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09-08-04

Steve Thompson: Dem Christentum entkommen

Die Überschrift dieses Artikels ist provokativ. Die Gerechten könnten verletzt und die Rebellischen ermutigt werden, keines von beidem jedoch ist meine Absicht. Es geht in diesem Artikel vielmehr darum, die verheerenden Konsequenzen der "teilweisen Bekehrung" zu identifizieren, die viele Christen erfahren haben. Der Artikel möchte ebenfalls zu einer Rückkehr zum Evangelium Jesu Christi, das die Kraft hat, uns von jeglicher Sünde zu befreien, aufrufen.


Seit über zehn Jahren enthüllen Untersuchungen in Amerika so gut wie keinen Unterschied zwischen dem Leben und Verhalten von Christen und Ungläubigen. Die Scheidungsraten, die Zahl der Abtreibungen und der Selbstmorde sind in beiden Gruppen beinahe identisch.
Gleichzeitig ist ein geistliches Bewusstsein in vielen westlichen Nationen aufgetaucht. Große Teiler der Bevölkerung erkennen Gott als wichtig in ihrem Leben an und bekennen, Menschen des Gebetes zu sein. So lobenswert dieses geistliche Bewusstsein auch ist - es hat kaum eine Veränderung in der Moral unserer Gesellschaften bewirkt.
Eine Bekehrung zu Jesus Christus sollte zu einer fundamentalen Veränderung in Leben und Verhalten führen. In vielen Fällen jedoch ist dieses Ergebnis nicht gegeben. Manch einer möchte einige der Lehren des Christentums übernehmen, ohne Christus wirklich zu begegnen. Diese Menschen haben ein Bild von Gott als Bereicherung für ihr Leben - nicht als König, der Verehrung und Dienst wert ist. Das Resultat ist, dass sie Gott zu ihrem Leben hinzugefügt haben, anstatt ihr Leben an ihn abzugeben.

Buße ist grundlegend

Die Vorstellung, Gott könnte zu unserem Leben hinzugefügt werden, um es reicher und besser zu machen, ist selbstsüchtig und widerspricht dem wahren christlichen Glauben. Glaube an Gott, der Errettung bewirkt, schließt eine Abwendung von uns selbst und unserem Egoismus ein. Beim Versuch, sich Gott zuzuwenden, ohne dass wir uns von uns selbst abwenden, halten wir an der Essenz der Sünde fest: Selbstbezogenheit.
Damit Selbstsucht und Egoismus verändert werden, muss Buße gepredigt und verwirklicht werden. Es ist unmöglich, das Herz auf Gott auszurichten, ohne sich vom eigenen Ich abzuwenden. Tatsächlich stammt ein großer Teil der gegenwärtigen Schwäche der westlichen Christenheit aus dem Versagen, Buße als notwendige Komponente der Errettung zu begreifen. Anstatt Gott zu erleben ist vielen Menschen nur über ihn erzählt worden. Demzufolge wurde ihr Verstand instruiert, das Herz blieb aber unverändert. Lehre und geistliche Prinzipien sind wunderbar und hilfreich, aber sie sind kein gültiger Ersatz für eine Begegnung mit Gott. Wir müssen Gott begegnen, wenn unsere Herzen und Leben sich ändern sollen.
Indem wir die Verantwortung des Individuums, über die Sünde und Ichbezogenheit Buße zu tun und sich an Gott zur Befreiung zu wenden, minimalisiert oder entfernt haben, haben wir das Evangelium seiner Kraft beraubt. Indem wir Menschen gestatten, Gott zu ihrem Leben hinzuzufügen, anstatt ihr Unvermögen zur Veränderung aus sich selbst zu begreifen, haben wir zu einer Renaissance zweier klassischer Fehler bei der Suche nach Gott beigetragen: Die Fehler der Samariter und der Pharisäer.

Der Ursprung der Samariter

Niemand wurde im ersten Jahrhundert von den Juden mehr verachtet als die Samariter. Viele glauben, dies sei eine kulturelle oder rassistische Angelegenheit, aber in 2. Könige 17 finden wir eine glaubhaftere Erklärung. Die Verachtung der Samariter durch die Juden entsprang dem Versuch der Samariter, die Verehrung Jehovas in ihre existierenden Götzenpraktiken zu integrieren, anstatt sich vom Götzendienst ab- und Jehova zuzuwenden.
Ursprünglich war Samaria ein Teil Israels. Während der Regierung von Rehobeam, des Sohnes Salomos, wurde die Nation Israel in zwei Reiche geteilt. Samaria wurde zur Hauptstadt des nördlichen Reiches (Israel) erklärt, in der ein neuer König gewählt wurde. Jerusalem blieb Hauptstadt des südlichen Reiches (Juda), regiert von den Nachkommen Davids.
Aufgrund andauernden Ungehorsams fiel schließlich Gericht auf dias nördliche Reich und diese zehn Stämme Israels wurden von ihrem Land vertrieben und durch einen Assyrischen König unter alle Nationen verteilt. Dieser König besiedelte das Land Isarael mit heidnischen Völkern aus anderen Nationen. Dies waren die Samariter, die von den Juden verachtet wurden. Als diese Heidenvölker Israel besiedelten, standen sie vor einem Problem: Als sie aber anfingen, dort zu wohnen, und den HERRN nicht fürchteten, sandte der HERR unter sie Löwen, die töteten sie. Und man ließ dem König von Assyrien sagen: Die Völker, die du hergebracht und mit denen du die Städte Samariens besetzt hast, wissen nichts von der Verehrung des Gottes dieses Landes. Darum hat er Löwen unter sie gesandt, und siehe, diese töten sie, weil sie nichts wissen von der Verehrung des Gottes dieses Landes. (2. Könige 17, 25-26)
Der assyrische König ließ einen Priester aus dem vertriebenen Volk Israel holen, um diesen Heiden etwas darüber beizubringen, wie man Gott ehrte und nicht beleidigte, damit diese Löwen nicht mehr über das Land herfallen würden.
Da kam einer der Priester, die von Samarien weggeführt waren, und wohnte in Bethel und lehrte sie, wie sie den HERRN fürchten sollten. (Vers 28)
Dieser Priester zeigte den heiden die Praktiken, wie sie den Herrn fürchten sollten. Diese Samariter begegneten jedoch niemals selbst Gott, sie lernten die Anbetung Gottes nur durch die Belehrungen über die Praktiken kennen. Sie wandten sich auch nie von ihrem Götzendienst ab, sie fügten einfach nur die Anbetung Jehovas ihrem existierenden Lebensstil hinzu.
Aber jedes Volk machte sich seinen Gott und tat ihn in die Heiligtümer auf den Höhen, die die Samaritaner gemacht hatten, jedes Volk in seinen Städten, in denen es wohnte. (Vers 29)
So fürchteten diese Völker den HERRN und dienten zugleich ihren Götzen. Auch ihre Kinder und Kindeskinder tun, wie ihre Väter getan haben, bis auf diesen Tag. (Vers 41)
Die Samariter fürchteten den Herrn, dienten aber auch ihren Götzen. Sie hatten nie eine Veränderung des Herzens erlebt, die aus einer Begegnung mit Gott resultiert, weil sie nie Buße über ihren selbstsüchtigen Götzendienst getan hatten. Niemand hat jemals einem Götzen aus Liebe zum Götzen gedient. Die Menschen dienen Götzen nur, um die Vorteile zu ergattern, die der Götze ihnen, so nehmen sie an, schenken kann.
Genau diese gleiche Einstellung bewegte diese Samariter, Jehova zusätzlich zu ihren Göttern in die Anbetung einzubeziehen. Sie wollten Schutz vor den Löwen erhalten. Sie haben ihn nie wirklich kennen gelernt, sie haben nur die Lehren über ihn durch die Menschen gehört. Weil sie sich nie von sich selbst und ihrer Sünde abgewandt hatten, haben sie ihn nie kennen lernen können.

Das erste Jahrhundert und der moderne Samariter

Dies ist ein genaues Portrait vieler Menschen heute. Sie sind nie Gott begegnet, sondern nur die Anbetung Gottes in ihren modernen Götzendienst integriert, um dem Gericht zu entkommen. Sie heben ihn nie kennen gelernt, sondern nur etwas über ihn durch die Lehren von Menschen gelernt. Das Ergebnis ist, dass sie über Gott verwirrt sind und ihn wie die Samariter des ersten Jahrhunderts anbeten.
Als Jesus mit der samaritischen Frau in der Nähe von Sychar sprach, identifizierte er die religiöse Verwirung, in der sie und die anderen Samariter sich befanden. Während des Gespräches fragte ihn die Frau nach dem angemessenen Ort der Anbetung, weil es darüber unterschiedliche Auffassungen zwischen Juden und Samaritern gab.
Jesus spricht zu ihr: Glaube mir, Frau, es kommt die Zeit, dass ihr weder auf diesem Berge noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet. Ihr wisst nicht, was ihr anbetet... (Johannes 4, 21-22)
Jesus hatte offenbar keine Vorurteile der Frau gegenüber (siehe Johannes 4, 21-22). Er machte das wirkliche Anliegen bezüglich der Samariter und ihrer Anbetung deutlich. Im Grunde genommen sagte er, dass die Samariter Gott nicht wirklich kannten - wie ihre Vorfahren beteten sie etwas an, was sie nicht kennen gelernt hatten.
Viele leiden heute unter der gleichen Verwirrung. Sie haben versucht, Gott zu ihrem Leben hinzuzufügen, aber ohne Abkehr von ihrer Selbstbezogenheit. Dieser Versuch wird immer zur Verwirrung führen, weil die Dinge, die bei Menschen hohen Wert besitzen, für Gott verachtenswert sind und umgekehrt (siehe Lukas 16,15). Solange wir unsere Selbstsucht festhalten, werden wir immer verwirrt sein und Gott nicht persönlich kennen lernen. Der vorwiegende Grund, warum Jesus gekommen ist, ist das Kennen Gottes. Er kam, damit die Menschheit ewiges Leben erfahren kann. Jesus definierte ewiges Leben jedoch auf eine Art, die von vielen Christen übersehen wird. Er definierte ewiges Leben als das Kennen des einen wahren Gottes und Jesu Christi:
Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen. (Johannes 17, 3)
Wenn wir Gott begegnen und ihn kennen lernen, verblasst alles in dieser Welt im Vergleich zu ihm. Diejenigen, die tief von ihm angerührt wurden, geben ihre selbstsüchtigen Bestrebungen auf, um ihn besser kennen zu lernen und um ihm mit mehr Hingabe zu dienen. Dass jemand Gott nicht bewusst sucht und ihn aus tiefstem herzen ehrt ist ein Beweis, dass er ihm nie wirklich begegnet ist oder dass das herz noch durch Selbstsucht gefangen ist.
Wenn wir dementsprechend sehen, dass er seinen Sohn um unserer Errettung willen einem grausamen Tod ausgeliefert hat, wird uns diese bemerkenswerte Liebe nicht dazu veranlassen, alles für ihn hinzugeben? Wird uns dies nicht auch offenbaren, dass unsere eigene Anstrengung und Kraft unzulänglich waren, um uns Erlösung zu ermöglichen? Diese Frage offenbart darüber hinaus eine andere Möglichkeit, wie Menschen oft auf Gott reagieren, ohne Buße zu tun.
Manche kommen zu Gott und versuchen, ihm in ihrer eigenen Kraft und Stärke zu dienen, ohne Buße über den Irrglauben zu tun, dass ihre toten religiösen Werke ihnen Errettung bei Gott verschaffen könnten. Sie glauben nämlich, dass sie ihren weg mit Gott verdienen und lieben ihn niemals wegen seiner unverdienten Güte ihnen gegenüber. Dies war der Irrtum der Pharisäer.

Der Ursprung der Pharisäer

Die Pharisäer des ersten Jahrhunderts, die der Innbegriff des religiösen Geistes waren und den Tod Jesu suchten, hatten tatsächlich einen bewundernswerten Ursprung. Sie entstanden bei dem gerechten Versuch, ein Leben, abgesondert für Gott, unter den Israeliten, die aus der babylonischen Gefangenschaft zurückkehrten, wieder zu entdecken. Das Wort Pharisäer bedeutet "ausgesondert sein". In Nehemia 10, 29-30 entdecken wir das Ziel und die Methode, wie sie sich absonderten.
Und das übrige Volk, Priester, Leviten, Torhüter, Sänger, Tempelsklaven und alle, die sich von den Völkern der Länder abgesondert haben und sich zum Gesetz Gottes halten, samt ihren Frauen, Söhnen und Töchtern, alle, die es verstehen können: sie sollen sich ihren Brüdern, den Mächtigen unter ihnen, anschließen und der Abmachung beitreten und sich mit einem Eid verpflichten, zu wandeln im Gesetz Gottes, das durch Mose, den Knecht Gottes, gegeben ist, und alle Gebote, Rechte und Satzungen des HERRN, unseres Herrschers, zu halten und zu tun.
Die Verse davor beschreiben die anderen Disziplinen, die sie pflegten: Absonderung von den Heiden, keine Geschäfte am Sabbat verrichten und allerlei Arten des Zehnten-Gebens. Um dies zu erreichen begaben sie sich unter ein Gelübde und einen Fluch, um sich selbst zu nötigen, aus eigener Kraft in den Gesetzen Gottes zu wandeln. Diese Gruppe Menschen wandte sich jedoch Gott und dem Gesetz zu, ohne sich von sich selbst abzuwenden. Ihr Irrtum unterschied sich von dem der Samariter, denn die Intentionen waren gut, nicht selbstsüchtig. Doch war ihr Irrtum auf andere Weise betrachtet der gleiche - sie wandten sich nie von der Selbstbezogenheit ab. Sie verstanden nicht, dass sie Gott nicht mit ihren eigenen toten Werken gefallen konnten. Sie taten nie Buße über ihre guten, aber selbstbezogenen Ideen, dass sie Gott aus ihrer eigenen Kraft gefallen konnten.
Die ursprünglichen Pharisäer waren über den Mangel an Heiligung und Absonderung erschüttert, der unter den Priestern und Leviten während der Wiederherstellung Israels existierte. Da sie jedoch den Ansatz machten, dies aus ihrer eigenen Kraft zu korrigieren, degenerierte ihre Religiosität schließlich zu einer leeren und hohlen Schale, sie wurde zu einer bloßen Karikatur der echten Anbetung.
Wenn man die Kapitel 9 und 10 des Buches Nehemia untersucht, in denen der Ursprung der Pharisäer beschrieben wird, findet man kein einziges Mal das Wort Buße. Diese wohlmeinenden Menschen begingen den gleichen Fehler wie die Samariter, nur auf eine andere Weise. Wo die Samariter sich Gott zuwandten, ohne ihre selbstsüchtigen Ziele aufzugeben, wandten sich die Pharisäer Gott zu, ohne sich von ihrem Vertrauen in die eigenen Kräfte abzuwenden, von dem Gedanken, Gott durch ihre eigenen Werke wohlgefallen zu können.

Pharisäer des ersten Jahrhunderts und heutige Pharisäer

Im Verlauf der Zeit verloren die Pharisäer fast vollständig die Sicht der Essenz Gottes und wahrer Hingabe. Sie hatten mit Selbstvertrauen begonnen und mit ihrer Fähigkeit, Gott selbst wohlgefällig werden zu können. Sie entwickelten sich in eine stolze und selbstsüchtige Perversion des Glaubens hinein. Ihnen fehlte auch eine echte Kenntnis Gottes.
Während der Tage Jesu waren die Pharisäer mit zeremoniellen Waschungen von Gefäßen, Tellern und Kochutensilien und so gut wie allem anderen beschäftigt. Sie fragten Jesus, warum seine Jünger diese Traditionen nicht einhielten. In seiner Antwort zitierte Jesus eine Passage aus Jesaja.
Er aber sprach zu ihnen: Wie fein hat von euch Heuchlern Jesaja geweissagt, wie geschrieben steht (Jesaja 29,13): Dies Volk ehrt mich mit den Lippen; aber ihr Herz ist fern von mir. Vergeblich dienen sie mir, weil sie lehren solche Lehren, die nichts sind als Menschengebote. (Markus 7, 6-7)
Obwohl sie äußerlich gerecht erschienen, waren die Pharisäer am gleichen Ort wie die Samariter angekommen - Gott mit den Lippen ehren, aber Herzen haben, die weit von ihm entfernt sind! Sie hatten diesen identischen Ort erreicht, weil sie den gleichen Punkt nicht verstanden hatten, sie hatten nicht begriffen, was Buße bedeutet.
Jesus fuhr mit seiner Schelte der Pharisäer fort, indem er erklärte, wie sie Doktrinen erschaffen hatten, um in ihrer Selbstbezogenheit fortfahren zu können.
Und er sprach zu ihnen: Wie fein hebt ihr Gottes Gebot auf, damit ihr eure Satzungen aufrichtet! Denn Mose hat gesagt (2.Mose 20,12; 21,17): Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, und: Wer Vater oder Mutter flucht, der soll des Todes sterben. Ihr aber lehrt: Wenn einer zu Vater oder Mutter sagt: Korban - das heißt: Opfergabe soll sein, was dir von mir zusteht -, so lasst ihr ihn nichts mehr tun für seinen Vater oder seine Mutter und hebt so Gottes Wort auf durch eure Satzungen, die ihr überliefert habt; und dergleichen tut ihr viel. (Markus 7, 9-13)
Während die Samariter nie wirklich erwogen hatten, Gott zu dienen, glaubten die Pharisäer, dies durch ihre Rituale zu tun. Sie kamen jedoch niemals auch nur in die Nähe dessen, was die Bibel einen reinen und unbefleckten Gottesdienst nennt (siehe Jakobus 1, 27). Stattdessen stellten sie Gesetze auf, die Selbstsucht im Namen des Dienstes für Gott rechtfertigten.
Die Pharisäer hielten sich für die gerechtesten Menschen ihrer Zeit, Jesus jedoch stellte sie mit der Prophetie aus Jesaja eindeutig an die gleiche Stelle wie die Samariter. Wenn wir diese Stelle aufschlagen, entdecken wir, was Jesus genau gesagt hat: Dies Volk naht sich mir mit seinem Munde und mit seinen Lippen ehrt es mich, aber ihr Herz ist fern von mir ist und sie fürchten mich nur nach Menschengeboten, die man sie lehrt. (Jesaja 29, 13)
Jesaja hatte diese Proklamation innerhalb eines Jahrzehnts nach der Ansiedlung der Samariter auf dem Gebiet Israels ausgesprochen. Den Pharisäern war die Analogie klar, die Jesus hier herstellte. Er stellte sie mit den Samaritern gleich, denen die Furcht vor Gott von Exilpriestern gelehrt worden war. Auch ihnen war beigebracht worden, wie man Gott durch Rituale ehrt. Sie waren ihm jedoch nie tatsächlich begegnet.
Jesus ist der Anfang und das Ende. Er ist das Alpha und das Omega. Buße versetzt uns in die Lage, anzuerkennen, dass er beides ist. Das heißt, dass wir uns von uns selbst abwenden als Quelle der Hingabe im Dienst für Gott und dass wir uns von uns selbst abwenden als Grund, warum wir Gott dienen. Ohne diese Abwendung, diese Buße, wird unsere Anbetung immer auf die eine oder andere Weise selbstzentriert sein.

Buße bringt voran

Die Kirche von heute muss die Notwendigkeit der Buße zusätzlich zum Glauben wieder entdecken und an den ihr gemäßen Ort stellen. Die Irrtümer der Pharisäer und Samariter sind unter uns weit verbreitet. Wir müssen begreifen, dass Buße ein Teil des Evangeliums ist. Das Wort Evangelium bedeutet gute, frohe Botschaft - etwas, worüber man Freudensprünge macht. Wenn wir begreifen, dass Selbstbezogenheit das eine Ding ist, was uns verdirbt und dem Feind Zugang zu unserem leben gestattet, werden wir mit großer Ernsthaftigkeit Buße tun. Buße ist auch gute Nachricht!
Paulus, der vollmächtige Lehrer und Autor von zwei Dritteln des Neuen Testamentes, sagte den Ältesten in Ephesus bezüglich der Botschaft der Buße in seinem Dienst: ...wie ich nichts zurückgehalten habe von dem, was nützlich ist, dass ich es euch nicht verkündigt und euch gelehrt hätte, öffentlich und in den Häusern, da ich sowohl Juden als auch Griechen die Buße zu Gott und den Glauben an unseren Herrn Jesus Christus bezeugte. (Apostelgeschichte 20, 20-21)
Sowohl Buße als auch Glaube bringen voran. Wir alle erkennen die Notwendigkeit und die Früchte des Glaubens, aber ohne wahre Buße kann es keinen wahren Glauben geben. Wir können Gott nur in dem Maße vertrauen, wie wir nicht mehr auf uns selbst vertrauen. Uns von uns selbst abwenden und Gott als Zentrum des Lebens anerkennen, das ist Buße.

Buße ist Rückkehr

Wir müssen unser Evangelium gegen das Evangelium eintauchen. Wir müssen die Notwendigkeit der Buße begreifen, darin wandeln, und sie als unverzichtbaren Bestandteil des Evangeliums verkünden, damit wir nicht eine weitere Generation der Pharisäer und Samariter hervorbringen.
Gott bereitet seine Kirche auf eine große Bewegung durch den heiligen Geist vor, die zu einer riesigen Seelenernte führen wird. Während er dies tut, sollten wir nicht eine weitere Generation zu selbstbezogener, verwirrter Anbetung verdammen, indem wir ihnen die voranbringende Botschaft über Buße vorenthalten. Buße schränkt nicht unsere Freiheit ein. Sie entlässt uns vielmehr in die wahre Freiheit.
Das selbstbezogene Evangelium in der westlichen Welt wird verschwinden. Während dies geschieht, wird die nächste Generation von Gläubigen nicht mit ihren eigenen Wünschen beschäftigt sein, sondern mit den Interessen des Himmels. Sie werden sich dem Herrn und seinen Zielen mit Hingabe ausliefern, nicht besorgt sein über ihre eigenen Königreiche. Stattdessen werden sie hingegeben den Sohn Gottes lieben und seine Natur und Macht sichtbar werden lassen.

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Ein Artikel von www.glaube.de
Veröffentlichungen im Internet oder in Print bedürfen der vorherigen Genehmigung der Autoren bzw. von Glaube.de.
Autor: Steve Thompson, Associate Director der MorningStar Fellowship Church
Übersetzung: Günter J. Matthia, Redaktionsmitarbeiter bei Glaube.de
Quelle: The Morning Star Journal, Vol. 14, No. 3 - kann bestellt werden bei MorningStar
Mit freundlicher Genehmigung von MoningStar Ministries für Glaube.de
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