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03-04-10

Rick Joyner: Erwarte, empfange und tue den Dienst des Herrn

Sicherlich haben unsere Diensttitel ihren Platz, wenn sie der Gemeinde dabei helfen, den Dienst zu verstehen den wir haben. In jüngster Zeit hat jedoch der Missbrauch und die übermäßige Inanspruchnahme von geistlichen Titeln zu einer entsetzlichen Wertminderung unserer geistlichen Währung geführt.


Es ist schwierig, heute jemanden im geistlichen Dienst anzutreffen, der nicht für sich in Anspruch nimmt, ein Apostel, ein Bischof oder ein Prophet zu sein. Es ist doch schon sehr sonderbar: Wenn ich heute Menschen treffe, die von sich selbst sagen „nur Pastoren“ zu sein, dann habe ihnen gegenüber Achtung und Vertrauen, ganz einfach wegen ihrer Bescheidenheit.

Trotzdem leben wir in einer Zeit, in der diese Dienste für die Gemeinde wieder hergestellt werden und wir würden an der Absicht Gottes vorbei gehen, wenn wir sie nicht erwarten würden. Wir sollten danach trachten, sie zu erkennen und zu empfangen. Wenn wir einen Propheten im Namen eines Propheten empfangen, erhalten wir den Lohn eines Propheten. Aber wenn wir einen Propheten nur als Lehrer empfangen, bekommen wir nur Lehre. Dasselbe gilt für alle anderen Dienste. Wenn wir einen Apostel nur als Lehrer empfangen, bekommen wir nur Lehre. Wenn wir jedoch einen Lehrer als einen Apostel empfangen, dann bekommen wir höchstwahrscheinlich eine falsche oder eine schlechte Leiterschaft. Aufgrund dessen ist es Teil der Verantwortlichkeit der Leiterschaft, „die zu kennen, die unter euch arbeiten.“

Nochmal, es gibt einen Platz und sogar eine Notwendigkeit dafür, Diensttitel zu gebrauchen. Auch Paulus verteidigte resolut seine Apostelschaft. Wenn er das tat, dann tat er dies für die Menschen und nicht wegen ihm allein. In seiner Verteidigung war keine Eigenwerbung oder Übertreibung enthalten. Vielmehr sprach aus ihm der Geist eines Vaters, der seine Kinder instruierte. Gnade, Würde und tiefe Weisheit sind für uns zu Echtheits-Kennzeichen geworden, an denen wir die wahren Botschafter und Gesandten des Königs erkennen können.

Ebenso haben die Offenbarungen, Träume oder Visionen, die von Ihm kommen, dieselbe Gnade und Würde. In unserer Zeit führt der Herr mehr dadurch, dass er uns zu etwas (auf)ruft und weniger durch Befehle. Er hat die Autorität, zu tun was er will, aber, wie wir in Offenbarung 3,20 sehen, steht er außerhalb seiner eigenen Gemeinde und klopft an, um zu sehen, ob irgendjemand hört und Ihm öffnet. Der Grund dafür ist, weil wir uns in einem Zeitalter befinden, in dem Er nach solchen Menschen Ausschau hält, die Seine Miterben sind, die gehorchen weil sie die Wahrheit lieben und nicht weil sie dazu gezwungen werden. Aus diesem Grund sollten wir uns von einer wirklichen prophetischen Offenbarung nicht zu einer Handlung gedrängt fühlen, sondern eher zu ihr hingerufen. Es kann Zeiten geben, in denen wir eine Warnung bekommen, die von uns eine Handlung erwartet, aber auch diese sollte in der Würde und Gnade des Herrn kommen, der uns zu einer Reaktion aufruft und uns nicht unter Druck setzt, wie wir es in Jakobus 3 lesen.

Ich habe gelernt, dass immer wenn ich mich genötigt fühlte, eine Sache schnell zu tun, sie nicht vom Herrn kam und die Handlung, die daraus resultierte, war gewöhnlich ein großer Fehler. Der Herr, der das Ende von Anfang an sieht, kann nicht überrascht werden, so dass er es nötig hätte, uns schnell in etwas hineinzudrängen. Ich kenne eine Anzahl biblischer Ermahnungen, die uns sagen auf den Herrn zu warten und geduldig zu sein, aber ich kenne keine einzige, die uns dazu drängt zu hetzen. Nach vielen Erfahrungen und vielen Fehlern habe ich bestimmte Dinge darüber gelernt, wie der Herr redet und führt.

Hier ist nun ein wichtiges Prinzip, das für einen wahren Dienst grundlegend ist, was aber von vielen nicht immer gleich als Weg wahrgenommen wird, wie wir agieren sollten. Der Heilige Geist ist „Der Helfer“, nicht „Der Tuer“.  Wenn Menschen behaupten, dass nichts von ihnen selbst mit dem Dienst vermischt ist, den sie tun, dann irren sie sich, wenn es ein echter Dienst ist. Diese „Mischung“ ist nicht nur in Ordnung so, sie ist notwendig. Falls der Herr gewollt hätte, dass aller Dienst zu 100% aus Ihm bestehen und nichts von uns hineingemischt sein sollte, dann wäre Er nie weggegangen und hätte nicht zugelassen, dass irgendjemand anderes irgendetwas tut..

Wie an anderer Stelle bereits diskutiert, sehen wir, wie der Herr (in Lukas 10) seine Jünger zwei und zwei aussandte das Evangelium zu predigen, Kranke zu heilen und Dämonen auszutreiben. Sie waren so erfolgreich, dass Jesus ihnen bei ihrer Rückkehr sagte, dass Er Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen sah. Es dauerte jedoch nur bis zum nächsten Kapitel (Lukas 11), bis seine Jünger Jesus baten, sie beten zu lehren. Sie taten diese ganzen Dinge und wussten dennoch noch nicht einmal, wie sie beten sollten!

Die Jünger waren offensichtlich weit davon entfernt perfekt oder reif zu sein, als der Herr ihnen außergewöhnliche Autorität anvertraute. Und dennoch hatte sich niemand von denen beklagt, die durch sie geheilt oder befreit wurden oder die gute Nachricht des kommenden Königreiches gehört hatten. Selbst noch kurz bevor Jesus gekreuzigt wurde stritten die Jünger darüber, wer wohl der Größte sei – und sie sollten doch schon wenige Wochen später, nachdem sie durch eine kritische und formende Zeit gegangen waren, Leiter der Gemeinde sein. Viele Jahre danach machten einige von ihnen immer noch außergewöhnliche Fehler, wie zum Beispiel Petrus, der in Antiochien vom jüngsten Apostel ermahnt werden musste, weil es „Grund zu Klage“ gegen ihn gab (Gal 2,11).

Wir sind dumm, wenn wir von Diensten oder von Leiterschaft Perfektion erwarten, egal wie reif die Leute sind. Unsere Hoffnung sollte sich nicht auf die Gefäße richten, sondern auf den Schatz, der in diesen Gefäßen ist – den Heiligen Geist. Wenn wir unser Vertrauen rechtmäßig auf Ihn setzen, dann werden wir von Menschen nicht übermäßig abhängig oder enttäuscht sein. Wenn die Diener und Leiter wirklich eine dienende Haltung haben, dann werden sie nicht versuchen die Menschen dazu zu bringen, ihnen selbst, sondern dem Herrn zu vertrauen. Jesus selbst ist der einzige Grund, auf den man aufbauen kann und der bestehen bleibt. Wenn wir Menschen dazu bringen uns, anstatt dem Herrn zu vertrauen, dann haben wir versagt und die Grundlage wird ebenfalls versagen, denn niemand anders als der Herr kann diese Art Lasten tragen.

Dies ist wichtig, denn es ist die perfektionistische Mentalität, die sich mehr auf uns selbst, anstatt auf den Herrn verlässt und die die meisten davon abhält in ihre Berufung und in ihren Dienst hineinzutreten. Wir müssen nicht perfekt sein damit uns der Herr gebrauchen kann, wir werden perfekter indem wir von Ihm gebraucht werden.

Rick Joyner
MorningStar Ministries
Email: info@morningstarministries.org

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Ein Artikel von www.glaube.de
Textbearbeitung: Jürgen Motzkus / Redakteur bei Glaube.de
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Es wird jedoch darum gebeten, die Website-Info der Elijah List, den Email-Kontakt
und die Kontaktmöglichkeit des Autors immer hinzuzufügen.
Autor: Rick Joyner, Morningstar Ministries
Deutsche Übersetzung: Horst Schlittenhardt
Herausgeber: www.elijahlist.com
Kontaktadresse: elijahlist@qwest.net
Foto: Rick Joyner
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