Druckversion
Dieser Text ist ein Artikel der Kategorien:
23-04-10

Siegfried Müller: Fürwahr, er trug unsere Krankheit

Jesaja, dessen Name Heil des Herrn bedeutet, ist einer der gesegnetsten unter den schreibenden Propheten. Kein anderer Prophet hat mit einer so gewaltigen Beredsamkeit von der Herrlichkeit Gottes geschrieben.


Von allen Propheten des AT ist keiner mehr mit dem Erlösungswerk Christi beschäftigt als er. In keinem anderen Teil der Heiligen Schrift, die unter dem Gesetz geschrieben wurde, findet sich eine so klare Schau für die Gnade. Ihm offenbarte Gott auch die Heilung des todkranken Hiskia. Obwohl Jesaja schon vor der Zeit Christi auf dieser Welt mit Gott wandelte, wurde ihm offenbart, dass der Messias Jesus Christus als Retter, Befreier und Heiler vieler Nationen auf diese Erde kommen werde, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben.

Im Kapitel 53,4+5 bezeugt er schon im Voraus: „Fürwahr, er trug unsere Krankheit und lud auf sich unsere Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre. Aber er ist um unserer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt.“

Genauso geschah es und so ist es noch immer. Gott sandte nicht einen Engel,sondern seinen geliebten Sohn, der unsere Krankheiten an das Kreuz von Golgatha getragen hat. Angesichts dieses gewaltigen Opfers für eine sündige Menschheit sollte es doch wahrhaftig kein „Wenn“ und „Aber“ mehr geben. Es ist eine unumstößliche Tatsache: Jesus hat alle unsere Krankheiten, welcher Art auch immer, auf sich genommen, damit wir heil seien. Alles was uns zu tun noch übrig bleibt, ist, ihm dafür zu danken, ihn zu rühmen und zu preisen; denn durch ihn dürfen wir Heilung erfahren.

Wir Christen sind Glieder an seinem Leib, so schreibt es der Apostel Paulus in seinem Brief an die Korinther. Der Leib Christi ist nicht krank. Es ist ein gesunder Leib. Deshalb soll sich auch jedes Glied bester Gesundheit erfreuen. Ich möch-
te an dieser Stelle allen Kranken Mut machen. Gerade jetzt, während Sie diese Zeilen lesen, ist auch für Sie Hoffnung da. JESUS trug auch Ihre Krankheit ans Kreuz. Danken Sie dem Herrn für Ihre Heilung, denn durch seine Wunden sind Sie geheilt. Selbst wenn Sie im Augenblick Schmerzen verspüren, sollten Sie sich in keiner Weise entmutigen lassen, sondern sich im Gebet auf diese biblische Aussage berufen. Das ist die absolute Wahrheit, weil das Wort Gottes es uns so verheißt.
„Fürwahr, er trug unsere Krankheit und lud auf sich unsere Schmerzen.“ Jesus nahm unsere Schuld und Sünde auf sich, trug sie nach Golgatha und ließ sich geißeln, ans Kreuz schlagen und „einer der Soldaten durchbohrte mit einem Speer
seine Seite, und sogleich kam Blut und Wasser heraus“ (Joh 19,34). Sein kostbares, heiliges Blut, das am Kreuz herabfloss, ist nicht nur für besonders heilige Menschen vergossen wor- den, sondern für jede einzelne Person, welche mit Sündenschuld beladen ist. Unser Text sagt: „Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt.“

Jener Speer, der in die Seite Jesu von einem Soldaten gestoßen wurde, erinnert mich an folgende Geschichte, die sich im vergangenen Jahrhundert in Kanada zugetragen haben soll. Ein kleines Mädchen wurde im Hause der Eltern schwer
krank. Doch da diese Bauersleute waren und weitab von der nächsten Stadt wohnten, brauchte man mit dem Pferdewa- gen viele Stunden, bis man zum nächsten Krankenhaus kam. Die Bauersfrau nahm ihr todkrankes Kind, wickelte es mit einem Teppich ein, spannte zwei Pferde vor den Wagen und fuhr in Richtung Krankenhaus. Unterwegs hatte die Mutter noch eine Besorgung zu erledigen. Sie hielt den Pferdewagen an und ging in einen Kaufladen. Das schwer kranke Kind
ließ sie auf dem Wagen sitzen, während sie ihre Besorgung tätigte. Dann geschah Folgendes: Ein Bienenschwarm kam angeflogen und setzte sich auf eines der Pferde. Die Pferde wurden wild, traten wild nach vorn und hinten und rasten
mit dem Kind, ohne seine Mutter, die Dorfstraße hinunter. Die entsetzte Mutter rannte weinend hinterher und schrie verzweifelt um ihr Kind, das hilflos auf dem Wagen saß, welcher einem Abgrund entgegenraste.

Außerhalb des Dorfes bog die Straße ab. Geradeaus jedoch war ein Feldweg, der vor einem Abgrund endete, denn am Ende dieses Weges war unten ein Steinbruch. Die Mutter wusste, wenn die Pferde geradeaus galoppieren, wird ein schreckliches Unglück geschehen. Die Mutter schrie, so laut sie konnte, aber die Pferde rannten wie wild davon. Die Arbeiter, welche am Steinbruch arbeiteten, machten gerade eine Vesperpause. Als sie hörten, dass Pferde herangaloppierten und auch die Hilfeschreie der Mutter vernahmen, machte sich ein Mann sofort auf und sprang nach oben. Da sah er die wild gewordenen Pferde heranrasen. Kurz entschlossen stellte er sich vor dem Abgrund auf den Weg, ergriff die beiden Halfter der Pferde und hängte sich daran. Doch infolge der enormen Geschwindigkeit bohrte sich die Deichsel des Wagens in seinen Körper. Kurz vor dem Abgrund kam der Wagen zum Stehen. Der Retter des Kindes aber brach be-
wusstlos zusammen, das Kind jedoch war gerettet. Beide brachte man in ein Krankenhaus. Als dieser schwer verletzte Retter wieder zu sich kam, fragte er Tag für Tag das Pflegepersonal, ob sich keine Angehörigen des geretteten Kindes gemeldet haben. Die Antwort war immer dieselbe: Nein, es hat sich niemand gemeldet, der Sie besuchen wollte. Doch dann erlag er seinen schweren Verletzungen. Der Retter starb, aber das Kind war gerettet.

So wie damals dieser tapfere Mann (Arbeiter) sein Leben für jenes Kind opferte, das vor dem Abgrund bewahrt wurde, ist auch Jesus uns entgegengetreten, als wir, erdrückt von unserer Sündenlast, der ewigen Verdammnis entgegeneilten. Auch Jesus ließ sich um unserer Sünde willen am Kreuz durchbohren und starb für Sie und für mich, weil er einfach nicht will, dass wir, ohne mit Gott versöhnt zu sein, sterben sollen. Er starb für uns und Jesaja bezeugt: „Aber er ist um unserer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt.“ Dafür sollte jeder Christ dem Herrn Tag für Tag
danken.


Jesus Christus, der Retter, ist da! Es ist eine heilige wie auch heilende Gotteskraft, die von ihm ausgeht. Wenn wir von Herzen an ihn glauben, verspüren wir diese heilige, heilende Kraft, die mächtig in uns wirken möchte. Jesus ist wie ein Op-
ferlamm für uns, die wir an ihn glauben, gestorben. Jesaja bezeugt: „Durch seine Wunden sind wir geheilt.“ Überall, wo Jesus während seines segensreichen Wirkens hinkam, heilte er die Kranken, ganz gleich, welche Leiden sie hatten. Also alle, die an seinen Namen glaubten, durften die heilende Kraft Jesu verspüren.

Es ist Gottes Wort, das uns die Wahrheit des vorgenannten Bibeltextes aus dem Buch Jesaja garantiert, wonach er um unserer Sünden willen zerschlagen wurde, auf dass wir Frieden hätten. Wir dürfen uns an Gottes Wort wie auch an all den
vielen Verheißungen, die uns in der Heiligen Schrift zugesagt sind, festhalten.

Lesen Sie viel im Wort Gottes; denn eine Kraft geht von ihm aus. Aus der Bibel können Sie erfahren, was Gott Ihnen sagt und was er für Sie bereitet hat. Glauben Sie nicht denen, die meinen, dass Jesus die Menschen heute nicht mehr heilt.
Ich darf Ihnen aus reichlicher, persönlicher Erfahrung das Gegenteil versichern, denn wir erleben es in unseren Gottesdiensten in Karlsruhe, wie Kranke durch den Glauben an Jesus Christus geheilt werden.

Durch die Bibel möchte Gott auch zu Ihnen reden. Wer krank ist, dem verheißt er durch sein heiliges Wort Heilung. Wer an Gottes Wort glaubt, wird erfahren, dass davon eine heilende Kraft und Frieden für unser Herz ausgeht, so wie es der Prophet Jesaja bezeugt.

Siegfried Müller

 

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Ein Artikel von Glaube.de mit freundlicher Genehmigung vom Missionswerk Karlsruhe www.missionswerk.de
Textbearbeitung: Jürgen Motzkus, Redakteur bei www.glaube.de
Foto: Siegfried Müller
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Nach oben



Name:
E-Mail: