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25-04-09

W. Nee: Elternschaft - Teil 6

Gott scheint den Eltern mehr Beachtung zu schenken als den Kindern, wenn es um deren Entwicklung geht. Viele müssen es von Grund auf lernen, ein brauchbares Elternteil zu werden. Nimmt man alle Bibelstellen, die von der Elternschaft reden, kann man viel göttliche Weisheit über Erziehung lernen.


Leitverse: Epheser 6,1-4; Kolosser 3,20-21

Eph. 6,1-4: Ihr Kinder, seid gehorsam euren Eltern in dem Herrn, denn das ist billig. Ehre deinen Vater und deine Mutter, das ist das erste Gebot mit Verheißung: Auf dass es dir wohl gehe und du lange lebest auf Erden. Und ihrVäter reizet eure Kinder nicht zum Zorn, sondern ziehet sie auf in der Zuchtund Ermahnung des Herrn.

Kol. 3,20-21: Ihr Kinder, seid gehorsam euren Eltern in allen Dingen, denn das ist dem Herrn wohlgefällig! Ihr Väter, reizet eure Kinder nicht, damit sie nicht unwillig werden.


Inhalt

Teil 1: Eine große Verantwortung

Teil 2: Mit Gott leben

Teil 3: Eltern müssen sich einig sein

Teil 4: Die Rechte der Kinder achten

Teil 5: Die Kinder nicht zum Zorn reizen

Teil 6: Eine korrekte Rede fahren

Teil 7: Kinder in der Zucht und Ermahnung des HERRN erziehen

Teil 8: Die Kinder zum HERRN führen

Teil 9: Eine Atmosphäre der Liebe schaffen

Teil 10: Mit Bedacht zurechtweisen

Teil 11: Große Eltern bringen große Kinder hervor

 

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Eine korrekte Rede fahren

Was Eltern ihren Kindern sagen, ist von höchster Bedeutung, denn ihre Worte zählen so viel wie ihr vorbildliches Handeln.

1. Keine leeren Versprechungen machen

Sage deinen Kindern nichts, was du nachher nicht einhalten kannst. Auf jedes Wort aus deinem Munde muss Verlass sein! Achte diese Sorgfaltspflicht nicht gering. Kinder müssen deinen Worten glauben können, sonst werden sie selbst nachlässig.

2. Auf Anordnungen bestehen

Manchmal sind es nicht Versprechen, die nicht eingehalten werden, sondern Anordnungen werden nicht befolgt. Wenn du deinem Kind etwas aufträgst, achte darauf, dass es auch ausgeführt wird; ansonsten sage lieber gar nichts. Es muss das Gefühl haben, dass deine Worte mit deinem Willen identisch sind. Hast du etwas angeordnet, dann zeige keine Gleichgültigkeit oder Milde, indem du es auf das nächste Mal verschiebst, wenn etwas nicht getan wurde. Alle Eltern müssen den Kindern zeigen, dass Worte etwas "Heiliges" sind, egal ob es sich nun um ein Versprechen oder eine Anordnung handelt. Ordnen sie beispielsweise an, dass jeden morgen der Fußboden des Zimmers gefegt werden muss, wird ihr Durchhaltevermögen auf die Probe gestellt werden. Wird die Anordnung am ersten Tag nicht befolgt, muss sie am zweiten wiederholt werden. Und wenn es ein ganzes Jahr dauert, die Eltern dürfen nicht nachlassen. Kinder dürfen nicht das Gefühl bekommen, dass der Vater lässig und ohne Ernst redet. Sie müssen wissen, dass, was immer er sagt, getan werden muss. Gewinnt ein Kind erst einmal den Eindruck, dass die Eltern nicht entschieden hinter ihren Worten stehen, werden ihre Worte augenblicklich an Bedeutung verlieren. Von daher muss alles, was Eltern sagen wesentlich sein und mit Nachdruck gesagt werden.

3. Ungenaue Aussagen berichtigen

Kommt es bei einem Gespräch tatsächlich einmal zu einer Übertreibung, müssen die Eltern eine Gelegenheit finden, die falschen Aussagen vor den Kindern zu berichtigen. Um ihnen die Wichtigkeit einer korrekten Rede auch richtig bewusst zu machen, ist es unerlässlich, Übertreibungen zu berichtigen. Es ist nicht gleichgültig, ob es drei oder zwei Kühe waren, ob man acht oder fünf Vögel gesehen hat. In einer gläubigen Familie muss alles einen christlichen Charakter haben. Es ist ein Lernprozess für die Kinder, die Unerlässlichkeit der Wahrhaftigkeit zu begreifen und man sollte daher allen Ernstes darangehen, in allen Reden bei der Wahrheit zu bleiben. Auch hier kommt es wieder auf das Vorbild und das beispielhafte Verhalten der Eltern an. Hat man auf diesem Gebiet Schwierigkeiten und fehlt es einem an Aufrichtigkeit, hat man sich von Gott nicht richtig ermahnen lassen. Eltern sollten hier nicht nur Gottes Gebote weitergeben, sondern selbst danach leben. Die Heiligkeit des Wortes kommt, um es nochmals zu sagen, bei Versprechen, bei Anordnungen und bei Richtigstellungen zum Ausdruck. Aufrichtigkeit, Wahrhaftigkeit und Beständigkeit sind auch hier wieder Bestandteile der geistlichen Erziehung von Kindern.

 

 

 

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Ein Artikel von Glaube.de

Mit freundlicher Genehmigung von Sound Words

Autor: W.Nee,Textbearbeitung Jürgen Motzkus, Redakteur bei www.glaube.de Foto: soundwords

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