Senfkornglaube und die Kraft des Heiligen Geistes
Der geistliche Standard, den man nun wunderbar klar vor Augen hat, ist einfach nicht zu erreichen. Man liest es in der Bibel, dass Jesus heilte, Zeichen und Wunder tat und über dem Land und einzelnen Personen prophezeite, aber persönlich und in der eigenen Gemeinde stellen sich diese Erfahrungen vielleicht nur spärlich ein.
Wie viel Glaube muss wohl nötig sein, um einfach das Gleiche zu tun, wie es Jesus getan hat? Wie viel an Gebet und Fasten ist erforderlich, um die Kraft Gottes freizusetzen und seinen Arm zu bewegen? Wie viel Hingabe macht es möglich?
Jesus gab einmal auf genau diese Frage eine überraschende Antwort. Die Jünger fragten ihn nämlich, warum es ihnen nicht gelungen war, einen mondsüchtigen Jungen zu heilen. Und Jesus sagte ihnen: Wegen eures Kleinglaubens. Denn wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so könnt ihr sagen zu diesem Berge: Heb dich dorthin!, so wird er sich heben; und euch wird nichts unmöglich sein. (Matth.17,20)
Was ist Glaube wie ein Senfkorn?
Das Senfkorn ist ein winziges Korn, aus dem eine große schattengebende Pflanze erwächst. In dem Korn liegt der vollkommene Plan des Gewächses verborgen, auch wenn es unscheinbar und winzig ist. Niemand könnte aus ihm etwas hervorbringen als Gott allein, der in seiner Schöpfung in dieses Korn die Kraft zur Entfaltung hineingelegt hat.
Wir können uns entscheiden.
Wenn ein Christ sich nun für den Senfkornglauben entscheidet, dann entscheidet er sich in seiner Beziehung zu Gott für den unscheinbarsten und kleinsten Teil, und sagt gleichzeitig Ja zu dem vollkommenen Plan und zu der großartigen Kraft, die auf Gottes Seite liegen.
So liegt im Senfkornglauben keinerlei Können oder fromme Leistung, es liegt in ihm auch keine Stärke, kein theologisches Richtigliegen und auch keine Programmatik. Im Gottesdienst braucht dieser Glaube keinen perfekten Ablauf oder Vorbereitung, sondern einfach den Raum, wo der Heilige Geist eingeladen wird, um unter seinen Kindern zu wirken. Der Kleinglaube hat alles unter Kontrolle, aber der Senfkornglaube überlässt Gott die Führung.
Israel - ein Segen für die Nationen
In Israel und von dort ausgehend in den Nationen stehen wir vor einer starken Bewegung und Ausgießung des Heiligen Geistes. Gott wird dabei auf eine Wiederherstellung der Geistesgaben im fünffältigen Dienst abzielen, und man wird sich an das Wort des Apostel Paulus erinnern, dass das Reich Gottes nicht allein in Worten sondern in Kraft steht. (1.Kor.4,20)
Wenn aber die Kraft Gottes hereinbricht in ein menschliches Leben oder eine Gesellschaft führt dies immer zu einer spürbaren Scheidung der Geister. Jede Rebellion, jeder Widerstand und jede Selbstbehauptung der Menschen treten hervor, wenn sie sich dem Licht gegenübersehen. Das Leben läuft dann einfach nicht so weiter, sondern es kommt zu Krisen, Gerichtsszenarien aber auch der Errettung von Menschen.
Die Scheidung der Geister
Auch in der Kirche werden dann Spreu und Weizen immer mehr voneinander getrennt. Die Kleingläubigen wird es noch mehr dahin ziehen, den Glauben auf soziales Tun und ethische Normen zu beschränken.
Aber bei all denen, in die der Heilige Geist etwas vom Senfkornglauben des Vertrauen gesät hat, wird der geistliche Hunger zunehmen und sie werden mit neuen Liedern in der Vielfalt der Gaben die neu gewonnene Gegenwart des himmlischen Vaters ehren und feiern.
Der Reichtum Josefs
Der junge Josef sah es einst in einem Traum, wie sich seine Brüder vor ihm verneigten, und er in einem schönen Gewande unter ihnen stand. Genauso wie Josef wird die erweckte Gemeinde in Israel durch viel Not hindurch ihre Autorität und Leuchtkraft zurückgewinnen. Und die Gläubigen in aller Welt werden sich dankbar verneigen, um an ihrem Segen Anteil zu gewinnen.
16.11.02
Arnd Kischkel / Redaktionsmitarbeiter Glaube.de






