, Kapitel 3. Dort geht es um die Macht der Zunge und wovon sie beeinflusst wird. Jakobusbrief, drittes Kapitel, ab Vers 3.

Jakobus 3:3-5 „Wenn wir aber den Pferden die Zäume in die Mäuler legen, damit sie uns gehorchen, lenken wir auch ihren ganzen Leib. Siehe, auch die Schiffe, die so groß und von heftigen Winden getrieben sind, werden durch ein sehr kleines Steuerruder gelenkt, wohin das Trachten des Steuermanns will. So ist auch die Zunge ein kleines Glied und rühmt sich großer Dinge. Siehe, welch kleines Feuer, welch einen großen Wald zündet es an!"

Jakobus vergleicht die Zunge mit dem Zaumzeug im Maul eines Pferdes. Ein Pferd ist um ein Vielfaches schwerer als sein Reiter, aber mit der Kandare, der „Beißstange" am Zaumzeug, kann der Reiter das Pferd lenken: nach links, nach rechts, vorwärts, rückwärts.

Als Kind bin ich viel geritten. Eines Tages kamen wir früh am Morgen zum Reitstall, ich war vielleicht zwölf. Der Besitzer fragt: „Kannst du reiten?" Ich sage, „Ja, kann ich." Er: „Bist du gut?" Ich: „ Ich kann reiten." Und er schaute den Stallknecht an und sagte: „Gib ihm King." Und dabei grinste er. Also bekam ich King. Ich stieg auf dieses große Pferd und in den nächsten zehn Minuten versuchte King, mich auf einen Zaun zu setzen, an einen Ast zu hängen und mich von einer Klippe zu werfen. Aber am Ende tat King alles, was ich wollte, ich, der 12-jährige Knirps. King machte alles, was ich wollte, weil er die Kandare im Maul hatte.

Mit unserer Zunge ist es genauso. Wenn wir unsere Zunge im Griff haben, haben wir auch unseren Körper im Griff. Unkontrollierte Zunge, unkontrollierter Körper. Und dann vergleicht Jakobus die Zunge mit einem Schiff, das mit einem Ruder gesteuert wird.

Ich stand am Seal-Beach-Pier, als die „Queen Mary" in Long Beach einlief. Ja, so alt bin ich! Haben Sie schon einmal auf der Brücke eines Schiffes gestanden? Dort ist das Steuerrad. Das kann man mit einer Hand drehen! Dieses riesige Schiff lässt sich mit einer Hand drehen, weil das Steuerrad mit dem Ruder verbunden ist.

Ihre Zunge setzt den Kurs für Ihr Leben. Wenn Sie keine Scheidung wollen, hören Sie auf, davon zu reden. Manche Leute reden sich depressiv, reden sich krank, reden sich jedes Unglück ein und wissen Sie was? All das kommt am Ende lastwagenweise zu Ihnen nach Hause und wird vor der Tür abgeladen. Wenn Sie nicht in eine bestimmte Richtung wollen, dann reden Sie nicht mehr davon.

Dann sagt Jakobus: „Siehe, welch kleines Feuer, welch einen großen Wald zündet es an!" Der ganze Wald kann abbrennen. Manche Leute merken gar nicht, wie vor ihren Augen ihre Ehe abbrennt, wie ihre seelische Gesundheit abbrennt, wie alles Mögliche abbrennt und das Streichholz dafür war ihre Zunge.

Als Kind hätte ich fast mal die Schule abgebrannt. Ich war ein kleiner Pyromane! Ich staune, dass meine Eltern mich nicht weggegeben haben. Und ich war barfuss und ich musste das Feuer mit nackten Füßen austreten. Ich verbrannte mir die Füße, aber trotzdem fing die ganze Wiese Feuer, als ich in der Schule mit Streichhölzern spielte. Die ganze Schule hätte abbrennen können, nur durch dieses kleine Streichholz.

Uns ist oft nicht klar, welche Macht unsere Worte haben. Schauen wir uns Vers 6 an:

Jakobus 3:6 „Auch die Zunge ist ein Feuer; als die Welt der Ungerechtigkeit erweist sich die Zunge unter unseren Gliedern als diejenige, die den ganzen Leib befleckt und den Lauf des Daseins entzündet und von der Hölle entzündet wird."

Der Teufel ist hinter Ihrer Zunge her, er will sie in Brand setzen. Die Formulierung „den Lauf des Daseins entzünden" heißt im Griechischen „Rad der Existenz". Das Leben wird verglichen mit einem Rad mit vielen Speichen. Eine Speiche ist Ihre Ehe, die nächste Speiche ist die Beziehung zu Ihren Kindern, die nächste Ihre Arbeit, die nächste Ihre seelische Gesundheit, die nächste Ihre körperliche Gesundheit, die nächste Speiche ist etwas anderes... das ganze Leben ist gemeint. Und durch Ihre Worte kann das ganze Rad des Lebens abbrennen. Ich sage es noch einmal: Der Teufel will Ihre Zunge.

Manche Leute haben buchstäblich ihre Ehe abgefackelt nur durch die Worte, die sie von sich geben.

Herz und Lippen wirken zusammen und in der Macht der Zunge liegen Leben und Tod. Im Epheserbrief lesen wir im sechsten Kapitel von dem geistlichen Kampf, in dem wir stehen. Dort ist die Rede von Gottes Waffenrüstung, damit wir uns gegen die Strategien des Teufels wehren können.

Ich wette, Sie kennen diesen Vers sogar auswendig. „Bei alledem ergreift den Schild des Glaubens (das Vertrauen auf Gottes Wort), mit dem ihr alle feurigen Pfeile..." wessen Pfeile? „... des Bösen auslöschen könnt!"

Diese Pfeile, die er schießt, sind Gedanken. Er zielt auf Ihr Denken. Und wenn Sie sich nicht mit Gottes Wort dagegen wehren, sondern anfangen darüber nachzudenken, dann wird das Feuer auch bald auf Ihre Zunge übergreifen. Und sobald es die Zunge erreicht hat, kann Ihre ganze Existenz in Brand geraten. Schlagen wir nun 2. Korinther auf, das zehnte Kapitel. Auch hier geht es um den geistlichen Kampf, in dem wir stehen. Zweiter Korintherbrief, Kapitel zehn, und dort ab Vers vier.

In 2. Korinther 10:4 heißt es:

2. Korinther 10:4-5

„Denn die Waffen unseres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern mächtig für Gott zur Zerstörung von Festungen; so zerstören wir überspitzte Gedankengebäude und jede Höhe, die sich gegen die Erkenntnis Gottes (oder gegen Gottes Wort) erhebt, und nehmen jeden Gedanken gefangen unter den Gehorsam Christi."

Hier geht es um unseren geistlichen Kampf und zwar darum, Gedanken „gefangen zu nehmen".

Ich glaube, eine der wichtigsten Fragen in der Bibel war die, die Gott Adam im Garten Eden stellt.

Er fragte: „Adam, wer hat dir gesagt...? Wer hat dir die Dinge gesagt, die du denkst, nach denen du handelst, die du schon aus Gewohnheit sagst? Woher kommen diese Gedanken?" Sie müssen Ihre Gedanken gefangen nehmen, genau anschauen und sich fragen: „Wo kam dieser Gedanke her?"

Denn wenn ein Gedanke nicht gefangen genommen wird, entsteht ein ganzer Prozess. Wenn Sie einen Gedanken nicht sofort gefangen nehmen, wird daraus plötzlich eine ganze Argumentationslinie, und zwar gegen die Wahrheit der Bibel. Etwas, das Sie früher rundheraus abgelehnt hätten, fängt an, sich in Ihren Gedanken zu entwickeln und plötzlich klingt es ganz logisch. „Diese Frau, die dir in der Kirche aufgefallen ist... das ist deine Seelenverwandte. Du hast die falsche Frau geheiratet. Und Gott will, dass du glücklich bist. Deswegen hat es zwischen euch gefunkt. Sie hat es auch gemerkt."

Eigentlich ist das total lächerlich, aber plötzlich diskutieren Sie herum und alles sieht ganz logisch und sinnvoll aus. Auch wenn es allem entgegensteht, was Gott in der Bibel sagt. Vielleicht denken Sie dann, Sie sind unwürdig oder ungeliebt, Sie werden nie wieder gesund, Sie werden nie frei... egal, worum es sich handelt, plötzlich klingt es logisch, weil Sie den Gedanken nicht abgewehrt haben.

Und wenn Sie den Gedanken nicht abwehren, wird daraus eine Festung.

Hier geht es um den uralten Kampf um das Denken der Menschen, um den menschlichen Verstand.
Gedanken werden zu Festungen, zu einer Position, von der aus der Feind arbeiten kann. Und sobald sich ein Gedanke festgesetzt hat, sobald er zur Festung geworden ist, greift er auf die Zunge über und man fängt an, davon zu sprechen. Und das ist der Tod im Topf. Ihre Worte haben unglaubliche Kraft, wenn Ihr Inneres damit verbunden ist. Der Teufel weiß das. Und er wirkt unterschwellig. Er arbeitet lange daran... Es fängt mit einem Gedanken an. Dann kommt ein anderer, ähnlicher Gedanke dazu. Daraus wird eine Argumentation und dann eine Festung.

 Aber das hat auch eine positive Seite. Wenn wir über Gottes Wort nachdenken und unser Herz und Denken damit ausfüllen, dann wird daraus eine Festung gegen den Feind. Darum ist es so wichtig, dass wir gemeinsam, als Gemeinde, die Bibel lesen. Und darum heißt es auch in Römer 12: „Seid nicht gleichförmig dieser Welt (lasst euch nicht von der Welt in ihr Schema pressen), sondern werdet verwandelt (lasst das, was Gott in euch hineingelegt hat, nach außen in euer Leben dringen) durch die Erneuerung des Sinnes, (das geschieht durch Gottes Wort) dass ihr prüfen mögt, was der Wille Gottes ist: das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene."

Doch dafür müssen wir uns von Gottes Wort erfüllen lassen. Und, lieber Freund, wenn Sie meinen, dass Ihre Worte keine Kraft haben... Herr Pastor, wollen Sie damit sagen, dass eine kaputte Ehe wieder ins Lot gebracht werden kann, wenn man nur das Richtige sagt? Ja. Dass eine Depression verschwinden kann? Ja. Dass in der Familie Frieden einkehren kann? Ja. Dass Türen sich öffnen können, die sonst geschlossen blieben? Ja. Denn Tod und Leben stehen in der Macht der Zunge.

Überlegen Sie doch mal: Im Leben eines Menschen kann Unglaubliches passieren, es kann das größte Wunder geschehen, wenn Herz und Lippen zusammenkommen. Römer 10:9-10. Sie sind unterwegs zur Hölle, getrennt von Gott, in der Finsternis. Dann hören Sie das Evangelium und glauben, dass Gott Jesus von den Toten auferweckt hat. Mit Ihren Worten bekennen Sie Jesus als Herrn und plötzlich geschieht ein Wunder. Plötzlich sind Sie nicht mehr unterwegs zur Hölle, sondern zum Himmel. In Jesus Christus werden Sie ein neuer Mensch. Der Heilige Geist zieht bei Ihnen ein.

Ihr Name steht im Buch des Lebens geschrieben. Gibt es überhaupt etwas Größeres? Und wenn Sie glauben, dass das geschehen kann, wenn Herz und Worte zusammenkommen, wie viel leichter ist es zu glauben, dass so auch eine kaputte Ehe wieder in Ordnung kommen oder dass eine Depression aus dem Leben verschwinden kann? Doch wir müssen uns Kopf und Herz von Gottes Wort füllen lassen und Herz und Worte müssen übereinkommen.

Petrus hat immer mal wieder Mist gebaut und ich kann mich gut mit ihm identifizieren: dass er nervös wurde und dass er einfach losgeredet hat. Dass er sich von Gott leiten ließ. Aber auch, dass er dem Teufel nachgab. Hatten Sie je einen Streit mit Ihrer Ehefrau? Und plötzlich kommt Ihnen der Gedanke:

„Das macht sie immer. Sag ihr das." Worte wie ‚immer' sollte man in einer Diskussion mit dem Ehepartner nicht verwenden. „Das machst du immer!" Wo kommt das her? Plötzlich haben Sie solche Gedanken, wie... Da können Sie einsetzen, was Sie wollen. Und Sie denken, „Wie in aller Welt konnte das so eskalieren? Es war doch bloß eine Unstimmigkeit! Wie konnte es so weit kommen?" Weil Sie einen Feind haben.

Erinnern Sie sich noch einmal an Römer 10:9. „Wenn du mit deinem Mund Jesus als Herrn bekennen und in deinem Herzen glauben wirst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat..."

Und jetzt sind wir wieder bei dem, was Jesus in Matthäus 16 sagte: „Auf diesem massiven Felsen, diesem ‚Petra‘, werde ich meine Gemeinde bauen." Gott muss Ihnen offenbaren, dass Jesus mehr ist als nur ein Mensch, nämlich wirklich der Sohn des lebendigen Gottes.

Vor über 35 Jahren fand ich in einer kleinen Missionsstation heraus, dass Jesus nicht nur ein Prophet war. Er war nicht nur ein spiritueller Guru. Er war nicht nur ein Mensch, der symbolisch für Seine Mitmenschen starb. Er ist der Sohn Gottes und Er starb am Kreuz für die Sünde der Welt und wurde am dritten Tag von den Toten auferweckt. Wenn ich Ihnen das einreden kann, kann jeder andere es Ihnen genauso leicht ausreden. Aber wenn der Heilige Geist es Ihnen offenbart, kann niemand, niemand es Ihnen wieder wegnehmen.

Schließen Sie doch einen Moment lang die Augen. Wir werden jetzt zwei Dinge tun. Erstens: Vielleicht sind Sie heute hier, aber Jesus ist noch nicht der Herr Ihres Lebens. Vielleicht stimmen Herz und Worte bei Ihnen noch nicht überein. Glauben Sie, dass Jesus Gottes Sohn ist? Glauben Sie, dass Er am Kreuz für Ihre Sünden gestorben ist und von den Toten auferweckt wurde? Wenn Sie das glauben, Jesus aber nie als Ihren Herrn bekennen, dann sind Sie - und bitte verstehen Sie das jetzt im Zusammenhang - sozusagen nur halb gerettet. Die eine Hälfte der Gleichung stimmt. In der Bibel steht, „Wenn du in deinem Herzen glauben wirst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat..."

Aber es gibt noch eine zweite Hälfte der Gleichung. „Wenn du mit deinem Mund Jesus als Herrn bekennen wirst..." Wenn Herz und Lippen zusammenkommen, ist die Rettung „komplett". Wie wär's, wenn Sie die zweite Hälfte in Angriff nehmen und bekennen, dass Jesus Ihr persönlicher Herr ist?

Allerdings müssen Sie wissen, was das bedeutet: Damit vertrauen Sie Ihm Ihr ganzes Leben an.

Sie sagen: „Jesus, mein ganzes Leben gehört jetzt Dir." Alles. Wie es in der Redewendung heißt:

„Mit Haut und Haaren." Mit allem. Wollen Sie jetzt mit mir beten? Vielleicht hören Sie das heute zum ersten Mal, vielleicht denken Sie aber auch schon eine Weile darüber nach. Gott sieht Ihr Herz. Er wird Sie nicht abweisen. Jesus ist für jede Sünde gestorben, die Sie je getan haben. Er ging freiwillig ans Kreuz, an unserer Stelle. Er wurde von den Toten auferweckt. Wenn Sie sich an Ihn wenden, werden Sie nicht enttäuscht. Schließen Sie einfach die Augen und beten Sie mit mir. Beten Sie einfach mit.

„Gott, ich glaube, dass Jesus Christus Dein Sohn ist. Ich glaube, dass Er am Kreuz gestorben und von den Toten auferstanden ist. Jesus, danke, dass Du für mich gestorben bist. Bitte sei mein Retter und Herr. Jesus, ich gebe Dir mein ganzes Leben. Von jetzt an will ich gehen, wohin Du mich führst. Amen."

 

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Ein Artikel von Glaube.de
Mit freundlicher Genehmigung von Antworten mit Bayless Conley e.V.
Quelle: Antworten mit Bayless Conley Predigt vom 21.08.2011
Textbearbeitung Jürgen Motzkus Redakteur bei Glaube.de
Foto: Bayless Conley
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