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23-09-11

Pastor Bayless Conley: Vier Schlüssel für eine wachsende Kirche / Teil 2

Willkommen zur heutigen Predigt.


 Wir sind in der Predigtreihe „Vier Schlüssel für eine wachsende Kirche", die auf der Apostelgeschichte basiert und sich mit dem Wachstum der frühen Gemeinden beschäftigt. Einer dieser Schlüssel waren Wunder. Wissen Sie, die Wunder - die übernatürlichen. Ja, manchmal tut Gott sie einfach, aber meistens passieren sie als Antwort auf Gebet. Und nicht nur Gebet ist wichtig, sondern auch dem Wort Gottes zu gehorchen. Jesus sagt: „Ihr werdet Kranken die Hände auflegen und sie werden gesund werden." Das heißt also, wir müssen beten, dass Gott sich bewegt, aber ihm auch in einer einfachen, kindlichen Art gehorchen und das tun, was uns die Bibel sagt. Lassen Sie uns zusammen im Wort Gottes lesen.

Und dann müssen wir handeln. Wir müssen erst beten und dann handeln. Jesus sagt: „Diese Zeichen werden denen folgen, die glauben. In meinem Namen werden sie Kranken die Hände auflegen und sie werden gesund werden."

Ich weiß noch genau, wie ich zum ersten Mal für jemanden gebetet habe. Ich war erst ein paar Wochen zuvor zum Glauben gekommen. Ich besuchte eine Frau zu Hause, die schlimme Rückenprobleme hatte. Sie sagte: „Bayless, bitte bete für mich." Um ehrlich zu sein, hoffte ich, dass noch ein anderer Bayless da war, der mit ihr hätte beten können. Innerlich dachte ich: „Ich hab doch keine Ahnung, wie ich für sie beten soll!" Aber dann tat ich einfach das, was Petrus mit Tabita gemacht hat. Er hatte ja nachgemacht, was er bei Jesus gesehen hatte. Kurz vorher war ich bei einer Glaubensveranstaltung gewesen, also dachte ich: „Ich mache einfach das, was auch der Sprecher dort gemacht hat." Dieser Mann hatte die Leute gepackt und dann wie ein Grizzlybär gebrummt. Also rief ich auch laut: „Sei geheilt in Jesu Namen! Sei geheilt! Bitte mach sie gesund, Gott!" Dann ließ ich sie los und sie rief: „Wahnsinn! Die Schmerzen sind weg! Ich bin gesund!" Ich fragte: „Wirklich?" Wir müssen es einfach tun.

In diesem Zusammenhang möchte ich Ihnen noch etwas Wichtiges zeigen. Lesen wir Apostelgeschichte 6, Vers 5. Da finden wir die Namen der sieben Männer, die sich um die Witwen und Armen kümmerten. Hier steht: „Diese Rede gefiel allen gut; und sie wählten Stephanus, einen Mann voll Glauben und Heiligem Geist, ..." Dann werden noch die anderen Namen aufgezählt. Stephanus, so lesen wir, war voll Glauben und Heiligem Geist. Diese beiden sind also nicht austauschbar. Sie arbeiten zwar Hand in Hand, aber voller Glauben zu sein ist kein Synonym dafür, voll des Heiligen Geistes zu sein. Stephanus hatte beides.

Schauen wir uns noch ein paar Verse an. Apostelgeschichte 6, Vers 8:

Apostelgeschichte 6:8

„Stephanus aber, voll Gnade und Kraft, tat Wunder und große Zeichen unter dem Volk."

Voller Kraft zu sein ist also gleichbedeutend mit dem Erfülltsein mit dem Heiligen Geist. Erfüllt mit Glauben und der Kraft des Heiligen Geistes. Wir sehen hier, dass diese beiden Dinge bei Wundern immer zusammen auftraten. Durch sie geschahen Zeichen und Wunder bei den Menschen.

Wir wissen ja, wie wir Glauben bekommen. „So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Gottes." Das steht in Römer 10. Der Glaube ist lebendig. Und er wird lebendig durch das Hören von Gottes Wort. Wie bekommt man Kraft? Wie werden wir mit dem Heiligen Geist erfüllt? Durch Gebet. Wir haben es in Apostelgeschichte 4, Vers 31, gelesen. Sie versammelten sich und beteten. Das Haus wurde erschüttert, alle wurden vom Heiligen Geist erfüllt und verkündigten mutig das Wort. Das sind dieselben Menschen, die schon in Apostelgeschichte Kapitel 2 mit dem Heiligen Geist erfüllt worden waren. Und hier im vierten Kapitel werden sie noch mal erfüllt. Unter ihnen war auch Stephanus. Im 7. Kapitel der Apostelgeschichte lesen wir von seinem Märtyrertod. Selbst da ist er voll des Heiligen Geistes. Wir müssen uns immer wieder vom Heiligen Geist erfüllen lassen. Das geschieht durch Gebet. Wenn in unserem Leben Gebet, die Bibel und die Kraft des Heiligen Geistes zusammenkommen, dann werden übernatürliche Dinge geschehen.

Kürzlich fuhr ich mit meiner Mutter wieder nach Florida. Ihre Schwester war verstorben und ich traf dort viele Verwandte wieder, die ich lange nicht gesehen hatte. Ich sah auch meinen ein Jahr älteren Cousin wieder. Als wir jung waren, haben wir oft ziemlichen Ärger bekommen. Einen Sommer kam er zu uns nach Kalifornien. Am 4. Juli sammelten wir Raketen und Feuerwerkskörper auf, öffneten sie und nahmen das Schießpulver raus. Wir hatten so eine Plastikröhre für Münzen und füllten sie mit dem Pulver. Wir stopften es so fest rein, bis nichts mehr hineinpasste. Dann schraubten wir den Deckel zu und bohrten ein Loch in die Seite. Er war elf und ich war zehn. Wir versuchten, eine Zündschnur anzubringen, aber die fiel immer wieder raus. Auf einmal sagte mein Cousin: „Ich hab eine Idee!" Er holte eine Kerze und Streichhölzer und zündete die Kerze an. Wir beugten uns darüber und er hielt die Zündschnur fest. Er fing an, Wachs um die Schnur herum zu tropfen, um sie dort zu fixieren. Wir schauten wie gebannt hin und dann war alles wie in Zeitlupe. Das Ganze entzündete sich und explodierte mit einem lauten Knall! Ich sehe mich noch durch die Garage fliegen. Es hatte mir die Augenbrauen versengt und zwei Tage lang hatte ich ein lautes Geräusch im Ohr. Meinen Cousin hatte es noch schlimmer erwischt.

Genauso ist es bei Gott. Wenn man das Schießpulver der Bibel und die Kraft des Heiligen Geistes zusammenbringt, dann wird es Explosionen geben, liebe Freunde. Unglaubliche Dinge werden geschehen. Wenn Sie voller Glauben und göttlichem Feuer sind, dann werden Sie Zeichen und Wunder erleben.

Der Schlüssel Nummer drei ist Gemeinschaft. Apostelgeschichte 16. Wir hatten Dienst, Wunder und jetzt Gemeinschaft. Hier geht es um Paulus und Timotheus. Gehen wir zu Vers 4. Apostelgeschichte 16, Vers 4. Hier steht:

Apostelgeschichte 16:4-5

„Als sie durch die Städte zogen, übergaben sie ihnen die Beschlüsse, die von den Aposteln und Ältesten in Jerusalem gefasst worden waren. Da wurden die Gemeinden im Glauben gestärkt und nahmen an Zahl täglich zu."

Paulus und Timotheus bringen etwas mit. Sie bringen den Gemeinden Ermutigung und Anweisungen. Sozusagen die Richtlinien der Jerusalemer Urgemeinde. Und diese Weitergabe von Informationen und Ermutigung stärkte die Gemeinden und ließ sie wachsen. Es bestand eine Verbindung zwischen ihnen.

Gehen wir mal zu Apostelgeschichte, Kapitel 11, Vers 22. Das Wort Gottes war nach Antiochia gekommen. Es heißt:

Apostelgeschichte 11:22-24

„Es kam die Kunde davon der Gemeinde von Jerusalem zu Ohren; und sie sandten Barnabas nach Antiochia. Als er dort angekommen war und die Gnade Gottes sah, wurde er froh und ermahnte sie alle, mit festem Herzen beim Herrn zu bleiben; denn er war ein bewährter Mann, erfüllt mit Heiligem Geist und Glauben. Und eine große Zahl wurde für den Herrn gewonnen."

Barnabas brachte also Ermutigung von der Gemeinde in Jerusalem nach Antiochia. Und durch diese Verbindung wurden sie gestärkt und immer mehr Menschen kamen zum Glauben an Gott.

Wenn sich Menschen oder Gemeinden von anderen isolieren, verpassen sie die Möglichkeit, gestärkt und gesegnet zu werden. In Sprüche 18, Vers 1 heißt es: „Wer sich absondert, der sucht, was ihn gelüstet und geht gegen alles Gute an." Isolierung führt zu irrationalem Denken und schließlich zu irrationalem Handeln. Wir müssen mit anderen verbunden sein. Das gilt für Einzelpersonen genauso wie für Kirchen.

Markieren Sie einmal diese Stelle, wir kommen später wieder auf sie zurück. Gehen wir jetzt zu Richter 18, das ist das siebte Buch der Bibel nach Josua. Hier finden wir ein wichtiges Beispiel für die Gefahr der Isolation. Richter 18, Vers 7. Dort steht

Richter 18:7

„Da gingen die fünf Männer hin und kamen nach Lajisch und sahen das Volk, das darin war, sicher wohnen, ruhig und geborgen. Es waren keine Herrscher im Land, die sie unterdrückten und sie waren ferne von den Sidoniern und hatten mit niemand etwas zu tun."

Beachten Sie den Satz: „Sie hatten mit niemand etwas zu tun." Sie waren also isoliert.

Lesen wir Vers 27.

Richter 18:27-28

„Sie nahmen, was Micha gemacht hatte, und den Priester, den er hatte, und fielen über Lajisch her, über ein Volk, das ruhig und sicher wohnte und schlugen es mit der Schärfe des Schwerts und verbrannten die Stadt mit Feuer. Und es gab keinen Retter, weil sie mit niemand etwas zu schaffen hatten."

Wenn Sie sich als Einzelner isolieren, werden Sie sehr angreifbar für den Feind. Wenn eine Menschengruppe sich abkapselt und die Kontakte zur Außenwelt abbricht, machen sie sich ebenso angreifbar für den Feind. Wir brauchen in unserem Leben den Rat anderer. Zum Glück haben wir viele Schwestergemeinden in Amerika und auf der ganzen Welt. Und wir laden oft Sprecher aus anderen Kirchen ein, weil ich auch nicht alles habe, was unsere Kirche braucht. Und das ist so wichtig für ein gesundes Wachstum.

Ich habe einige sehr gute Freunde, mit denen ich regelmäßig persönliche Dinge bespreche, denn ich will mich nicht abkapseln. Das wäre unweise und auch gefährlich. Wenn Sie eine Rebe vom Weinstock abtrennen, dann fängt sie bald an zu verdorren. Deshalb müssen wir miteinander verbunden sein. Der Körper kann nur wachsen, wenn jeder Teil seine Funktion erfüllt, sagt die Bibel. Es ist also ungeheuer wichtig für unser persönliches Wachstum sowie auch das der Kirche.

Gehen wir zum letzten Punkt. Der steht in Apostelgeschichte 11. Der letzte Schlüssel zum Wachstum ist die Botschaft. Dienst, Wunder, Gemeinschaft und Botschaft. Kapitel 11, Vers 19.

Apostelgeschichte 11:19-21

„Die nun zerstreut waren bei der Verfolgung wegen Stephanus, gelangten bis nach Phönizien, Zypern und Antiochia und verkündigten das Wort nur den Juden. Einige aber, Männer aus Zypern und Kyrene kamen und predigten den Griechen das Wort von Jesus. Und die Hand des Herrn war mit ihnen und eine große Zahl kam zum Glauben."

Viele Menschen wurden gerettet. Was wurde ihnen gepredigt? Die Botschaft von Jesus Christus. An Pfingsten predigte Petrus die erste Predigt in der Kirchengeschichte überhaupt. Das erste Wort dieser allerersten Predigt war Jesus. Petrus sprach in der Pfingstpredigt von den Wundern, der Kreuzigung und der Auferstehung Jesu. Darauf kamen dreitausend Menschen zum Glauben.

Dreitausend Menschen kamen zum Glauben nach einer einzigen Predigt! Heute benötigt es wahrscheinlich dreitausend Predigten für einen Menschen. Es ging um Jesus.

Als Pastor weiß ich auch, dass es viele Themen gibt, über die man sprechen muss. Aber das zentrale Thema, das wir verkündigen, muss immer Jesus bleiben. Dass er rettet, heilt, im Heiligen Geist tauft und einmal wieder kommt. Jesus Christus muss das Hauptanliegen jedes Christen und jeder Kirche sein.

Gucken wir uns mal eine erstaunliche Geschichte in Apostelgeschichte 10, Vers 1 an.

Apostelgeschichte 10:1-5

„Es lebte ein Mann in Cäsarea mit Namen Kornelius, ein römischer Hauptmann. Der war fromm und gottesfürchtig mit seinem ganzen Haus und gab dem Volk viele Almosen und betete immer zu Gott. Um die neunte Stunde sah er in einer Vision deutlich den Engel Gottes zu sich eintreten; der rief ihn: Kornelius! Er sah ihn an, erschrak und fragte: Herr, was ist? Er antwortete: Deine Gebete und Almosen sind vor Gott gekommen. Nun sende Männer nach Joppe und lass Simon, den Petrus holen. Er ist zu Gast bei einem Gerber Simon, dessen Haus am Meer liegt. Er wird dir sagen, was du tun sollst." Sagen Sie alle: „Tun sollst."

Petrus war noch immer in Joppe, wo er Tabita von den Toten auferweckt hatte. Er war damals zu Gast bei Petrus, dem Gerber. Die Geschichte geht weiter: Petrus stieg auf das Dach, um zu beten. Die anderen bereiteten unterdessen eine Mahlzeit. Petrus fällt in eine Art Trance und hat eine Erscheinung. Er sieht ein großes Tuch vom Himmel herabkommen und darin waren alle Arten von unreinen Tieren, die Juden dem Gesetz nach nicht essen durften. Und eine Stimme sprach zu ihm: „Steh auf, Petrus, schlachte und iss! Er sagte: Nein, Herr, ich habe noch nie etwas Verbotenes gegessen." Das geschah drei Mal und dann verschwand das Tuch wieder. Petrus fragt sich, was das zu bedeuten hatte. Dann klopft es an der Tür. Dort stehen die Boten von Kornelius. Der Heilige Geist sagt zu Petrus: „Folge ihnen ohne Bedenken, denn ich habe sie gesandt." Petrus wird klar, was die Vision bedeutet. Nämlich die Heiden, die von den Juden immer als unrein betrachtet wurden, waren dies nicht mehr, sondern jetzt in Gottes Heilsplan eingeschlossen. Zehn Jahre nach dem ersten Pfingsttag war die Kirche immer noch ausschließlich jüdisch. Es gab keine heidnischen Gläubigen. Bis hierher glaubte und lehrte man immer noch, dass man erst ein jüdischer Gläubiger sein musste, um ein Christ zu werden. Nur durch das Judentum konnte man sich zu Jesus bekehren und Christ werden. Zehn Jahre später wird Petrus klar: „Die Heiden können zum Glauben kommen, ohne vorher Juden zu werden. Aus Gnade, durch Glauben, nicht durch gute Werke kommt man zu Gott."

Eine sehr wichtige Erkenntnis. Er geht also zum Haus des Kornelius und dort fällt dieser vor ihm nieder. Aber Petrus sagt zu ihm: „Steh auf, ich bin auch nur ein Mensch." In dem Haus sind viele Freunde und Verwandte und Petrus predigt zu ihnen. Er spricht von Jesus, seinen Wundern, der Kreuzigung und der Auferstehung. Die Menschen kommen zum Glauben, werden im Heiligen Geist getauft und Petrus schlägt vor, sie auch im Wasser zu taufen. Später kehrt er zur Gemeinde nach Jerusalem zurück und wird dort von zornigen Menschen beschuldigt. Sie sagen: „Du bist in das Haus von Nichtjuden gegangen, von unreinen Heiden!" Und Petrus sagt: „Gott hat ihnen den Heiligen Geist gegeben, wie auch uns zuvor. Soll ich etwa Gott widersprechen?" Die Leute sagten darauf: „Gott hat also den Heiden auch die Umkehr geschenkt." Und sie lobten Gott dafür.

Lesen wir Apostelgeschichte 11, Vers 13. Dort sagt Petrus über Kornelius:

Apostelgeschichte 11:13-14

„Er berichtete uns, wie er den Engel in seinem Haus gesehen habe, der zu ihm sagte: Sende Männer nach Joppe und lass Simon holen, der wird dir die Botschaft sagen, die dich und dein ganzes Haus retten wird."

Das ist eine vollständigere Version davon, was ihm der Engel gesagt hatte. Der hatte zu Cornelius gemeint, er müsse es tun.

Petrus berichtet weiter: „Er sagte, der Engel habe ihn geheißen, mich holen zu lassen, so dass sie die Worte hören würden, die sie retten."

Menschen werden durch das Hören von Gottes Wort gerettet. Petrus muss also hingehen und ihnen die Worte predigen, die sie retten können. Darum wurde er geholt.

In Apostelgeschichte 10, Vers 1, haben wir gelesen, dass Kornelius fromm und gottesfürchtig war. Er war sehr religiös und hatte Ehrfurcht vor Gott. Es heißt sogar, dass er und sein ganzes Haus gottesfürchtig waren. Er lehrte seine Kinder, gottesfürchtig und fromm zu sein. Und er brachte seinen Dienern bei, gottesfürchtig zu sein. Mit anderen Worten: Dieser Mann war tief religiös und verehrte Gott, aber er war nicht gerettet.

Heute gibt es auch viele Menschen, die sehr religiös sind und in die Kirche gehen. Sie sind tief gottesfürchtig. Man könnte auch sagen, dass sie Gott wirklich lieben. Aber sie sind nicht gerettet.

Es heißt weiter, dass er dem Volk und den Armen Almosen gab. Er tat wirklich gute Werke. Gott ist es ein großes Anliegen, den Armen zu geben und zu helfen. Den Armen zu geben entspricht dem Herzen Gottes. Er hilft also den Armen und tut gute Werke, aber er ist nicht gerettet.

Viele Menschen engagieren sich in wunderbaren Hilfsprojekten für arme Menschen, bringen sogar große Opfer dafür. Aber gute Taten können uns nicht retten.

Wir lesen weiter, dass er immer zu Gott betete. Er war ein Mann des Gebets, er betete immer wieder zu Gott. Und der Engel sagte zu ihm: „Deine Gebete sind vor Gott gekommen."

Ich weiß nicht, ob meine Gebete oder meine Gaben vor Gott gekommen sind. Aber Kornelius betete zum wahren Gott und er betete ständig, aber er war nicht gerettet.

Viele Menschen beten, aber sind nicht gerettet.

Und dann hatte er eine Vision. Er hatte eine wahrhaftige Begegnung mit einem Engel. Aber er war immer noch nicht gerettet.

Es gibt auch heute Menschen, die reale Begegnungen mit Gott und mit Engeln haben, aber nicht gerettet sind. Um gerettet zu werden, musste er Worte hören. Die Bibel sagt, dass Gott durch die Torheit der Predigt die rettet, die glauben.

Paulus sagt: „Ich schäme mich des Evangeliums nicht, denn es ist die Kraft Gottes, die alle rettet, die daran glauben."

Es kommt nicht darauf an, Gutes zu tun, zu beten oder Visionen zu haben. Wir müssen Jesus anrufen und Ihm unser Herz und unser Leben anvertrauen. Wir müssen glauben, dass Jesus für uns am Kreuz starb, nicht als Mensch wie wir, nicht als Wegweiser eines besseren Weges, sondern als Gottes wahrhaftiger Sohn. Er hat den Preis für unsere Sünden bezahlt. Am dritten Tag wurde Er von den Toten auferweckt. Die Bibel sagt, wenn wir das glauben und Ihm unser Leben anvertrauen, beginnt Gott eine Beziehung mit uns, die Rettung heißt. Das ist nicht wie ein guter Vorsatz zu Neujahr, sondern eine Veränderung des ganzen Lebens.

Vielleicht sind Sie auch gar nicht wie Kornelius. Sie haben nie gebetet und auch keine Ehrfurcht vor Gott gehabt. Sie haben auch nichts gespendet oder Visionen gehabt. Sie fragen sich, ob Gott Sie überhaupt liebt.

Die klare Antwort ist: Natürlich! Die Bibel sagt, für einen guten Menschen würden viele sterben. Aber Jesus starb für uns, als wir noch Gottes Feinde waren. Als unser Denken und unser Herz noch gegen Gott waren, starb Jesus in dem Wissen, dass wir einen freien Willen haben und ihn und seine Botschaft ablehnen könnten.

Ich glaube ganz fest daran, dass, wenn jemand, egal, wo er auf der Welt ist, wie Kornelius ist und Gott ernsthaft kennenlernen möchte, Gott alles dafür tun wird, damit er die richtigen Worte hört und das Evangelium annehmen kann. Im Römerbrief steht: Wenn wir einst vor Gott stehen, dann haben wir keine Ausrede, denn selbst die Natur zeugt von der Herrlichkeit Gottes.

In den Psalmen steht, der Himmel zeugt von der Herrlichkeit des Herrn. Und die Menschen sehen das. Egal, wie sie erzogen wurden, denken sie: „Das kann doch nicht alles durch Zufall entstanden sein. Es muss einen Gott geben."

Und wenn Ihr Herz sagt: „Ich möchte Ihn kennenlernen", dann wird Gott sich Ihnen zeigen, weil Er gerecht ist. Andere Menschen sagen: „Es muss einen Gott geben, das ist klar, aber es ist mir egal. Ich will nichts mit Ihm zu tun haben."

Das ist etwas anderes. Gott schickte Petrus zu Kornelius und Er schickt mich heute zu Ihnen. Das ist kein Zufall. Es hat einen Zweck und es gibt einen Grund dafür. Ich weiß um einige hier, die mein erster Predigtpunkt über den Dienst angesprochen hat.

Als unsere Kirche größer wurde, mussten wir uns in vielen Punkten ändern und anpassen. Uns wurde klar, dass es hier nicht nur um uns geht. Wir müssen manchmal Organisation und Struktur ändern, damit Wachstum möglich wird. Und das ist biblisch. Wir dürfen nicht sagen: „Wenn ich dies nicht haben kann oder meinen Willen nicht bekomme, dann gehe ich woanders hin." Damit stehen wir Gott im Weg. Gott möchte, dass wir so viele Menschen erreichen wie möglich. Dafür müssen wir uns manchmal ändern und anpassen, weil das Leben zu kurz und die Ewigkeit zu lang ist, liebe Freunde. Der Himmel und die Hölle sind zu real, um sich nur mit seinem eigenen Leben zu beschäftigen. Wir brauchen eine größere Perspektive. Vielleicht sind Sie heute genau aus diesem Grunde hier. Vielleicht hat es auch mit den Wundern zu tun. Sie fragen sich: „Wo passieren denn heute noch Wunder in den Kirchen?" Wie Gideon, als ihm der Engel erschien. Er hatte sich in der Kelter versteckt und drosch Weizen. Und ein Engel sagte: „Du streitbarer Held!" Und er sprach. „Wenn Gott mit uns ist, wo sind all die Wunder, von denen unsere Väter sprachen?"

Vielleicht denken Sie das auch. Sie fragen sich, wo all die Wunder und Heilungen sind. Nun, wir müssen selbst Verantwortung dafür übernehmen, Gott darum bitten und diese Dinge wirklich wollen. Und dann müssen wir Ihm wie ein Kind vertrauen und gehorchen. Wenn Sie sich immer abgeschottet haben, dann suchen Sie die Gemeinschaft mit anderen.

Ich möchte Ihnen jetzt die Gelegenheit geben, Gott Ihr Leben anzuvertrauen. Und wenn Sie sich von Gott entfernt haben, dann schenken Sie ihm Ihr Herz ganz neu. Er ist Ihnen nicht böse. Kommen Sie nach Hause, verlorener Sohn oder verlorene Tochter.

Liebe Freunde, wenn Gott Sie mit dieser Predigt berührt hat, können Sie jetzt mit mir beten. Öffnen Sie ihm Ihr Herz. Gott liebt Sie. Es ist kein Zufall, dass Sie jetzt zuschauen. Beten Sie dieses einfache Gebet mit mir. Gott möchte so gerne in Ihr Leben kommen. Beten Sie mit:

„Lieber Gott." Sprechen Sie laut mit. „Gott, bitte vergib mir meine Sünden. Danke, dass Du Jesus geschickt hast, um für mich zu sterben. Ich glaube, dass Er auferstanden ist. Jesus, ich vertraue Dir mein Leben an. Sei Du der Herr über mein Leben. In Jesu Namen. Amen."

Der Name Jesus ist der wunderbarste Name auf der Welt. Wenn Sie gerade mit mir gebetet haben, schließen Sie sich Menschen an, die auch mit Gott leben. Lernen Sie von ihnen und lesen Sie die Bibel. Das bedeutet Kirche. Gemeinsam Gott verehren. Erzählen Sie auch anderen von Gott. Ich hoffe, Sie schauen auch nächstes Mal wieder zu. Auf Wiedersehen.

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Ein Artikel von Glaube.de
Mit freundlicher Genehmigung von Antworten mit Bayless Conley e.V.
Quelle: Antworten mit Bayless Conley Predigt vom 02.10.2011
Textbearbeitung Jürgen Motzkus Redakteur bei Glaube.de
Foto: Bayless Conley
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