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19-03-07

Petra S. - ein Leben voller Wunder

Glauben Sie an Wunder? Glauben Sie, das Gott heute noch Menschen heilt? Gleuben Sie auch, das Gott Menschen heute gleich dreimal heilt, um sie zu sich zu ziehen?

Wenn nicht, dann wird Ihnen diese wahre Geschichte zu denken geben....


Die Sonne schien. Keine Woke war zu sehen, die Vögel zwitscherten und alle hatten gute Laune...
Alle? Eine Frau mit roten Wangen, dunklen Augenrändern, geknickter Haltung und einen dutzend Taschentüchern in der Hand währe wohl an einem solchen Tag aufgefallen.

Und tatsächlich: Einige sahen sich nochmals um, als Petra aus ihrem Auto stieg und auf ihre Wohnung zuging.

Sabrina, Petras Tochter, wartete bereits an der Tür. Ihr fragender Blick verfinsterte sich schnell, als sie sich ansahen.

Lange brachte Patra kein Wort heraus, dann sagte sie unter Tränen, sie hätte einen bösartigen Tumor in der Brust und die Lymphknoten seien auch schon befallen.

Währen sie 2 Wochen später gekommen, hätte man nichts mehr für sie tun können...

Die Sonne schien noch immer, keine Wolke war zu sehen und noch immer zwitscherten die Vögel, doch an diesem Tag brach für zwei einsame Menschen eine Welt zusammen.



Zwei Tage später. Petra lag unter Narkose auf dem OP-Tisch. Nur verschwommen bekam sie mit, wie man sie an ein künstliches Beatmungsgerät anschloss, um sie am Leben zu halten. Sie hatte viel Blut verloren und plötzlich aufgehört, zu atmen.
Eine Krankenschwester machte sich auf den Weg, die Familie zu benachrichtigen, damit diese sich von Petra verabschieden konnten...

War es Schicksal? War es Gottes Führung? Petra wusste diese Frage nicht richtig zu beantworten, als sie plötzlich die Augen öffnete.

Sie wusste nicht, was passiert war, sie wusste nur eines ganz genau: Sie war geheilt. Der Tumor in der Brust war weg, sie konnte wieder frei atmen!



Die nächsten Tage waren schwer für Petra. Sie hatte körperlich ziemlich abgebaut. Es folgten insgesammt 12 Chemotherapien, um die Lymphknoten zu befreien.

In dieser Zeit lernte Petra viele Frauen kennen, die das selbe Schicksal teilten, doch diese überlebten diese Zeit nicht...

Später sagte Petra zu dieser Zeit: "Ich denke, Gott wollte mir eines mitteilen: ´Ändere dein Leben`. Ich verstand ihn nicht."

Petras Leben hellte sich langsam wieder auf. Sie trennte sich von ihrem Mann und zog mit ihrer Tochter nach Hessen, wo sie noch weitere Op`s über sich ergehen lassen musste, um die Lymphknoten vollständig frei von Metastasen zu bekommen. Sie lernte ihren neuen Mann mit seinem Sohn kennen und zog mit ihnen und Sabrina zusammen in eine gemeinsame Wohnung.
Das Leben war wieder lebenswert und der Wunsch, die Frage, ob es Schicksal oder Gottes Führung war, zu beantworten, verblasste mehr und mehr.



Doch sie schien vom Pech (oder von Gott?) verfolgt:

Einige Jahre später wurde sie wieder krank: Sie hatte schon wieder Krebs, diesmal in der Brust und in den Knochen. Hörte das denn nie auf? Schon wieder bekam sie diese lästige "blaue Spritze" und die Strahlentherapie. Sie verlor ihre Haare, doch das war nur das geringere Problem:

Der Krebs war nicht aufzuhalten.



Monate später. Petra lag in ihrem Bett im Krankenhaus. Sie sah aus dem Fenster.

Fragen wie: "Warum gerade ich?" "Wieso schlägt die Therapie nicht an?" und "Wie lange muss ich diese Schmerzen noch ertragen?" schwirrten durch ihren Kopf und ließen ihr keine Ruhe.

Alle Nachbarn, ihr Ex-Mann, die Familie und ihre Freunde, alle hatten sie es mitbekommen; sie sahen, wie sich ihr Zustand von Tag zu Tag verschlecherte, und keiner von ihnen war in der Lage, etwas zu verändern.

Der Tumor hatte sich am ganzen Knochengerüst ausgebreitet, die Lunge, der Schädel, die Wirbelsäule, das Brustbein und andere Körperteile waren angegriffen oder schon voll mit Metastasen.
Diese unerträglichen Schmerzen. Jede Berührung tat weh, der Stich der Morphiumspritze durchschnitt ihren ganzen Körper und das Geräusch des Sauerstoffgerätes war so laut, dass sie nicht denken konnte.


Und wieder einige Tage später:

Auf der Station 7.2, im Zimmer 8 verabschiedeten sich der Professor und die Schwestern von Petra. Sie wussten, das dies der letzte Tag für Petra war.
Später kam die Nachtschwester, die ihr sagte, sie solle Frieden schließen und loslassen, damit sie in Ruhe sterben könne!

Petra konnte sich nicht bewegen, nichts sagen, sonst würde sie ihnen verbieten, aufzugeben.
Sie war noch zu jung- gerade mal 40 Jahre alt- und nicht bereit, so zu sterben.

Die Tür wurde geschlossen, das Licht blieb zur Überwachung an und Petra war alleine.

Der Raum war zu groß für nur eine Person, wie gerne hätte sie jetzt Gemeinschaft mit jemanden gehabt, der sie nicht aufgeben würde, der ihr sagen würde: "du schaffst es, hier, du musst nur dies und das machen, dann wirst du nicht sterben und alles ist wieder so, wie es vorher mal war."
Aber dieser Jemand war nicht bei ihr. Sie war allein, allein in diesem großen Zimmer.

Plötzlich wurde es dunkel. Nein, das Licht war noch immer an, alles verfinsterte und verschwamm nur langsam. Petra verspürte ein schmerzhaftes Muskelzucken. Sie öffnete ihre Augen.

Vor sich sah sie ihre Mutter, wie sie Petra ausschimpfte, weil sie sich beim spielen mit ihren beiden Brüdern stritt. Sie lief zu ihrem Vater, der sie in ihre starken Arme nahm. Petra legte ihren Kopf an seine starke Brust und sah zur Seite: Da stand ihr Ehemann am Altar. Schnell stieg Petra vom Schoß runter und eilte zu ihm. Sie wurden getraut und als sie sich nach dem Kuss umsah, sah sie ihr Baby. Ein Arzt hielt es fest und überreichte es ihr. Ihre Sabrina kuschelte sich an Petra und ihr Mann hielt ihr die Hand, bis sie ermüdent einschlief.
Als sie wieder erwachte, hörte sie ihren Mann nach Hause kommen. Wo war er nun schon wieder gewesen? Sie eilte die Treppe ihrer Wohnung hinab und sagte ihm ihre Meinung. Ärgerlich ging sie die Treppe wieder hoch. Als sie die Tür zu ihrem Schlafzimmer öffnete, standen plötzlich all ihre Freunde in diesem Zimmer. Sie selbst hatte ein wunderschönes Kleid an, und als sie sich umdrehte, stand sie ihrem Mann gegenüber und stritt sich wieder mit ihm so heftig, dass sie sich entschied, sich scheiden zu lassen. Sie stand draußen und ging wieder ins Haus und sah, wie Sabrina ihr fragend die Tür öffnete. Petra sah auf den Boden, an Sabrina vorbei und sagte schließlich: "Ich habe Krebs."

Dann war es ganz dunkel. Petras Herz schmerzte. Sie hatte das Gefühl, jemand würde einen schweren Stein auf ihre Brust legen, der ihr das Atmen unmöglich machte.

Sie atmete so flach, wie es nur irgendwie ging.
Der kalte Schweiß mehrte sich auf ihrer Stirn.
Sie verkrampfte.

Es wurde eiskalt.

War es nun Hoffnung, Vertrauen, oder ein Rufen ins Nirgendwo hinein, in der Hoffnung, jemand könnte es hören, als Petra nun in Gedanken ins Leere schrie?

Sie schrie, so lange sie konnte. Sie betete einen Got an, den sie nicht kannte, er solle ihr doch helfen!

Es nützte nichts. Die Schmerzen waren unerträglich und sie war bereits kurz vor der Ohnmacht.
Voller Verzweiflung versprach sie in den Raum hinein, wenn sie diesen Krebs überleben würde, dann würde sie sich auf die Suche nach diesem Gott machen.

Genau betete sie:" Lieber Gott, gib mir bitte noch eine Chance, ich werde mein Leben ändern und einen Weg zu dir finden!"

Noch immer blieben die Schmerzen.

Es wurde noch kälter und als sie sich im dunklen Raum umsah, bemerkte sie, das sie sich in einem Tunnel befand.

Ganz weit hinten war ein heller Ausgang.

Es zog sie zu diesem Ausgang.

Doch plötzlich zerrte etwas anderes sie wieder nach hinten.

Petra wollte sich zuerst dagegen wehren, doch irgendetwas sagte ihr, sie brauche keine Angst zu haben.

So ließ sie sich wieder zurückziehen, ins Dunkle und in die Kälte zurück.

Doch irgendwann wurde es wieder heller, unerträglich hell.

Petra kniff ihre Augen zusammen und blinzelte.
Sie befand sich in ihrem Krankenzimme.

Alles war so, wie sie es "verlassen" hatte.
Langsam drehte sie ihren Kopf nach rechts und links. Sie hatte keine Schmerzen! Sie bewegte den rechten Arm. Nur mühsam bekam sie ihn hoch, doch das war nicht so wichtig, denn sie konnte ihn bewegen!

War das nur ein Traum? Sie bewegte ihre Zehen- es gelang. Ihre Muskeln waren von den Medikamenten und durch die mangelnde Bewegung nur noch eingeschränkt vorhanden. Doch das war alles nicht von Bedeutung, sie konnte sich ohne Schmerzen bewegen!

Sie konnte es noch gar nicht richtig glauben!
Noch 20 Min. lang lag sie wach und bewegte abwechselnd ihre Finger und Zehen. Erschöpft, aber überglücklich schlief sie schließlich ein.



2 Jahre später. Der Wecker klingelte. Langsam öffnete Petra ihre Augen. Sie wollte noch nicht aufstehen. Sie schaltete ihren Wecker auf 10 Min. später und drehte sich auf die Seite.

Schon wieder verspürte sie diese Schmerzen unter der Brust. Sie schloss ihre Augen, um nochmals einzuschlafen, denn sie hatte die halbe Nacht wach im Bett gelegen.

Zu viele Gedanken kreisten in ihrem Kopf.

Dies war ein wichtiger Tag für Petra. Heute würde sie die Befunde abholen, die aussagten, ob sich ein neuer Tumor gebildet hate.

Petra überlegte. So viel hatte sich in letzte Zeit ereignet. Sie hatte eine gute Freundin aus Österreicht kennengelernt, die sie zu einem befreundeen Ehepaar gebracht hatte. Dort hatte sie die beiden liebgewonnen- und noch viel mehr.

Sie hate ihren evangelistischen Hauskreis besucht, weil sie es Gott ja versprochen hatte. Und dort hatte sie sich am Montag, dem 23. September 2002 Gott anvertraut. Seit diesem Zeitpunkt lebte sie nun mit Jesus, ihrem Herrn. Voller Dankarkeit schrieb sie Gott sogar 3 Liebesbriefe.

Ihr Leben hatte sich um 180° gewendet. Früher war sie eine Patrymaus, war in einer Rockergruppe und fuhr sehr gerne Motorad.

Dazu hatte sie jetzt keine Zeit mehr. Ihr Leben bestand nun aus Arztbesuchen, Bibellesen und Besuchen.

Einmal sogar konnte sie in der Gemeinde von besagten Ehepaar ein Zeugnis ablegen. Sie lernte einige Menschen aus dieser Gemeinde kennen. Sie war überglücklich. Ihr Leben war nun endlich lebenswert. Kein tag begann oder endete ohne "ihren Jesus".

Aua, schon wieder diese Schmerzen!

Langsam stand sie auf und streckte sich. Sie würde ja eh nicht wider einschlafen...

Es war ein wunderschöner Sommertag. Die Bäume bewegten sich leicht im Wind und die Vögel sangen fröhliche Lieder- so kam es ihr jedenfalls vor.
Petra hatte gelernt, Dinge, die man sonst übersieht, zu beachten, und Gott dafür zu danken.
Sie atmete tief ein. Es roch nach frischen Regen. Ja, den Regen hatte sie in der Nacht gehört.

Plötzlich musste sie an vorletzte Woche denken. Was war es für ein Erlebnis gewesen, vor allen Menschen getauft zu werden. Ja, sie war einfach nur glücklich und zufrieden...wenn nur nicht diese Schmerzen währen. Doch auch hier hatte sie gelernt, Gott zu vertrauen, er würde schon alles richtig leiten, da war sie sich sicher.

Und wenn morgen die Ferien von Sabrina beginnen, würde sie auch wieder mehr Zeit für sie haben.

Petra ging in die Küche, holte ihre Bibel heraus und las, während sie frühstückte.

Der Vormittag verstrich nur langsam, viel zu früh stand sie schon im Krankenhaus.

Der arzt kam schnell auf Petra zu und überbrachte die schleche Nachricht. In ihrem Körper hatten sich mal wieder Metastasen gebildet. Hatte es denn gar kein Ende? Muste es schon wieder anfangen?

Petra musste sich setzen. Der Arzt gab sich Mühe, Petra zu trösten, doch er hatte nicht viel Zeit, da noch andere Patienten warteten.

Petra wischte sich ihre Augen. 2 Jahre nun hatte sie ein wunderschönes Leben geführt. Sie war Gott so dankbar. War damit jetzt Schluss?

Nein! Petra stand auf. Gott hat es zugelassen, also wird er auch hier seine Gnade beweisen. Ermutigt verließ sie das Krankenhaus.

Zwei Monate später.

Petra lag auf der Bank des großen Computertomographen.

Vor 2 Wochen wurde die selbe Untersuchung durchgeführt, doch sie musste wegen ihres schlechten Zustandes abgebrochen werden.

Die Ärzte, die diese Untersuchung beaufsichtigten, sahen, das Leber und Lunge so voll von Metastasen waren, dass sie keine Chance sahen.

Nun lag Petra wieder da. Diesmal wurde die Untersuchung zuendegeführt.

Die Ärzte sahen auf den Bildschirm, der ihnen das Ergebnis verriet.

Sie konnten es nicht glauben: Die Lunge war frei von Metastasen! Und auch die Leber zeigte lediglich eine Narbe, die bewies, das hier einmal ein Tumor gewesen war!

Wie war das möglich? Sie sahen nochmals hin. Tatsächlich! Diese Frau war geheilt! Sie hatte nur noch Metastasen an den Knochen, doch sie musste hier nur aufpassen, das sie sich nicht die Knochen bricht.

So könne sie alt werden, sagte Petra später.
Es war kalt draußen.

Ein starker Wind wehte. Kein Vogel war zu sehen, doch an diesem Tag fand eine große Feier bei Petra und ihren Freunden statt. Gott hatte ihr nun zum dritten mal das Leben wiedergeschenkt...



Es währe uns alles sicher am liebsten gewesen, wenn diese Geschichte hier zu Ende wäre. Aber ca 2 Monate später, am 24.02.2004 verstarb Petra S. im Krankenhaus an den Folgen der Chemotherapie.
Ihr Leben war ein einzigartiges Wunder.

Gott hat uns- einer kleinen Gemeinde unter vielen- in seiner Gnade und Liebe gezeigt, das er sich nicht verändert hat.

Nein, Gott ist noch immer in der Lage, Wunder zu tun. Er ist noch immer hier, auch, wenn wir ihn nicht sehen.

Und sogar aus Petras Tod hat Gott etwas positives gemacht:

Die Trauerrede hat sehr viele Menschen angesorochen.

Mit ihrer freundlichen, offenen Art hat uns Petra gezeigt, wie wunderbar das Leben mit Gott sein kann.

Lass uns nie vergessen, wozu Gott noch heute in der Lage ist.


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Ein Artikel von Glaube.de

Eingereicht von der Autorin, Glaube.de Mitglied "Cleopatra"

Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Autorin, Kontakt über PN auf Glaube.de

Bild: sxc.hu

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