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17-02-11

Reinhard Bonnke: Dein Wunder-Territorium

Jesus … der von Gott euch gegenüber erwiesen worden ist durch Machttaten
und Wunder und Zeichen, die Gott durch ihn in eurer Mitte tat. Apostelgeschichte 2,22


Wir vom CfaN-Team glauben von ganzem Herzen an einen Gott, der Wunder tut. Unzählige Wunder durften wir mit unseren eigenen Augen sehen und werden sie auch im neuen Jahr wieder miterleben können. Jede unserer Missionsreportagen berichtet davon. Wahrlich: Unser Gott ist ein Wunder wirkender Gott.

Weißt du, die Gläubigen im Neuen Testament liefen nicht suchend umher und forschten, ob und wie es möglich wäre, ein Wunder zu empfangen. Nein, sie lebten geradezu in einem Wunder-Territorium. Sie befanden sich im Königreich Gottes und nahmen die wunderwirkende Hand Gottes in jeder Situation wahr. Die Gläubigen wussten, dass das normale, tägliche Leben als Christ bereits etwas Übernatürliches war, ein Wunder durch und durch. Dies kommt in den Briefen des Paulus wie selbstverständlich zum Ausdruck.
Bedauerlicherweise ist das, was damals normal war, für uns heute nicht mehr normal. Es wurde so viel Nachdruck darauf gelegt, neue Methoden zu ermitteln, wie man Wunder erreichen kann, dass es mittlerweile den Anschein einer echten Geheimsache hat. Wir müssen dieses Verworrene und Geheimnisvolle entfernen und zu der Einfachheit Jesu zurückkehren (siehe 2. Korinther 11,3).

Und Petrus stieg aus dem Boot

Eines der interessantesten Wunder der Bibel ist die Begebenheit, als Petrus – ein normaler Mann, der Jesus nachfolgte, einer von uns sozusagen – einst auf dem Wasser lief. Er trat geradezu aus dem sicheren Bereich des Natürlichen heraus und in den übernatürlichen Bereich des Wunders hinein. Lass uns dieses Wunder etwas näher betrachten.

„Aber in der vierten Nachtwache kam er zu ihnen, indem er auf dem See einherging. Und als die Jünger ihn auf dem See einhergehen sahen, wurden sie bestürzt und sprachen: Es ist ein Gespenst! Und sie schrien vor Furcht. Sogleich aber redete Jesus zu ihnen und sprach: Seid guten Mutes! Ich bin es. Fürchtet euch nicht! Petrus aber antwortete ihm und sprach: Herr, wenn du es bist, so befiehl mir, auf dem Wasser zu dir zu kommen! Er aber sprach: Komm! Und Petrus stieg aus dem Boot und ging auf dem Wasser und kam auf Jesus zu.“ (Matthäus 14,25-29)

Als die Jünger den See Genezareth überquerten, sahen sie im Morgengrauen die Silhouette eines menschlichen Wesens über das Wasser gleiten. Sie hob sich deutlich vor dem Osthimmel ab. Sie rieben sich die Augen. War das eine Halluzination? Aber es verschwand nicht. Es war real, es war etwas, was weder sie noch irgendjemand sonst jemals gesehen hatte. Der kalte Schweiß brach ihnen aus und sie schrien sich heiser vor Furcht.

Doch nur zwei Minuten später gab es unter ihnen noch größere Bestürzung. Petrus war seitlich aus dem Boot gesprungen und nicht im Wasser versunken, wie sie erwartet hatten, sondern war auf der Wasseroberfläche gelandet, als ob es eine asphaltierte Straße wäre! Seine Füße trafen auf dem Wasser auf, statt hineinzuplatschen. Und jetzt liefen zwei Gestalten auf dem Wasser umher.

Die Voraussetzungen für das Wunder begannen, als Petrus noch im Boot war

Und plötzlich veränderte sich Petrus. In der einen Minute war er noch voller Panik mit zu Berge stehenden Haaren, in der nächsten Minute wagte er etwas, was noch kein Mensch zuvor gewagt hatte – er lief auf dem Wasser. Die Situation änderte sich, als sich Petrus änderte, auf einmal empfand er die eben noch bedrohlichen Umstände ganz anders. Wenn Christus in das Leben eines Menschen kommt, bringt der Himmel die Dinge in Gang. Dass jede Situation verändert werden kann, ist eine großartige biblische Wahrheit.

Wenn wir uns die Geschichte von Petrus genauer anschauen, werden wir erkennen, dass etwas weitaus Größeres geschah, als dass sich nur seine Lage änderte. In seinem Umfeld hatte sich nämlich nichts verändert. Das Wasser sah noch genauso bedrohlich aus wie zuvor. Doch Petrus war jetzt zum Herrn über die Umstände geworden. Die Wellen des Sees wogten noch immer, doch Petrus schritt über sie hinweg und machte sie zu seiner Fußmatte. Wunder beginnen in uns und beeinflussen dann unsere Umgebung. Das Wasser bedrohte Petrus und riss seinen schäumenden Schlund auf, um ihn zu verschlingen, doch Petrus schritt einfach darüber hinweg, denn Jesus hatte ihm gesagt, dass er kommen sollte.

Es war Jesus selbst, der die Jünger hierher gebracht hatte

Jesus selbst hatte die Jünger auf das Boot geschickt und ihnen gesagt, dass sie auf die andere Seite des Sees fahren sollten (Matthäus 14,22). Dennoch stand ihnen der Wind entgegen und das Boot wurde von den Wellen hin- und hergeworfen (Matthäus 14,24). Schwierigkeiten können sich also ergeben, wenn wir – oder gerade weil wir – Gottes ausdrücklichen Willen tun.

Dann müssen wir Gott die Gelegenheit geben, dass er für uns „alle Dinge zum Guten mitwirken“ lassen kann (Römer 8,28). Tatsache ist, dass Jesus die volle Verantwortung trug. Er hatte die Jünger gesehen, wie sie auf dem See Genezareth kämpften, während er noch in den Bergen war (Markus 6,47f). Keine Sorge, unser Herr hat außerordentlich gute Augen.

Gott hat uns niemals eine allzeit sanfte See und eine stets erfolgreiche Reise garantiert. Selbst der Apostel Paulus erlitt dreimal Schiffbruch. Die Jünger kämpften in einem der schwerfälligen Boote ihrer Zeit mit den tosenden Elementen – und zwar genau deshalb, weil Gott sie dorthin gesandt hatte.

Viele Menschen sind genau über diesen Aspekt sehr enttäuscht. Sie tun das, was richtig und gut ist – und leiden dafür. Aber wir brauchen uns keine Sorgen zu machen. Das Problem, das auftaucht, wenn Gott uns an den Ort bringt, wo er uns haben möchte, ist nichts anderes als ein „Wunder im Werden“. Und so waren die stürmischen Winde Galiläas der erste Bestandteil des Wunders, das Petrus und seine Begleiter erleben durften.

Wir können natürlich nicht behaupten, dass all unsere Schwierigkeiten grundsätzlich in diese Kategorie fallen. Wenn wir in Schwierigkeiten stecken, bedeutet das keinesfalls immer, dass wir Gottes Willen tun. Manchmal heißt es einfach nur, dass wir unseren eigenen Willen getan haben. Mitunter schaffen wir uns erst unsere eigenen Probleme.

Elifas sagte einst zu Hiob: „Der Mensch ist zur Mühsal geboren, wie die Funken nach oben fliegen“ (Hiob 5,7). Probleme sind in unserer gefallenen Schöpfung etwas ganz Natürliches, sie gehören dazu. Und dann gibt es da ja auch noch unseren Feind, den Teufel.

Gott hat niemals beabsichtigt, dass wir ein Leben ohne Wunder führen sollen

Doch ob die Schwierigkeiten und Hindernisse aus unserem Versagen kommen oder nicht, wir alle brauchen hin und wieder ein Wunder. Immer wieder erheben sich problematische Umstände vor uns, vielleicht im gesundheitlichen Bereich, im Berufsleben, in der Ehe, in der Familie oder in irgendeinem anderen Lebensbereich.

Wie die Jünger hocken wir manchmal inmitten der Wogen der Sorge in unserem Boot und laden die Geister der Furcht geradezu ein. Selbst als Jesu Gestalt vor ihnen auftauchte, fürchteten sie sich. Sie brauchten wirklich ein Wunder, etwas Geringeres hätte es nicht getan.

Und genauso ist es mit uns. Wir brauchen nicht weniger als sein übernatürliches Eingreifen in unser Leben – zu seiner Ehre und zu seinem Ruhm. Und dem Herrn sei Dank! Er beabsichtigte niemals, dass wir ein Leben ohne Wunder führen sollten. Denn selbst wenn wir unser Bestes gegeben haben, sind wir noch immer ganz davon abhängig, dass er all unseren Bedürfnissen begegnet.

 

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Ein Artikel von glaube.de.
Autor: Reinhard Bonnke / Christus für alle Nationen
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Foto: Reinhard Bonnke Cfan
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