Druckversion
Dieser Text ist ein Artikel der Kategorie:
20-05-03

Vergebung macht blockierte Wege frei für Gottes Möglichkeiten

ein Redaktionbeitrag von Jiri Secka ( JIRI, einem Glaube.de-Mitglied), CZW - Christus Zentrum Weinstadt

Es gibt Dinge in unserem Leben, die uns daran hindern im geistlichen Leben weiterzukommen. Sie bremsen, ja sogar sie verhindern die Nachfolge Jesu. Kein Wunder, wenn wir in unserer Ehe, in unserer Gemeindearbeit und vor allem in unserer persönlichen Beziehung zu Gott nicht weiterkommen. Irgendwann sind wir in unserer Christusnachfolge steckengeblieben, festgefahren und kommen nicht weiter vom Fleck...


Wir gleichen einem Autofahrer, der mit einem Fuß Vollgas gibt und mit dem anderen auf die Bremse drückt. Da gibt es viel Lärm, viel Staub, die Räder drehen sich durch, Leute bleiben stehen und schauen zu - aber man kommt keinen Meter weiter. Sind auch wir festgefahren? Kommen auch wir trotz allen Gemeindeaktivitäten, trotz unserem vollen Terminkalender, trotz allen unseren Bemühungen, trotz unserem persönlichen Einsatz nicht weiter? Wer oder was bremst da ab? Der Gemeindekarussell dreht sich, viel Lärm um nichts, viel Staub wird aufgewirbelt, Leute kommen und schauen entgeistert zu - kennen wir das? Was bremst da ab?

Ich möchte über solch einen möglichen Bremsklotz mit euch nachzudenken. Er heißt: Unversöhnlichkeit. Wir sollen doch einander vergeben, wie Christus uns vergeben hat und immer wieder vergibt.

Dazu wollen wir Matth 18 die Verse 21 bis 35 betrachten.
Der Anlass zu diesem Gleichnis, das Jesus hier erzählt, ist die Frage des Petrus: "Herr, wie oft muss ich meinem Bruder, der an mir sündigt vergeben? Ist es genug siebenmal?"

Petrus ist es wahrscheinlich ähnlich gegangen, wie den meisten unter uns. Er hat von den Jüngern Unrecht erlebt. Er ist von den Christen enttäuscht worden. - Es tut schon weh, wenn wir von einem fremden Menschen, von einem Unbekannten beleidigt und gekränkt werden. Doch dem kann man noch eher vergeben, den kann man noch eher entschuldigen. Er ist eben ungläubig. Aber am Schlimmsten wird es, wenn ein Christ, ein Mensch in der Nachfolge Jesu, uns Unrecht getan hat. Dann sind wir schnell verletzt und solche Verletzungen scheinen oft unheilbar zu sein. Da sind wir mit unserem Herzen in Gefahr, dem Bruder oder der Schwester die Sünde nachzutragen und nachzusagen. Die Nach-trägerei beginnt bei dem Punkt, an dem unsere Bereitschaft zur Vergebung aufhört. Wir sind bereit bis zu einer gewissen Grenze zu vergeben, dann sagen wir: "Soviel kann ich nicht mehr schlucken, jetzt wird es zuviel! Ich habe sieben mal vergeben, jetzt ist aber Schluß!" - Die Schuld des Bruders, die über die Zahl sieben hinausgeht, die trägt man ihm nach. Das ist eine Anfechtung, die auch den gläubigen Menschen trifft.
Jesus aber sagt: Es gibt keine Grenze, kein Limit, bei der Vergebung. Nicht sieben mal, sondern siebzig mal sieben mal. Wer wird da schon nachzählen wollen? Damit streicht Jesus das Zählen durch. Wir sollen vergeben ohne zu zählen, ohne nachzurechnen. Denn Gott rechnet auch nicht nach. Er hört nicht auf, uns die gleichen Dinge immer wieder zu vergeben. Wir leben davon, daß er nicht sagt: Jetzt ist aber Schluss! Wer das begreift, der hört auf, bei anderen zu zählen. Wo wir die Grenze ziehen, da entspricht unser Verhalten nicht dem Verhalten Gottes. Wir messen mit zweierlei Maß. Während wir erwarten, daß er nicht zu uns sagt: Jetzt ist aber Schluss! - handeln wir selbst nicht nach diesem Prinzip.

Wenn wir bereit sind, einem Bruder oder Schwester im Herrn, seine oder ihre Fehler zu vergeben, so ist das, wie wenn wir eine schwere Last nehmen und sie hinter uns werfen - dorthin, wo man sie nicht mehr sieht. Denn alles was wir hinter uns geworfen haben, hindert uns nicht unseren Weg weiterzugehen. Wir können aufrecht und entlastet weiter schreiten. Was man aber stets in den Händen trägt, eben nach-trägt, das nimmt alle unsere Aufmerksamkeit in Anspruch, das ergreift Besitz von unserem Herzen, das zieht uns mit aller Gewalt nieder. Mann kann nicht auf die Dauer eine schwere Last in den Händen tragen, ohne schließlich nach vorne zu stürzen aus lauter Müdigkeit vom Tragen. Ich glaube, daß viele Christen nicht müde und gebeugt sind von den Lasten, die Gott ihnen auferlegt hat, sondern von den Lasten, die sie einem schuldig gewordenen Bruder oder Schwester mit Augen, Herz und Händen nach-tragen.

Jesus hat ein seelsorgerliches Wort für Petrus bereit. Und auf dieses Wort sollen alle hören, die in der Anfechtung des Nicht-vergeben-können drin stehen.

Ein Mann schuldet seinem König 10.000 Pfund. Der König hat Anspruch auf die Bezahlung. Dem Schuldner ist es aber klar, daß er soviel nicht bezahlen kann. Eigentlich müßte er reumütig zu seinem König kommen, ihm die wahre Sachlage zugeben und auf seine Gnade hoffen. Das tut er aber nicht. Er bittet hier nicht um Gnade, sondern um Geduld, um Aufschub. Er meint, die Schuld sei schon irgendwie abzuzahlen. Vielleicht hat er im Sinn, seinen eigenen Gläubiger, Schuldner tüchtig auszupressen, um seinen Verpflichtungen nachzukommen. Was für eine Absicht! - Der König durchschaut die Absicht dieses Mannes, geht gar nicht darauf ein und streicht mit einer Handbewegung die ganze Schuld durch. Einen Dank bekomme er dafür nicht. Der Schuldner verläßt den König in der Hoffnung, er werde seine weiße Weste behalten können und die Schuld selber tilgen können. Und gerade hier, in diesem Punkt liegt ein wichtiger Wesenszug der Unversöhnlichkeit, des Nachtragens: Wer nie vor dem großen König ganz schuldig und bankrott geworden ist, wer nie dankbar Gnade angenommen hat von dem König, der alle Schuld streicht, statt sie einzufordern, wer nie erkannt hat, daß er total abhängig ist und totale Vergebung nötig hat; wer hofft, seine offene Rechnungen noch irgendwie selber bezahlen zu können - der wird nie genug Gnade und Vergebung für seinen Bruder bzw. Schwester haben, sondern in Selbstgerechtigkeit verharren.

Nun, wer seine Schuld selber bezahlen will, der muß von dem Nächsten, der gegen ihn sündigte, Bezahlung fordern. Die Jünger Jesu tun es aber nicht. Sie leben täglich von dem schenkenden Vater, der alles streicht was wir nie bezahlen können. Der Strich, den er durch unsere Schuldrechnung macht, heißt Jesus Christus. Seit Jesus Christus am Kreuz gestorben ist, ist für jeden von uns totale Vergebung möglich. Gott streicht endgültig und immer neu. Darum haben auch die Jünger Jesu viel zu verschenken. Auch die Schuldigkeit des Bruders. Sie tun das nicht aus einer angeborenen Großzügigkeit heraus, sondern als die Kinder des Vaters. Nicht sich selbst zur Ehre, sondern Gott zur Ehre. Sie handeln in dieser Welt nicht nach dem Grundsatz, der unserer menschlichen Natur so nahe liegt: Wie du mir, so ich dir; sondern nach dem geistlichen Prinzip: Wie Gott mir, so ich dir!

Ich sagte vorher: wer seine Schuld vor Gott selber begleichen will, der ist darauf angewiesen, den sündigen Bruder im Schuldverhältnis zu behalten. Denn mit der Schuld des Bruders, muß doch die eigene Schuld gedeckt, bezahlt werden. Darum kann ich also meinem Bruder nicht vergeben, weil ich seine Schuld brauche, um meine eigene Schuld zu bezahlen. Der kleine Schuldbetrag, es waren nur 100 Silbergroschen, muß herhalten, um den eigenen Schuldenberg zu tilgen. Mit anderen Worten, wie froh sind wir manchmal darüber, wenn unsere Mitchristen, womöglich Missionare, Evangelisten, Prediger in die Sünde geraten. Wir stehen dann nicht mehr allein da. Wir erzählen gerne ihre Geschichten, nur um unsere eigene Schuldakten nicht preisgeben zu müssen. - Es ist doch klar: Wer sich nicht begnadigen läßt, der braucht den Fehltritt des Bruders, um sich damit abzulenken und herauszureden. Wenn du also nicht vergeben kannst, dann prüfe dich, ob du schon selber Vergebung verlangt und angenommen hast.
Nun wollen wir weiter fragen: Was heißt es, meinem Bruder vergeben zu können? Wie sieht es praktisch aus?

Was muß ich ganz konkret tun, um Vergeben zu können?
Ich möchte zunächst 3 Dinge nennen:

1. Um Vergeben zu können, müssen wir Verstehen lernen, so wie das Sprichwort sagt: "Alles Verstehen heißt alles verzeihen."
Oft vergeben wir leichter und bereitwilliger, wenn wir verstehen, aus welcher Situation heraus, unsere Mitmenschen bestimmte Dinge gesagt oder getan haben. Wir entdecken vielleicht, daß sie Sorgen oder Schmerz hatten, von denen wir keine Ahnung hatten. Darum waren sie so unfreundlich, ungeduldig oder gereizt. Breche nie über jemanden den Stab, ohne zumindest versucht zu haben, seine Handlungsweise zu verstehen. In den meisten Fällen werden wir dann auch leichter vergeben können.

2. Ferner müssen wir, um Vergeben zu können, vergessen lernen. Vergessen ist lange noch nicht eine Handbewegung, etwa: "Reden wir nicht mehr davon!" In den meisten Fällen handelt sich dabei nicht um Vergessen, sondern um Verdrängen. Wenn ich aber den Schmerz, den mir mein Bruder oder meine Schwester zugefügt hat, nur verdränge, werde ich damit nie fertig und schleppe ihn ein Leben lang nach.
Vergessen ist eine Fähigkeit, die geübt werden muß. An diesem Punkt muß ein Stück unserer Disziplin und Zucht sichtbar werden. Sehr oft vergessen wir bestimmte Dinge nur darum nicht, weil wir sie uns ständig vor uns wie ein Schulgedicht hersagen. Manchmal habe ich den Eindruck, daß wir sie gar nicht vergessen, sondern für immer behalten wollen. Wenn Gott nicht nach unseren Sünden "angelt", so sollen wir es anderen gegenüber auch nicht tun. Was vergeben ist, soll nicht wieder hervorgeholt werden. Dazu hilft uns das Leben vom Konto der Vergebung Gottes, Er will unserer Sünde nicht mehr gedenken!

3. Und drittens, um Vergeben zu können, müssen wir andere lieben lernen!
Das hatte Jesus im Sinn als er uns in der Bergpredigt geboten hat, unsere Feinde zu lieben. Das Wort, das Jesus in diesem Zusammenhang für "lieben" gebraucht, bedeutet im Griechischen "immer nur das Gute des anderen suchen wollen, ganz gleich was er mir antut."
Wer so liebt, der wird niemals Gleiches mit Gleichen vergelten. Abraham Lincoln warf man einmal vor, er sei seinen Feinden gegenüber zu freundlich und nachsichtig. Seine Freunde nannten ein solches Verhalten töricht und behaupteten, es sei seine heilige Pflicht, seine Feinde zu vernichten. Lincolns Antwort lautete: "Vernichte ich meine Feinde nicht dadurch, daß ich sie zu meinen Freunden mache?" Wenn wir lernen, andere zu lieben, gewinnen wir den größten aller Siege. Wir vergeben ihnen und indem wir sie lieben, d.h. nicht anderes als ihr Gutes suchen, machen wir aus Feinden Freunde.

Vergeben heißt also: Verstehen, vergessen, lieben.

Nun sagt vielleicht der ein oder andere: Das habe ich alles schon getan! Das alles lehrt auch die Psychologie. Dazu brauche ich nicht in die Gemeinde kommen. Ich habe versucht meinem Bruder zu verstehen. Ich habe versucht nicht mehr daran zu denken, was er mir angetan hat. Ich habe versucht ihn zu lieben, d.h. anzunehmen und ihm nur das Gute zu wünschen - dennoch ist es mir unmöglich ihm oder ihr vergeben zu können. Ich möchte gerne, aber es geht einfach nicht.

Nun in diesem Fall möchte ich noch
4. nennen, das in keinem Psychologiebuch, sondern in der Bibel nachzuschlagen ist. Die Bibel gibt uns in einem solchen Fall den seelsorgerlichen Rat: "Bekennet einer dem anderen seine Sünden und betet füreinander, daß ihr gesund werdet. Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn er ernstlich ist." Jakobus 5, 16

Was ist also Vergebung? Sie ist eine Tat.
(1) Sie ist zunächst eine Tat der Knie.

Vergebung muß erbeten werden, im Heiligtum vor Gottes Angesicht. Vergebung ist nämlich ein Kampf, ein Kampf der Seele mit den Mächten und Gewaltigen der Finsternis. Darum geschieht die Vergebung zuerst auf den Knien.

Als Jesus seinen Peinigern vergeben hat, geschah dies nicht in einer großen Ansprache, Rede vom Kreuz herab, sondern im betenden Aufschrei seines gequälten Herzens zu Gott: "Vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!" - Und als Stephanus unter dem Steinhagel seiner Feinde zusammenbrach, wiederholte er das Gebet seines großen Meisters, kniend draußen vor der heiligen Stadt.
Vergebung ist eine Tat. Sie ist zunächst eine Tat der Knie.


(2) Sie auch eine Tat der Hände.

Wer uns beleidigt, verleumdet, beschimpft, hintergeht, auslacht - der schießt einen vergifteten Pfeil in unser Herz. Und was geschieht mit diesem Pfeil? Wenn er in der Wunde stecken bleibt, dann fließt Blut und die Wunde beginnt zu eitern. Viele lassen gerne den Pfeil in der Wunde stecken und gehen durch die Welt wie der heilige Sebastian, den die katholische Kirche in ihren Kirchen mit Pfeilen durchbohrt darstellen. Sie sind stolz auf ihre Wunden, die sie zeigen können und geben acht, daß sie nicht ausheilen. Denn mit Verletzungen, die uns böse Menschen antun, kann man sich auch wichtig machen. Und eine Hauptbeschäftigung des alten Adams besteht darin, sich wichtig zu machen. Dazu ist ihm alles gut genug. Vergebung ist eine Tat der Hände. D.h. nimm den Pfeil des Bösen aus dem verwundeten Fleisch heraus und lege ihn weg, dort unter das Kreuz, von dem her du die Worte vernommen hast: "Vergib ihnen!" Gib das Ding, das dich verletzt hast, weg! Behalte es nicht für dich, gib es deinem Herrn! Wenn der Architekt einen Auftrag bekommen und die Pläne dazu angefertigt hat, dann redet er davon, daß er die Bauaufträge ver-geben habe, d.h. er tut die Arbeit nicht selber, sondern er gibt sie weiter an die Baufirmen. Vergeben heißt also weg - geben, nicht behalten, weiter - geben, oder wie es in einem Psalm heißt: "befehlen", dem Herrn anbefehlen, der alles gut macht.
Wir wollen die Pfeile nicht stecken lassen, wir wollen sie auch nicht zurücksenden, sondern wir wollen sie in Gewahrsam geben, in die Hände unseres Herrn Jesus Christus. Nicht nur sieben mal, sondern immer wieder sollen und dürfen wir das tun.

Vergebung spenden braucht schließlich das ganze Herz. Wer nur das halbe Herz unter dem Kreuz hat, der kann auch nur halb vergeben. Jemand sagte: Ein halber Christ ist ein ganzer Unsinn.
Vergebung ist ein Stück Ewigkeit mitten in unserer Zeitlichkeit, ein Vorgeschmack jenes Reiches, da kein Leid und Tränen sind.

Darum erträgt Vergebung keine Grenzen, kein: Es ist Schluß!
Vergeben heißt "vollkommen sein, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist." Wer lernt zu vergeben, der bleibt geistlich am Leben, auch unter schwersten Schlägen.

Wer sich aber weigert seinem Nächsten zu vergeben,
der setzt Gottes Vergeben außer Kraft,
der setzt Gott die Grenze für sein Vergeben,
der streicht die eigene Vergebung durch,
der blockiert das geistliche Leben und Wachstum der Gemeinde,
der lebt im Bereich des Zorngerichtes Gottes. Sein Zorn aber bedeutet Tod.

Gott bleibt am Ende nur denen barmherzig, die Barmherzigkeit gelebt und weitergegeben haben.

Jesus fordert heute weltweit von seiner Gemeinde - das Vergeben.
Warum?

Weil Vergebung den blockierten Weg frei macht für Gottes Möglichkeiten, nicht nur in unserem eigenen Leben, nicht nur in unseren Ehen und Familien, sondern auch in unseren Gemeinden und Städten.


Anmerkung der Redaktion



Der Beitrag von JIRI behandelt ein sehr wichtiges Thema. Wie JIRI in dem Beitrag sehr gut darstellte ist Vergebung zunächst mal kein Gefühl, Vergebung ist eine Entscheidung - eine Tat.



"Vergebung" ist der zentrale Schlüssel zu Gottes Bund mit einer gefallenen Menschheit.

Gott hat den 1. Bund - das Gesetz der Gerechtigkeit nicht aufgelöst. Er hat einen neuen Bund uns angeboten. Er hat eine höhere Ebene geschaffen, die über dem Gesetz steht. Das ist die Ebene der Gnade.

Durch Christus ist das Gesetz erfüllt worden und uns wurde in ihm Gnade und Vergebung zuteil. Aber nur indem wir anderen diese Gnade und Vergebung gewähren, können wir diese Gnade beanspruchen und in diesem neuen Bund mit allen Segnungen leben. Gott hat uns vergeben, indem er selbst unsere Schuld bezahlte und mit Gnade das Gesetz erfüllte.

Er hat uns somit von der Ebene der Gerechtigkeit heraufgeholt und uns von den Konsequenzen und Folgen, die wir verdient hatten befreit.



Aber er selbst hat uns einen Schlüssel in die Hand gegeben, mit dem wir selbst entscheiden sollen in welchen Bund - auf welcher Ebene wir leben wollen. Durch welche Tür wir eintreten - Gnade oder Gerechtigkeit?



Wollen wir in das Reich der Gnade eintreten, müssen wir auch Gnade gewähren. Wollen wir Gerechtigkeit für uns und an uns fordern, müssen wir selbst die Gerechtigkeit Gottes erfüllen und bezahlen.

Wir können nicht für unsere eigenen Vergehen Gnade fordern, aber für die Vergehen anderer Gerechtigkeit einklagen.



Gott ist und bleibt ein gerechter Gott, dennoch voller Gnade! Ja, Du kannst Gerechtigkeit haben. Sie steht Dir zu. Aber kannst Du auch die Last und den vollen Preis bezahlen für das wo Du die Gerechtigkeit Gottes nicht erfüllt hast?

Da gibt es leider keine Grauzone. Es gibt nur die Ebene der Gerechtigkeit oder die höhere Ebene der Gnade.

Da gibt es nichts dazwischen. Du kannst nicht mit einem Bein auf der Gnade stehen wollen und mit dem anderen Fuß der Gerechtigkeit Deinen Schuldner vors Knie treten.

Wenn wir nicht bereit sind zu vergeben, sind wir nicht mehr in der Gnade und dem Bund Gottes.

Nimm den Schlüssel der Vergebung und bleib in dem Gnadenbund Gottes!

Es ist also unsere Verantwortung und unsere Entscheidung mit dem Schlüssel in den Gnadenbund Gottes einzugehen oder aus diesem heraus zu treten.



Die Glaube.de Redaktion

Nach oben



Name:
E-Mail:
[15:06:27] [CoCo new media] Martin Bauer: