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25-11-08

Reinhard Bonnke: Jesus kümmert sich um den Einzelnen

Dreimal verhalf Jesus seinen Jüngern zu wundersamen Fischfängen. Zweimal kenterten fast die Boote unter dem Gewicht der Beute. Der dritte Fang bestand aus nur einem Fisch und das war mindestens ein ebenso großes Wunder wie die „153 großen Fische“ – jeweils etwa 6 bis 10 Pfund schwer – in Johannes 21. Es war genauso, wie Jesus es vorausgesagt hatte: Der erste Fisch, den sie fingen, trug ein Silberstück im Maul.


 

Jesus traf auf eine Gruppe rauer Fischergesellen und sagte ihnen, er würde sie zu „Menschenfischern“ umformen. Und das geschah dann auch. Ihr Einfluss breitete sich sehr rasch in der damaligen Welt aus und verlor im Laufe der Zeit überhaupt nichts an Kraft. Das ist ein weiteres Wunder. Die überwältigenden Fischfänge waren ein Zeichen der großen Bandbreite des Wirkens Jesu.

Jesus gibt niemanden auf

Jesus war selbst ein Menschenfischer, der die Menschenmassen anzog und ihnen diente. Dennoch zeigte er gegenüber einzelnen Personen seine uneingeschränkte Anteilnahme, Männern wie Zachäus der Zöllner, Nikodemus der Schriftgelehrte, und Frauen wie Maria Magdalena und die Samariterin.Ein Beispiel finden wir in Johannes 21 nach dem Bericht über Jesu Auferstehung. Auf dessen Anweisung hin fingen sie ein großes Netz voll Fische, doch Jesus widmete seine ganze Aufmerksamkeit Petrus, dem verzweifelten Jünger, der seinen Herrn in der entscheidendsten Stunde öffentlich verleugnet hatte. Er war innerlich völlig zerrüttet. Wir lesen nicht einmal, dass er betete. Jesus hatte ihm und den anderen befohlen, sie sollten in Jerusalem bleiben, doch stattdessen ging er fischen. Vielleicht hatte Petrus sich selbst schon aufgegeben, aber Jesus keinesfalls ihn; denn er gibt niemanden auf. Und was war das Ergebnis? Jesus erneuerte seinen Glauben und gab ihm einen neuen Auftrag. Von jetzt an sollte er Menschenfischer sein. Kurz danach konnte er seinen ersten Fang von 3.000 Seelen einholen (Apostelgeschichte 2).

Seit dem Jahr 2000 nahmen in den Evangelisationen von Christus für alle Nationen etwa 45 Millionen Menschen Jesus Christus als ihren Retter an. Jeder Einzelne erlebte dabei seine persönliche Bekehrung und nicht als Teil einer Menschenmasse. Wir wollen nicht vergessen:. Als Jesus am Kreuz hing und sein Leben für die ganze Welt hingab, kümmerte er sich noch um einen Dieb, der ihn darum bat, ihn nicht zu vergessen, wenn er in sein Reich komme.

Die Rettung einer einzelnen Seele ist genauso eine Tat Gottes wie die Errettung einer Million. Wir alle sind Mitarbeiter Christi, aber nicht jeder ist dazu ausersehen, Massenbekehrungen auszulösen. Gehorsam wird nicht nach der Erfolgsskala bewertet, sondern nach den genutzten Gelegenheiten. Paulus veränderte die Geschichte Europas. Er schrieb: „Denn weit und wirksam ist mir hier eine Tür geöffnet worden“ (1. Korinther 16,9), doch seine erste Versammlung bestand lediglich aus ein paar Frauen, die sich am Flussufer trafen.

Gott hält Schleppnetze und Angeln für den passenden Augenblick bereit und genauso Mähdrescher und Sicheln. Persönliche Evangelisation hat neben der Großevangelisation genauso ihren Platz. Oftmals wird die „Von-Mann-zu-Mann-Methode“ als einzig effektive Art propagiert, um andere für Christus zu gewinnen. Aber hat sie sich dadurch als außerordentlich erfolgreicher Schlüssel zum Gemeindewachstum und zur Rettung der Welt erwiesen? Ich frage mich: Wenn das so wäre, warum beten Gemeinden dann um Erweckung und Massenbekehrungen?

Mit vereinten Kräfte

Ist jeder dazu in der Lage, einzelne Menschen anzusprechen, ganz gleich, wer sie auch sind? Manche wirken bei dem Versuch so unbeholfen wie ein Känguru, das auf einem Didgeridoo spielen möchte. Fischer bauen kaum selbst ihre Boote, knüpfen selten ihre Netze und vermarkten meistens auch nicht selbst ihren Fang. Fischen erfordert den vereinten Einsatz von Vielen. Nicht jeder ist ein Evangelist und auch nicht immer diejenigen, die direkt mit Menschen zu tun haben; trotzdem aber erfüllen sie treu ihre Aufgabe, die ihnen von Gott zugewiesen wurde und fördern so das Evangelium. Gläubige, deren Lebensstil sie als geisterfüllte Menschen auszeichnet, sind die Empfehlungsschreiben für das Christentum und verleihen dem Evangelium Glaubwürdigkeit. Sie sind Gottes unübersehbare Zeichen seiner Macht und Gegenwart, der Hauptbeweis der Auferstehung. Paulus schrieb an die Philipper, dass sie als „Kinder Gottes ohne Makel mitten in einer verdorbenen und verwirrten Generation“ leben sollten, damit sie „als Lichter in der Welt leuchten“ (Philipper 2,15).

Jesus ehrt solche Menschen, die niemals im Rampenlicht standen. Er sagte: „Wer einen Propheten aufnimmt, weil es ein Prophet ist, wird den Lohn eines Propheten erhalten“ (Matthäus 10,41). Das königliche Gesetz Davids lautete: „Der Anteil dessen, der beim Tross geblieben ist, soll genauso groß sein wie der Anteil dessen, der in den Kampf gezogen ist“ (1. Samuel 30,24). Die im Rampenlicht erhalten den gleichen Lohn wie die Arbeiter hinter den Kulissen. Unbekannte Menschen sind die Rettungsseile des Evangelisten. Ohne ihre Hilfe könnten sie nicht arbeiten.

Ich füge noch einen weiteren Gedanken hinzu. In Johannes 21, nachdem Jesus gekreuzigt und wieder auferstanden war, entschloss sich Petrus, wieder fischen zu gehen. Als Jesus erstmals Petrus und die anderen traf, begrüßten sie ihn nur als den Zimmermann oder Baumeister, der er beruflich war. Sie waren im galiläischen Fischermilieu aufgewachsen und kannten sich von Kindheit an aus im Umgang mit Fischerbooten. Plötzlich tauchte dieser Zimmermann auf und sagte ihnen, was sie zu tun hätten! So waren die ersten Worte von Petrus eine verständliche Reaktion eines Meisters seines Fachs (Lukas 5,5). Wer ist dieser Jesus, dass er sich hier einmischt? Er ist der Herr! Er darf sich dieses Recht herausnehmen. Er ist nie nur Gast in irgendeinem Haus, sondern immer das Haupt. Selbst im Geschäftsleben gehört ihm der Chefsessel.

Johannes 21 schildert die Situation, als die ungetrübten Tage voller Wunder und Menschenmassen, die Jesu folgten, zu Ende waren und die jetzt mehr einem Traum an längst vergangene Zeiten glich. Petrus und seine Freunde waren wieder ganz zum Anfang zurückgekehrt, nach Galiläa und zu ihren Booten, um das Einzige zu tun, was sie beherrschten. Ein halbes Dutzend Männer, die einst zusammengearbeitet hatten, ehe sie Jesus trafen, bildeten wieder eine Arbeitsgemeinschaft. Es war eine Partnerschaft als Fischfang-Gesellschaft. Drei Jahre zuvor kam Jesus hereingeschneit und hatte ihnen gesagt, was sie zu tun und zu lassen hatten. Doch jetzt hatten sie wieder ihr eigenes Geschäft eröffnet: Simon Petrus & Co. Doch entgegen aller ihrer Erwartungen war Jesus noch mit ihnen.

Jesus war ein Mitglied der ursprünglichen Partnerschaft und war niemals ausgeschieden. Als die Gesellschaft neu gegründet war, war auch er mit von der Partie, und zwar immer noch als Vorsitzender der Geschäftsleitung. Als die Fischer ihn das erste Mal trafen (Lukas 5), übernahm er die Führung. Jetzt tat er es wieder und offenbarte seine Macht. Drei Jahre zuvor zogen die Fischer ihren ersten wunderbaren Fischfang an Land, so dass die Netze beinahe zerrissen und die Boote zu sinken drohten. Sie konnten das Netz nicht einmal mehr ins Boot heben. Es enthielt etwa eine halbe Tonne Fische. Sie mussten es an Land ziehen und konnten so den Markt mit ihrer Beute überschwemmen.

Keiner hatte Jesus weder um seinen Rat noch um seine Hilfe gebeten. Er kam uneingeladen. Das ist etwas, was wir begreifen sollten. Jesus ist der souveräne Herr, ob wir ihn um Hilfe bitten oder nicht. Ob wir in Washington oder in Hamburg sind, bei der Arbeit oder zu Hause. Der Wille Gottes ist das wirklich Entscheidende auf dieser Erde. Er hat jedes Recht, uns zu sagen, was wir tun sollen. Wandle mit ihm, und irgendwie werden sich die Dinge entwickeln – mehr noch: Sie können einen wundersamen Fischfang bewirken – vielleicht nicht gerade eine halbe Tonne, aber vielleicht einen Fisch mit einem Geldstück im Maul. Der Herr macht unser Geschäft nicht zu seinem. Es ist sein Geschäft! Wir haben kein Recht, es ohne ihn zu betreiben, noch ohne ihn zu leben. Wenn wir es trotzdem tun, werden sich die Dinge nie richtig entwickeln.

Jesus sagte: „Folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen“ (Matthäus 4,19). Jesus war es, der sie verwandelte. Selfmade-Menschen sind häufig Beispiele für minderwertige Handwerksarbeit. Aber Gläubige sind „sein Gebilde, in Christus Jesus geschaffen zu guten Werken“ (Epheser 2,10). Unser wahres Ich hat keinen anderen Schöpfer oder Ursprung. Was möchtet ihr sein: Selfmade oder von Gott geschaffen?




 

 

Mit vereinten Kräften


Ist jeder dazu in der Lage, einzelne Menschen anzusprechen, ganz gleich, wer sie auch sind? Manche wirken bei dem Versuch so unbeholfen wie ein Känguru, das auf einem Didgeridoo spielen möchte. Fischer bauen kaum selbst ihre Boote, knüpfen selten ihre Netze und vermarkten meistens auch nicht selbst ihren Fang. Fischen erfordert den vereinten Einsatz von Vielen. Nicht jeder ist ein Evangelist und auch nicht immer diejenigen, die direkt mit Menschen zu tun haben; trotzdem aber erfüllen sie treu ihre Aufgabe, die ihnen von Gott zugewiesen wurde und fördern so das Evangelium. Gläubige, deren Lebensstil sie als geisterfüllte Menschen auszeichnet, sind die Empfehlungsschreiben für das Christentum und verleihen dem Evangelium Glaubwürdigkeit. Sie sind Gottes unübersehbare Zeichen seiner Macht und Gegenwart, der Hauptbeweis der Auferstehung. Paulus schrieb an die Philipper, dass sie als „Kinder Gottes ohne Makel mitten in einer verdorbenen und verwirrten Generation“ leben sollten, damit sie „als Lichter in der Welt leuchten“ (Philipper 2,15).

Jesus ehrt solche Menschen, die niemals im Rampenlicht standen. Er sagte: „Wer einen Propheten aufnimmt, weil es ein Prophet ist, wird den Lohn eines Propheten erhalten“ (Matthäus 10,41). Das königliche Gesetz Davids lautete: „Der Anteil dessen, der beim Tross geblieben ist, soll genauso groß sein wie der Anteil dessen, der in den Kampf gezogen ist“ (1. Samuel 30,24). Die im Rampenlicht erhalten den gleichen Lohn wie die Arbeiter hinter den Kulissen. Unbekannte Menschen sind die Rettungsseile des Evangelisten. Ohne ihre Hilfe könnten sie nicht arbeiten.

Ich füge noch einen weiteren Gedanken hinzu. In Johannes 21, nachdem Jesus gekreuzigt und wieder auferstanden war, entschloss sich Petrus, wieder fischen zu gehen. Als Jesus erstmals Petrus und die anderen traf, begrüßten sie ihn nur als den Zimmermann oder Baumeister, der er beruflich war. Sie waren im galiläischen Fischermilieu aufgewachsen und kannten sich von Kindheit an aus im Umgang mit Fischerbooten. Plötzlich tauchte dieser Zimmermann auf und sagte ihnen, was sie zu tun hätten! So waren die ersten Worte von Petrus eine verständliche Reaktion eines Meisters seines Fachs (Lukas 5,5). Wer ist dieser Jesus, dass er sich hier einmischt? Er ist der Herr! Er darf sich dieses Recht herausnehmen. Er ist nie nur Gast in irgendeinem Haus, sondern immer das Haupt. Selbst im Geschäftsleben gehört ihm der Chefsessel.

Johannes 21 schildert die Situation, als die ungetrübten Tage voller Wunder und Menschenmassen, die Jesu folgten, zu Ende waren und die jetzt mehr einem Traum an längst vergangene Zeiten glich. Petrus und seine Freunde waren wieder ganz zum Anfang zurückgekehrt, nach Galiläa und zu ihren Booten, um das Einzige zu tun, was sie beherrschten. Ein halbes Dutzend Männer, die einst zusammengearbeitet hatten, ehe sie Jesus trafen, bildeten wieder eine Arbeitsgemeinschaft. Es war eine Partnerschaft als Fischfang-Gesellschaft. Drei Jahre zuvor kam Jesus hereingeschneit und hatte ihnen gesagt, was sie zu tun und zu lassen hatten. Doch jetzt hatten sie wieder ihr eigenes Geschäft eröffnet: Simon Petrus & Co. Doch entgegen aller ihrer Erwartungen war Jesus noch mit ihnen.

Jesus war ein Mitglied der ursprünglichen Partnerschaft und war niemals ausgeschieden. Als die Gesellschaft neu gegründet war, war auch er mit von der Partie, und zwar immer noch als Vorsitzender der Geschäftsleitung. Als die Fischer ihn das erste Mal trafen (Lukas 5), übernahm er die Führung. Jetzt tat er es wieder und offenbarte seine Macht. Drei Jahre zuvor zogen die Fischer ihren ersten wunderbaren Fischfang an Land, so dass die Netze beinahe zerrissen und die Boote zu sinken drohten. Sie konnten das Netz nicht einmal mehr ins Boot heben. Es enthielt etwa eine halbe Tonne Fische. Sie mussten es an Land ziehen und konnten so den Markt mit ihrer Beute überschwemmen.

Keiner hatte Jesus weder um seinen Rat noch um seine Hilfe gebeten. Er kam uneingeladen. Das ist etwas, was wir begreifen sollten. Jesus ist der souveräne Herr, ob wir ihn um Hilfe bitten oder nicht. Ob wir in Washington oder in Hamburg sind, bei der Arbeit oder zu Hause. Der Wille Gottes ist das wirklich Entscheidende auf dieser Erde. Er hat jedes Recht, uns zu sagen, was wir tun sollen. Wandle mit ihm, und irgendwie werden sich die Dinge entwickeln – mehr noch: Sie können einen wundersamen Fischfang bewirken – vielleicht nicht gerade eine halbe Tonne, aber vielleicht einen Fisch mit einem Geldstück im Maul. Der Herr macht unser Geschäft nicht zu seinem. Es ist sein Geschäft! Wir haben kein Recht, es ohne ihn zu betreiben, noch ohne ihn zu leben. Wenn wir es trotzdem tun, werden sich die Dinge nie richtig entwickeln.

Jesus sagte: „Folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen“ (Matthäus 4,19). Jesus war es, der sie verwandelte. Selfmade-Menschen sind häufig Beispiele für minderwertige Handwerksarbeit. Aber Gläubige sind „sein Gebilde, in Christus Jesus geschaffen zu guten Werken“ (Epheser 2,10). Unser wahres Ich hat keinen anderen Schöpfer oder Ursprung. Was möchtet ihr sein: Selfmade oder von Gott geschaffen?

 

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Ein Artikel von glaube.de.
Autor: Reinhard Bonnke / Christus für alle Nationen
Mit freundlicher Genehmigung für Glaube.de
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Foto: Reinhard Bonnke Cfan
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