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20-10-09

Tim Brasell: Machen Sie sich keine Sorgen mehr

Jesus hat den Glauben für Sie. Ich habe kürzlich über den Glauben nachgedacht. Dabei ging es auch darum, inwieweit die meisten Menschen dieses Thema meiner Meinung nach missverstehen und unnötig leiden. Vielleicht gehören Sie auch zu ihnen. Die meisten von uns sind so sehr daran gewöhnt, sich in ihrem Denken auf sich selbst zu verlassen, dass es ihnen schon sehr schwerfällt, auf Jesu Glauben in unserem Namen zu vertrauen. Ja, Sie haben richtig gelesen. Jesus Christus hat den vollkommenen Glauben FÜR Sie vor dem Vater.


Der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus verlangt nicht, den vollkommenen Glauben, den er „einfordert“, aus sich heraus an den Tag zu legen, und an dieser Stelle wäre es schon sehr klug, sich zu vergegenwärtigen, dass der Mensch von Natur aus verderbt und sündig ist. Das heißt, dass
der menschliche „Glaube“, wie auch immer er aussehen mag, ebenfalls sündhaft und verderbt ist – auch der Glaube an Gott. Wenn wir wirklich ehrlich mit uns wären, würden wir erkennen, dass wir alle im Grunde nicht besser sind als der im Markusevangelium 9,24 erwähnte Mann, der zu Jesus sagte: „Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ Und genau an der Stelle trat Jesus, der Gott/Mensch, für uns ein und half uns aus der Bredouille.

Meiner Auffassung nach leiden die meisten Menschen (und vielleicht sogar auch Sie) grundlos, weil sie eher auf ihren eigenen Glauben vertrauen als auf den, den Gott für uns bereithält. Seien wir doch ehrlich, unser persönlicher Glaube ist, da er von Sünden befleckt ist, zugegebenermaßen schwach. Wie kann schließlich etwas von Sünden Behaftetes und Verderbtes (der Mensch und
sein Glaube) mit genau diesem Glauben vor Gott in seiner Vollkommenheit, Sündlosigkeit und Lauterkeit treten?! Bestenfalls gleicht Ihr persönlicher Glaube an Gott mit seinem ständigen Auf und Ab einer Achterbahnfahrt. Verstehen Sie mich nicht falsch. Dass Sie einen schwachen Glauben an Gott, den Vater,
Sohn und Heiligen Geist haben, liegt zum Teil daran, dass sie einen STARKEN Glauben an etwas anderes haben. Keinem Menschen fehlt es WIRKLICH am Glauben. Entweder glauben wir an die Wahrheit oder aber an eine Lüge, auf jeden Fall aber glauben wir an etwas, und das für gewöhnlich SEHR STARK.
Der Glaube, den Vater, Sohn und Heiliger Geist von uns einfordern, gleicht dem, den meine kleine Tochter einmal an den Tag legte, als sie mich fragte, ob sie nicht den Rasen mähen könne. Sie war bei Weitem noch zu klein und ungelenk, um auf dem Aufsitzrasenmäher Platz nehmen und sicher mähen zu
können, aber sie wollte doch so gerne MIR beim Rasenmähen helfen. Was machte ich also? Richtig, ich setzte sie auf meinen Schoß und ließ sie den Rasen mähen. Sie „zündete“ den Mäher (ja, richtig) und „kurbelte am Lenkrad“ (ihre Händchen auf meinen ruhend). Sie „beschleunigte“ (indem sie
mit ihren kleinen Füßen schon ganz ordentlich meine Schienenbeine bearbeitete). Später prahlte sie dann nicht schlecht, wie
sie doch an jenem Tag „den Rasen gemäht“ hatte.

Verstehen Sie? Meine Tochter hatte an jenem Tag eigentlich GAR NICHTS gemacht, AUSSER dass Sie mit mir zusammen den Rasen gemäht hatte. Um die Wahrheit zu sagen, war sie, sieht man einmal von der uns verbindenden innigen Liebe ab, mir eigentlich eher hinderlich und stellte ein Sicherheitsrisiko dar. Ich hatte im wahrsten Sinne des Wortes ALLES getan. Ich hatte mein
Töchterchen an meinem Mähen teilhaben lassen, hatte meine Fähigkeit mit ihr geteilt. Ich hatte auch MEINEN GLAUBEN mit ihr geteilt. Von uns beiden war es allein ich, der sicher und gewiss wusste, wie das Mähen vonstattenzugehen hatte, und meine Tochter hatte an meiner sicheren Gewissheit – MEI-
NEM GLAUBEN – teilgehabt. Sie hatte ihren Glauben IN MICH gesetzt.

Das ist wahrhaft biblischer Glaube. Wir sollen unseren Glauben IN JESUS setzen. Mit anderen Worten, wir sollen auf seinen Glauben vertrauen, so wie meine Tochter tatsächlich auf meinen Glauben vertraute. Sie hatte, während ich mähte, absolut sorgenfrei eine Menge Spaß gehabt. Sie und ich könnten
niemals genug Glauben aufbringen, um Vater, Sohn und Heiligen Geist bereitwillig vertrauend anzunehmen – nicht in unserem von Sünden befleckten Fleische. Unser sündhaftes menschliches Wesen stellt eine viel zu
große Last dar. Viele von uns sind durch ihren fehlgeleiteten Glauben ausgebrannt. Wir versuchen, auf unseren eigenen Glauben zu setzten. Das Problem aber ist, dass dieser viel zu wenig tragend und darüber hinaus verderbt ist, als dass er den sich ihm stellenden „Glaubensherausforderungen“ je ge-
wachsen wäre.

Wir sollen darauf vertrauen, dass Jesus für uns einsteht. Wir sollen dies nicht nur im Hinblick darauf tun, dass er für uns einstand (Präteritum), SONDERN dass er IMMER NOCH für uns einsteht und FÜR UNS, FÜR SIE, FÜR MICH, GENAU JETZT, den Glauben bereithält. Das sollen wir annehmen und darauf vertrauen.

Deshalb wird der Glaube an Gottes Gnade verheißende Freudenbotschaft GESCHENK genannt (Eph 2,8). Deshalb sagte Paulus, wir sollten uns um nichts – und dazu zählt auch unser Glaube – sorgen (Phil 4,6). Deshalb
schrieb der Apostel im Galaterbrief 2,19–20: „Denn ich bin durchs Gesetz dem Gesetz gestorben, damit ich Gott lebe. Ich bin mit Christus gekreuzigt. Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahingegeben.“

Sehen Sie, wir leben im Glauben an den Sohn Gottes – an Jesus. Er hat den vollkommenen Glauben für Sie und mich vor dem Vater. Sie können also ruhig und entspannt sein. Mögen Sie auch Ihre Zweifel, Ängste und Sorgen haben (die haben Sie sowieso; denn Sie wissen ja, Sie sind von Sünden befleckt und verderbt). Aber nehmen Sie angesichts dessen, dass Jesus Ihnen seine
Gnade zuteilwerden lässt (was er tut, und was er immer tun wird), das Geschenk an, dass er Glauben für Sie hat, und „mähen Sie den Rasen“ des Lebens, um im vorherigen Bild zu bleiben, im Vertrauen auf ihn weiter. Vor langer Zeit sah der himmlische Vater für Sie vor, in Gotteskindschaft von ihm angenommen und in Jesus Christus aufgenommen zu werden. Vor 2.000 Jahren, durch
Christi Himmelfahrt, erhöhte Jesus Christus Sie zusammen mit der ganzen Menschheit im wörtlichen Sinne, indem er Sie in die Beziehung, die er mit seinem Vater im Heiligen Geist teilt, aufnahm. Wer immer Sie sind, Sie waren IMMER schon, vom Tag ihrer Geburt an, Kind des himmlischen Vaters und haben in Jesus Platz bei Gott im Himmel (Eph 1,3–15 und 2,4–10).

Ja, Vater, Sohn und Heiliger Geist lieben Sie wirklich SEHR. Gott in seiner Trinität liebt Sie sogar MEHR als sich selbst, als der eine wahre Gott. Und wenn Sie auf diese Wahrheit noch nicht vertrauen können, so ist das in Ordnung. Jesus steht immer noch für Sie ein und hat den Glauben für Sie, DENKEN SIE DARAN!

Vertrauen Sie auf IHN, Jesus, und auf seine Fähigkeit, seinen Glauben beizeiten mit Ihnen zu teilen. Schauen Sie, wer er ist. Schauen Sie sich die fantastische Welt, die er erschaffen hat, an, den Kosmos, und sehen Sie darin ein Zeichen dafür, dass er im Umgang mit uns und von seiner Schöpferkraft her ein Genie ist und als solches Sie für sich und seinen Glauben in unserem Namen gewinnen kann.

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Ein Artikel von www.glaube.de
Autor: Tim Brasell
Textbearbeitung: Jürgen Motzkus, Redakteur bei www.glaube.de
Veröffentlichungen bedürfen der vorherigen Genehmigung der Autoren.
Ein WKG Artikel mit freundlicher Genehmigung:
Stiftung Weltweite Kirche Gottes in Deutschland
Foto:  glaube.de
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