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12-05-05

Rick Joyner: Heiligkeit

Als gehorsame Kinder gebt euch nicht den Begierden hin, denen ihr früher in der Zeit eurer Unwissenheit dientet; sondern wie der, der euch berufen hat, heilig ist, so sollt auch ihr heilig sein in eurem ganzen Wandel. Denn es steht geschrieben: "Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig." (1.Petrus 1:14-16)


Heiligkeit ist unter vielen Christen unserer Zeit schon beinahe zum Unwort geworden. Üblicherweise liegt das an einer Assoziation mit Bewegungen und Lehren, die sehr gesetzlich an das Thema herangehen. Doch werden wir auch in Hebräer 12:14 tatsächlich ermahnt: Jagt dem Frieden nach mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird.? Heiligung ist ein Wort, für das oft auch Heiligkeit benutzt wird. Die Bedeutung ist "abgesondert, gereinigt". Nach Aussage der Schrift müssen wir heilig sein, wenn wir den Herrn zu sehen wollen.
Es gibt kaum noch einen messbaren Unterschied zwischen der Moral wiedergeborener Christen und der von Nichtchristen. Einiges deutet darauf hin, dass Christen so schnell in Ausschweifungen abrutschen, dass sie bald, als Ganzes genommen, weniger moralisch und integer sein werden als Nichtchristen! Mit Sicherheit gibt es inzwischen Gründe genug, viele Christen Heuchler zu nennen. Ein Heuchler ist einer, der vorgibt eine Sache zu glauben, doch nicht danach handelt. Lasst uns nicht vergessen, dass Jesus seine glühendsten Verurteilungen für Heuchler reservierte. Wenn wir in die Kirche gehen, für uns beanspruchen, Christen zu sein, aber die Dinge tun, welche die Bibel verurteilt - dann sind wir diejenigen, über die er sprach, und diejenigen, die seinem heiligen Namen Schande bringen.
Der Herr ist jedoch voller Gnade und Barmherzigkeit denjenigen gegenüber, die sich vor ihm demütigen und von ihrer Ungerechtigkeit und Heuchelei umkehren. Selbst als König Ahab, einer der schlimmsten Könige Israels und ein Götzenanbeter, am Ende seines Lebens Buße tat, antwortete Gott sofort in Barmherzigkeit (siehe 1. Könige 21,20-29). Wenn wir uns in der Schlinge des Bösen verfangen haben, müssen wir zum Herrn rennen, statt weg von ihm. Er wird barmherzig sein und uns helfen. Der Heilige Geist, die Personifikation der Heiligkeit Gottes allein schon durch seinen Namen, ist auch ein Helfer. Gott wird nicht von uns verlangen, irgendetwas zu tun, wozu er uns nicht auch durch seinen Heiligen Geist in die Lage versetzt hat. Trotzdem müssen wir verstehen, dass er diesen Namen aus einem Grund trägt. Wenn wir in der Fülle des Heiligen Geist leben wollen, müssen wir heilig sein.
Der wahre Schlüssel für ein heiliges Leben ist nicht die Entscheidung, Dinge nicht mehr zu tun, von denen wir wissen, dass sie falsch sind - sondern zu unserer ersten Liebe zurückzukehren. Darum hat der Herr das ganze Gesetz des Mose in diesen beiden Geboten zusammengefasst: Liebe den Herrn und liebe deinen Nächsten.
Wenn wir Gott lieben, werden wir keine Götzen anbeten oder andere Dinge tun, die Ihn kränken, weil wir Tempel Seines Heiligen Geistes sind. Wenn wir unsere Nächsten lieben, werden wir sie nicht ermorden, nichts von ihnen stehlen oder sie auch nur beneiden. Wenn wir ein Leben der Hingabe an Gott und unseren Nächsten leben, werden wir keine falschen Dinge tun, und so das Gesetz erfüllen. Wahre Heiligkeit ist nicht durch Furcht, sondern durch Liebe motiviert.
Die wahre Heiligkeit, zu der die Kirche berufen ist, ist nicht die einer Braut, die wegen möglicher Strafe Angst hat, nicht perfekt zu sein. Sondern sie liebt ihren Bräutigam so leidenschaftlich, dass sie für ihn in allen Belangen perfekt sein will. Deshalb ist der erste Schritt, um den geistlichen Grund zurück zu gewinnen, den wir durch Sünde verloren haben, Gott um Barmherzigkeit zu bitten und uns unserer ersten Liebe wieder zuzuwenden. Auf dem rechten Weg zu bleiben ist die einfache Hingabe von wachsender Liebe zu ihm und unseren Nächsten.

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Ein Artikel von www.glaube.de,
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Genehmigung von Glaube.de.
Quelle: www.morningstarministries.org, ::used by permission::
Übersetzung: Torsten Reichold von www.regiogebet.de
Textbearbeitung: Günter J. Matthia, Redaktionsmitarbeiter Glaube.de
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