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27-01-11

Pastor Bayless Conley: Prüfungen, die unsere Reife fördern / Teil 5

Dies ist eine erstaunliche Serie über Prüfungen, die zur Reife führen.


Heute spreche ich über die Prüfung des Bezeugens und über die Prüfung durch Vergehen. Das sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Ich spüre sogar, dass Gott heute Zuschauer herausfordern und Ihnen Dinge zeigen wird, die Ihnen im Wege standen und Sie davon abhielten, mit Gott voran zu gehen. Diese Predigt wird ein Schlüssel sein, und wenn Sie sich entscheiden, ihn zu gebrauchen, wird er Ihnen neue Türen öffnen. Sie müssen nicht mehr in der Stagnation verharren und an etwas festhalten, was nichts bringt. Gott möchte, dass wir weiterkommen. Wenn Sie eine Bibel haben, öffnen Sie sie. Möge Gott Ihnen Augen und Ohren öffnen, damit Sie Gottes Wort hören und sehen und wirklich verstehen können, wenn wir uns jetzt gemeinsam damit beschäftigen.

Lassen Sie uns jetzt Jesaja 38 aufschlagen. Wir sind mitten in einer Serie, und wenn ich mich nicht irre, ist das jetzt der vierte Teil von „Prüfungen, die zur Reife führen." Gottes größtes Anliegen ist nicht, dass wir in den Himmel kommen. Sein größtes Anliegen ist, dass wir reif werden, dass wir Jesus immer ähnlicher werden. Wir müssen einige Prüfungen bestehen, die uns auf dem Weg zur geistlichen Reife begegnen werden. Heute werden wir uns zwei davon ansehen. Die Erste nenne ich die Prüfung des Bezeugens, die darin besteht, dass Gott Ihnen ein bestimmtes Maß an Wohlstand, Erfolg und Anerkennung gewährt und dann beobachtet, ob Sie von Ihm erzählen, ob Sie Ihm wirklich die Ehre geben und anderen sagen, was Er in Ihrem Leben getan hat. Wir lesen eine recht bekannte Geschichte. In Jesaja 38:1 heißt es:

Jesaja 38:1 „In jenen Tagen wurde Hiskia todkrank. Und der Prophet Jesaja, der Sohn des Amoz, kam zu ihm und sagte zu ihm: So spricht der Herr: Bestelle dein Haus, denn du wirst sterben und nicht am Leben bleiben!"

Im Verlauf der Geschichte wandte Hiskia sein Gesicht zur Wand: „Ich wende mich von allem ab, was Menschen sagen und wende mich allein Gott zu." Manchmal müssen Sie das tun, liebe Freunde. Er fing an zu beten. Bevor Jesaja den Hof verlassen hatte, sprach Gott zu ihm und sagte Folgendes: „Geh hin und sage Hiskia, dem Leiter meines Volkes, dass ich sein Gebet gehört und seine Tränen gesehen habe. Ich werde seinem Leben 15 Jahre hinzufügen und als Bestätigung werde ich ihm ein Zeichen geben. Frage ihn, ob er möchte, dass der Schatten der Sonnenuhr sich um zehn Grad vorwärts oder rückwärts bewegt." Als Hiskia diese Nachricht hörte, sagte er: „Vorwärts ist genial, aber rückwärts ist noch besser. Der Schatten soll sich rückwärts bewegen." Gott drückte quasi die Pausentaste des Universums, spulte etwas zurück, und der Schatten bewegte sich um zehn Grad zurück, und Hiskia wurde geheilt. Die Tatsache, dass der Schatten um zehn Grad nach hinten ging, betraf das ganze Universum. Dieses Wunder geschah nicht nur in Israel, sondern auf der ganzen Welt. Wir lesen in Kapitel 39 weiter. Bitte schauen Sie sich mit mir die ersten Verse an.

Jesaja 39:1-2 „In jener Zeit sandte Merodach-Baladan, der Sohn Baladans, der König von Babel, Brief und Geschenk an Hiskia, denn er hatte gehört, dass er krank gewesen und wieder zu Kräften gekommen war. Und Hiskia freute sich über sie und zeigte ihnen sein Schatzhaus: das Silber und Gold, Balsamöle und das köstliche Öl, sein ganzes Vorratshaus und alles, was sich in seinen Schatzkammern vorfand. Es gab nichts in seinem Haus und in seiner ganzen Herrschaft, das Hiskia ihnen nicht gezeigt hätte."

Bitte schlagen Sie schnell 2. Chronik 32 auf. Diese Geschichte wird auch dort berichtet und obwohl die Eckdaten überwiegend gleich sind, werden hier in 2. Chronik einige Dinge erwähnt, die Jesaja nicht nennt, die aber für unser heutiges Thema sehr bedeutend sind. In 2. Chronik 32,23 steht:

2. Chronik 32:23-24

„Und viele brachten Gaben für den Herrn nach Jerusalem und Kostbarkeiten für Hiskia, den König von Juda; und er war seitdem hoch angesehen in den Augen aller Nationen. In jenen Tagen wurde Hiskia todkrank; und er betete zu dem Herrn. Und der Herr redete zu ihm und gab ihm ein Wunderzeichen."

Vers 27: 

2. Chronik 32:27-29

„Und Hiskia hatte sehr viel Reichtum und Ehre. Und er machte sich Schatzkammern für Silber und Gold und Edelsteine und für Balsamöle und für Schilde und für allerlei kostbare Geräte und Vorratshäuser für den Ertrag an Getreide und Most und Öl und Ställe für allerlei Vieh und Ställe für die Herden. Und er legte sich Städte an und Besitz von Schafen und Rindern in Menge; denn Gott gab ihm ein sehr großes Vermögen."

Schauen Sie sich Vers 31 an:

2. Chronik 32:31

„So war es auch bei den Gesandten der Obersten von Babel, die zu ihm gesandt hatten, um nach dem Wunderzeichen zu fragen, das im Land geschehen war. Da ließ Gott ihn allein, um ihn zu prüfen, damit er alles erkannte, was in seinem Herzen war."

Gott ließ ihn allein, um ihn zu prüfen, damit er alles erkannte, was in seinem Herzen war. Gott ließ ihn nicht in dem Sinne allein, dass Er nicht mehr da gewesen wäre, weil Er ja allgegenwärtig ist; aber Hiskia konnte in diesem Moment die Gegenwart Gottes nicht spüren. Wenn unsere Lobpreisband - die Katinas - uns in die Anbetung führen, ist es leicht, sein Herz auf Gott auszurichten, aber wenn die Band nicht spielt und Gottes Wirken und Seine Gegenwart nicht spürbar sind, kommt zum Vorschein, was wirklich in uns steckt.

Mein Vater fuhr mit mir nach Disneyland, als ich noch klein und etwa fünf Jahre alt war. Vielleicht war ich auch schon sechs, so etwa in dem Alter. Wir gingen zu Tom Sayers Insel, nahmen ein Floß und plötzlich verschwand er. Er wollte herausfinden, ob ich bestimmte Dinge, die er mir beigebracht hatte, anwenden würde. Ich bekam es nicht mit, aber er versteckte sich in der Nähe hinter einem Baum und beobachtete mich. Ich dachte mir: „Ich gehe einfach zu der Stelle zurück, wo die Flöße ablegen."

Ich fragte einige Leute: „Können Sie mir sagen, wie man zu den Flößen kommt?" Ich ging los und er versteckte sich hinter Steinen und Bäumen - ich sah ihn nicht, aber er war ganz in der Nähe und hatte ein Auge auf mich. Als ich dort ankam, zeigte er sich. Er war ständig bei mir, obwohl ich nichts davon spürte. Glücklicherweise profitierte ich von einigen Dingen, die mein Papa mir beigebracht hatte.

Der König von Babel schickte Gesandte, weil sie hörten, dass der todkranke Hiskia wieder gesund geworden war, lesen wir in Jesaja. Aber hier lesen wir, dass sie kamen, um etwas über das Wunder zu erfahren, dass dabei geschah. Wie gesagt, es betraf die ganze Welt. Die Babylonier waren die weltweit führenden Astronomen. Sie erkannten, dass seltsame Dinge im Universum geschehen waren. In der ganzen Welt bewegten sich die Schatten rückwärts! Sie hörten, dass es mit der Heilung des Königs des kleinen Landes Juda zu tun hatte, dass dieser Gott, der das Universum bewegte, an einem gewöhnlichen Menschen Interesse hatte. Natürlich wollten sie mehr über dieses Zeichen und Wunder erfahren. Wissen Sie, Gott ließ Hiskia allein, um herauszufinden, was in seinem Herzen ist, und Hiskia bestand die Prüfung nicht. Er erzählte den Gesandten nichts von Gott. Er redete nicht über seine Heilung und das anschließende Wunder. Er zeigte ihnen nur seinen Besitz. Er sagt: „Kommt, Männer, schaut euch diese Ställe an. Seht mal, was für Ställe ich für mein Vieh gebaut habe. Schaut mal, was wir für Gewürze haben! Habe ich euch schon meinen Weinkeller gezeigt? Schaut euch mal meinen Wein an und dann natürlich mein Silber und mein Gold! Schaut euch das alles an."

Ihm stieg sein Einfluss und seine Macht zu Kopf. Gott hatte ihm doch diesen Einfluss gegeben! Gott hatte ihm den Besitz gegeben. Gott hatte ihm den Reichtum gegeben. Gott hatte ihm all das gegeben, aber er erwähnte Gott nie. Hätte er es getan, hätte das vielleicht den Gang der Geschichte verändert. Der König von Babel suchte nach der Wahrheit. Deswegen schickte er Gesandte. Hiskia verlor darüber kein Wort. Daraufhin wurde Babel Juda später zum Verhängnis.

Gott segnet Sie, zieht sich dann zurück und beobachtet Sie. Bleiben Sie demütig oder werden Sie stolz und aufgeblasen? Werden Sie Ihm die Ehre geben? Wissen Sie, wenn wir Ihn treu bezeugen, kann Er uns mehr anvertrauen. Aber wenn nicht, dann kann Er uns nicht auf die nächste Ebene bringen, was immer das in unserer Situation oder im Hinblick auf unsere Berufung bedeuten mag.

Vor einiger Zeit las ich die Biographie eines Multimillionärs, der ein Pionier des Tele-Shoppings war. Sie enthielt viele praktische Ratschläge, gute Impulse für das Geschäftsleben und einige sehr kreative Gedanken und Ideen, war aber auch von Hinweisen auf Gott durchzogen. Wenn Sie im Geschäftsleben vorankommen und etwas lernen wollten, würde Ihnen das Buch viel bringen. Wenn Sie auf der Suche nach neuen Anregungen und Ideen für Ihr eigenes Leben wären, würde Ihnen das Buch auch viel bringen. Aber Sie hätten dabei unweigerlich vom Evangelium gehört, das alles durchzieht, und erfahren, wie wichtig es ist, sich auf Gott zu verlassen.

Dieser Mann stand treu zu dem, was Gott in seinem Leben getan hat.

Ich weiß nicht, wer dabei war, vor ein paar Monaten war der Abenteurer Bear Grylls bei uns. Wer war an diesem Abend da? Das war wirklich aufregend! Er seilte sich von der Decke ab, eine gute Methode, um in den Saal zu gelangen. Seine Sendung war in USA auf Platz eins, er ist weltweit sehr gefragt und hat bereits einige Rekorde aufgestellt. Ich war so begeistert, weil er im normalen Leben nicht anders ist, als auf der Bühne - nämlich demütig und völlig normal. Er sprach nicht nur von seinen Heldentaten, Abenteuern und Erlebnissen, sondern gab Gott immer wieder die Ehre und sprach über sein Leben mit Jesus. Ich las in Zeitschriften einige Interviews mit ihm, und auch dort spricht er über den Herrn und bekennt sich zu Gott.

Ich denke an Randy Travis, der mehrmals bei uns war. Er verkaufte über 20 Millionen Alben, spielte in mehreren Fernsehfilmen mit, belegte mehrere Hauptrollen und gibt Gott nach wie vor mit seinem Gesang die Ehre. Wenn ich ihm während der Konzerte Fragen stellte, sprach er immer von den Dingen, die Gott in seinem Leben getan hat und von seiner Beziehung zu Jesus Christus. Er nutzt jede Gelegenheit.

Vielleicht können Sie sich nicht mit König Hiskia, einem Fernsehstar, Schauspieler oder berühmten Entertainer identifizieren. „Zu dieser Kategorie gehöre ich bestimmt nicht." Aber auch Sie haben ein bestimmtes Umfeld. Gott gibt jedem von uns einen gewissen Einfluss und ein bestimmtes Maß an Segen und vergewissert sich, wie wir damit umgehen. Sie mögen für einen neuen Job gebetet haben. Gott gab Ihnen einen Job. Haben Sie jemandem erzählt, dass Gott das für Sie getan hat? Die Sache ist die: Manche Menschen erleben zunehmend Segen und erfahren mehr und mehr Anerkennung und verschweigen dann völlig ihre Erfahrungen mit Gott. Hören Sie, ich sage nicht, dass wir überdrehte seltsame Christen sein sollen, die überall mit einer 20 Kilo Bibel aufkreuzen und alle Welt in Angst und Schrecken versetzen. Nein, wir sollen normal sein, aber von Gott reden und erzählen, was Christus getan hat. Gott wird uns in dieser Hinsicht prüfen. Viele, die mehr und mehr Segen, Einfluss, Erfolg und Anerkennung erleben, reden nicht mehr offen über den Herrn und erkennen nicht, dass Er derjenige ist, der Türen öffnet, dass die Begabungen von Ihm stammen. Obwohl wir mitwirken und diese Gaben vervollkommnen, stammen sie letztlich von Ihm. Lassen Sie uns diese Prüfung des Bezeugens bestehen, egal, wo wir im Leben stehen, wieviel Einfluss wir haben und wieviel Wohlstand Gott uns gegeben hat. Lassen Sie uns Ihm treu die Ehre geben und erzählen, was er getan hat. Einverstanden? Okay!     

Schauen wir uns 2. Korinther 6 an. Wir schauen uns noch eine weitere Prüfung an. Ich nenne sie die Prüfung der Vergehen. Die Prüfung der Vergehen, 2. Korinther, Kapitel 2. 2. Korinther 2. Ich möchte ein paar Verse zitieren, bevor wir diese Passage lesen. Jesus sagte in Matthäus 6:14-15 Folgendes:

Matthäus 6:14-15
„Denn wenn ihr den Menschen ihre Vergehungen vergebt, so wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben; wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, so wird euer Vater eure Vergehungen auch nicht vergeben."

2. Korinther 2:6-11

„Für den Betreffenden sei die Bestrafung vonseiten der Mehrheit genug, so dass ihr ihm nun im Gegenteil besser Vergebung und Trost gewährt, damit der Betreffende nicht in übermäßiger Traurigkeit versinkt. Darum ermahne ich euch, Liebe gegen ihn walten zu lassen. Denn ich habe euch auch deshalb geschrieben, um eure Zuverlässigkeit zu erkennen, ... Sagen Sie: Um eure Zuverlässigkeit zu erkennen. ... ob ihr in allem gehorsam seid. Wem ihr aber etwas vergebt, dem vergebe ich auch; denn wenn ich auch jemand etwas vergebe, so vergebe ich es um euretwillen, vor dem Angesicht des Christus, damit wir nicht von dem Satan übervorteilt werden; seine Absichten sind uns nämlich nicht unbekannt."

Paulus redet hier, inspiriert vom Heiligen Geist, über Vergebung und Wiederherstellung und sagt in diesem Zusammenhang: „Dies ist eine Prüfung. Ich möchte etwas herausfinden. Er bezieht sich auf einen Mann, von dem in 1. Korinther, Kapitel 5 die Rede ist. Er lebte offen in Sünde und war in der Gemeinde. Paulus sagte über diese Sünde: „Selbst die Heiden in eurer Umgebung würden das nicht tolerieren." Der Mann bändelte mit seiner eigenen Stiefmutter an, schlief mit ihr und beide gingen wie immer in die Gemeinde. Paulus sagte: „Selbst die Heiden tun so etwas nicht. Und ihr habt das toleriert." Er spricht mit ihnen und sagt: „Ihr dürft keine Gemeinschaft mehr mit ihm haben. Schließt ihn aus der Gemeinde aus. Indem ihr das tut, übergebt ihr ihn dem Satan, zum Verderben des Fleisches." Die Pläne der Hölle werden keinen Einfluss auf die Gemeinde haben, aber durchaus auf jemanden, der vorsätzlich sündigt und der von der Gemeinschaft der Gemeinde ausgeschlossen ist. Freunde, ich möchte Ihnen sagen: „Mitglied in einer Kirche, einer Gemeinde-Familie zu sein, bringt Schutz mit sich. Es wirkt wie ein Schutzschild. Sie schlossen ihn aus und übergaben ihn Satan, zum Verderben des Fleisches. Offenbar kam der Mann voller Reue und Trauer über sein vorheriges Vergehen zurück, was die Voraussetzung für eine erneute Aufnahme ist. Aber einige Gemeindemitglieder sahen das nicht ein. Sie wollten ihm nicht vergeben. Sie wollten ihn nicht wieder dabei haben. Sie wollten nichts mehr mit ihm zu tun haben. Sie sollten die Prüfung der Vergehen bestehen und diesem Mann vergeben. Paulus nannte einen sehr guten Grund, diese Prüfung zu bestehen. Er sagte: „Damit wir nicht von dem Satan übervorteilt werden; seine Absichten sind uns nämlich nicht unbekannt." Wenn wir an Unversöhnlichkeit festhalten und sie nicht loslassen, geben wir dem Teufel die Möglichkeit, in unserem Leben zu wirken. Paulus sagte, es wäre für ihn vorteilhaft. Ich möchte jedenfalls Satan keinen Spielraum in meinem Leben verschaffen.

Die Aussage, Satan könnte uns übervorteilen, ist sehr interessant. Der Begriff „übervorteilen" kommt vier Mal im Neuen Testament vor. Drei Mal im Zusammenhang damit, dass finanziell betrogen oder manipuliert wird. Er kommt im Kontext von finanziellem Betrug und von Ausbeutung vor. Und dann wird er mit sexueller Unmoral und Untreue in Verbindung gebracht. Weil dieser Begriff im Neuen Testament in dieser Weise gebraucht wird und in diesem Kontext steht, glaube ich, dass ich, wenn ich die Prüfung der Vergehen nicht bestehe, es Satan vielleicht ermögliche, mich finanziell zu berauben oder im Bereich der Sexualität zu Fall zu bringen. Natürlich gibt es weitere Bereiche. Seine Absichten sind uns nicht unbekannt.

Es gibt viele verschiedene Bereiche, in denen unser Feind uns versucht und in denen er Raum gewinnen möchte. Aber dies sind die wesentlichen Bereiche - und ich möchte, dass Sie das verstehen. Ich glaube, dass er in diesen Bereichen angreifen wird, weil der Begriff in der Bibel entsprechend gebraucht wird - im Zusammenhang mit finanzieller Beraubung und sexuellen Fehltritten.

Vor vielen Jahren gab es ein Ehepaar, und meine Frau und ich kannten sie recht gut. Der Mann ging fremd. Er hatte eine Affäre mit einer anderen Frau. Er wurde nicht erwischt, aber sein Gewissen plagte ihn so sehr, dass er es seiner Frau bekannte. Er sagte: „Das und das tat ich. Es ist vorbei. Ich habe vor Gott Buße getan, aber ich musste es dir erzählen." Er kam zu mir und sagte: „Pastor, das belastet mich. Ich muss es loswerden. Ich war meiner Frau untreu. Ich erzählte es ihr. Ich tat vor Gott Buße. Aber ich wollte es auch dir erzählen." Seiner Frau setzte das ganze schwer zu. Sie fühlte sich hintergangen und war verletzt, und das zu Recht. Ich sprach mit beiden. Ich sprach mit ihm. Ich wollte ihm helfen, Wiederherstellung zu erleben und sagte: „Du kannst nicht erwarten, dass sie in nächster Zeit mit dir ins Bett geht." Ich sagte: „Erwarte nicht, dass sie dir sofort wieder vertraut. Hoffentlich wird sie dir vergeben, aber Wiederherstellung ist ein Prozess, und du musst ihr Vertrauen wieder gewinnen. Du hast den heiligsten Bund gebrochen, den es auf Erden zwischen Menschen gibt. Neues Vertrauen muss erst einmal wachsen." Ich sprach auch mit ihr über Vergebung und all das. Natürlich bist du verletzt, fühlst dich hintergangen und hast ein gebrochenes Herz. Du musst ihm vergeben. Du hast keine andere Wahl! Er muss Dein Vertrauen neu gewinnen. Hoffentlich kannst du dich öffnen, damit das geschehen kann." Wir sprachen miteinander und ich hatte einen klaren Eindruck.

Ich kann mich nicht erinnern, in einer solchen Situation je so etwas gesagt zu haben. Ich sah sie an und sagte: „Aber bitte achte darauf, Deine eigene Reinheit zu bewahren." Sie sagte: „Sicher, sicher!" Ein paar Monate später hatte sie etwas mit einem anderen Mann. Es währte nur einen Tag, und dann sagte sie: „Er sollte merken, wie ich mich fühlte." Natürlich war sein Verhalten falsch. Er brachte es ins Rollen. Aber auch sie war verantwortlich für die Entscheidungen, die sie traf. Aber leider konnte oder wollte sie diese Unversöhnlichkeit nicht loslassen. Sie hielt einfach daran fest und daraus wurde eine bittere Wurzel in Ihrem Leben. Ich kann mir vorstellen, wie der Teufel ihr ins Ohr flüsterte: „Schlimm, was er getan hat. Er hat damit angefangen. Du musst ihn spüren lassen, wie sich das anfühlt. Er soll genau spüren, was du durchgemacht hast. Du kannst ja eigentlich nichts dafür, wenn du das auch tätest. Er ist schuld. Er hat damit angefangen. Er hat sein Wort gebrochen. Dir kann niemand einen Vorwurf machen, wenn du das tust." Sie hörte darauf und die Ehe überstand diesen Sturm nicht.

Bei diesem Beispiel geht es von vorneherein um seine sexuelle Sünde, aber ich denke, in jedem Bereich, in dem wir eine bittere Wurzel in uns aufkeimen lassen, öffnet sich eine Tür, die uns immer empfänglicher für die Anregungen des Teufels macht, die er uns ins Ohr flüstert. Menschen tun viele verrückte Dinge, wenn sie verbittert sind und innerlich schmollen. Der andere Bereich, von dem ich bereits sagte, dass er auch im Kontext dieses Wortes erwähnt wird, ist Manipulation und  Ausbeutung im finanziellen Bereich.

Ich beobachte Menschen und Umstände sehr genau. Durch das, was ich tue und wozu ich berufen bin, habe ich sehr viel Anteil am Leben und den Erfahrungen Einzelner, und das schon seit über 25 Jahren. Mir ist aufgefallen, dass Menschen, die nicht vergeben, die zulassen, dass Unversöhnlichkeit Zerstörung anrichtet, scheinbar besonders häufig mit finanziellen Problemen zu kämpfen haben.

Menschen, die in einer Beziehung, im geistlichen Dienst, in Ehe oder Familie oder in anderen Bereichen hintergangen worden sind und die den Groll nicht ablegen, haben scheinbar pausenlos finanzielle Schwierigkeiten. Wie gesagt, ich sehe da einen eindeutigen Zusammenhang. Eine solche Situation kann man am schnellsten hinter sich lassen, indem man anfängt, zu vergeben.

Ich bin ganz sicher, dass Menschen verrückte, völlig absurde Dinge tun, wenn Sie sich nicht von Unversöhnlichkeit trennen. Ich denke wirklich, dass der Teufel dadurch an Einfluss gewinnt, besonders in den Bereichen, die ich angesprochen habe. Hören Sie, es gibt niemanden, der noch nie betrogen oder verletzt worden ist, der noch nie erlebt hat, dass seine Erwartungen an Menschen schwer enttäuscht worden sind. Sie haben keine andere Wahl als zu vergeben, wenn Sie mit Gott leben wollen. Ich weiß, dass Sie manchmal denken: „Wenn ich demjenigen vergebe, dann lasse ich ihn einfach laufen." Freund, wenn Sie vergeben, dann lassen Sie einen Gefangenen frei, aber Sie werden merken, dass Sie selbst der Gefangene waren. Ich bete in Jesu Namen, dass Sie sich entscheiden, diejenigen loszulassen, die Sie verletzt haben, die Sie enttäuscht haben, die Ihnen Böses angetan haben oder die versäumt haben, Ihnen Gutes zu tun. Wissen Sie, sobald Sie frei sind, kommen Sie wieder in Ihrem Leben mit Gott voran, in Jesu Namen. Ich möchte jetzt für Sie beten.

Vater, ich bete, dass Deine Gnade jetzt Alle berührt, dass Du sie erkennen lässt, welche Schritte sie jetzt gehen sollen. Gib ihnen Weisheit, mögen sie unter Deinem Schutz in Sicherheit sein. Mögen die Pastoren und Leiter unter den Zuschauern für ihr künftiges Wirken ermutigt werden. Ich bete, dass sie für ihre Arbeit belohnt werden, in Jesu Namen, Amen. Gott segne Sie, danke Vater, bis zum nächsten Mal.

 

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Ein Artikel von Glaube.de
Mit freundlicher Genehmigung von Antworten mit Bayless Conley e.V.
Quelle: Antworten mit Bayless Conley Predigt vom 23.1.2011
Textbearbeitung Jürgen Motzkus Redakteur bei Glaube.de
Foto: Bayless Conley
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