W. Nee Elternschaft - Teil 10

Leitverse: Epheser 6,1-4; Kolosser 3,20-21
Eph. 6,1-4: Ihr Kinder, seid gehorsam euren Eltern in dem Herrn, denn das ist billig. Ehre deinen Vater und deine Mutter, das ist das erste Gebot mit Verheißung: Auf dass es dir wohl gehe und du lange lebest auf Erden. Und ihrVäter reizet eure Kinder nicht zum Zorn, sondern ziehet sie auf in der Zuchtund Ermahnung des Herrn.
Kol. 3,20-21: Ihr Kinder, seid gehorsam euren Eltern in allen Dingen, denn das ist dem Herrn wohlgefällig! Ihr Väter, reizet eure Kinder nicht, damit sie nicht unwillig werden.
Inhalt
Teil 1: Eine große Verantwortung
Teil 2: Mit Gott leben
Teil 3: Eltern müssen sich einig sein
Teil 4: Die Rechte der Kinder achten
Teil 5: Die Kinder nicht zum Zorn reizen
Teil 6: Eine korrekte Rede fahren
Teil 7: Kinder in der Zucht und Ermahnung des HERRN erziehen
Teil 8: Die Kinder zum HERRN führen
Teil 9: Eine Atmosphäre der Liebe schaffen
Teil 10: Mit Bedacht zurechtweisen
Teil 11: Große Eltern bringen große Kinder hervor
Mit Bedacht zurechtweisen
Kinder müssen zurechtgewiesen werden, wenn sie sich nicht richtig verhalten haben und es wäre nicht gut, wenn man sie nicht auch bestrafen würde.
1. Eher zurückhaltend sein
Strafen jedoch ist eine heikle Angelegenheit. Es sollte Eltern so schwerfallen, ihre Kinder zu schlagen, wie es diesen fallen würde, wenn sie ihre eigenen Eltern schlagen müssten. Kein Kind darf seine Eltern schlagen und doch würde es den Eltern eher noch möglich sein zu vergeben, als es umgekehrt den Kindern möglich ist. Habe deshalb immer eine gewisse Abneigung vor der körperlichen Züchtigung.
2. Wenn nötig, gebrauche die Rute
Auch wenn es einem schwerfällt, Kinder brauchen diese Züchtigung. "Wer seine Rute spart, der hasst seinen Sohn; wer ihn aber lieb hat, der züchtigt ihn beizeiten" (Spr. 13,24). Das ist die Weisheit Salomos und sicher auch ein Maßstab für die Eltern. (Strafe durch die Rute beinhaltet eine wertvolle erzieherische Weisheit: Die Rute führt die notwendige Strafe aus; die Hand des Vaters oder der Mutter soll Liebe und Trost weitergeben. Anm. d. Herausgebers.)
3. Jedoch mit Bedacht
Züchtigung darf jedoch nur verdientermaßen erteilt werden. Schlage dein Kind nie aus blinder Wut oder wenn du gerade aus der Fassung bist. Schlägst du im Zorn, schlägst du dir selbst zum Gericht und musst mit deinem wutentbrannten Herzen zuerst einmal vor Gott zur Ruhe kommen.
4. Erkläre den Kindern ihre Schuld
Gerade bei der körperlichen Züchtigung ist es nötig, den Kindern deutlich zu machen, warum sie es verdient haben. Es braucht nicht nur Schläge, sondern auch das Verständnis für die Notwendigkeit der Strafe. Jedesmal muss deshalb eine Erklärung folgen.
5. Schlagen als Ausnahme
Gewöhne dir das Schlagen nicht an. Es muss jedes Mal eine "große Sache" sein, bei der die ganze Familie zusammenläuft und alle es mitbekommen. Das Schlagen eines Kindes ist mit einem chirurgischen Eingriff eines Arztes zu vergleichen. Schlagen tut man nicht, weil man erbost ist, sondern weil "ein Eingriff" nötig geworden ist. So müssen die Eltern bei der Zurechtweisung ganz ruhig bleiben können und möglichst ohne wilde Emotionen die Züchtigung vornehmen.
Wie soll das nun konkret aussehen? Ich habe einen Vorschlag dazu: Hat das Kind wegen einer ernsten Angelegenheit Schläge verdient, kann man die Züchtigung wie ein Ritual vorbereiten, bei dem das Kind die Liebe der ganzen Familie erkennen kann. Schlägt man es beispielsweise auf die Hand, so können die Geschwister kaltes Wasser und ein Handtuch bereithalten, um sich nach "der Prozedur" dem Bestraften anzunehmen. So kann die Hand gekühlt und liebevoll abgetrocknet werden und dem Kind wird deutlich, dass es sich um eine notwendige Maßnahme der Liebe und nicht um Hass gehandelt hat. Liebe muss man sehen können! Bei vielen Züchtigungen hat man jedoch den Eindruck, dass sie vollkommen fehlt. Kinder haben oftmals nicht einmal die Gelegenheit zu erfahren, warum sie nun eigentlich geschlagen wurden. Es muss deutlich sichtbar sein, dass nicht aus Hass, sondern aus Liebe geschlagen wird. In ganz schweren Fällen kann sogar einmal der andere Elternteil ein paar Schläge auf sich nehmen. Das wird dem Kind helfen zu begreifen, wie ernst und wie schlimm sein Vergehen war. Danach wird es nicht mehr achtlos sündigen. Die Ermahnung des Herrn, nicht deine Wutausbrüche, sollen das Kind wieder zurechtbringen. Ich bin dagegen, wenn Eltern ihre Beherrschung verlieren, weil damit das Kind für sein ganzes Leben verdorben sein kann und doch muss in einer christlichen Familie beides gelernt werden: Liebe und Züchtigung.
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Ein Artikel von Glaube.de
Mit freundlicher Genehmigung von Sound Words
Autor: W.Nee,Textbearbeitung Jürgen Motzkus, Redakteur bei www.glaube.de Foto: soundwords
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