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15-04-06

Rick Warren: Warum ist Ostern so wichtig?

Vor 2000 Jahren geschah im Nahen Osten ein Ereignis, dass die Welt für immer veränderte. Auf Grund dieses Ereignisses wurde die Geschichte zweigeteilt. Jedes Mal, wenn wir ein Datum aufschreiben, benutzen wir die Auferstehung Christi als zentrale Markierung.


Was ist an Ostern so besonders, so wichtig? Es ist wichtig, weil es bewies, dass Jesus der war, als der er sich ausgab. Er war der Messias Gottes und kam auf diese Erde, um uns zu retten.

Drei Ereignisse geschahen in einer dramatischen Abfolge an diesem Osterwochenende: die Anklage Jesu, dann der Tod Jesu und schließlich die Auferstehung Jesu. Schauen wir uns alle drei Ereignisse und ihre Auswirkungen an.

Die Anklage (der Gerichtsprozess)
Jesus ging tatsächlich durch sechs Anklagen. In dieser einen Nacht wurde er vor Annas gebracht, vor Kaiphas (den Hohepriester), den Hohen Rat (den Sanhedrin, das oberste religiöse Gericht), Pilatus (den Gouverneur von Jerusalem), Herodes (den Gouverneur von Galiläa) und dann wieder zurück zu Pilatus. Was konnten sie am Ende dieser sechs Anklagen finden, um ihn zu beschuldigen? Nichts. Er hatte nichts Falsches getan. Sie brachten Leute herein, um erfundene Anklagen vorzubringen, aber sie waren unhaltbar. Schließlich überführten sie ihn an einem Punkt: Seine Behauptung, der Sohn Gottes zu sein. Das ist der einzige Grund, warum Jesus ans Kreuz ging. Sie konnten diese Behauptung nicht ertragen.

Jeder, der jemals mit Jesus konfrontiert wurde, hat bereits eine Art von Entscheidung darüber getroffen, wer er wirklich ist. Wir glauben entweder, dass er ein Lügner oder ein Wahnsinniger ist oder wir glauben, dass er der Herr ist. Die Behauptung: "Ich glaube, er war ein guter Lehrer" kann einfach nicht sein. Er konnte einfach nicht bloß ein guter Lehrer sein, denn ein guter Lehrer würde nicht sagen: "Ich bin Gott und ich bin der einzige Weg zum Himmel". Ein guter Mensch würde das nicht sagen, wenn es nicht die Wahrheit wäre.

Jesus behauptete, der Retter der Welt zu sein. In Johannes 12,47 sagt er: "Ich bin nicht gekommen, dass ich die Welt richte, sondern dass ich die Welt rette." Er ließ es zu, dass er angeklagt wurde, damit es keinen Zweifel darüber gab, wer er war. Er hätte das Gerichtsverfahren zu jedem gegebenen Moment stoppen können. Er wusste, dass er für schuldig befunden und an das Kreuz gebracht würde - aber er ließ es geschehen. Dies alles war ein Teil des Plans.

Der Tod
Nach einer Nacht der Schläge und der Verspottung, nachdem ihm eine Dornenkrone aufgesetzt wurde, wurde Jesus gekreuzigt. Die Kreuzigung ist wahrscheinlich die brutalste und qualvollste Todesstrafe, die je von Menschen erfunden wurde. Seine Hände wurden weit gegen das Kreuz ausgestreckt und durch die beiden Knochen des Handgelenkes genagelt. Als die Nägel durch diesen Teil des Fleisches durchdrangen, trafen sie den Nerv, der weiter in den Oberarm geht und verursachten entsetzliche Schmerzen.

Wenn jemand in dieser Stellung eine bestimme Zeitlang hing, wurden die Muskeln um den Brustkorb nach und nach gelähmt. Man kann noch einatmen, aber nicht mehr ausatmen. Der Tod am Kreuz führte dann schlicht zum Ersticken - aber die Römer wollten es den Verurteilten nicht so einfach machen. Sie nahmen die Knie einer Person, winkelten sie ein wenig an und nagelten die Füße ans Kreuz. So hing ein Mensch dort in absoluter Qual, bis sein Schmerz in der Brust so stark war, dass er explodierte - er zog sich dann selber an seinen durchnagelten Füssen hoch, um nach Luft zu schnappen. Wenn sein Schmerz in den Beinen unerträglich wurde, ließ er sich wieder herabfallen - bis der Schmerz in seinen Lungen unerträglich wurde. Es war ein unglaublich qualvolles Geschehen. Schließlich brachen die Soldaten die Gebeine des Kriminellen, um den Tod durch Ersticken zu beschleunigen.

Im Falle von Jesus mussten sie seine Beine nicht zerbrechen, weil er bereits verstorben war. Aber um sicherzugehen, stießen sie ihm einen Speer in die Seite. Wasser und Blut flossen aus dem Brustkorb - was, wie unsere Ärzte sagen - nur passiert, wenn das Herz zerreist. Man kann es nennen wie man möchte, Jesus starb an einem gebrochenen Herzen.

Warum musste Jesus sterben? Weil er allein in der Lage war, für unsere Sünden zu bezahlen. Wir haben die Strafe verdient, aber Jesus zahlte die Strafe für uns.

Die Auferstehung
Nachdem Jesus gestorben war, nahmen sie seinen Leichnam, legten ihn in ein Grab und wälzten einen riesigen Mühlstein vor das Grab. Aus Angst davor, dass Jesu Leichnam gestohlen werden könnte, baten die religiösen Führer, dass eine römische Garde vor dem Grab aufgestellt wurde. Sie wollten nicht, dass er herauskam! Aber, natürlich, er kam heraus.

Sie kennen die Geschichte. Aber es ist wichtig, sich zu erinnern, dass Ostern kein Gedächtnis an einen netten religiösen Lehrer ist, der vor 2000 Jahren lebte. Es ist eine Feier der Tatsache, dass er heute lebt. Ich bin ein lebendiger Beweis - und so sind es die fast eine Milliarde Christen, die an diesem Wochenende Ostern feiern werden.

Paulus schrieb in Römer 1,4: "... und nach dem Geist, der heiligt, eingesetzt ist als Sohn Gottes in Kraft durch die Auferstehung von den Toten."

Ostern ist die gute Nachricht über den Messias, Jesus Christus, unseren Herrn, der als menschliches Baby auf die Erde kam, der in Davids königliche Linie hineingeboren wurde. Vier historische Berichte sagen aus, dass er sich 500 Menschen auf einmal zeigte. Können Sie sich vorstellen, seinen Tod mitzuerleben und ihn dann drei Tage später in Jerusalem herumspazieren zu sehen? Wie erstaunlich! Als Jesus am Kreuz hing, spotteten die Zweifler und sagten: "Wenn du der Sohn Gottes bist, warum steigst du nicht einfach vom Kreuz herab? Warum kommst du nicht einfach herab und zeigst uns, dass du wirklich Gott bist?" Jesus hat etwas noch Spektakuläreres geplant. Er sagte: "Ich werde euch erlauben, mich drei Tage zu begraben, dann werde ich zurückkehren und beweisen, dass ich der bin, als der ich mich ausgab."

Was bedeutet das für uns heute? Einerseits, Jesus Christus ist immer noch vor Gericht. Er wird im Herz und im Verstand jedes Menschen angeklagt, der ihn noch nicht als den Sohn Gottes, den Retter der Welt, anerkannt hat.

Was ist Ihr Urteil? Sehen Sie, es läuft in der Tat auf zwei Fragen hinaus. Erstens: Ist Jesus der, der er behauptet hat zu sein? Ist er der von Gott verheißene Retter der Welt? Oder ist er ein Wahnsinniger oder ein Lügner? Und zweitens: Wenn er der ist, der er zu sein behauptet, wann fangen Sie dann an, dem zu folgen, was Sie nach seiner Aussage mit Ihrem Leben tun sollten?

Heute sitzen wir über Jesus zu Gericht. Wie Pilatus fragte "Was soll ich denn mit Jesus tun, der der Christus genannt wird?" so müssen auch wir entscheiden, ob er der war, der er zu sein behauptet hat oder nicht.

Sind wir bereit, unser Leben dafür aufs Spiel zu setzen, dass er falsch lag?


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Autor: Rick Warren, mit freundlicher Genehmigung:
Stiftung Weltweite Kirche Gottes in Deutschland
Foto: sxc.hu
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