Pastor Bayless Conley: Prüfungen, die zur Reife führen / Teil 6

Dies ist eine lebensverändernde Serie. Es geht um Prüfungen, die zur Reife führen. Wenn Sie die Prüfung, mit der wir uns heute beschäftigen, nicht bestehen, werden Sie sich nie voll entfalten können. Sie werden nicht das Leben leben können, das Gott für Sie vorgesehen hat. Der Teufel wird in Ihrem Leben Raum haben, wenn Sie diese wichtige Prüfung nicht bestehen. Vielleicht ist das eine der wichtigsten Predigten, die Sie je hören werden.
Im vergangenen Monat baten wir mehrere Väter im Glauben, uns von den wichtigsten Lektionen aus 50, manchmal 60 Jahren ihres geistlichen Dienstes zu erzählen. Einer dieser Männer, den ich persönlich sehr schätze und der mächtig für Jesus wirkte und dem Herrn viele Jahrzehnte lang diente, predigte ausgerechnet über dieses Thema und hielt es für das Wichtigste, was ein Gläubiger lernen kann. Auch Sie müssen das lernen. Nehmen Sie Ihre Bibeln zur Hand. Lassen Sie uns jetzt Gottes Wort hören.
2. Korinther 2:6-11
„Für den Betreffenden sei die Bestrafung vonseiten der Mehrheit genug, so dass ihr ihm nun im Gegenteil besser Vergebung und Trost gewährt, damit der Betreffende nicht in übermäßiger Traurigkeit versinkt. Darum ermahne ich euch, Liebe gegen ihn walten zu lassen. Denn ich habe euch auch deshalb geschrieben, um eure Zuverlässigkeit zu erkennen, ... sagen Sie: um eure Zuverlässigkeit zu erkennen. ... ob ihr in allem gehorsam seid. Wem ihr aber etwas vergebt, dem vergebe ich auch; denn wenn ich auch jemand etwas vergebe, so vergebe ich es um euretwillen, vor dem Angesicht des Christus, damit wir nicht von dem Satan übervorteilt werden; seine Absichten sind uns nämlich nicht unbekannt."
Paulus redet hier, inspiriert vom Heiligen Geist, über Vergebung und Wiederherstellung und sagt in diesem Zusammenhang: „Dies ist eine Prüfung. Ich möchte etwas herausfinden. Er bezieht sich auf einen Mann, von dem in 1. Korinther, Kapitel 5 die Rede ist. Er lebte offen in Sünde und war in der Gemeinde. Paulus sagte über diese Sünde: „Selbst die Heiden in eurer Umgebung würden das nicht tolerieren." Der Mann bändelte mit seiner eigenen Stiefmutter an, schlief mit ihr und beide gingen wie immer in die Gemeinde. Paulus sagte: „Selbst die Heiden tun so etwas nicht. Und ihr habt das toleriert." Er spricht mit ihnen und sagt: „Ihr dürft keine Gemeinschaft mehr mit ihm haben. Schließt ihn aus der Gemeinde aus. Indem ihr das tut, übergebt ihr ihn dem Satan, zum Verderben des Fleisches."
Die Pläne der Hölle werden keinen Einfluss auf die Gemeinde haben, aber durchaus auf jemanden, der vorsätzlich sündigt und der von der Gemeinschaft der Gemeinde ausgeschlossen ist. Freunde, ich möchte Ihnen sagen: „Mitglied in einer Kirche, einer Gemeinde-Familie zu sein, bringt Schutz mit sich.
Es wirkt wie ein Schutzschild. Sie schlossen ihn aus und übergaben ihn Satan, zum Verderben des Fleisches. Offenbar kam der Mann voller Reue und Trauer über sein vorheriges Vergehen zurück, was die Voraussetzung für eine erneute Aufnahme ist. Aber einige Gemeindemitglieder sahen das nicht ein. Sie wollten ihm nicht vergeben. Sie wollten ihn nicht wieder dabei haben. Sie wollten nichts mehr mit ihm zu tun haben. Sie sollten die Prüfung durch Vergehen bestehen und diesem Mann vergeben. Paulus nannte einen sehr guten Grund, diese Prüfung zu bestehen. Er sagte: „Damit wir nicht von dem Satan übervorteilt werden; seine Absichten sind uns nämlich nicht unbekannt." Wenn wir an Unversöhnlichkeit festhalten und sie nicht loslassen, geben wir dem Teufel die Möglichkeit, in unserem Leben zu wirken. Paulus sagte, es wäre für ihn vorteilhaft. Ich möchte jedenfalls Satan keinen Spielraum in meinem Leben verschaffen.
Die Aussage, Satan könnte uns übervorteilen, ist sehr interessant. Der Begriff „übervorteilen" kommt vier Mal im Neuen Testament vor. Drei Mal im Zusammenhang damit, dass finanziell betrogen oder manipuliert wird. Er kommt im Kontext von finanziellem Betrug und von Ausbeutung vor. Und dann wird er mit sexueller Unmoral und Untreue in Verbindung gebracht. Weil dieser Begriff im Neuen Testament in dieser Weise gebraucht wird und in diesem Kontext steht, glaube ich, dass ich, wenn ich die Prüfung durch Vergehen nicht bestehe, es Satan vielleicht ermögliche, mich finanziell zu berauben oder im Bereich der Sexualität zu Fall zu bringen. Natürlich gibt es weitere Bereiche. Seine Absichten sind uns nicht unbekannt.
Es gibt viele verschiedene Bereiche, in denen der Feind uns versucht und in denen er Raum gewinnen möchte. Aber dies sind die wesentlichen Bereiche - und ich möchte, dass Sie das verstehen. Ich glaube, dass er in diesen Bereichen angreifen wird, weil der Begriff in der Bibel entsprechend gebraucht wird - im Zusammenhang mit finanzieller Beraubung und sexuellen Fehltritten.
Vor vielen Jahren gab es ein Ehepaar - und meine Frau und ich kannten sie recht gut. Der Mann ging fremd. Er hatte eine Affäre mit einer anderen Frau. Er wurde nicht erwischt, aber sein Gewissen plagte ihn so sehr, dass er es seiner Frau bekannte. Er sagte: „Das und das tat ich. Es ist vorbei. Ich habe vor Gott Buße getan, aber ich musste es dir erzählen." Er kam zu mir und sagte: „Pastor, das belastet mich. Ich muss es loswerden. Ich war meiner Frau untreu. Ich erzählte es ihr. Ich tat vor Gott Buße. Aber ich wollte es auch dir erzählen." Seiner Frau setzte das ganze schwer zu. Sie fühlte sich hintergangen und war verletzt, und das zu Recht. Ich sprach mit beiden. Ich sprach mit ihm. Ich wollte ihm helfen, Wiederherstellung zu erleben und sagte: „Du kannst nicht erwarten, dass sie in nächster Zeit mit dir ins Bett geht." Ich sagte: „Erwarte nicht, dass sie dir sofort wieder vertraut. Hoffentlich wird sie dir vergeben, aber Wiederherstellung ist ein Prozess und du musst ihr Vertrauen wieder gewinnen. Du hast den heiligsten Bund gebrochen, den es auf Erden zwischen Menschen gibt. Neues Vertrauen muss erst einmal wachsen." Ich sprach auch mit ihr über Vergebung und all das. „Natürlich bist du verletzt, fühlst dich hintergangen und hast ein gebrochenes Herz. Du musst ihm vergeben. Du hast keine andere Wahl! Er muss dein Vertrauen neu gewinnen. Hoffentlich kannst du dich öffnen, damit das geschehen kann." Wir sprachen miteinander und ich hatte einen klaren Eindruck. Ich kann mich nicht erinnern, in einer solchen Situation je so etwas gesagt zu haben. Ich sah sie an und sagte:
„Aber bitte achte darauf, deine eigene Reinheit zu bewahren." Sie sagte: „Sicher, sicher!" Ein paar Monate später hatte sie etwas mit einem anderen Mann. Es dauerte nur einen Tag und dann sagte sie: „Er sollte merken, wie ich mich fühlte." Natürlich war sein Verhalten falsch. Er brachte es ins Rollen. Aber auch sie war verantwortlich für die Entscheidungen, die sie traf. Aber leider konnte oder wollte sie diese Unversöhnlichkeit nicht loslassen. Sie hielt einfach daran fest und daraus wurde eine bittere Wurzel in Ihrem Leben. Ich kann mir vorstellen, wie der Teufel ihr ins Ohr flüsterte: „Schlimm, was er getan hat. Er hat damit angefangen. Du musst ihn spüren lassen, wie sich das anfühlt. Er soll genau spüren, was du durchgemacht hast. Du kannst ja eigentlich nichts dafür, wenn du das auch tätest. Er ist schuld. Er hat damit angefangen. Er hat sein Wort gebrochen. Dir kann niemand einen Vorwurf machen, wenn du das tust." Sie hörte darauf und die Ehe überstand diesen Sturm nicht.
Bei diesem Beispiel geht es von vorneherein um seine sexuelle Sünde, aber ich denke, in jedem Bereich, in dem wir eine bittere Wurzel in uns aufkeimen lassen, öffnet sich eine Tür, die uns immer empfänglicher für die Anregungen des Teufels macht, die er uns ins Ohr flüstert. Menschen tun viele verrückte Dinge, wenn sie verbittert sind und innerlich schmollen.
Der andere Bereich, von dem ich bereits sagte, dass er auch im Kontext dieses Wortes erwähnt wird, ist Manipulation und Ausbeutung im finanziellen Bereich. Ich beobachte Menschen und Umstände sehr genau. Durch das, was ich tue und wozu ich berufen bin, habe ich sehr viel Anteil am Leben und den Erfahrungen Einzelner, und das schon seit über 25 Jahren. Mir ist aufgefallen, dass Menschen, die nicht vergeben, die zulassen, dass Unversöhnlichkeit Zerstörung anrichtet, scheinbar besonders häufig mit finanziellen Problemen zu kämpfen haben. Menschen, die in einer Beziehung, im geistlichen Dienst, in Ehe oder Familie oder in anderen Bereichen hintergangen worden sind und die den Groll nicht ablegen, haben scheinbar pausenlos finanzielle Schwierigkeiten. Wie gesagt, ich sehe da einen eindeutigen Zusammenhang.
Eine solche Situation kann man am schnellsten hinter sich lassen, indem man anfängt, zu vergeben.
Ich bin ganz sicher, dass Menschen verrückte, völlig absurde Dinge tun, wenn Sie sich nicht von Unversöhnlichkeit trennen.
Manche kennen diese Geschichte schon. Ich war damals in der Bibelschule. Das war Ende 1979 oder Anfang 1980. Ich hatte bereits für das kommende Semester gespart. Ich hatte einen Mann kennengelernt, der auch diese Schule besuchte, und er erzählte mir von seinen finanziellen Schwierigkeiten. Ich hatte die Summe, die er brauchte. Ich sagte: „Ich kann dir das Geld nicht geben, es ist mein Schulgeld." Ich war ziemlich knapp bei Kasse. „Aber wenn du das Geld in den nächsten vier Wochen zurückgibst, wenn das Schulgeld fällig wird - oder lieber in zwei Wochen, um sicher zu gehen," sagte ich, „dann kann ich dir das Geld, das du dringend brauchst, leihen." Er sagte: „Bayless, das wäre super!" Er sagte: „Das kann ich locker zurückzahlen. Von dort erwarte ich Gelder und demnächst kriege ich die und die Summe. Ich gebe es dir in einer Woche, spätestens in zwei Wochen zurück. Das verspreche ich dir. Das ist kein Problem." Ich sagte: „Okay" und gab ihm das Geld. Das war für mich damals eine riesige Summe. Es waren etwa 450 Dollar. Das war für mich 1980 ein Haufen Geld. Zwei Wochen vergingen, ohne dass ich von ihm hörte. Ich rief ihn an und er ging nicht ran. Ein paar Tage darauf sah ich ihn, machte mich bemerkbar und war sicher, dass er mich gesehen hatte. Er drehte sich allerdings um und ging weg. Auf meine Anrufe reagierte er auch nicht. Drei Wochen vergingen, dann vier Wochen, jetzt war das Schulgeld fällig und ich war pleite. Ich hatte schon Geld zusammengekratzt, weil er das Geld nicht zurückgegeben hatte. Meine einzige Alternative war, alles Geld zusammenzukratzen, Gott für ein Wunder zu vertrauen und in den kommenden Wochen kaum etwas zu essen, da ich auf mein Essensgeld zurückgreifen musste. Ich konnte mich jetzt entscheiden, Schulgeld zu bezahlen oder etwas zu essen. Das Essensgeld und alle Einkünfte gingen also für das Schulgeld drauf. Einmal sah ich ihn im Supermarkt. Das war sechs Wochen später. Ich hatte nur ein paar Dollar, kaufte mir etwas Reis und fand ein paar Hamburger im Sonderangebot. Mehr konnte ich mir nicht leisten. Ich hatte vor, etwas Reis und einen Burger zu essen. Ich sah ihn, wie gesagt, beim Einkaufen. Sein Wagen war randvoll mit Essen und ich sah sogar Filet Mignon! Dort im Gang wäre fast ein Mord geschehen! Das konnte doch nicht wahr sein! Er ignorierte mich immer wieder und ich bekam mein Geld nicht zurück. Er rief nie zurück, mied mich das ganze Jahr über und zahlte nichts zurück.
Ich war mit einem Pastor befreundet und hatte ihm von diesem Mann erzählt. Ich habe mit ihm über meinen Freund gesprochen, denn die Sache zog mich innerlich herunter. Die Dinge, die uns beschäftigen - Gutes oder Schlechtes - prägen uns einfach, denn aus der Fülle des Herzens redet der Mund. Es vergiftete mich innerlich. Ich sprach mit ihm über diesen Mann, war zornig, das Telefon klingelte und er war dran. Er kannte diesen Pastor auch. Er sagte: „Er ist dran, er ist dran!" Er sprach mit ihm und sagte: „Bayless ist gerade hier. Er ist bei mir." Der Mann sagte: „Ja, ich habe mir von ihm am Anfang des Schuljahrs Geld geliehen und es nie zurückgegeben." Der Pastor sagte: „Keine Sorge, er erlässt dir die Schulden. Du musst es nicht zurückgeben." Und ich sagte: „Nein, nein, nein, nein, nein, das habe ich nicht gesagt! Das kannst du nicht an meiner Stelle sagen. Das ist nicht in Ordnung!" Ich dachte: „Was machst du da?" Er legte auf und sah mich eine Weile an. Durch seine nächsten Worte sprach Gott zu mir. Er sagte: „Bayless, du musst das loslassen." Als er das sagte, war es, als würde plötzlich ein Vorhang beiseite gezogen. Und ich sah, wie mein Leben durch diese Sache vergiftet worden war und wie sie meine Beziehung zu Gott und zu anderen Menschen beeinflusst hatte. Sehr viele Bereiche meines Lebens wurden davon in Mitleidenschaft gezogen, wegen dieser 450 Dollar. Ich ließ meinen Kopf hängen und sagte: „Du hast Recht. Ich erlasse ihm die Schulden und vergebe ihm, dass er mich gemieden und mich angelogen hat und lasse das alles los."
Das war's, ich war diese Last los. Ein paar Monate später sah ich ihn wieder, ging auf ihn zu und umarmte ihn. Ich sprach nicht über das Geld und hatte keine komischen Gefühle, als ich mit ihm zusammen war. Ich liebte ihn wie einen Bruder. Das war erstaunlich! Hören Sie: Es schadet uns, an Unvergebenheit festzuhalten und es gibt dem Teufel Raum in unserem Leben.
Einmal kam eine Frau in unserer Gemeinde zu mir. Entweder kam sie an einem Mittwochabend als Reaktion auf etwas, das ich am Sonntag zuvor gepredigt hatte, oder an einem Sonntagabend wegen des Mittwochs davor. Ich weiß es nicht mehr genau. Ein paar Tage zuvor hatte ich über Vergebung gepredigt. Damals waren wir noch in der Sausalito Avenue und sie stand im Bereich des Mittelgangs.
Sie sagte mir, dass Gott wirklich zu ihr geredet hatte, als ich vor ein paar Tagen über Vergebung predigte und ihr im Gottesdienst sagte, dass sie ihrem Vater vergeben solle. Sie sagte: „Ich ging an diesem Abend nach Hause und rief meinen Vater an." Ich fragte sie nicht, worum es eigentlich ging.
Sie sagte: „Ich rief ihn an und sagte: ‚Papa, du sollst wissen, dass ich dir vergeben habe, was du mir angetan hast, und ich bitte dich, auch mir zu vergeben, weil ich all die Jahre dir gegenüber bitter war und geschmollt habe." Und dann sagte sie mir Folgendes: „Pastor, ich hatte fünfzehn Jahre lang Migräne." Sie sagte: „Ich hatte rund um die Uhr Kopfschmerzen und war nie schmerzfrei." Sie streckte ihre Hand aus und sagte: „Jeden Tag nahm ich eine Hand voll Pillen, ohne dass der Schmerz wich.
Es wurde nur etwas erträglicher." Und sie sagte: „An diesem Abend rief ich sofort meinen Vater an, vergab ihm und bat ihn, mir zu vergeben." Sie sagte: „Am nächsten Morgen wachte ich ohne Kopfschmerzen auf." Plötzlich kamen ihr die Tränen und sie fing an, zu schluchzen. Das vergesse ich nie. Sie schaute auf und sagte: „Seit diesem Tag hatte ich nie wieder Schmerzen." Und sie sagte:
„Du kannst dir nicht vorstellen, wie das ist, nach 15 Jahren ständiger Kopfschmerzen plötzlich schmerzfrei aufzuwachen." Sie stand einfach da und weinte unaufhörlich.
Paulus sagte, wir sollen die Prüfung der Vergebung bestehen, damit der Teufel in unserem Leben keinen Raum bekommt. In ihrem Fall betraf es ihre Gesundheit. Als sie sich entschloss, ihm seine Untaten zu vergeben - bitte denken Sie jetzt nicht, dass ich seelische Verletzungen herunterspiele.
Sie sind sehr real. Ein gebrochenes Herz tut weh und ist sehr real. Mit Verrat wird man nur schwer fertig. Das will ich absolut nicht herunterspielen. Ich weiß, dass manche schwer misshandelt worden sind. Das will ich nicht verharmlosen. Aber Tatsache ist, dass Vergebung für uns nicht optional ist.
Wir haben keine andere Wahl. Sicher ist Wiederherstellung ein Prozess und Vertrauen muss man sich verdienen, aber Vergebung verdient man sich nicht. Die Bibel sagt vielmehr, dass wir anderen so vergeben müssen wie Gott uns vergeben hat. Die schwerste Prüfung der Vergebung bestand der Herr Jesus Christus auf Golgatha. Er meisterte sie grandios. Der Unschuldige starb für die Schuldigen. Er nahm unsere Sünde und die Strafe für unsere Sünde auf sich. Uns, die wir schuldig waren, wurde jede erdenkliche Sünde vergeben. Aber wir haben nichts davon, wenn wir das nicht annehmen.
Ich möchte etwas aus der Amplified Bible vorlesen. Hören Sie einfach zu. 2. Korinther 5:19-20. Hören Sie nur zu: „In Christus hat Gott selbst die Menschen mit sich versöhnt. Er hat ihnen ihre Verfehlungen weder vorgehalten, noch angerechnet. Vielmehr hat er sie ihnen erlassen und uns die Botschaft der Versöhnung und der Wiedererlangung der Gunst gegeben. Wir sind Botschafter Christi und Gott appelliert durch uns an euch. Wir bitten euch um seinetwillen, die Gunst Gottes, die euch jetzt angeboten wird, anzunehmen und euch mit Gott versöhnen zu lassen."
Ist das nicht eine erstaunliche Botschaft? Gott hat in Christus die Welt mit sich selbst versöhnt. Jetzt kann jeder Mensch wieder Gottes Gunst erfahren. Gott hält den Menschen keine Vergehen vor.
Er hat sie getilgt! Es heißt, dass uns als Botschafter der Dienst der Versöhnung mit Gott anvertraut wurde, die Botschaft, dass wir Gunst bei Gott haben. Wir sollen den Menschen nicht sagen: „Gott wird dich zunichte machen, du dreckiger Sünder! Er kennt deine Absichten. Du wirst bald den Zorn Gottes zu spüren bekommen." Verstehen Sie mich nicht falsch, die Bibel sagt, dass diejenigen Zorn erwartet, die nicht umkehren. Das ist ganz bestimmt der Fall. Aber es ist eine Botschaft der Gnade. Unsere Sünden wurden tatsächlich bereits getilgt. Jesus nahm sie und sie wurden ans Kreuz genagelt. Er starb stellvertretend für uns und wir sollen jetzt Menschen anflehen: „Hört doch, jeder kann das Geschenk der Errettung, eine Beziehung zu Gott, bekommen. Du musst es nur annehmen. Niemand kann sich das verdienen oder erarbeiten, aber jeder kann es empfangen."
Ich habe das erst gehört, als ich um die 20 war. Ein zwölfjähriger Junge erzählte mir in einem Park von Jesus und der Errettung. In einer kleinen Missionsstation gab ich Jesus mein Leben und wurde von Drogen und anderen Dingen befreit, die mich sehr belasteten. Vielleicht sahen Sie jemanden wie mich und sagten sich: „Du brauchst wirklich einen Retter." Aber ich heiratete diese Unschuld vom Lande aus Wisconsin. Ich bin quasi mit der Unschuld in Person verheiratet. Sie war immer die Musterschülerin und hat nie im Leben eine Zigarette geraucht! Was ist mit solchen Menschen?
Sie wollte immer alles richtig machen. Aber eines Tages erkannte sie, dass sie genauso verloren war wie einer von meiner Sorte.
Jeder Mensch ist schuldig vor Gott. Wir alle haben gesündigt und hatten keinen Zugang zu Gottes Herrlichkeit. Aber die gute, die großartige Nachricht ist: Wir wurden mit Gott versöhnt. Das Geschenk einer Beziehung zu Gott, die Errettung, kann jeder bekommen. Aber dieses Geschenk bringt dem potentiellen Empfänger nichts, wenn er es nicht annimmt. Ich sage es nochmals: Sie können es sich nicht verdienen, in hundert Jahren nicht! Es ist reine Gnade! Glaube ist die Hand, die sich ausstreckt und sagt. „Danke, Gott, ich verdiene das zwar nicht, aber ich empfange es." Demut ist die Fähigkeit, etwas zu empfangen, was Sie weder erarbeitet noch verdient haben.
Bitte neigen Sie kurz Ihren Kopf und schließen Sie Ihre Augen. Wir werden gleich gemeinsam beten.
Doch ich möchte Sie fragen: Wie steht es mit Ihrer Beziehung zu Gott? Haben Sie sein wunderbares Geschenk schon angenommen? Das Gute daran ist, dass es nicht um religiöse Rituale oder leere Zeremonien geht, sondern um eine echte, lebendige, dynamische, persönliche Beziehung zu Gott.
Wenn Sie noch nie „ja" zu Gottes herrlichem Geschenk gesagt haben, können Sie das gleich im Gebet tun.
Ich werde Sie einladen, mit mir zu beten, habe aber zuvor eine Bitte an Sie. Bringen Sie den Glauben in Ihrem Herzen durch ein schlichtes äußeres Zeichen vor Gott zum Ausdruck. Ich bin der Einzige, der jetzt umherschaut. Wenn Sie genau wissen, dass Sie dieses Gebet sprechen und Frieden mit Gott schließen wollen, dann heben Sie bitte schnell eine Hand. Im ganzen Saal - wir werden gleich beten - sehe ich Hände. Im ganzen Saal, weit hinten und hier vorne, viele, viele, viele, viele Hände. Gott segne Sie.
Bitte nehmen Sie Ihre Hände wieder herunter. In der Bibel ist von Menschenfurcht die Rede. Das bedeutet, dass mein Frieden von anderen abhängt und dass mich mein Grübeln darüber, was andere von mir denken und wie sie mein Verhalten deuten, unfrei macht. Ich bin davon überzeugt, und es steht in der Bibel, dass die Angst vor der Meinung anderer uns davon abhält, Gott wirklich zu dienen.
Wenn ich mir ständig Gedanken darüber mache, wie andere meine Worte und mein Verhalten einschätzen, engt mich das ein. Wir müssen diese Ketten der Menschenfurcht zerbrechen. Ich werde gleich diejenigen, die eine Hand gehoben haben, bitten, aufzustehen. Kurz darauf werden dann alle anderen aufstehen. Ich denke, indem wir aufstehen, können wir die Ketten der Menschenfurcht zerbrechen. Sie drücken damit aus: „Gott, Deine Meinung ist mir wichtiger als die aller anderen.
Und wenn mir dabei alle zuschauen wollten, dann mögen sie es tun. Das ist mir egal." Ich denke, das ehrt Gott sehr und ich glaube wirklich, dass es Ihnen helfen wird. Wenn Sie also Ihre Hand gehoben haben und jetzt sagen: „Ich schäme mich nicht, ich bin dabei.", dann stehen Sie jetzt bitte auf. Stehen Sie einfach auf. Das ist wirklich erstaunlich, erstaunlich! Stark! Bitte stehen Sie alle auf. Hallelujah!
Es ist eine Ehre, gemeinsam mit Ihnen zu stehen, eine wirkliche Ehre. Wir werden gleich beten.
Beten Sie von ganzem Herzen mit. Sie können auch eine Hand auf Ihr Herz legen. Reden Sie mit Gott, sagen Sie: Oh Gott, ich beuge mich vor Dir. Ich glaube, dass Jesus Dein Sohn ist. Ich weiß, dass ich meine Erlösung nie verdienen könnte. Sie ist ein Geschenk. Danke Jesus, dass Du das Kreuz auf Dich nahmst. Ich glaube, dass Du auferweckt worden bist von den Toten. Ich bitte Dich jetzt: Komm in mein Leben. Reinige mich von jeder Sünde. Von jetzt an lege ich mein ganzes Leben und all meinen Besitz in Deine Hände, Jesus. Ich sage: Du bist mein Herr. Mein Leben gehört Dir. Amen.
Wissen Sie, was passiert ist, wenn Sie dieses Gebet mitgesprochen haben? Sie fangen ein ganz neues Leben an. Wir würden gerne von Ihnen hören. Schauen Sie sich unsere Webseite Bayless-Conley.de an. Dort finden Sie viele Materialien, die Ihr geistliches Wachstum fördern und die Sie auf diesem Weg mit Gott und Seinem Sohn, Jesus Christus, stärken können. Ich möchte jetzt die Pastoren und Leiter ermutigen, die diese Sendung sehen. In unserer Gemeinde kommen viele Menschen zu Jesus. Allein in der vergangenen Woche - wir haben einen Gottesdienst am Samstagabend, Sonntagmorgen drei und einen am Abend und einen am Mittwochabend. In all diesen Gottesdiensten haben insgesamt rund einhundertsiebzig Menschen ihr Leben Jesus gegeben und im Gottesdienst der Jugendlichen wurden auch Menschen errettet, die ich aber schon mitgerechnet habe. Etwa hundertsiebzig Menschen haben Ihr Leben allein in der vorigen Woche in unserer Gemeinde Jesus gegeben. Ich weiß, dass mir einige Pastoren zuschauen, die sehr treu ihren Dienst tun und schon lange nicht mehr erlebten, dass jemand zu Jesus kam. Säen Sie weiterhin die Saat des Evangeliums aus. Ohne eine Saat können wir keine Ernte erwarten. Menschen werden durch den unvergänglichen Samen des Wortes Gottes wiedergeboren. Bleiben Sie in Treue dran. Vielleicht wird jemand anderes ernten, aber jemand muss die Saat aussäen. Säen Sie weiterhin, Gott wird für die Ernte sorgen. Gott segne Sie.
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Ein Artikel von Glaube.de
Mit freundlicher Genehmigung von Antworten mit Bayless Conley e.V.
Quelle: Antworten mit Bayless Conley Predigt vom 30.1.2011
Textbearbeitung Jürgen Motzkus Redakteur bei Glaube.de
Foto: Bayless Conley
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