Pastor Wolfgang Wegert: Gottes Liebe, Strenge und Eifersucht

Predigttext: "So sieh nun die Güte und die Strenge Gottes; die Strenge gegen die, welche gefallen sind; die Güte aber gegen dich, sofern du bei der Güte bleibst, sonst wirst auch du abgehauen werden!" (Römer 11,22) "... bete sie nicht an und diene ihnen nicht. Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott." (2. Mose 20,5) In Römer 11,22 haben wir in einem Schriftwort beide Ausdrücke: Gottes Güte und Gottes Strenge. Und sie scheinen keinen Widerspruch zu bilden, sondern stehen einfach so beieinander.
I. Gottes Liebe ist kein Widerspruch zu Seinem Gericht.
Alle Eigenschaften Gottes wirken in völliger Harmonie zusammen. Gott ruht in sich selber. Es ist kein Konflikt in Ihm. Er ist voller Friede. Zwischen Seiner Güte und Liebe einerseits und Seiner Gerechtigkeit und Seinem Zorn andererseits besteht keinerlei Spannung.
Deshalb ist es auf der einen Seite recht, einem Menschen zu sagen: "Gott liebt Dich." Es ist auf der anderen Seite aber ebenso richtig zu sagen: "Gott ist zornig über Dich!" Das ist kein Widerspruch, sondern es liegt beides im Wesen Gottes. Beides muß gesagt werden und nicht nur das eine, denn die Bibel offenbart die Güte Gottes und auch die Strenge.
In der Kirchengeschichte ist das leider nicht immer so ausbalanciert dargestellt worden. Es gab Zeiten, da wurde Gott als ein harter Gott betont, fast schon grausam. Es ist erstaunlich, daß selbst unter solchen Predigten Gott in Seiner Barmherzigkeit Menschen gerettet hat. Heute ist man leider durch den modernen theologischen Liberalismus in das absolute Gegenextrem geraten. Man stellt sentimentale Spekulationen über Gottes Liebe an, so als sei sie eine nachgiebige und nur wohlwollende Weichheit, die überhaupt nicht an ethischen, moralischen Normen interessiert sei. Und man möchte nicht, daß sich die Menschen irgendwie ungemütlich fühlen oder sogar noch in ihrem Gewissen angesprochen werden. Das könnte ja schließlich ihrem Selbstwertgefühl schaden. Gott ist jedoch nicht nur Güte, sondern auch Strenge. Und Er ist nicht nur Strenge, sondern auch Güte.
Oft wird auch zwischen den beiden Testamenten in der Heiligen Schrift ein Konflikt konstruiert, so als würde das Alte Testament den harten, strengen und unbarmherzigen Gott darstellen. Das Neue Testament wiederum würde einen lieben Gott zeigen. Gott sandte Jesus, und nun ist alles nur noch Liebe und kein Gericht und keine Strenge mehr.
Das Alte Testament jedoch ist randvoll mit dem Thema der Güte, Freundlichkeit und Liebe Gottes. Mehr als 150 Mal, so haben Bibelkenner herausgefunden, kommen im Alten Testament die Begriffe Liebe bzw. Güte Gottes vor. Das heißt, nicht weniger als im Neuen Testament. Nehmen wir nur das Wort aus Klagelieder 3,22: "Die Güte des Herrn ist es, daß wir nicht gar aus sind, und seine Barmherzigkeit hat kein Ende." Und auch die Psalmen sind voller Lobgesang über die Güte und Gnade Gottes: "Ich will singen von der Gnade des Herrn ewiglich und seine Treue verkünden mit meinem Munde für und für" (Psalm 89,2) oder "...denn deine Liebe, deine Güte ist besser als Leben, meine Lippen werden dich preisen" (Psalm 63,4). Im ganzen Alten Testament ist ein Gott der Liebe zu finden. So auch im berühmten Vers aus Jeremia 31,3: "Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt, darum habe ich dir meine Güte bewahrt!" Das ist das Evangelium im Alten Testament! "Denn ich habe Lust an der Liebe und nicht am Opfer, an Erkenntnis Gottes und nicht am Brandopfer" (Hosea 6,6). Auch das gesamte Hohelied erzählt uns auf herzergreifende Weise die Liebe Gottes zu Seiner Braut.
Ebenso wird oft wird behauptet, der Ruf zur Nächstenliebe und Feindesliebe sei erst von Jesus im Neuen Testament ergangen. Aber wenn Jesus und auch die Apostel davon reden, nehmen sie lediglich Bezug auf das Alte Testament. Denn die Liebe zum Nächsten ist auch zutiefst alttestamentlich. Allein die Zehn Gebote sind ein gesammelter Ausdruck dafür, daß Gott uns befiehlt, unseren Nächsten zu lieben. "Du sollst nicht stehlen! Du sollst nicht töten! Du sollst nicht falsch Zeugnis reden!" Das sind Botschaften der Liebe und der Nächstenliebe. Wir werden aufgefordert, den Nächsten zu schützen und ihm zu helfen. Folgendes steht explizit schon im Alten Testament und nicht erst im Neuen: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst; ich bin der Herr" (3. Mose 19,18). Auch von der Feindesliebe ist im Alten Testament die Rede: "Wenn du dem Rind oder Esel deines Feindes begegnest, die sich verirrt haben, so sollst du sie ihm wieder zuführen. Wenn du den Esel deines Widersachers unter seiner Last liegen siehst, so laß ihn ja nicht im Stich, sondern hilf mit ihm zusammen dem Tier wieder auf" (2. Mose 23,4). Oder: "Wenn dein Hasser hungert, so gib ihm Brot" (Sprüche 25,21).
Auch die alttestamentliche Aussage "Auge um Auge, Zahn um Zahn" ist bei Licht besehen nicht ein grausame Anordnung. Erstens gilt dieser Grundsatz niemals für Privatpersonen. Nirgendwo wird im Alten Testament zur Selbstjustiz aufgefordert. Nein, dieses "Auge um Auge" ist nichts anderes als eine Art symbolhafte Grundregel, nach der jede Gerichtsbarkeit dringend handeln soll, um wirklich ausgleichende Gerechtigkeit zu schaffen. Dieser Grundsatz wird heute an unseren Gerichtsgebäuden oft durch die Justitia mit ihrer Waagschalenwaage dargestellt. Leider handeln viele Richter heute nicht mehr nach diesem gesegneten Prinzip, sondern nicht selten entschuldigen sie die Täter und schaffen den Opfern kein Recht. Wir sehen also, auch im Alten Testament ist Gott Liebe.
Umgekehrt ist im Neuen Testament ebenso vom Gericht Gottes und von Seinem Zorn geschrieben wie im Alten Testament. Keiner hat die Hölle wohl so drastisch beschrieben wie Jesus selbst: "...wo der Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht verlöscht" (Markus 9,46) "...da wird sein Heulen und Zähneklappen" (Matthäus 13,42). Er sprach auch von den Qualen und von der Pein in den Flammen der Verdammnis (Lukas 16,24). Auch Johannes 3,16 hat die Botschaft von der Verlorenheit in sich. "So sehr hat Gott die Welt geliebt, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden." Das heißt: Wer nicht an Ihn glaubt, wird verloren gehen. Zwei Verse weiter sagt Jesus: "Wer nicht glaubt, der ist schon gerichtet." Und das 3. Kapitel des Johannes-Evangeliums schließt mit diesen Worten: "Wer dem Sohn nicht glaubt, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm" (Johannes 3,36). Das sagt nicht Mose, das spricht der Sohn des lebendigen Gottes, der Heiland, der aus Liebe gekommen ist. Ebenfalls im Neuen Testament steht, "..daß sich Gottes Zorn vom Himmel her offenbart über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen" (Römer 1,18). Und am Ende des Neuen Testamentes lesen wir: "Wenn jemand nicht im Buch des Lebens eingeschrieben gefunden wurde, so wurde er in den Feuersee geworfen" (Offenbarung 20,15). Also können wir sagen: Der Gott, der im Alten Testament zornig war, der ist auch im Neuen Testament zornig. Und der Gott, der im Alten Testament geliebt hat, der liebt auch im Neuen Testament. Denn Er spricht: "Ich bin der Herr und wandle mich nicht" (Maleachi 3,6). Liebe und Gerechtigkeit, Güte und Strenge, das ist alles in Gott harmonisch eingeschlossen.
II. Gottes Gerechtigkeit ist Ausdruck Seiner Liebe.
Wir müssen uns auch davon verabschieden, daß Gerechtigkeit nichts mit Liebe zu tun habe. Stellen wir uns vor, alle Gerichte und alle Gefängnisse würden in unserem Land abgeschafft werden, weil wir natürlich keine Härten mehr wollen und niemandem mehr die Leiden eines Gefängnisses zugemutet werden sollen. Denn wir wollen doch Liebe für alle. Das klingt vielleicht schön, ist aber absolut lieblos. Daß Gott ein gerechter Gott ist, ist tröstend und ein Ausdruck von Liebe denen gegenüber, denen das Recht geraubt worden ist. Der Herr bereitet in Seiner Liebe zu Seinem Volk ein ewiges Reich, in dem es endgültig erlöst sein wird von Dieben, Lügnern, Mördern, Verleumdern und Christenverfolgern. Und wie verwirklicht Gott diese Liebe zu Seinen Kindern? Indem Er Gerechtigkeit schafft und keinen Übeltäter hineinläßt. Wenn Gott aus falscher Liebe unter Verachtung Seiner Gerechtigkeit die Bösen nicht richten und scheiden würde, sondern sie aus einer heute so viel beschworenen Toleranz heraus in den Himmel einließe, dann wäre der Himmel nicht mehr Himmel, sondern würde so verdorben werden, wie einst das Paradies und heute die Erde. Damit das unter keinen Umständen geschieht, darum heißt es so ziemlich am Ende der Bibel: "Draußen sind aber die Hunde, die Zauberer und die Unzüchtigen und die Mörder und die Götzendiener und jeder, der die Lüge liebt" (Offenbarung 22,15). Liebe Gemeinde, liebe Freunde, das tut Gott aus Liebe zu Seinem Volk. Er hat sich vorgenommen, den Himmel zu einem Platz der Reinheit, der Herrlichkeit, des Friedens, der Gesundheit und der Liebe zu machen. Aber das kann Er nur schaffen, indem Er gerecht ist und das Böse draußen läßt und alle, die das Böse tun und es lieben. Deshalb können wir sagen: Gerechtigkeit ist ein Ausdruck der Liebe Gottes. Gottes Gerechtigkeit ist Liebe.
III. Gottes Eifersucht
Nun wollen wir uns noch mit einem anderen Aspekt der Liebe Gottes beschäftigen. So lesen wir zum Beispiel im ersten und zweiten Gebot, daß wir keine anderen Götter haben sollen, weil Gott ein eifersüchtiger Gott ist (2. Mose 20,3). Gott ist also Liebe und auch Eifersucht.
Da kommt natürlich sofort der Gedanke auf: "Ist Eifersucht nicht eigentlich etwas Sündhaftes?" Jawohl! Für uns gilt: Eifersucht ist Sünde. Wir lesen in Galater 5,19-20: "Offenbar aber sind die Werke des Fleisches, welche sind Ehebruch, Unzucht, Unreinheit,
Eifersucht, Zorn, Ehrgeiz, Zwietracht." Wir wissen: Menschliche Eifersucht hat wenig mit Liebe zu tun. Es gibt Ehen, die deshalb auseinandergebrochen sind. Es gibt Männer, die haben sogar ihre Frauen aus Eifersucht ermordet. Nicht umsonst lesen wir in Sprüche 14,30: "Ein gelassenes Herz ist des Leibes Leben; aber Eifersucht ist Eiter in den Gebeinen."
Aber was ist mit Gottes Eifersucht? Sie hat etwas mit Wahrheit und mit Seiner Liebe zu tun! Der allmächtige und ewige Gott hat eine absolute Ausnahmestellung. Wir sind Menschen, aber Er ist kein Mensch. Wir sind Geschöpfe, aber Er ist der Schöpfer. Wir sind Fleisch, und Er ist ein ewiger Geist. Wir sind irdisch, und Er ist himmlisch. Und Er hat als der Schöpfer das Recht, Seinen Geschöpfen ein Gesetz zu geben und ihnen zu gebieten, es auch zu halten. Also kann der Satz nicht gelten: "Was Gott uns befiehlt, muß Er selber halten."
Als ich ein kleiner Junge war, sagte mein Vater einmal: "So, Junge, jetzt mußt Du ins Bett, es ist neun Uhr." Ich antwortete ihm: "Aber Papa, dann darfst Du auch nicht mehr aufbleiben. Du kannst doch nicht von mir etwas verlangen, was Du selber nicht tust." Da ermahnte er mich: "Junge, Du bist das Kind, und ich bin der Vater." Damit wollte er sagen: "Hör mal gut zu: Mach nicht den Fehler und stell uns beide auf eine Stufe. Vermische uns nicht. Bringe uns nicht durcheinander." Das ist auch unsere Fehlhaltung Gott gegenüber.
Jesus zog am Sabbat durch die Kornfelder, und die Jünger fingen an, die Ähren zu raufen. Als das die Pharisäer sahen, bezichtigten sie Ihn, den Sabbat zu brechen. Der Herr aber antwortete: "Der Sabbat wurde um des Menschen willen geschaffen und nicht der Mensch um des Sabbat willen. Also ist der Sohn des Menschen auch Herr über den Sabbat" (Markus 2,27+28). Obwohl Gott keinen Konflikt mit dem Gebot hat, müssen wir lernen: Er steht über dem Gebot. Das ganze Gesetz ist um des Menschen willen geschaffen und nicht um Gottes willen. Gott braucht kein Gesetz. Er ist in sich selber heilig und gerecht.
Und so gibt es verschiedene Dinge, die Gott tut, die aber uns als Menschen nicht gestattet sind, zu tun. Denken wir nur an das Thema Rache. Wir werden aufgefordert: "Rächet euch nicht selbst, ihr Lieben, sondern gebt Raum dem Zorn Gottes; denn es steht geschrieben: die Rache ist mein; ich will vergelten" (Römer 12,19). Vergeltung steht uns nicht zu. Aber Gott darf es. In einem geordneten Staat ist es auch so. Niemand darf Selbstjustiz betreiben. Aber der Richter darf Recht sprechen. Uns ist es verboten, uns selbst zu rächen. Aber Gott ist der ewige Richter, und Er hat das Recht, zu richten und deshalb auch zu rächen und zu vergelten.
Ein anderes Beispiel ist das Töten. "Du sollst nicht töten." Gott ist der Herr über Leben und Tod. Nur Er. "Der Herr tötet und macht lebendig" (1. Samuel 2,6). Das steht Ihm, dem ewigen Gott, zu, aber nur Ihm allein. Und wenn wir Menschen es auf eigene Faust tun, dann morden wir. Und deshalb müssen wir den Grundsatz der Bibel bewahren: "Der Herr ist ein Fels. Seine Werke sind vollkommen, denn alles, was er tut, das ist gerecht. Treu ist Gott und kein Böses ist an ihm, gerecht und wahrhaftig ist er" (5. Mose 32,4). Auch wenn es in unseren Augen nicht immer recht erscheinen mag, was Gott tut. Wir haben aber nicht das Recht, Ihn auf unsere Ebene herunterzuholen und Sein Handeln in Frage zu stellen. Er ist weit, himmelweit über uns. Gott ist absolut unabhängig, souverän, und Er ist uns nichts schuldig. 2. Samuel 10,12 sagt: "Er kann tun, was ihm gefällt."
Und so ist auch Gottes Eifersucht aus einem völlig anderen Blickwinkel zu sehen als unsere sündhafte Eifersucht. Gottes Eifersucht ist Gerechtigkeit und nicht Egozentrik. Warum? Weil es tatsächlich nur einen Gott gibt, dem allein alle Ehre gehört. Der Herr erklärt uns in Jesaja 46,9: "Ich bin Gott und keiner sonst, ein Gott, dem keiner zu vergleichen ist." Es ist nichts und niemand, den du neben Gott stellen könntest und sagen könntest, man könnte Ihn damit vergleichen. Deswegen sollst du dir kein Bildnis machen. Alles, was du von dieser geschaffenen Erde herholst, um ein Bild von Ihm zu machen, ist eine Beleidigung, eine Lästerung für Ihn, weil das Bild, das du vorholst, irdisch, fleischlich und vergänglich ist, während der lebendige Gott ewiger Geist ist. Das ist der Grund für das erste und zweite Gebot.
Wenn an einem großartigen Werk fünf Architekten gleichermaßen zusammengewirkt haben, dann ist es gewiß recht, wenn sie alle fünf geehrt werden. Wenn das Werk aber nur von einem allein geschaffen wurde, dann ist es recht, daß nur der eine geehrt wird. Würden die anderen vier auch geehrt, würde diese Ehre eine Lüge ausdrücken, nämlich die, als hätten die anderen vier das Werk mit erschaffen. Sie würden für etwas gepriesen, was nur einer gemacht hat.
So haben auch wir Menschen nicht die Schöpfung gemacht, sondern nur Einer hat sie gemacht. Und deswegen gebührt auch nur Einem allein die Ehre. Dem lebendigen, heiligen, ewigen Gott, der Himmel und Erde gemacht hat und alles, was darin ist. Gott ist nicht egozentrisch. Er will nur das sein, was Er in der Realität wirklich ist und was absolut der Wahrheit entspricht: "Ich bin der Herr, das ist mein Name, und ich will meine Ehre keinem anderen geben noch meinen Ruhm den Götzen!" (Jesaja 42,8). Gott will mit keinem Menschen Seine Ehre teilen. Denn es würde alles auf den Kopf gestellt werden, wenn der kunstvoll geformte Tonkrug spräche, daß der Töpfer ihn nicht allein gemacht habe, sondern auch er selbst. Um einer solchen Sünde und Unwahrheit entgegenzutreten, wacht Gott über Seine Ehre und ist mit vollem Recht ein eifersüchtiger Gott.
Es gibt neben dem Grund der Wahrhaftigkeit noch einen weiteren Grund, nämlich: Gottes Eifersucht ist auch unser Schutz. Das erklärt uns der Zusammenhang der heiligen Bibel. Wenn der Herr sagt: "Du sollst keine anderen Götter neben mir haben", dann sagt Er das nicht nur gerechterweise und um der Wahrheit willen, sondern das sagt Er auch aus Liebe zu dir und mir. Wenn Er darauf pocht, daß Er keinen anderen neben sich duldet, dann ist das nicht Egozentrik, sondern dann ist das Betonung der Wahrheit zu deinem und meinem Schutz. Wir haben in der Geschichte Diktatoren, Despoten und Machthaber gehabt. Die wollten Gott spielen. Und die Massen haben tatsächlich angebetet. Das hat zu Krieg, zu Verderben und zu millionenfachem Blutvergießen geführt. Und Gott sagt: "Sammelt euch doch unter mich, dem einen, wahren Gott! In Ihm habt ihr Erfüllung. In Ihm habt ihr Wahrheit und Frieden. Die anderen Götter zerstören euch, berauben euch, rauben euren Frieden, erfüllen euch nur mit Sinnlosigkeit und bitterster Enttäuschung." Oh, wenn ich darüber nachdenke, dann sage ich: "Herr, mein Gott, wie herrlich, daß Du ein eifersüchtiger Gott bist und mich durch Deine heilige Eifersucht von der Gefahr des tödlichen Götzendienstes wegbringst!" Welch eine wunderbare Liebe ist das, daß wir unter dem Banner dieses einen Gottes wahren Frieden und Erfüllung finden. Da ist zum Beispiel auch der Gott "Geld". Wenn du den Mammon mehr liebst als den einen, wahren Herrn, dann wirst du bald sehen, wie diese Geldliebe dich zerstört. Viele hat sie in die Betrügerei und auch ins Gefängnis gebracht. Gott braucht nicht dein Geld, aber Er ist trotzdem eifersüchtig darauf, um deinetwillen. Denn es bringt dich um. Auch wenn du deine Kinder, deine Frau, deine Karriere mehr liebst als Gott, dann wirst du nicht glücklich werden. Danke Gott, daß Er in Seiner Liebe eifersüchtig über dich wacht, daß andere Götzen dich nicht verderben. Darum gib die Götzen auf und finde tiefste Erfüllung, gelange zu tiefstem Frieden. Amen!
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Mit freundlicher Genehmigung vom Herausgeber:
Von Pastor Wolfgang Wegert ©
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