Reinhard Bonnke: Das Wort vom Kreuz

Nichts auf der Welt kann seinen Platz ersetzen. Es ist unsere einzige beständige Hoffnung.
Jesus starb für uns. Dieses Ereignis war eine kosmische Explosion der Liebe und Güte, das die Grundfesten und eisernen Tore jeglicher Gebundenheit erschütterte, mit der die Menschheit tyrannisiert wurde, und die ewigen Absichten Gottes offenbart.
Das Christentum besitzt eine Lebensqualität, die in keiner anderen Religion zu finden ist, mag man auch noch so leidenschaftlich danach suchen. Nur Jesus errettet, denn nur er starb, um das anbieten zu können, wozu nur er allein in der Lage ist. Keiner kann seinen Platz einnehmen.
Der heilsbringende Tod Jesu ist eines der größten "Geheimnisse". Wir können es in seiner Tiefe nie ergründen, denn es entsprang direkt dem Herzen Jesu und des Vaters. Wir Menschen betrachten das Kreuz aus verschiedenen Blickpunkten. Einige sehen in Jesus einen Märtyrer - einen Ausgestoßenen. Andere erkennen in seinem Leiden ein Bild für das Leid dieser Welt. Ganz gewiss verkörperte er das alles. Es gelang ihm, sich mit uns solidarisch zu erklären und Gott mit der Welt und ihrem Elend zu verbinden. Wir müssen nicht danach fragen: "Wo ist Gott?" Wir blicken aufs Kreuz und erkennen ihn dort, wie er das Herzeleid, die Schande und die Schmerzen auf sich nimmt! Doch was hat es tatsächlich bewirkt? Bewirkte es außer unseren Reaktionen überhaupt etwas?
Der Kernpunkt des Evangeliums
Hier lüftet sich das Geheimnis des Kreuzes: Sieben Wochen, nachdem der Mob nach seinem Blut geschrien hatte, wurden sie öffentlich von Petrus angeklagt: "Ihr habt ihn durch die Hand gesetzloser Heiden ans Kreuz genagelt und umgebracht ... Das ganze Haus Israel erkenne nun deutlich, dass Gott ihn nunmehr zum Herrn und zum Christus gemacht hat, gerade diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt!" (Apostelgeschichte 2,23.36 Bruns). Die Wirkung dieser Worte war erstaunlich und kam völlig überraschend. Die Predigt vom Kreuz führte 3.000 Menschen zur Buße und die ersten Namen wurden ins Lebensbuch des Lammes geschrieben.
Seit diesem Zeitpunkt ist der gekreuzigte Christus Kernpunkt des Evangeliums. Kein Evangelium könnte seltsamer sein. Die Weltreligionen verweisen auf ihre großen Religionsstifter, doch aus einer Hinrichtung eines Menschen eine frohe Botschaft zu machen, und dabei noch die Obrigkeiten dafür verantwortlich zu machen, scheint hoffnungsloser Wahnsinn zu sein. Trotzdem schrieb Paulus: "Darum ist es mein Wunsch, auch bei euch in Rom das Evangelium zu verkündigen. Denn ich schäme mich dieser Frohen Botschaft in keiner Weise" (Römer 1,15.16 Bruns). Den römischen Bürgern in Korinth schrieb er: "Ich war damals fest entschlossen, nichts anderes unter euch zu wissen als nur Jesus Christus, den Gekreuzigten" (1. Korinther 2,2 Bruns). Paulus wusste, dass eine derartige Botschaft den Juden als ein "Ärgernis" und allen anderen als "Torheit" erschien (1. Korinther 1,23), dennoch predigte er sie unverdrossen. Die Welt hörte sie und veränderte sich. Diese Botschaft erschien aber alles andere als fähig zu sein, ein herabgewürdigtes Zeitalter verändern zu können - aber genau das tat sie.
Die Hände der römischen Vollstrecker waren noch mit Jesu Blut besudelt, als dieser für sie betete: "Vater, vergib ihnen!" (Lukas 23,34) und dasselbe Blut reinigte sie. Diese Botschaft bleibt bestehen. Der gekreuzigte Christus hat keine Konkurrenz. Worin besteht das Geheimnis des Kreuzes? Was macht es zu dem, was es ist? Wir wollen das kurz betrachten.
Das Geheimnis des Kreuzes
Zuerst ist es ein sehr tief greifendes Ereignis. Er, der einzige vollkommene, gute Mensch, nahm aus Liebe für uns das Unerträgliche auf sich. Es ist immer wieder ein herzergreifender Anblick. Wir singen: "Ich staune die nie zu begreifende Liebe an; die Gnade beschämt mich, die soviel für mich getan. Ich zittre, bedenk ich, dass Jesus gekreuzigt ist; für mich Sünder er sich schlagen ließ. O, das ist wunderbar, dass Jesus nach mir fragt, hat er sein Leben doch für mich am Kreuz gewagt. Wunderbar ist das!"
Ganz gewiss hat niemals zuvor ein Ereignis derartige Gefühle ausgelöst wie der Tod Jesu. Ist das alles, was das Kreuz bewirkt, indem es bei seinem Anblick derartige Gefühle hervorruft? Würden sie ausreichen, einen Drogensüchtigen zu verändern oder einen Mörder aufzuhalten? Würde das Weinen im Angesicht des Kreuzes Buße und Vergebung hervorbringen? Im Lied heißt es: "Ich zittre, bedenk ich, dass Jesus gekreuzigt ist." Aber starb Jesus, um uns zu demütigen? Wenn sein Sterben beispielhaft sein sollte, stellt sich uns die Frage: beispielhaft für was? Einfach nur zu sterben ist kein Beispiel. Es muss einen Sinn haben.
Die Bibel beschreibt die Leiden Jesu in Jesaja 50,6: "Ich hielt meinen Rücken denen hin, die mich schlugen, und denen, die mir den Bart ausrissen, meine Wangen. Mein Gesicht verbarg ich nicht vor Schmähungen und Speichel." Obwohl die römischen Soldaten die schrecklichen Szenen beobachteten, wurden sie dadurch nicht bekehrt.
Paulus beklagte bei den Galatern: "Ist euch Jesus Christus nicht deutlich als der Gekreuzigte vor Augen gestellt worden?" (Galater 3,1), doch dieses Bild hatte sie nicht gerettet. Ihnen war der Glaube abhanden gekommen und sie waren in die Gesetzlichkeit abgedriftet.
Paulus hat das Kreuz nicht dramatisiert in der Absicht, durch seine Beredtheit bei seinen Zuhörern gewisse Gefühle zu wecken und heidnische Sünder in fromme Christen zu verwandeln. Er predigte klar darüber, was der Tod Jesu bedeutete, dass er stellvertretend für uns starb und unsere Sünden auf sich nahm. Das machte Paulus zu dem, was er war: "Ich lebe im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich für mich hingegeben hat" (Galater 2,20). Die gute Nachricht des Evangeliums ist nicht die, dass Jesus gestorben ist, sondern dass er für uns gestorben ist, unseren Tod erlitt und dadurch das Gericht Gottes von uns abwendete und uns einen Freispruch verschaffte.
Die Kraft des Kreuzes enthielt weit mehr, als zunächst sichtbar war. Dort geschah etwas, das durch nichts anderes möglich war. Wir wollen diese große biblische Wahrheit etwas beleuchten.
Zu einem besonderen Zeitpunkt erklärte Jesus seinen Jüngern: "Der Menschensohn muss vieles erleiden; er wird getötet werden, aber am dritten Tag wird er auferstehen"
(Lukas 9,22). Man beachte das kleine Wort "muss" . Warum musste er das alles durchleiden? Er nahm drei seiner Jünger mit auf einen hohen Berg und dort geschah etwas Einzigartiges. Jesus wurde wunderbar verklärt und zwei Gestalten aus der Vergangenheit erschienen: Mose und Elia.
Die Jünger waren von dem, was sie sahen, überwältigt und sie hörten, wie sich die beiden himmlischen Wesen mit Jesus über sein Sterben und über die große Bedeutung seines Todes unterhielten. Es war ganz offensichtlich ein himmlischer Gesprächsaustausch. Wir lesen: "Sie besprachen seinen Ausgang, den er in Jerusalem erfüllen sollte" (Lukas 9,31). Das griechische Wort, das hier für den Begriff "Ausgang" verwendet wird, ist dasselbe wie "Auszug", das uns an die Befreiung Israels aus der Knechtschaft Ägyptens erinnert, jener gewaltigen Demonstration der göttlichen Macht. Vom Tod als einem "Ausgang" ist in der Bibel nur zweimal die Rede, beim zweiten Mal gebraucht Petrus - der ja mit Jesus auf dem Berg der Verklärung war - diesen Begriff, als er von seinem eigenen Tod spricht. Dort hatte er gelernt, dass der Tod wirklich ein siegreiches Ereignis ist.
Jesus rief im Sterben mit lauter Stimme. Kein Sterbender, außer Jesus, hat so etwas je getan. In dem Augenblick, als er sein Leben Gott auslieferte, rief er: "Es ist vollbracht!" Der römische Hauptmann hatte das auch gehört. Er hatte schon viele Menschen sterben sehen, aber noch nie einen so triumphierend, deshalb pries er Gott und sagte: "Das war wirklich ein gerechter Mensch. Wahrhaftig, das war Gottes Sohn!" (Lukas 23,47; Matthäus 27,54).
Der Prophet Jesaja beschrieb die Leiden Jesu viele Jahrhunderte zuvor, ehe sie tatsächlich eintrafen: "Wie ein Lamm, wenn es zum Schlachten geführt wird, wie ein Schaf, wenn es geschoren wird, duldete er alles schweigend, ohne zu klagen" (Jesaja 53,7b). Freiwillig ergab er sich seinen Feinden, obwohl er sie mit einem Wort hätte überwältigen können. Es schien, als wäre Jesus als hilfloses Opfer gestorben, doch darin lag seine Größe und Liebe. Gott in Christus ging für uns ans Kreuz, um allen Widrigkeiten zum Trotz das Böse zu besiegen.
Am Kreuz vollbrachte Jesus mehr, als nur unsere Gefühle zu berühren. Er verfolgte ein selbst gewähltes Ziel, über das er während seines Dienstes hier auf der Erde ständig gesprochen hatte. Häufig erwähnte er seinen bevorstehenden Tod. "Jetzt ist meine Seele erschüttert. Was soll ich sagen: Vater, rette mich aus dieser Stunde? Aber deshalb bin ich in diese Stunde gekommen" (Johannes 12,27).
"Diese Stunde" - das waren große Stunden gewesen, als Jesus die Kranken heilte, Tote auferweckte und die versammelten Menschenmengen unterwies. Doch in jenen Stunden sprach er von "der Stunde", wenn sein Lebensziel erkannt würde und sich das alles erfüllte, wofür er lebte. Jene Stunde war seine letzte Stunde, in der er den Sühnetod starb.
Der Tod war sein Ziel
Er kam, um sich diesem Feind zu stellen und um die Werke des Teufels zu zerstören. Wir gehen dem Tod aus dem Weg durch größtmögliche Vorsorge gegen Unfälle, Krankheiten und andere Gefahren. Der Tod trachtet ständig nach uns, wie die Bibel sagt: "Mitten im Leben werden wir dem Tode preisgegeben" (2. Korinther 4,11). Jesus war nicht dem Tod preisgegeben; er verfolgte ihn und forderte ihn heraus. Er zwang den König des Terrors zu einem Duell heraus. Er trieb den Feind in die Ecke, rang mit der schrecklichen Wirklichkeit und "schmeckte für jeden den Tod" (Hebräer 2,9). Dieses Bild sieht Christus in der Rolle des siegreichen Kämpfers, der ins Reich des Todes eindrang, den Tod überwältigte und ihm endgültig die Macht nahm (2. Timotheus 1,10).
Der erste biblische Hinweis zu Jesu Kampf am Kreuz findet sich in 1. Mose 3,15: Der Nachkomme der Frau sollte der Schlange den Kopf zertreten und ihm würde in die Ferse gestochen werden. Jesus sprach selbst von der inneren Qual, die ihn befiel, bis alles vollbracht war (Lukas 12,50). Er erwartete ständig das Zusammentreffen mit dem großen Feind, dem Tod.
Im Garten Gethsemane und auf Golgatha ergriff er die Todesschlange, erwürgte sie und kehrte drei Tage später von diesem Kampf zurück. Er trug noch die Wundmale des Kampfes an sich, war aber für uns alle als Sieger gekrönt. "Unser Retter Christus Jesus hat dem Tod die Macht genommen und uns das Licht des unvergänglichen Lebens gebracht" (2. Timotheus 1,10). "Der Sohn wurde ein Mensch wie sie, um durch seinen Tod den zu vernichten, der über den Tod verfügt, nämlich den Teufel" (Hebräer 2,14). Das griechische Wort "katargeo", das mit "vernichten" übersetzt wurde, bedeutet auch "entmachten", "unschädlich" oder "unbrauchbar machen". Der Tag des Sieges brach an, als Jesus triumphierend die Prophetenworte erfüllte: "Der Tod ist verschlungen vom Sieg" (1. Korinther 15,54).
Die Todesschlange verlor ihren Stachel. Doch was war dieser Stachel? "Tod, wo ist dein Stachel? Der Stachel des Todes aber ist die Sünde" (1. Korinther 15,55.56). Es ist schrecklich, wenn wir in unseren Sünden sterben und mit unserer Schuld ins Jenseits gelangen. Wir ahnen kaum, was das bedeutet; doch es war viel schrecklicher, als Christus starb, um uns davor zu bewahren und es ein für alle Mal zu beenden. Er starb nicht nur, um den Tod zu vernichten, sondern auch unsere Sünden zu tilgen. Weil er am Kreuz den Giftzähnen der Schlange das Gift entzog, können wir ausrufen: "Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?"
Was ist Sünde? Sie ist die Wirkung der menschlichen Auflehnung gegenüber Gott. Bosheit betrübt ihn. Er spürt jede Ungerechtigkeit, jede erbarmungslose Grausamkeit, jeden Hass, jedes Unrecht und jede Lüge. Es schmerzt ihn deshalb, weil er uns so sehr liebt. Er reagiert aber nicht wie ein gekränkter Würdenträger, sondern wie ein Vater. David betete: "Gegen dich allein habe ich gesündigt, ich habe getan, was dir missfällt" (Psalm 51,6). Als absoluter Herrscher stand David über dem Gesetz, aber nicht über Gott. Gott steht den Geschehnissen nicht gleichgültig gegenüber. Die menschliche Willkür und Feindseligkeit verletzen zutiefst sein Herz und sein unendliches heiliges Wesen. Die verunreinigten Ströme der Sündhaftigkeit ergießen sich in das gequälte Herz Gottes.
Als Christus als Gottessohn ans Kreuz ging, hatte er die ganze Zeit unsere Sünden getragen, aber als Menschensohn trug er sie hinweg. Er wusste um diese schreckliche Last, die damit verbundenen physischen Qualen und die geistliche Finsternis und wurde dennoch für uns zur Sünde. Er ertrug unsere Strafe und stellte sich zwischen uns und das Schicksal, das wir verdient hätten. Jesus brachte uns ewige Vergebung. Gott machte ihm keine Vorwürfe und verdammte ihn nicht, aber er trug unsere Strafe als unser großer zweiter Adam, unser Repräsentant.
Das Ausmaß seiner selbstlosen Liebe
Die Wahrheit des Evangeliums ist, dass das Böse nicht nur vergeben, sondern überwunden ist. Jesus überwand das Schlimmste, was der Teufel anrichten konnte. Dies war die Verheißung: "Ich werde ihre Schuld vergeben und an ihre Sünde nicht mehr denken" (Jeremia 31,34). Nichts davon bleibt in seinen Gedanken oder in seinem Herz zurück, um uns zu verfolgen oder zu verdammen.
Der Gedanke, wie sehr Jesus an dem grausamen Kreuz leiden musste, macht uns betroffen und bringt uns zum Weinen. Aber er starb nicht dafür, um uns zum Weinen zu bringen, sondern er opferte sich selbst Gott am Kreuz, um eine ewige Erlösung zu schaffen. Er erwirkte eine Veränderung in der göttlichen Ordnung, indem er Sünde und Tod außer Kraft setzte. "Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu" (2. Korinther 5,19).
Wenn wir irgendein anderes Evangelium verkünden, ist es nicht das Evangelium von Christus. Die grausamen Szenen des Kreuzes wegzulassen und diese Ereignisse herunterzuspielen ist ein Betrug an der Welt, denn sie würde ohne sie sterben. Keine andere Botschaft aus allen Religionen oder allen Büchern ist in der Lage, unser Gewissen zu stillen und uns die göttliche Hoffnung zu bringen.
In seinem Kreuzestod machte Jesus das ganze Ausmaß seiner Liebe sichtbar. Wie? Wenn ein Mann zu seiner Frau sagen würde: "Ich liebe dich und werde es dir beweisen, indem ich mich selbst erschieße", wäre er geisteskrank. Wie könnte ein Selbstmord die Liebe eines Mannes zu seiner Frau beweisen? Er würde ihr gar nichts nützen. Würde er dagegen beim Versuch, seine Frau zu beschützen, sein Leben verlieren, wäre das wahre Liebe. So erlitt Christus für uns den Tod, nicht um einfach nur zu sterben, sondern um für uns zu sterben und uns zu erretten. Unsere Sünden würden uns vernichten, aber "er hat unsere Sünden mit seinem Leib auf das Holz des Kreuzes getragen" (1. Petrus 2,24).
Das vermittelt uns etwas von dem Fluch der Sünde. Gott musste selbst eingreifen und die ganze Last der Bosheit auf sich nehmen. Gott hält die gesamte Naturordnung aufrecht. Darin zeigt sich seine Liebe für seine Kreaturen, aber er spricht nicht darüber. Nur einmal sagte er: "Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab" (Johannes 3,16). Gott tat nie etwas Größeres, als seinen Sohn hinzugeben. Er hatte nichts Größeres zu geben oder zu tun. Es war das einzige Opfer, das ihm möglich war. Das Erschaffen weiterer Welten war im Vergleich dazu gar nichts. Gäbe er jedem von uns den Reichtum eines ganzen Planeten, kostete ihn das so gut wie nichts. Aber in der Hingabe seines Sohnes gab er das Wertvollste, was er besaß.
Ein Milliardär mag seinem Sohn seine Liebe zeigen, indem er ihm einen Rolls-Royce kauft, aber noch besser wäre es, er würde ihm etwas von seiner Zeit, seiner Aufmerksamkeit und Zuneigung schenken. Gott beschenkte uns nicht nur mit irgendwelchen Gaben, er gab sich selbst. "Nicht darin besteht die Liebe, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn als Sühne für unsere Sünden gesandt hat" (1. Johannes 4,10).
Es ist eine erschütternde Tatsache, dass Gott alles aufwenden musste, um uns zu retten. Jesus musste kommen und für uns im Garten Gethsemane weinen und beten. Er musste sich gefangen nehmen und die unerträglichsten Handlungen über sich ergehen lassen und erfahren, wie das Schwert des göttlichen Gerichts seinen Körper durchbohrt. Das hat er auf sich genommen und es zeigt uns zugleich unseren jämmerlichen Zustand. Nur Gott konnte uns erretten.
Deshalb predigen wir Christus, den Gekreuzigten. Es ist die verheißene Errettung, die uns durch diesen Gewaltakt Gottes garantiert ist, und keine billige Vergebung, die uns durch ein einfaches Fingerschnippen zuteil wird. Gott hat alles Erdenkliche für die Menschen getan, deshalb tun wir gut daran, es allen anderen zu sagen.
Ein Artikel von glaube.de.
Autor: Reinhard Bonnke / Christus für alle Nationen
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