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24-01-05

Steve Frey: Innige Vertrautheit mit Gott - offene Ohren haben

Warum sagt man, wenn wir mit Gott sprechen, dass wir beten; aber wenn Gott zu uns spricht, erklärt man uns für schizophren? Lily Tomlin
Ich saß in einem Flugzeug und flog nachts von London nach Chicago. Erschöpft und in der Hoffnung auf eine Reihe leerer Sitze, auf denen ich mich ausstrecken und einnicken könnte, streifte ich durch die Kabine.


Das war vor Jahren, als man in einem Flugzeug noch leere Sitze finden konnte, und ich ergatterte eine komplette Mittelreihe in dieser 747. Sobald die Maschine in der Luft war, machte ich es mir auf den Sitzen bequem und schlief auch sofort ein.. Stunden später wachte ich erschöpft und desorientiert auf. Während ich die Flugbegleiter um eine Tasse Kaffee bat, bemerkte ich drei Männer, die vier Reihen hinter mir saßen.
Gerade hatte ich in der Hoffnung auf eine weitere Stunde Schlaf wieder die Augen geschlossen, als mir diese Worte nachdrücklich in den Sinn kamen: Die Männer hinter dir gehören zu einer Rockgruppe und ich möchte, dass du zu ihnen gehst und ihnen von mir erzählst. Was war das? Ich folgerte, dass ich mich wohl in jener Dämmerzone zwischen Schlafen und Wachen befand und verdrängte diese Worte aus meinen Gedanken.
"Ich brauche etwas Kaffee", sagte ich mir.
Wieder kamen mir die Worte in den Sinn, diesmal mit größerem Nachdruck, und wieder ignorierte ich sie. Ich kann doch nicht nach hinten gehen und drei völlig Fremde fragen, ob sie zu einer Rockgruppe gehören, dachte ich. Zwischen zwei Schlucken Kaffee meldete sich diese leise Stimme wieder zu Wort: Diese Männer sind Mitglieder einer Rockgruppe und ich möchte, dass du zu ihnen gehst und ihnen von mir erzählst. Diesmal konnte ich nicht meine Müdigkeit vorschützen. Die Worte waren von einem Gefühl der Neugier und sogar Begeisterung begleitet.
"Es kann wohl nichts schaden, wenn ich ein freundliches Gespräch mit ihnen beginne",
sagte ich mir. Also raffte ich meinen Mumm zusammen und schlenderte zu ihnen hinüber.
"Entschuldigen Sie bitte", begann ich verhalten, "gehören Sie zu einer Rock and Roll-Band?
"Oh ja", erwiderte einer, der mir am nächsten saß. "Wir gehören zur Ozzy Osbourne-Band."
BINGO! Jetzt liefen alle meine Sinne auf Hochtouren.
Mein Mut schoss in die Höhe, weil ich wusste, dass ich die Stimme des Herrn gehört hatte. Und wenn Gott mir auf übernatürliche Weise so klare Informationen gab, würde er mich sicher auch befähigen, diesen Männern das Evangelium weiterzugeben. Für die nächsten fünfundvierzig Minuten war ich für diese Rocker wie Johannes der Täufer - "ein Mensch von Gott gesandt". Ich hielt nichts zurück. In klaren Worten vermittelte ich das Evangelium und sie reagierten mit den üblichen Gegenfragen: "Wenn Gott ein Gott der Liebe ist, warum gibt es dann Kriege und Leid?", auf die ich klare und prägnante Antworten geben konnte. Die Stimme des Heiligen Geistes zu hören und in diesem Abenteuer mit ihm zusammenzuarbeiten
begeisterte mich total.
Es war eine aufregende und erhebende Episode in meinem geistlichen Leben und sie kam zustande, weil ich die Stimme meines himmlischen Vaters wahrnehmen konnte.



Seine Stimme kennen



Gottes Stimme zu hören ist keine komplizierte Angelegenheit. Im Kern geht es darum zu lernen, zwischen der Stimme Satans, unserer eigenen Stimme und Gottes Stimme zu unterscheiden. Das ist der Bereich, in dem so viel Verwirrung herrscht. Woher wissen wir, ob Eindrücke, die uns in den Sinn kommen, vom Herrn stammen oder willkürliche Gedanken sind?



Es gibt drei Schritte, die wir tun sollten, um für seine Stimme empfänglicher zu werden. Zuerst müssen wir unsere "Antenne" installieren, die uns Gottes Stimme hören lässt. Zweitens müssen wir wissen, wie diese Antenne zu nutzen ist, um seine Stimme in spezif ischen
Situationen zu hören. Und drittens müssen wir prüfen können, ob das, was wir gehört haben, tatsächlich von Gott kommt oder nicht.
Bevor wir diese Schritte näher betrachten, möchte ich Sie in einigen Punkten beruhigen.
Erstens spricht Gott auf vielfältige Weise zu seinen Kindern - durch Umstände, durch andere Menschen, durch die Natur oder durch Träume (diese Methode bedarf allerdings einer gesunden, biblischen Lehre). Und er spricht immer durch die Bibel zu uns.
Zweitens entspricht die Art, wie Gott zu einzelnen Menschen redet, oft der individuellen Art, wie er sie erschaffen hat. Einem nachdenklicheren und von Natur aus besinnlichen Menschen wird es leichter fallen, sein leises inneres Reden zu vernehmen, als einem aktiven
Menschen, der eher zum Typ des "Machers" neigt. König David konnte offensichtlich das Flüstern des Himmels hören - aber er war auch bereit, das Wort des Herrn durch andere Menschen zu empfangen, ohne seine eigene Vertrautheit mit Gott deswegen in Frage zu stellen.
Drittens müssen wir es vermeiden, bestimmte Führungsmethoden höher einzuschätzen als andere - zum Beispiel dürfen wir Visionen nicht über göttlichen Rat stellen -,sonst lassen wir einen verderblichen Einfluss von Gesetzlichkeit zu und beurteilen Spiritualität danach, wie stark die Art der Führung eines Einzelnen mit dem übereinstimmt, was wir für übernatürliche Akzente halten. Menschen, die Gott möglicherweise nicht so direkt hören wie andere, dürfen nie das Gefühl vermittelt bekommen, geistlich unqualifiziert zu sein. Dallas Willard warnt uns, göttliche Führung nicht so zu definieren, dass wir "aufrichtige Christen ausgrenzen und von außen zuschauen lassen. Es ist nicht unbedingt so, dass es ihnen an Erfahrung mangelt, sondern sie kennen die Sprache nicht oder wissen nicht, wie die Erfahrung funktioniert. Das lässt sie irritiert und mit dem Gefühl eines Mangels zurück … es untergräbt ihre Zuversicht, für Gott völlig annehmbar zu sein."
Viertens müssen wir verstehen, dass Gott sich direkte Beziehungen zu uns wünscht. Viele Menschen, die unsicher sind, ob sie wirklich Gottes Stimme hören, haben das Gefühl, dass Gott sie nur indirekt leiten wird; deshalb vertrauen sie darauf, dass er sie nur durch Umstände
leiten wird. Diese Angst entspringt oft aus ihrer Ungewissheit über den Ursprung ihrer Eindrücke. Aber Gott möchte uns nicht nur durch Umstände leiten. Wie jeder Vater, der seine Kinder liebt, möchte er direkt mit uns sprechen. Frederick William Faber sagt: "Es herrscht kaum je völlige Stille in unserer Seele. Gott flüstert uns fast unaufhörlich zu."
Auch hier nimmt Dallas Willard diejenigen von uns liebevoll ins Visier, die vor der Idee zurückschrecken, dass Gott direkt mit seinen Kindern sprechen möchte: "Der Geist ist nicht stumm, beschränkt sich nicht auf einen gelegentlichen Impuls, eine glühende Erkenntnis, ein geniales Bild oder einen Anflug von Gänsehaut."
Nehmen Sie einmal folgendes Beispiel: Sagen wir, ein Vater möchte, dass sein Sohn einige Reparaturen am Auto erledigt. Um seinen Wunsch zu vermitteln, legt er bestimmte Motorteile so hin, dass sie seinem Sohn ins Auge fallen. Als der Teenager nach dem   Aufstehen aus seinem Zimmer trottet, stößt er an den Griff einer Kurbel; er betritt das Badezimmer und sieht einen Kolben; dann schlendert er in die Küche und findet einen
Vergaser auf dem Tisch. Bevor er zur Tür hinausgeht, sieht er einen Keilriemen. Inzwischen hat er wohl verstanden, dass er das Auto reparieren soll.
Eine solche Art der Kommunikation zwischen einem Vater und seinem Sohn wäre lächerlich. Wenn ein Vater möchte, dass sein Sohn das Auto repariert, spricht er mit ihm und sagt ihm direkt, was er möchte. Ein solches Verhalten ließe erkennen, dass die Beziehung gesund ist. Vater und Sohn wissen, wie sie miteinander reden können. Unser himmlischer Vater liebt uns unendlich viel mehr, als der liebevollste menschliche Vater es könnte, und sehnt sich danach, von Herz zu Herz mit uns zu reden.

Ein Haus entwerfen, eine Landschaft skizzieren

Kürzlich trat der Schauspieler Richard Dreyfuss im Fernsehen auf und bemerkte: "Das Leben ist eine Reise von der Gewissheit zur Verwirrung." So empfinden viele von uns den Versuch, Gott zu "hören". Zuerst sind sie zuversichtlich, dass Gott sie liebt und zu ihnen redet. Aber dann verlieren sie ein wenig die Orientierung und fragen sich, wessen Stimme sie tatsächlich hören. Gott zu hören ist keine exakte Wissenschaft und wir werden nie aufhören, unsere Sensibilität für seine Stimme zu verbessern. Es ist ein lebenslanges Abenteuer des Lernens. Aber wir können einige Dinge tun, um ein Fundament zu schaffen, auf dem wir eine sichere Struktur aus Prinzipien errichten können, die uns ein "Haus" bieten, in dem wir Gott begegnen werden. 



Eifriges Lesen der Bibel



Natürlich kann und wird Gott zu gerade erst bekehrten Menschen sprechen. Gott zu hören ist nicht den reifen Christen vorbehalten, denn sonst würden wir die Sensibilität für Gott als Ergebnis unseres Strebens nach geistlicher Vervollkommnung verstehen. So wären wir zum Beispiel schlecht beraten, die Fähigkeit, Gott zu hören, mit der Länge unserer Gebete in Verbindung zu bringen - also zu meinen, dass wir ihn umso besser hören, je mehr wir beten. Unter dieser Voraussetzung würde das Gebet keine freudige Antwort auf Gott mehr sein, sondern zu einem Mittel werden, unsere geistliche Sensibilität zu steigern. Unser Schwerpunkt würde sich von Gott auf unsere geistliche Reife verlagern.
Nachdem ich dies gesagt habe, möchte ich betonen, dass wir mit zunehmendem Wachstum ganz natürlich einen größeren Hunger nach dem Wort entwickeln sollten. Der Hunger nach Gott und der Hunger nach seinem Wort gehen Hand in Hand. Die Bibel wird zu einem wesentlichen Teil des Fundaments, auf dem wir aufbauen, um ein geeignetes Bauwerk für unsere Begegnung mit Gott zu errichten. Dieser Teil unseres Bauwerks ist wichtig, denn je mehr wir die Bibel in unser Denken aufnehmen, desto effektiver wird unser Verstand Eindrücke im Gebet filtern können.
Nehmen wir zum Beispiel an, ein Christ wird mit einem Vertreter der Schulbehörde konfrontiert, der auf subtile Weise versucht, abscheuliche, anti-christliche Inhalte in das Curriculum einzuführen. Durch diese Nachricht alarmiert, bittet der Christ den Herrn um Weisheit, wie er reagieren soll, kommt aber über seinen anfänglichen Zorn nicht hinaus. Ist dieser Zorn von Gott? Oder von Satan? Ist es nur eine natürliche Reaktion auf die
empfundene Verletzung? Oder handelt es sich um eine Mischung aus alledem?
Zuerst neigen wir vielleicht dazu, eine zornige Reaktion zurückzuweisen, weil sie dem biblischen Gebot widerspricht, unsere Feinde zu lieben doch wer sich genauer in der Bibel auskennt, wird auch Abschnitte aus den Psalmen berücksichtigen, die von einem berechtigten, heftigen Zorn sprechen, der sich nicht gegen Menschen, sondern gegen die Ungerechtigkeit richtet. Der Zorn des Christen gegen den Vertreter der Schulbehörde könnte durchaus von Gott sein, doch wer die Bibel kennt, versteht es, diesen Eindruck zu filtern, so wie ein Goldwäscher nach Gold sucht. Wer mit der Bibel vertraut ist, kann das reine Gold des Wortes Gottes besser ausfindig machen und den Sand menschlicher Reaktionen aussondern.
Viele begegnen der Vorstellung, dass Menschen Gott persönlich hören können, mit Misstrauen. Sie haben Unausgewogenheiten, Exzesse und sogar offensichtliche Täuschungen erlebt. Sie haben gesehen, wie Menschen "im Namen des Herrn" Dinge tun, die provozierend oder unangebracht erscheinen (allerdings hat Gott mich mehr als nur einmal Dinge tun lassen, die gesellschaftlichen Konventionen widersprachen). Aber diese Befürchtungen brauchen uns nicht die Freude zu nehmen, die leise und behutsame Stimme Gottes zu hören. Die Kenntnis der Bibel stellt einen Schutz gegen Täuschungen dar; sie ist wie ein Sieb, durch das wir geistige Eindrücke filtern.

Richtige Einstellung zu Autorität

Vor einigen Jahrhunderten machten sich vier Mönche aus Scete auf den Weg, um einen angesehenen geistlichen Vater namens Abba Pambo zu besuchen. Er forderte jeden der Vier auf, die guten Eigenschaften der anderen Mönche zu beschreiben, allerdings nicht in ihrer Gegenwart. Einzeln berichteten sie, dass einer von ihnen viel fastete, ein anderer alle materiellen Güter aufgeben hatte und der dritte außerordentlich wohltätig war. Über den vierten sagten sie, dass er sich seit zweiundzwanzig Jahren den Ältesten gehorsam unterordnete. Abba Pambo sagte zu ihnen: "Diese letzte Tugend ist größer als die anderen. Jeder andere von euch muss seinen eigenen Willen einsetzen, um seine Tugend zu wahren. Aber [dieser
vierte] Mönch reißt seinen Eigenwillen mit der Wurzel heraus und macht sich zum Diener des Willens anderer. Wenn solche Menschen bis zum Tod ausharren, sind sie Beichtväter", was  bedeutet, dass diejenigen, die wahre Unterordnung unter Autorität richtig verstehen, schließlich die vertrauenswürdigsten Menschen werden. Das Thema der richtigen Beziehung zu Autorität lässt sich unmöglich in wenigen Abschnitten erörtern. Dennoch muss es hier zumindest erwähnt werden.
Jeder von uns muss unter irgendeiner Autorität stehen. Wir alle brauchen Menschen, die uns "nein" sagen. Wenn unsere Wünsche nie gezügelt und unser Wille nie durchkreuzt wird, werden wir nie vertrauen können, dass unsere Eindrücke wirklich von Gott stammen. Wenn wir nicht daran gewöhnt sind, für unser Handeln Rechenschaft abzulegen, wenn wir nicht gelernt haben, ein Nein zu akzeptieren, können wir auch nicht die Fähigkeit entwickeln zu unterscheiden, wann unsere fleischliche Natur unsere Wünsche zu rechtfertigen versucht. Nur zu leicht finden wir rationale Entschuldigungen und reden uns selbst ein, dass wir nur Gottes Willen ausführen - obwohl wir in Wirklichkeit nur tun, was wir selbst wollen, und unserem Handeln Gottes Namen aufdrücken.
Zum Beispiel kann es uns schwer fallen, unsere Wünsche von Anfang an zu prüfen, auch/obwohl wenn wir den Herrn um Weisheit bitten, ob wir dieses neue Auto kaufen, jene Universität besuchen oder diese romantische Beziehung eingehen sollen. Doch wenn wir die Grenzen bereitwillig akzeptieren, die uns von Personen gesetzt werden, unter deren Autorität wir stehen, dann können wir auch über unsere eigenen Emotionen Autorität ausüben und nein sagen, wenn wir vor einer kritischen Entscheidung stehen.
Ob es Eltern sind oder ein Pastor oder ein Präsident - wir brauchen in unserem Leben Menschen mit der Autorität, "nein" zu sagen. Es wird in unserem Leben nie eine Zeit geben, in der wir es nicht nötig haben werden, in irgendeiner Weise unter Autorität zu stehen.
Außerdem müssen wir praktizieren und annehmen, was ich als begleitende Autorität bezeichne. Wir müssen nicht nur unter konkreten Autoritätsstrukturen stehen, sondern auch mit bestimmten Menschen gehen, auf deren Leben wir einen positiven Einfluss haben können.
Es sollte immer Personen geben - Freunde, Kollegen, Kommilitonen -, mit denen wir einen positiven Einfluss austauschen können. Solche wechselseitigen Beziehungen sind außerordentlich hilfreich, weil eine Kritik von Freunden auf uns oft weniger bedrohlich wirkt, als die von Vorgesetzten. Die richtige Einstellung zur Autorität der Bibel und zur Autorität von Menschen schafft in uns die nötige Voraussetzung für die Anwendung von Prinzipien, die uns helfen, Gott zu hören. Aber es gibt einen weiteren entscheidenden Faktor, den wir brauchen.

Ein Verständnis der Gnade

Einer der tröstlichsten Abschnitte über Führung im Neuen Testament ist die Feststellung Jesu in Johannes 10: "Meine Schafe … werden meine Stimme hören" (Verse 14-16). Jesus betonte nicht die Schwierigkeit der Schafe, ihm zu folgen, sondern die souveräne Fähigkeit des Hirten, sie zu führen. Er betonte nicht die Fähigkeit der Schafe, die Stimme des Hirten zu hören, sondern die Fähigkeit des Hirten, seine Stimme klar verständlich zu machen. Würde ein Schaf, das einem Hirten folgt, sich ängstlich fragen, ob es die Stimme des Hirten oder die eines Wolfs oder sein eigenes Blöken gehört hat? Natürlich nicht! Schafe folgen einfach ihrem Hirten, so wie wir als Gottes Schafe unserem göttlichen Hirten folgen.
Der Grund dafür ist einfach, dass Gottes Gnade wirksam ist. Wenn wir Gottes Gnade nicht erfassen, geraten wir bei unseren Versuchen, seine Stimme zu hören, in Angst. Und in der Annahme, ihn nicht hören zu können, folgern wir, dass wir offenbar nicht geistlich genug sind. Gnade bewahrt uns vor einer Form von Gesetzlichkeit, die uns veranlasst, seine Gunst an unserer geistlichen Leistung zu messen. Auf diesem Hintergrund ist es tröstlich, dass Jesus uns mit einer besonders unbedarften Tierart vergleicht. Wenn Schafe hören können, können wir es auch!
Gnade erlaubt uns nicht nur, Gottes Stimme zu hören, sondern sie gibt uns auch Herzen, die seiner Führung folgen. Einer meiner Freunde sagte dem Herrn einmal, als er noch jung war: "Herr, ich werde dir überall dienen, außer in Afrika. Bitte schick mich nicht nach Afrika." Er erntete keine   Ohrfeige, sondern der Herr arbeitete an ihm und änderte allmählich sein Herz. Wenige Jahre später kniete mein Freund an seinem Bett und flehte Gott an, mächtig in Afrika zu wirken. Er sprach vor Gott sogar den Wunsch aus, selbst dorthin zu gehen. Plötzlich sprang er auf die Füße; ihm war bewusst geworden, dass Gott sein Herz verändert hatte! Er erinnerte sich an seine früheren Gebete, nicht nach Afrika geschickt zu werden. Und nun bat er selbst den Herrn inständig darum, gehen zu dürfen.
So etwas geschieht mit einem Herzen, das von der Gnade Gottes berührt wird. Gnade macht uns fähig, die Stimme des Meisters zu hören, und sie verändert unser "ich muss" und "ich will".
Wieder und wieder ermahnt der Herr Jesus die Gemeinden in der Offenbarung, Ohren zu haben, die hören. Mitten im Getöse der Ablenkungen dieser Welt können wir eine klare Sensibilität für seine Stimme entwickeln. Als ich entdeckte, dass ich Jesus tatsächlich hören konnte, begann mein Herz zu jubeln - und es jubelt bis heute.



Neu entfacht
Gott mit Leidenschaft suchen
Seiten: 200, Paperback
Preis: 12,80 Euro(D)
ISBN 3-936811-01-6
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Brennt Ihr Herz für Gott?
Brauchen Sie neue Nahrung für Ihren Glauben, eine geistliche Erfrischung?
Wenn das Feuer der ersten Liebe zu Ihrem Retter nur noch schwach glimmt, facht Steve Fry es wieder an und bringt es zum Lodern. Wenn Sie sich leer, abgelehnt, ausgezehrt und unzufrieden fühlen oder einfach nach mehr suchen, wird dieses "ansteckende" Buch Ihr Feuer für eine enge Gemeinschaft mit Christus neu entfachen.



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Ein Artikel von www.glaube.de.
Textbearbeitung: D. Bauer / Redaktionsleitung Glaube.de
Veröffentlichungen im Internet oder in Print bedürfen der vorherigen
Genehmigung der Autoren bzw. Glaube.de.
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Autor/Herausgeber: Steve Fry, Aus dem Buch: "Neu entfacht"
Mit freundlicher Genehmigung vom Verlag www.teamwork17-12.de
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[15:06:27] [CoCo new media] Martin Bauer: