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24-08-10

Pastor Bayless Conley: Komm unter deinen Lasten hervor - Teil 1

Wissen Sie, Jesus sagte: „Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen! Und ich werde euch Ruhe geben."


Vielleicht mühen Sie sich momentan mit schrecklichen Lasten ab. Sie mögen selbst verschuldet sein oder Sie ohne Ihr Zutun getroffen haben, aber ich möchte Ihnen sagen: Gott möchte Ihnen helfen, sie loszuwerden. Das ist eine enorm wichtige Lektion und Sie können lernen, sich von Ihren Lasten zu befreien. Wenn Sie eine Bibel haben, nehmen Sie sie. Lassen Sie uns Gottes Wort studieren.

Heute möchte ich ein paar Minuten darüber sprechen, wie Sie Lasten loswerden können. Ich denke, jeder von uns trug bereits Lasten, die Gott nie für uns vorgesehen hatte. Vielleicht tragen Sie momentan oder sogar heute eine schwere Last, die Gott Ihnen in Seiner Barmherzigkeit und durch Seine Kraft abnehmen möchte. Wir werden über verschiedene Lasten sprechen, die Sie durch Gottes Gnade loswerden können.

Manchmal tragen wir alle Lasten, die Gott nie für uns bestimmt hatte. Ich glaube ganz einfach, dass wir hier durch Gottes Fügung versammelt sind und dass Gott einen kompletten Gottesdienst arrangieren würde, nur um einen Menschen zu ermutigen. Ich weiß, dass heute Menschen hier sind, die Dinge mitschleppen, die Gott nicht in ihrem Leben haben möchte. Ich glaube, dass Sie heute durch die Kraft des Geistes Gottes freigesetzt werden können. Sind Sie bereit?

Gut, die erste Last ist die Bedrückung durch den Feind. Jesu Dienst auf Erden wurde quasi in Apostelgeschichte 10:38 zusammengefasst. Dort steht: „Jesus von Nazareth, wie Gott ihn mit Heiligem Geist und mit Kraft gesalbt hat, der umherging und wohltat und alle heilte, die von dem Teufel überwältigt waren, denn Gott war mit ihm."

Jesu Dienst auf der Erde bestand darin umherzugehen, wohlzutun und alle zu heilen... sagen Sie ‚alle‘... die vom Teufel überwältigt waren, denn Gott war mit Ihm.

Eine interessante Tatsache: Es gibt kein einziges Beispiel in den Evangelien von jemandem, der Jesus inständig anrief oder Ihn intensiv suchte, ohne die erwünschte Gnade oder Barmherzigkeit zu empfangen. Andererseits gibt es viele Beispiele, wo Jesus zu Menschen kam... Er kam zu ihnen, ohne dass Menschen Ihn suchten oder zu Ihm kamen... und sie nichts empfingen. Zum Beispiel der Mann am Teich Bethesda... Jesus ging dorthin. Es heißt, er war von Kranken umgeben. Er heilte einen Menschen, zu dem Ihn der Heilige Geist führte und ging dann wieder, während alle anderen nach wie vor litten. Doch jene, die Ihn inständig suchten und zu Ihm riefen, erhielten es.

Ich denke an Männer wie den blinden Bartimäus. Menschen mussten große Hürden überwinden.

Er fängt an zu rufen, weil er hört, Jesus von Nazareth ist da und sie sagen, er soll ruhig sein.

Je mehr sie ihm sagen, er solle schweigen, umso lauter ruft er und bekommt, was er braucht.

Oder die Frau mit dem Blutfluss. Nach dem Gesetz des Mose durfte sie sich nicht in der Öffentlichkeit bewegen. Sie geht dennoch, drängt sich durch die Menge, ergreift den Saum Seines Gewandes und wird geheilt. Ihr Blutfluss hört sofort auf. Oder die syrophönizische Frau. Jesus und die Jünger versuchen, eine Pause einzulegen. Dann kommt sie, sucht Ihn, nervt sie so sehr, dass sie versuchen, sie wegzuschicken. Aber sie geht nicht! Sie besteht darauf, Jesus zu treffen. Schließlich kommt Jesus und bremst sie etwas aus, indem Er sagt: „Es ist nicht Recht, das Brot der Kinder den Hunden zu geben. Zuerst müssen die Kinder satt werden." Ihr fällt etwas ein und sie sagt: „Nun, Herr, selbst Hunde fressen die Krümel unter dem Tisch." Eine Hürde nach der anderen, aber sie überwindet sie.

Sie war hartnäckig und bekam, was sie brauchte. Wir könnten noch über den königlichen Beamten mit seinem Sohn, die Aussätzigen, Jairus und dessen Tochter usw. usw. sprechen.

Hier sehen wir... ich bat Sie, 2.Mose aufzuschlagen...einige beeindruckende Bilder und Vorschattungen. Die Israeliten werden mehrmals im Neuen Testament als gute und schlechte Vorbilder für uns genannt. Jetzt kommen wir zu 2.Mose 6:5. Vierhundert Jahre Knechtschaft und Bedrückung durch die Ägypter lagen zurück. 2.Mose 6:5, Gott spricht zu Mose.

2.Mose 6:5-7
„Auch habe ich gehört die Wehklage der Israeliten, die die Ägypter mit Frondienst beschweren, und habe an meinen Bund gedacht. Darum sage den Israeliten: Ich bin der Herr und will euch wegführen von den Lasten, die euch die Ägypter auflegen, und will euch erretten von eurem Frondienst und will euch erlösen mit ausgerecktem Arm und durch große Gerichte; ich will euch annehmen zu meinem Volk und will euer Gott sein, dass ihr's erfahren sollt, dass ich der Herr bin, euer Gott, der euch wegführt von den Lasten, die euch die Ägypter auflegen."

Gott sagte, Er habe ihre Wehklage gehört und Seines Bundes gedacht. Gott sagte nicht: „Stimmt ja, ich hatte etwas mit Abraham vereinbart. Das habe ich total vergessen! Ich muss hier etwas tun, eben fiel es mir ein!" Nein, die Formulierung, dass Gott Seines Bundes gedachte, bedeutet, dass Er ihn in Kraft setzte. Er fing an, ihn in Kraft zu setzen.

Jemand fragt: „Warum erst nach vierhundert Jahren? Warum wartete Er vierhundert Jahre, bevor Er des Bundes gedachte und den Bund, die Vereinbarung mit Abraham, in Kraft setzte?" Manche sagen: „Das ist einfach Gottes Souveränität. Er legt die Zeitpunkte fest."

Das mag schon sein und natürlich glaube ich, dass Gott souverän handelt. Aber Er ist allwissend.

Er weiß, was wir tun werden, bevor wir es tun. Er bestimmt nicht jede unserer Handlungen. Er gab uns einen freien Willen, aber Er weiß von Anfang an, wie alles ausgeht. Gott sieht in diesen Korridor der Zeit hinein, sieht, wie jemand reagieren wird und verkündet dann vielleicht etwas. Er sprach mit Abraham und sagte ihm: „Deine Kinder und deine Nachkommen werden unter eine Knechtschaft kommen und vierhundert Jahre unterdrückt werden. Dann werden sie herauskommen und dieses Land erben." Sagte Gott damit? „Gut, ich möchte, dass sie vierhundert Jahre leiden. Ich möchte, dass eine Generation nach der anderen versklavt ist und werde sie aus einem unerfindlichen Grund, den ich dir nie nennen werde, in ca. vierhundert Jahren herausbringen."

Ich denke, Gott, der allwissend ist, schaute den Korridor der Zeit entlang und erkannte, dass sie erst nach dieser Zeit, nach vierhundert Jahren grausamer Knechtschaft, etwas tun würden, wodurch Gott den Bund in Kraft setzen würde. Bitte schauen Sie sich mit mir... ich möchte Ihnen etwas zu bedenken geben... 2.Mose 1:13 an. Dort steht:

2.Mose 1:13-14
„Da zwangen die Ägypter die Söhne Israel mit Gewalt zur Arbeit und machten ihnen das Leben bitter durch harte Arbeit an Lehm und an Ziegeln und durch allerlei Arbeit auf dem Feld, mit all ihrer Arbeit, zu der sie sie mit Gewalt zwangen."

Sie machten ihnen das Leben bitter durch harte Arbeit. Aber wir finden keinen Hinweis darauf, dass sie deswegen zu Gott schrien oder sich überhaupt an Gott wandten. Offenbar waren sie bereit, diese Last der Bedrückung durch ihre Feinde weiterhin zu ertragen.

Dann sagt der Pharao: „Sie werden zu zahlreich. Falls wir gegen ein anderes Land kämpfen und sie sich auf deren Seite stellen, wird es eng für uns. Alle männlichen Kinder der Israeliten sollen in den Fluss geworfen werden." Also begannen sie, Scharen von Kindern zu töten. Und wieder wird uns nichts davon berichtet, dass sie zu Gott um Befreiung schrieen. Wir kommen zu 2.Mose 2:23.

2.Mose 2:23
„Lange Zeit aber danach starb der König von Ägypten. Dann seufzten die Israeliten... (sagen Sie ‚dann‘)... dann seufzten die Israeliten  über ihre Knechtschaft und schrieen, und ihr Schreien über ihre Knechtschaft kam vor Gott."

Andere Übersetzungen sagen, sie schrieen um Hilfe. Ihr Flehen um Befreiung kam vor Gott.

2.Mose 2:24-25
„Da hörte Gott ihr Ächzen, und Gott dachte an seinen Bund mit Abraham, Isaak und Jakob. Und Gott sah nach den Söhnen Israel, und Gott kümmerte sich um sie."

Schließlich reichte es ihnen. Ich möchte zwei Gedanken zum Thema der Bedrückung durch den Feind bringen. Wie schnell kommt der Punkt, dass Sie die Last einer solchen Bedrückung nicht mehr ertragen? Wann sagen Sie: „Es reicht!" Man kann sich schnell daran gewöhnen, das Joch des Feindes zu tragen. Solange wir es hinnehmen, wird Gott nichts tun. Über Jahrhunderte haben sie nach biblischem Befund wegen der grausamen Knechtschaft nie zu Gott geschrieen. Aber sobald sie zu Gott schrien und im Grunde sagten: „Es reicht!", setzte Gott Seinen Bund in Kraft.

Ich denke, wir müssen manchmal buchstäblich einen Schlussstrich ziehen und sagen: „Es reicht! Ich dulde das keinen Tag länger! Teufel, du wirst mich nicht knechten; du wirst meine Familie nicht berauben; du wirst meine Kinder nicht knechten. Das Maß ist voll."

Und wir handeln entschlossen... suchen Gott, schreien zu Gott im Gebet, widerstehen dem Teufel; tun, was wir tun müssen und sagen: „Ich nehme das nicht länger hin."

Es gibt hier jemanden, ein paar Kapitel weiter... schauen Sie sich Kapitel 8 an... der wohl eine Haltung hatte, die leider auch im Volk Gottes verbreitet ist. Gott kündigt Mose die verschiedenen Plagen an und hier sagt Gott ihm das Ausmaß der Froschplage und nennt Details. Wir lesen 2.Mose 7:28.

2.Mose 7:28-29
„Und der Nil wird von Fröschen wimmeln; die sollen heraufkommen in dein Haus und in deine Schlafkammer und auf dein Bett; auch in die Häuser deiner Knechte, unter dein Volk, in deine Backöfen und in deine Backtröge; und die Frösche sollen auf dich und auf dein Volk und auf alle deine Knechte kriechen."

Wer meint, das hört sich wirklich übel an? Frösche auf dem Teppich, Frösche in der Einfahrt, Frösche im Auto, Frösche im Waschbecken, Frösche im Kühlschrank, Frösche im Ofen, Frösche am Körper, überall Frösche! Kein Entrinnen? Gut, 2.Mose 8:5.

2.Mose 8:5-6
„Da sagte Mose zum Pharao: Verfüg über mich! Wann soll ich für dich, deine Diener und dein Volk um Beseitigung der Frösche von dir und aus deinen Häusern bitten? Nur im Nil sollen sie erhalten bleiben. Er sagte: Morgen."

Wer hält das für dumm? Wer denkt, er hätte „Jetzt" sagen sollen? Schließlich hatte er Frösche in den Haaren! Und er sagt: „Eine weitere Nacht mit den Fröschen ist in Ordnung. Morgen. Eine Nacht nehmen wir das noch hin. Ich lege mich schlafen und die ganze Nacht lang werden Frösche über mich und meine Frau springen." Wann ist das Maß voll? Haben Sie gesagt: „Noch eine Nacht mit den Fröschen?" Wenn wir nichts tun, dulden wir eine Last, die wir nicht tragen müssen.

Der zweite Gedanke ist folgender: Es heißt, Gott gedachte Seines Bundes. Es gab einen Bund oder eine Vereinbarung zwischen Gott und Abraham und Gott sandte Mose, um sie zu befreien. Aber ich möchte Ihnen sagen: Wir haben einen besseren Bund und einen besseren Befreier. Wir haben einen besseren Bund, der sich auf bessere Verheißungen gründet. Gott sandte ihnen Mose. Uns sandte Er Jesus, der die Werke des Teufels zerstörte, der den Teufel bezwang. Und unser Retter, unser Befreier, fühlt mit uns in unserer Schwachheit. Wenn wir Ihn anrufen, können wir Gott vertrauen und Gott wird den Bund in Kraft setzen, von dem Jesus sagte: „Ihr werdet auf Schlangen und Skorpione treten.

Ich gebe euch Vollmacht über alle Macht des Feindes und ihr werdet keinerlei Schaden erleiden."

Freund, Gott sei Dank, sie hatten einen guten Bund mit Abraham, sie hatten in Mose einen guten Befreier.

Wir haben einen besseren Bund. Wir haben einen besseren Befreier.

Die Bibel sagt, Gott hört das Gebet der Gerechten und Er erhört es. Sie müssen begreifen, dass Sie sich auf einen Bund gründen. Sie müssen erkennen, dass Sie einen großartigen Befreier und Retter namens Jesus haben und Sie müssen sagen: „Das Maß ist voll!" Manche unter Ihnen müssen sich geistlich zum Kampf rüsten, einen kleinen Kriegstanz tanzen und sagen: „Ich nehme das jetzt nicht mehr hin!" Denn bis Sie das tun, werden Sie diese Last tragen.

Gut, schauen wir uns 2.Mose 18 an. Hier sehen wir eine zweite Last, und zwar selbstauferlegte Überlastung. Hier unterhält sich Jitro, der Schwiegervater von Mose, unterhält sich kurz mit Mose.

2.Mose 18:13-18
„Und es geschah am folgenden Tag, da setzte sich Mose, um das Volk zu richten; und das Volk stand um Mose her vom Morgen bis zum Abend. Als aber Moses Schwiegervater alles sah, was er mit dem Volk tat, sprach er: Was tust du denn mit dem Volk? Warum sitzt du allein, und das ganze Volk steht um dich her vom Morgen bis zum Abend? Mose antwortete seinem Schwiegervater: Das Volk kommt zu mir, um Gott zu befragen. Denn wenn sie eine Rechtssache haben, kommen sie zu mir, dass ich entscheide, wer von beiden recht hat, und damit ich ihnen Gottes Ordnungen und seine Gesetze verkünde. Aber Moses Schwiegervater sprach zu ihm: Es ist nicht gut, was du tust! (Sagen Sie: nicht gut.) Du wirst müde und kraftlos, sowohl du als auch das Volk, das bei dir ist; denn diese Sache ist zu schwer für dich, du kannst sie allein nicht ausrichten."

Er unterweist ihn und sagt: „Mose, du musst delegieren", und sagt ihm, wie er konkret delegieren kann. Wir kommen zu Vers 22. Er sagt:

2.Mose 18:22
„damit sie dem Volk allezeit Recht sprechen! Alle wichtigen Sachen aber sollen sie vor dich bringen, und alle geringen Sachen sollen sie selbst richten; so wird es dir leichter werden, wenn sie die Bürde mit dir tragen."

Sagen Sie alle: delegieren. Hier sitzen einige, die genau das hören müssen, was ich jetzt sagen werde. Delegieren Sie Dinge, ob es den Predigtdienst, das Geschäft oder die Familie betrifft!

Jahrelang hatten wir... über zehn Jahre predigte ich in unseren früheren Räumen, bevor diese fertig waren... sechs Mal jedes Wochenende, und wenn ich den Abendgottesdienst leitete sogar sieben Mal. Am Montag sollte mich besser keiner fragen, wie ich heiße, weil es mir meist nicht einfiel.

Ich war erschöpft. Und mein guter Freund Randy Morrison besuchte uns und war, soweit ich weiß, in den Gottesdiensten. Damals hatten wir vier Gottesdienste, denke ich. Ich war also da und betete Gott von ganzem Herzen an, ging dann hoch und predigte mit voller Kraft. Wir beendeten den Gottesdienst und ich rannte zurück. Damals hatten wir eine Art Lobby für Besucher und ich grüßte dort die Leute und betete für sie... für diejenigen, die zum ersten Mal bei uns waren... und verbrachte ca. 40 Minuten dort. Dann hörte ich wieder den Lobpreis und rannte zurück. Ich betete Gott leidenschaftlich an und predigte voller Eifer und rannte dann in die Besucherlobby zurück, schüttelte Hände und sprach mit Menschen. Ich hörte den Lobpreis, rannte zurück, betete wieder Gott an, predigte, was das Zeug hielt und rannte zurück in die Lobby, um alle zu grüßen. Ich setzte mich nie hin. Und dann fing der Lobpreis wieder an und ich rannte rüber, betete an und predigte wie gesagt und Randy sagte: „Bayless, was soll das? Es ist nicht gut, was Du tust! Das wird dich umbringen!" Und ich sagte: „Aber ich möchte jeden kennenlernen und jeden sprechen!" Er sagte: „Du wirst sterben!" Und ich hörte auf ihn.

Manche Dinge..., obwohl ich sie von Herzen gerne tun wollte..., ich wollte mit jedem eine Kleinigkeit essen und Tee trinken! Aber das war unmöglich, es hätte mich sehr viel gekostet!

Manche von Ihnen, die sich übernehmen, werden dafür einen Preis bezahlen, im körperlichen, emotionalen oder einem anderen Bereich, den Sie sich nicht leisten können. Das Einzige, was wir ununterbrochen tun sollen, ist gütig und freundlich sein.

Wissen Sie, Mose hatte damit wirklich zu tun, denn Gott musste ihn später nochmals deswegen ansprechen. Er hatte einfach die Neigung, alles alleine zu machen. Schauen Sie sich bitte mit mir

4.Mose, Kapitel 11 an.  Achten Sie darauf, wie Mose reagiert. Manche der Anwesenden können sich damit sehr konkret identifizieren. 4.Mose 11:11.

4.Mose 11:11-15      
„Und Mose sprach zu dem Herrn: Warum bekümmerst du deinen Knecht? Und warum finde ich keine Gnade vor deinen Augen, dass du die Last dieses ganzen Volks auf mich legst? Hab ich denn all das Volk empfangen oder geboren, dass du zu mir sagen könntest: Trag es in deinen Armen, wie eine Amme ein Kind trägt, in das Land, das du ihren Vätern zugeschworen hast? Woher soll ich Fleisch nehmen, um es all diesem Volk zu geben? Sie weinen vor mir und sprechen: Gib uns Fleisch zu essen. Ich vermag all das Volk nicht allein zu tragen, denn es ist mir zu schwer. Willst du aber doch so mit mir tun, so töte mich lieber, wenn anders ich Gnade vor deinen Augen gefunden habe, damit ich nicht mein Unglück sehen muss."

Manche können das nachvollziehen. Sie sind von innen und außen so unter Druck und sagen: „Sterben wäre leichter als damit fertigzuwerden." Schauen Sie, was Gott ihm in 4.Mose 11:16 sagt:

4.Mose 11:16-17      
„Und der Herr sprach zu Mose: Sammle mir siebzig Männer unter den Ältesten Israels, von denen du weißt, dass sie Älteste im Volk und seine Amtleute sind, und bringe sie vor die Stiftshütte und stelle sie dort vor dich, so will ich herniederkommen und dort mit dir reden und von deinem Geist, der auf dir ist, nehmen und auf sie legen, damit sie mit dir die Last des Volks tragen und du nicht allein tragen musst."

Was die eigene Familie angeht, sitzen hier einige Marthas unter uns. Offen gesagt, mag ich Martha... vielleicht sogar lieber als Maria. Mir ist klar, dass Maria Jesus zu Füßen saß und Sein Wort hörte.

Aber man bekam wenigstens etwas zu essen, wenn Martha da war. Ich selbst mag Martha. Jesus und die Jünger waren im Haus und Martha kocht und schuftet, aber sie hat diese Haltung: „Ich trage die Welt auf meinen Schultern." Die Symptome sind eindeutig. Wutausbruch, Anschuldigung, Selbstmitleid. „Herr, ist es Dir egal, dass meine Schwester mich alleine dienen lässt? Sie sitzt Dir zu Füßen und tut nichts!" Jesus sagte: „Martha, Martha, du hast Recht. Maria, was machst du? Geh und hilf deiner Schwester." Nein, Jesus sagte: „Martha, Martha, du machst dir Gedanken und Sorgen um viele Dinge." Und ich liebe... ich denke, es ist die Amplified Bible: „Martha, Martha, du bist überbeschäftigt und zu aktiv. Maria hat das Gute erwählt, das ihr nicht genommen werden wird."

Es ist ein guter Tag, wenn Sie erkennen, dass Sie nicht alles tun und alles sein können. Selbst wenn Sie jemand sind, der überall seine Finger im Spiel haben möchte... Sie wollen alles in der Hand haben. Vielleicht bestreiten Sie das, aber jeder, der Sie näher kennt, weiß es. Sie müssen delegieren. Sie müssen andere heranlassen, sonst wird Ihr Leben nicht so lang, wie es werden sollte.

Vor kurzem wurde bei einem Freund von mir, ich erzählte es bereits, nicht nur eine schlimme Diagnose gestellt, der Arzt sagte sogar, er habe nicht mehr lange zu leben. Er kämpfte den guten Kampf und lebt bereits viel länger als die Ärzte sagten und kürzlich gab es gute Befunde, über die ich sehr froh bin. Wir telefonierten und er sagte: „Bayless, ich suchte Gott deswegen intensiv." Und er sagte: „Ich war ziemlich getrieben und hatte den Eindruck, alles selbst machen zu müssen." Er ist Prediger und predigte fünf Mal jedes Wochenende und tat noch alle möglichen anderen Dinge. Und er sagte: „Ich arbeitete ohne Rücksicht auf meinen Körper und delegierte nichts. Ich musste alles alleine machen." Er sagte: „Das war die offene Tür, durch die das in mein Leben kommen konnte." Er sagte: „Ich kehrte um." Als er mir das sagte, war das, als würde Gott zu mir reden. Ich überprüfte mein Leben erneut und erkannte: „Ich bin jetzt wieder an diesem Punkt, so wie Mose, Gott. Ich muss delegieren und ein paar Dinge loslassen, obwohl ich manches gerne tun würde. Aber ich möchte noch leben, wenn meine Urenkel geboren werden, und ich will nicht die Last der selbstverschuldeten Überarbeitung tragen."

Gut, schauen Sie sich bitte mit mir Psalm 38 an. Wir kommen zu einer weiteren Last, und zwar der Last verheimlichter Sünde. Psalm 38:3, die Bürde verheimlichter Sünde. Der Psalmist verkündet:

Psalm 38:3-4
„Keine heile Stelle ist an meinem Fleisch wegen deiner Verwünschung, nichts Heiles an meinen Gebeinen wegen meiner Verfehlung. Denn meine Sünden wachsen mir über den Kopf, wie eine schwere Last sind sie zu schwer für mich."         

Haben Sie Josephs Brüder vor Augen, die in Ägypten waren und eine Wende zum Negativen erlebten? Wissen Sie noch, was sie als Erstes sagten? Ihre ersten Worte waren: „Das geschah wegen unserer Untaten an Joseph." Sie hatten ihn vor Jahren in eine Grube geworfen, ihn als Sklaven verkauft. Soweit sie wussten, war er tot. Sie tauchten seinen Mantel in Ziegenblut, brachten ihn zu ihrem Vater, täuschten ihn und sagten: „Hier, ein wildes Tier tötete und fraß deinen Sohn!" All die Jahre trauerte ihr Vater und sie brachten die Wahrheit nie ans Licht. Sie hielten sie all die Jahre zurück und sie nagte an ihrer Seele wie Krebs, bis sie dann Negatives erlebten und nach all den Jahren zuallererst sagten: „Das geschah wegen unserer Untaten an Joseph." Sie dachten zuerst daran. Sie hatten das ständig vor Augen. Es wuchs und wuchs und wuchs und wurde zu einer unerträglichen Last.

Eines Abends erreichte uns in der Gemeinde ein Notruf. Ein Mann aus der Gemeinde drohte Selbstmord zu begehen, hielt sich seine geladene Pistole an den Kopf. Einer der Pastoren fuhr hin und die Polizei war da. Was für ein Anblick! Der Pastor überredete ihn, seine Pistole abzugeben und kümmerte sich dann um ihn. Es kam heraus, dass Sünden seiner Jugend dahinter steckten. Er hatte einigen Familienmitgliedern irreparablen Schaden zugefügt... Dinge, die nicht wieder ungeschehen gemacht werden konnten. Er schleppte diese Last und diese Schuld so lange mit sich herum, dass er lieber gestorben wäre als noch einen Tag damit zu leben. Schließlich bekannte Er es Gott und dem Pastor und wurde freigesetzt. Er wurde ein enorm wertvolles Gemeindemitglied, brachte viel Frucht, wurde ein guter Ehemann und ein guter Vater. Der Schlüssel, falls Sie eine solche Last tragen, ist, Dinge zu bekennen. Schauen Sie sich im selben Psalm Vers 18 an, wenn Sie frei werden wollen.  Er sagt:

Psalm 38:18-19
„Denn ich bin nahe daran zu fallen, und mein Schmerz ist stets vor mir. Denn ich bekenne meine Schuld und bin bekümmert wegen meiner Sünde."

Wenn Sie frei werden wollen, müssen Sie umkehren und diese Sünde bekennen. Manchmal reicht es, Sie vor Gott zu bekennen. König David sagte in Psalm 51: „Herr, gegen Dich allein habe ich gesündigt." Manchmal bekennen Sie Dinge und sie sind erledigt. Es gibt andere Fälle, wo Sie es zusätzlich vor jemand anderem bekennen müssen.

Jakobus 5:16:
„Bekennt einander eure Sünden, damit ihr geheilt werdet."

Bekennt einander eure Sünden, damit ihr befreit werdet.

Wissen Sie, viele Menschen tragen unsichtbare Lasten: Schuld, Verdammnis oder Scham über Dinge, die sie getan haben oder über Dinge, die sie versäumten zu tun. Ich habe gute Nachrichten für Sie, Freund. Das Blut Christi reinigt uns von aller Sünde. Das gibt uns keinen Freibrief weiterhin zu sündigen, aber wenn wir von Herzen unsere Sünde bereuen und unsere Sünden Gott bekennen, ist Er treu und gerecht, unsere Sünden zu vergeben und uns von aller Ungerechtigkeit zu reinigen.

Vielleicht tragen Sie eine solche Last und haben bestimmte Sünde nicht bekannt, Schuld oder Scham über etwas, das Sie früher taten oder das Ihnen vielleicht angetan wurde. Ich möchte ihnen sagen, es gibt Freiheit in Christus. Ich denke, wenn wir in die geistliche Welt schauen könnten, würden wir sehen, dass manche unerträgliche Lasten tragen, die sie niederdrücken. Sie spüren diese Dinge kurz vor dem Einschlafen und sofort, wenn sie aufwachen, aber ich sage Ihnen, es gibt Freiheit in Jesus Christus. Rufen Sie Ihn heute an, Sie werden es nicht bereuen!

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Ein Artikel von Glaube.de
Mit freundlicher Genehmigung von Antworten mit Bayless Conley e.V.
Quelle: Antworten mit Bayless Conley Predigt vom 11.07.2010
Textbearbeitung Jürgen Motzkus Redaktionsmitarbeiter bei Glaube.de
Foto: Bayless Conley
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