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16-03-06

Renate Wilkes: Der Kampf um das Schwert

Ich sah Gott an einem schweren Tisch sitzend, wie an einem Richtertisch. Er schrieb in ein großes Buch. Während ich vor ihm stand, hörte ich ein lautes, schreckliches Tosen hinter mir. "Was sollen wir tun?" fragte ich ihn nach seiner Anweisung für mein Leben. Es war angesichts des Lärms schwer für mich zu verstehen, was er sagte:


"Ich möchte?. dass ihr bei mir bleibt!" Das war mir fast zu wenig, wünsche ich mir doch konkrete Lebensanweisung. Da wurde ich plötzlich zu einer kleinen Maus, die sich unter dem Mantel Gottes versteckte. Von dort aus sah ich, dass der eigentliche Schauplatz ein anderer war. Es drehte sich hier nicht um mich.

Dort, wo der Lärm herkam, steckte ein Schwert in der Erde. Sein Knauf war ein silbernes Kreuz, strahlend mit Brillanten besetzt. Das Schwert war aus Eisen, starkem Metall. Um das Schwert herum waren überall dunkle Wolken, Getöse, Bedrohung.
Ich wusste: Es war ein Kampf um dieses Schwert. Diese Dunkelheit versuchte, Besitz zu bekommen über das Schwert, indem sie versuchte den Griff zu nehmen. Aber es war nicht möglich.
Um das Schwert herum war ein sehr heller Ring. Die Dunkelheit musste immer im Abstand bleiben. Dieses Schwert war brillant, lebendig und souverän. Niemand konnte es anfassen. Es herrschte eine ungeheure Spannung.

Gott saß ganz ruhig und beobachtete das Geschehen. Er lächelte fast dabei.
Ich fragte ihm: "Was ist das für ein Schwert?"
Er sagte ruhig: "Das ist mein Schwert."
Ich spürte plötzlich, dass es in all unseren bedrohlichen und entscheidenden Lebensfragen nicht vorrangig um uns ging. Meine einzige Aufgabe war in dieser Stellung zu bleiben. Bei ihm zu bleiben.

Da fiel mir auf, dass er alles, was er auf dem Schauplatz sah, akribisch genau notierte. Ich dachte:" Das ist das Buch des Lebens." Und in dem Moment hatte ich sofort die Frage: "Was er wohl über Deutschland in dieses Buch schreibt?" Mein Gefühl war, es hatte etwas damit zu tun.

Dann wurde ich an Psalm 31,15-25 erinnert.
Mir geht es oft so, dass ich denke, der Kampf um mich tobt, weil Gott mich verbannt hat (Vers23). Irgendetwas werde ich schon verbrochen haben?
Mit dem Kampf steht sofort der Ankläger da. Es war gut zu wissen, dass Gott mit Schutz und Liebe da ist. Gott ist für uns!


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Ein Artikel von www.Glaube.de
Autor/Quelle: Eingereicht von der Autorin / dem Autor Renate Wilkes
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Mit freundlicher Genehmigung für Glaube.de.
Foto: www.sxc.hu
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