Tammy Tkach: Eine Sache des Vertrauens

Wir vertrauen vielen Dingen, die wir nicht sehen können. Wir vertrauen dem Wasser. Wir denken überhaupt nicht darüber nach, dass das Wasser von oben nach unten und nicht von unten nach oben gefriert wie andere Flüssigkeiten. Dieser Eigen¬schaft ist es zu verdanken, dass Seen und Meere Wärme speichern können, was das Leben auf der Erde unterstützt.
Wir vertrauen der Luft. Luft beinhaltet die nötigen Gase für das Leben der Pflanzen und Tiere. Ohne Luft gäbe es keine Wolken, keinen Regen und die Temperatur der Erde würde täglich von sengender Hitze zum Gefrieren schwanken. Wir könnten auch nicht atmen.
Menschen, die nicht an Gott glauben, vertrauen täglich all diesen Dingen - und auch vielen anderen. Warum ist es denn so schwierig zu glauben, dass Gott existiert und allmächtig und allwissend ist? Ist es einfacher zu glauben, dass alles durch Zufall passiert ist? Sind so komplizierte Dinge wie das menschliche Gehirn einfach nur so zustande gekommen und haben zufällig einen mächtigeren "Computer" geformt als einen Computer?
Vielleicht haben Menschen Schwierigkeiten Gott zu vertrauen, weil er unsichtbar ist. Oder vielleicht weil sie (wir) ihn nicht kontrollieren können. Es wäre einfacher ihm zu vertrauen, wenn er vorhersagbarer wäre. Oder wenn er sich etwas mehr wie wir verhalten würde.
Gott hat uns, was ihn betrifft, Wahlfreiheiten gegeben und wir alle üben diese Wahlfreiheiten aus, ob wir an ihn glauben oder nicht. Wir können wählen, nicht zu glauben. Wir können wählen zu glauben, aber an unsere eigene Version von ihm zu glauben. Wir können ihn nach unserem eigenen Ebenbild neu formen und dann erwarten, dass er sich dementsprechend verhält.
Wir vertrauen ihm solange er etwas für uns tut und dafür sorgt, dass unser Leben so gelingt, wie wir es wollen.
Oder wir können darauf vertrauen, dass er Gott ist und sein wird. Wir können auf seine Liebe und Gnade vertrauen und darauf, dass er sich nie ändern wird. Wir können glauben, dass er größer, klüger, stärker, weiser, netter und geduldiger ist als wir uns vorstellen können.
Wir können Gott Gott sein lassen. Wir können aufhören zu versuchen, ihn aus dem Weg zu schieben, damit wir mit allem selber fertig werden. Wir können seiner Oberherrschaft vertrauen.
Wir können Hiob zitieren: "Darum habe ich unweise geredet, was mir zu hoch ist und ich nicht verstehe" (Hiob 42,3), und dann können wir unseren Mund halten.
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Autor: Tammy Tkach, mit freundlicher Genehmigung:
Stiftung Weltweite Kirche Gottes in Deutschland
Textbearbeitung:Jürgen Motzkus Redaktionsmitarbeiter Glaube.de
Foto: sxc.hu
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