Tammy Tkach: Entdecken Sie das Geheimnis Gottes - Einzigartige Momente in jedem Moment

Wenn die Zeit so schnell vergeht, können die Sekun den, Minuten und Stunden des Lebens miteinander verschmelzen und verloren gehen. Jakobus hatte recht: Das Leben gleicht dem Rauch, der ein Weilchen bleibt und dann verschwindet (Jak 4,14).
„So lehre uns denn zählen unsere Tage, damit wir ein weises Herz erlangen”, bat Moses Gott (Ps 90,12; Elberfelder Bibel). Wie aber machen wir das? Der Autor Mark Buchanan schlägt vor, dass wir „ausmachen, wo Zeit und Ewigkeit einander begegnen, und darauf achten, wie Gott dem Geheimnis eines jeden Moments innewohnt, mag er auch noch so schnell dahineilen oder aber sich endlos lange hinziehen. Wie dem auch sei, er ist immer ein Teil von ihm. Aber nur allzuoft sind wir so zeitversessen, dass wir nicht einmal innehalten, um dies wirklich wahrzunehmen” (The Rest of God [Innehalten mit Gott], Thomas Nelson, 2006).
Achten Sie darauf, wie Gott dem Geheimnis eines jeden Moments innewohnt? Oder lassen Sie, gehetzt von dem Bestreben, alles bewerkstelligen zu müssen, die Momente in einanderfließen und an sich vorüberrauschen? Ich habe vielleicht schon gelegentlich einmal erwähnt, dass ich ein großer Star-Trek-Fan bin. Ich habe alle Folgen gesehen. In Insurrection (Der Aufstand) lehrt eine Bewohnerin des Planeten Ba’ku namens Anji Captain Jean-Luc Picard, wie man einen einzigen Moment einfängt. Sie verlangsamt die Zeit und ermöglicht es ihm, dem Flügelschlagen einer Hummel zuzusehen, die im Schwebeflug über eine Blume fliegt. Wenn Anjis Leben in Gefahr ist, bedient sie sich selbst dieser Praktik und vermag so, ihr Leben zu retten, bis Hilfe kommt.
Auch wenn wir die Zeit nicht verlangsamen können (was ich oft gern täte), können wir doch innehalten, um das Geheimnis Gottes in allen Momenten zu entdecken. Nehmen Sie sich etwas Zeit, und konzentrieren Sie sich darauf, wo Sie sie verbringen, was Sie tun, wer Sie sind, mit wem Sie sie teilen und n welcher Form Gott ihr innewohnt. Speichern Sie diesen Moment mental, und oben Sie den Allmächtigen angesichts dessen, was Ihnen da gerade vor Augen steht. In gewisser Weise wird die Zeit langsamer verlaufen, und Sie werden voll und ganz in dem Moment aufgehen.
Ich erinnere mich noch daran, einmal, als ich zusammen mit meinen Kindern in einem Park war, genau diese Erfahrung gemacht zu haben. Es war ein wunderschöner Tag – herrliches Wetter, alle waren glücklich und zufrieden. Wir waren gemeinsam mit einer guten Freundin unterwegs, und die Kinder spielten und lachten. Und während ich ihnen so zuschaute, wurde mir bewusst, dass dies einer jener vollkommenen Momente war, die sich nie wiederholen würden. Ich speicherte ihn im Geiste ab, wobei ich jedes noch so kleine Detail in mir aufnahm. Ich kann mir jenes Bild noch heute, viele Jahre später, vor Augen rufen.
Warum ist das so wichtig?, mögen Sie sich vielleicht fragen. Im 1. Petrusbrief 1,24 heißt es: „Alle Menschen sind vergänglich wie das Gras; mit all ihrer Herrlichkeit ergeht es ihnen wie den Blumen auf der Wiese. Das Gras verdorrt, die Blumen verwelken ...” (Gute Nach richt Bibel). Wir sind nicht lange auf dieser Welt, und wir können einer besseren Zukunft mit dem Herrn freudig entgegensehen. Aber während unseres Erdendaseins dürfen wir uns durchaus unseres Hierseins erfreuen. Im Kleinen Westminster Katechismus heißt es: „Das höchste Ziel des Menschen ist, Gott zu verherrlichen und sich für immer an ihm zu erfreuen.”
Lassen Sie es also etwas langsamer angehen und freuen Sie sich an Gott, indem Sie ihn verherrlichen und ihm auf Ihrem Weg durch den Tag danken. Er ist präsent, wenn Zeit und Ewigkeit zusammenfallen, während wir in ihm unser ganzes Dasein führen.
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Ein Artikel von www.glaube.de
Veröffentlichungen bedürfen der vorherigen Genehmigung der Autoren.
Autorin: Tammy Tkach, mit freundlicher Genehmigung:
Stiftung Weltweite Kirche Gottes in Deutschland
Foto: WKG
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