Tammy Tkach: Können wir über die Wunder Gottes noch staunen?

Er wählte die sieben besten aus, weil sieben in den Kulturen der Hebräer, Griechen und Chinesen als magische Zahl angesehen wurde. Diese sieben Wunder der Antike versetzten die alten Griechen in einen Überschwang der Bewunderung.
Die ägyptischen Pyramiden von Gizeh, die hängenden Gärten der Semiramis in Babylon, das Kultbild des olympischen Zeus von Phydias, den Tempel der Artemis in Ephesus und das Mausoleum in Halikarnassos - beide in Kleinasien -, der Koloss von Rhodos und den Leuchtturm auf der Insel Pharos bei Alexandria schafften es, auf die Liste zu kommen. Leider sind davon heute nur noch die ägyptischen Pyramiden erhalten geblieben.
Die Pyramiden sind auch für uns ein ständiges Wunder. Wir können uns kaum vorstellen, wie die Ägypter solche Strukturen ohne die heutige Technologie errichtet haben. Schade, dass die anderen Wunder der Antike nicht erhalten geblieben sind. Ich bin sicher, dass sie ein Touristenmagnet wären.
Diese künstlichen Wunder erregten die alten Griechen, sie erregen auch heute unsere Phantasie. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber die Technik, die Bauwerke und die technologischen Meisterleistungen der Menschheit finde ich einfach überwältigend.
Noch unfassbarer aber sind die Wunder Gottes: "Die Himmel erzählen die Ehre Gottes" (Ps. 19,1), wie auch alles andere, das seine Hand geschaffen hat. Auf meinen morgendlichen Spaziergängen ist es manchmal schwierig, weiter zu gehen, weil ich so oft innehalte, um einen intensiven Blick auf die vielen Blumen am Wegrand zu werfen.
Einige Blumen sind so klein, dass sie von den meisten Menschen nie bemerkt werden. Manche, wie die Magnolie, sind so groß, dass man sie mit beiden Händen fassen muss, um sie zu halten. Dazwischen gibt es Blüten in jeder Größe und in fast jeder Farbe. Jede ist anders, doch jede erzählt von einem sanften, kreativen, reflektierenden Verstand.
Haben wir immer noch die Fähigkeit zu staunen? Oder gehen wir einfach an den Blumen und anderen Wundern der Schöpfung vorbei, und nehmen sie und die dahinter liegende Intelligenz für selbstverständlich? Wie steht es mit dem Wunder der Menschwerdung? Ist Weihnachten bloß ein weiterer Feiertag? Ein arbeitsfreier Tag, eine Ausrede, um eine Party zu feiern oder zu viel zu essen? Oder sind wir immer noch voller Staunen über die Bedeutung, dass Gott als einer von uns auf die Erde kam?
Ein Mentor von Chuck Swindol sagte ihm, dass Staunen unwillkürlicher Lobpreis ist. Wenn das stimmt, dann preisen Menschen Gott jedes Mal, wenn sie sich über die erstaunliche Hand Gottes wundern, auch wenn sie den Schöpfer nicht erkennen oder anerkennen. Wie viel besteht für uns Gläubige jedes Mal die Gelegenheit, den Herrn zu preisen, wenn wir über die Wunder der Schöpfung und das Wunder von Immanual - Gott mit uns - nachdenken?
Diejenigen Menschen, die in das Königreich [Gottes] eingehen, müssen so werden, wie die kleinen Kinder (Mt 18,3). Ein Kind wundert sich über alles. Haben Sie je versucht, einen Spaziergang mit einem Kleinkind zu machen? Es schreitet nur langsam voran, hat Fragen ohne Ende, alles ist fabelhaft und wartet nur darauf, entdeckt zu werden!
Für uns als Erwachsene kann die Welt noch genauso sein. Lassen Sie uns den Staub und den Erwachsenenstolz abschütteln und die Welt mit den frischen Augen eines Kindes ansehen. Was für ein Privileg, mit der ganzen Natur in ein Lob unseres wunderbaren Gottes einzustimmen!
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Ein Artikel von www.glaube.de
Veröffentlichungen bedürfen der vorherigen Genehmigung der Autoren.
Autorin: Tammy Tkach, mit freundlicher Genehmigung:
Stiftung Weltweite Kirche Gottes in Deutschland
Foto: SXC.hu
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