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14-12-11

Tammy Tkach: Die größte Geburtsgeschichte

Ich wurde im Marine-Krankenhaus von Pensacola in Florida geboren


Niemand wusste, dass ich in der Steißlage war, bis sich das verkehrte Ende dem Arzt entgegenstreckte. Zum Glück dauerte es nicht allzu lang bis ich geboren wurde und es gab auch keine weiteren Komplikationen. Trotzdem verdiente ich mir für die ersten Tage meines Lebens den Kosenamen „Froschschenkel“.

Jeder hat seine Geschichte über seine Geburt. Kinder erfreuen sich daran, mehr über ihre eigene Geburt zu erfahren, und Mütter erzählen gern und detailreich davon, wie ihre Kinder auf die Welt kamen. Eine Geburt ist ein Wunder und bringt oft Tränen in die Augen derer, die sie erleben dürfen.

Obwohl die meisten Geburten schnell in der Erinnerung verblassen, gibt es eine Geburt, die niemals in Vergessenheit geraten wird. Von außen betrachtet war diese Geburt eigentlich eine ganz gewöhnliche, aber ihre Bedeutung wurde in aller Welt gespürt und hat auch heute noch weltweit Auswirkungen auf die Menschheit.

Als Jesus geboren wurde, wurde er zu Emmanuel – Gott mit uns. Bis Jesus kam war Gott nur auf eine bestimmte Art und Weise mit uns. Er war mit der Menschheit in der Wolkensäule bei Tag und der Feuersäule bei Nacht. Er war mit Moses im brennenden Dornenbusch und mit Josua als die Mauern Jerichos fielen.

Aber seine Geburt als Mensch machte ihn berührbar. Diese Geburt gab ihm Augen, Ohren und Mund. Er aß mit uns, er redete mit uns, er hörte uns zu, er lachte mit uns und berührte uns. Er weinte und erfuhr Schmerz. Durch sein eigenes Leid und seine eigene Traurigkeit konnte er unser Leid und unsere Traurigkeit verstehen. Er war mit uns und er war einer von uns.

Indem er einer von uns wurde, beantwortet Jesus die immerwährende Klage: „Keiner versteht mich.“ Im Hebräerbrief wird Jesus als Hohepriester beschrieben, der mit uns sympathisiert und uns versteht, weil er den gleichen Versuchungen ausgesetzt war wie wir. Die Schlachter-Übersetzung drückt es so aus: „Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der kein Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten, sondern einen, der in allem versucht worden ist in ähnlicher Weise [wie wir], doch ohne Sünde.“ Er kann sich in unsere Lage hineinversetzen.

Dass Gott in einem himmlischen Turm aus Elfenbein wohnt und ganz weit von uns entfernt ist, ist eine weit verbreitete und trügerische Auffassung. Denn der Sohn Gottes kam zu uns als einer von uns. Gott mit uns ist noch immer mit uns. Als er starb, starben wir, und als er auferstand, da erstanden auch wir wieder auf. Und weil sein Leben, genauso wie unseres, einmal mit einer physischen Geburt begann, kennt und versteht er uns und liebt uns sowieso.

Die Geburt von Jesus war mehr als nur die Geburtsgeschichte eines weiteren Men- schen, der auf dieser Welt geboren wurde. Es war Gottes besondere Art uns zu zeigen, wie sehr er uns liebt.

 

Nachfolge 10-12 2011

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Ein Artikel von www.glaube.de
Veröffentlichungen bedürfen der vorherigen Genehmigung der Autoren.
Autorin: Tammy Tkach, mit freundlicher Genehmigung:
Stiftung Weltweite Kirche Gottes in Deutschland
Foto: WKG
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