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02-06-08

Siegfried Müller: Das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!

In Matthäus 3,2 bezeugt Johannes: Tut  Buße, denn das Himmelreich ist nahe
herbeigekommen! Diese Worte sagte  Johannes der Täufer, als er in der Wüste
predigte. Und so ist es noch immer. Wenn Jesus in unser Leben kommt, dann ist auch das Himmelreich schon hier in dieser Welt, in der wir derzeit noch leben, in uns.


Schon damals, im Alten Bund, steht in 2 Mo 19,5+6 zu lesen, wie der Herr durch Mose dem von ihm erwählten Volk Israel verkünden ließ: "Werdet ihr nun meiner Stimme gehorchen und meinen Bund halten, so sollt ihr mein Eigentum sein vor allen Völkern; denn die ganze Erde ist mein. Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein."

Diejenigen, welche die Bibel aufmerksam lesen erkennen, dass, als Adam und
Eva aus der Gnade fielen und aus dem  Paradies getrieben wurden, Satan die
Macht dieser Welt übernahm und ein Reich der Finsternis aufbaute. Die bösen Geister, das sind die gefallenen Engel, machte  er zu seinem Militärkommando im Reich der Finsternis. Durch diese Gruppe regiert Satan die ganze Menschheit. In Joh 14,30  nennt ihn Jesus "den Fürst dieser Welt."
Die Menschen meinen zwar, sie würden ihr eigenes Leben führen, in Wirklichkeit ist es jedoch so, dass Satan in ihrem Leben dominierend ist. Vor 2 000 Jahren sandte Gott seinen Sohn  Jesus Christus auf diese Erde, um das Evangelium zu verkünden und das Reich Gottes in den Herzen all derer zu bauen, die an ihn glauben. Auch er sagte dieselbe Botschaft in Mt 4,17, wie es auch zuvor Johannes der Täufer in Matthäus Kap. 3,2 verkündete: "Tut Bufle, denn das
Reich Gottes ist nahe herbeigekommen."
Wir Christen müssen uns dieses Reiches  Gottes bewusst werden.
Der Herr Jesus tat einen wunderbaren Dienst, denn er begann, das Werk Satans zu zerstören. Er hat die Dämonen ausgetrieben, Kranke geheilt und die Toten auferweckt. Wo immer man hinblickt, wurde das Reich der Finsternis zerstört. Dann bekam es Satan mit der Angst zu tun und hat sowohl die römische als auch die jüdische Macht aufgewiegelt und
diese beiden Mächte zusammengebracht,  dass diese Jesus töteten

Satan überlegte sich einen raffinierten Plan und dachte, wenn er den König dieses Reiches ausradiert, könne er verhindern, dass sich das Reich Gottes
weiter ausbreitet. Aber weil der Herr Jesus durch den Heiligen Geist in Maria gezeugt wurde und nicht von einem menschlichen Vater, gehörte er nicht zu dieser Welt. Von Anfang an war er also nicht unter der Herrschaft Satans. Daher hätte Satan auch keine Macht gehabt, ihn zu töten, wenn es nicht Gott, um die Sünden der Menschheit zu sühnen, zugelassen hätte.
Satan hat also einen großen Fehler begangen, den Herrn Jesus zu vernichten. Wir hingegen sind alle Kinder Adams. Durch die Nachkommenschaft Adams kamen wir in die Welt. Adam war ein Sklave Satans. Auch wir sind als solche Sklaven Satans in diese Welt gekommen. Aber Jesus Christus hingegen hat niemals den Samen Adams bekommen. Es war daher eine furchtbare Sünde, Jesus getötet zu haben, der ja nicht unter seiner Herrschaft stand.

So hat der himmlische Vater den Satan gerichtet. Indem Satan Jesus zerstörte,
hat er sich selber zerstört. Gott nahm seine Autorität und Macht hinweg und hat ihn entwaffnet und aus dem himmlischen Thronsaal hinausgejagt. Aber Jesus wurde durch seinen Tod und Auferstehung die Macht gegeben, sein Reich innerhalb des Reiches Satans aufzurichten. Vom Gesetz her gesehen ist daher Jesus Christus der wahre Vertreter Gottes. Und als solcher hat er sein Reich bei all jenen Menschen aufgerichtet, die an ihn glauben. Die Christen sind daher Menschen, die zum Reich Gottes gehören. Der Heilige Geist ist die Macht wie auch die Autorität des Reiches Gottes und die Engel sind seine Militärgewalt. 

Das Himmelreich ist nun unter uns, denn wir sind mit dem König Jesus Christus
eins. Wir haben Gemeinschaft sowohl mit ihm, unserem himmlischen König, als
auch mit dem Heiligen Geist. Und die himmlischen Heerscharen, also die mili-
tärische Streitmacht des Reiches Gottes, sind ebenso unter uns gegenwärtig. Kinder Gottes, welche Jesus Christus ihr Leben geweiht haben, sind von dieser himmlischen Armee umgeben, weil der Herr seinen Engeln befohlen hat, dass sie über uns wachen. Wer kann sagen und ermessen welch ein unsagbarer Segen es ist, dass das Reich Gottes schon jetzt unter uns ist. Wenn es für die Kinder Gottes schon jetzt so herrlich ist, wie wird es dann erst mal droben in unseres himmlischen Vaters Herrlichkeit sein. 

Die Bibel sagt, dass wir aus dem Reich der Finsternis heraus versetzt worden sind in das Reich seines lieben Sohnes (Kol 1,13). Wir leben also nicht getrennt vom Reich Gottes. Weil dieses inwendig in uns ist, können wir nicht von ihm getrennt sein. Unser König heißt Jesus Chrisus und unsere Autorität und Macht ist der Heilige Geist. Wir sind von der Streitmacht des Reiches Gottes, den himmlischen Heerscharen, umgeben. Gotteskinder sind Repräsentanten des Himmels, die das Reich Gottes in dieser Welt vertreten.

Weil dem so ist, führen wir kein einsames Leben, sondern ein gemeinschaftliches in Verbindung mit der heiligen Dreieinigkeit. Rund um die Uhr, also 24 Stunden täglich, sind wir mit Jesus, unserem König, dem
Heiligen Geist, der Macht, der Autorität und den Engeln der militärischen Kraft Gottes  umgeben.  

Christen, die von Neuem geboren sind, wie auch Jesus in Joh 3,3 so treffend sagt: "Es sei denn, das jemand von Neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen", stellen hier auf dieser Erde das Reich Gottes dar. Nun aber, das Reich Gottes muss sich auf uns auch verlassen können, denn wir repräsentieren Jesus, den Geist, die Macht und die Kraft dieses Königreiches. Unser König, der Herr Jesus, will, dass durch uns Königskinder, die wir von Neuem geboren sind, sein Reich verkündet und verbreitet wird.

Wenn wir uns aufmachen und das Werk Gottes tun, wird König Jesus hinter uns stehen und der Heilige Geist mit uns sein. Auch die heiligen Engel werden mit uns  zusammen dienen.

So viele Menschen fragen mich: Pastor Müller, weshalb kannst du so kühn in deiner Predigt sein? Ja gewiss, ich bin sehr kühn, wenn ich für die Kranken bete, weil ich weiß, dass ich nicht allein bin, denn ich lebe ein gemeinschaftliches Leben mit Jesus, dem Heiligen Geist und den heiligen Engeln. Wenn ich das Werk des Königreiches Gottes tue, dann steht die
heilige Dreieinigkeit, Gott Vater, Gott Sohn und Gott Heiliger Geist, hinter mir.

Jedem Kind Gottes, das sich einsam oder verlassen fühlt, empfehle ich, nicht auf sich selbst zu schauen, denn Sie sind doch nicht allein in dieser Welt, sondern erkennen Sie sich als eine Gemeinschaftsperson. Bestätigt das nicht auch Paulus im 2. Korintherbrief 13,13, wo er sagt: "Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen?" Gerade deshalb, weil Gott uns als seine Kinder in seine heilige Gemeinschaft mit eingebunden und auch ausgerüstet hat,
gebraucht er uns als Werkzeuge, das Reich der Finsternis zu bekämpfen.

Eine dieser Waffen ist die Verkündigung des Evangeliums. Wir predigen die Botschaft der Befreiung durch das Blut Jesu Christi. Durch die Macht, die uns vom Königreich Gottes verliehen ist, reißen wir die Bollwerke
vom Reich der Finsternis ein und bringen Erlösung, sodass Sünder zu Jesus kommen können und errettet werden; denn Gott gab uns die Erlösungsbotschaft.

Auch haben wir als Priester dieses Reiches eine Botschaft der Heiligung. Wir verkünden von der Kraft des Heiligen Geistes  und beten für die Menschen, dass sie ebenso den Heiligen Geist empfangen, wie es bei jenen ersten Christen in Jerusalem an jenem Pfingstfest geschehen ist. Der Heilige Geist verleiht die Kraft, von jeglicher Sündhaftigkeit frei zu werden. Wissen wir
doch, dass wir durch unser eigenes Ringen kein heiliges Leben führen können, denn unser Fleisch ist sehr schwach. Wenn der Heilige Geist in uns wirken darf, dann rüstet Er uns mit Kraft aus und trennt uns von aller Weltlichkeit. Er befähigt uns, ein heiliges und reines Leben zu führen.


Durch Jesus Christus erleben wir auch Heilung. Wir verkünden das Evangelium,
welches die Menschen heilt. Weil Jesus Christus unsere Krankheiten an das Kreuz getragen hat, haben wir ein Recht auf diese heilende Segnung. Deutlich beschreibt uns die Bibel, wie der Herr Jesus energisch gegen die Krankheiten der Menschen auftrat und sie heilte.  

Er befahl den zwölf Jüngern, das Evangelium zu lehren. Mit dem Befehl war
auch verbunden, dass sie die Kranken heilen und die Dämonen austreiben sollen. Heilungen und Befreiungen gehören zu dem Reich Gottes. Heilungen sind eine der Grundlagen vom Königreich Gottes. Gottes Reich ohne Heilungen wäre kein Reich Gottes mehr, denn im Reich Gottes können wir nicht Koexistenz haben mit dem Teufel und den Krankheiten. Die Dämonen mit all den Krankheiten gehören zu dem Reich der Finsternis. Wenn wir das Reich
Gottes verkünden, müssen wir gegen die Krankheiten und die bösen Geister der Finsternis ankämpfen.

 

----------------------------------------------------------------------------------------------------Ein Artikel von Glaube.de mit freundlicher Genehmigung vom Missionswerk Karlsruhe www.missionswerk.de

Textbearbeitung: Jürgen Motzkus, ehrenamtlicher Redakteur bei www.glaube.de

Dieser Artikel ist in der Zeitschrift "Der Weg zur Freude" Ausgabe Nr. 8 vom August 2007 erschienen.

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